Nationalpark nimmt Bildungsarbeit und Exkursionen wieder auf
Erste Exkursion mit dem Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus am 2. Juni

Torfhaus. - Die Coronakrise hatte auch den Nationalpark Harz in den Lockdown versetzt. Nachdem die meisten Einrichtungen nun nach und nach wieder geöffnet sind, starten am 2. Juni auch wieder die Veranstaltungen und Exkursionen mit ihrem vielfältigen Angebot.

Los geht es am 2. Juni gleich mit einem besonderen Highlight: einer Mountainbikeexkursion in die sagenumwobene Bergwildnis. Gemeinsam mit dem Tourguide erfahren die Teilnehmer im Wortsinn, wie vielfältig die Natur im Nationalpark ist. Unter anderem geht es zum Oderteich und zum Clausthaler Flutgraben. Weitere Exkursionen folgen. Eine vorherige Anmeldung ist notwendig, da die Plätze begrenzt sind. Es gelten besondere Hygiene- und Abstandsregeln.

Auch Gruppen wie Sportvereine, Freizeit- oder Gemeindegruppen können sich wieder für Führungen zum Beispiel rund um’s Große Torfhausmoor, ans Grüne Band oder zum Brocken anmelden.

Die Termine im Juni sind wie folgt:
Juni - Dienstag
10.00 Uhr
Altenau-Torfhaus, Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

„Mit dem Stahlross“ in die Wildnis - Mountainbike-Tour mit Informationen rund um den Nationalpark
(ca. 5 Stunden)
Besprechung der Route vor der Tour, Fahrrad mitbringen oder Ausleihe vor Ort möglich (Zusatzkosten, wir helfen gerne), Sonderveranstaltung mit Gebühr: 5 € Kinder, 10 € Erwachsene, 20 € Familien (2 Erw. u. Kinder bis 16 J.) Anmeldung bis zum 30.5.20 erforderlich unter Tel. 05320 331790

Juni - Samstag
9.00 Uhr
Altenau-Torfhaus, Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Vogelexkursion für Langschläfer – Vogelstimmen entdecken mit dem Biologen Dr. Hermann Martens

(ca. 2 Stunden)
Sonderveranstaltung mit Gebühr: 5 € Kinder, 10 € Erwachsene, 20 € Familien (2 Erw. und Kinder bis 16 J.), Anmeldung erforderlich unter Tel. 05320 331790

Juni - Freitag
13.00 Uhr
Altenau-Torfhaus, Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Der Ruf der Wildnis – kehren die Wölfe zurück in den Harz?
(ca. 4 Stunden)
Erlebnisführung auf der Spur der großen Beutegreifer, auch für Familien, Trittsicherheit erforderlich, Sonderveranstaltung mit Gebühr: 5 € Kinder, 10 € Erwachsene, 20 € Familien (2 Erw. und Kinder bis 16 J.), Anmeldung erforderlich unter Tel. 05320 331790

Juni - Sonntag
10.00 Uhr
Altenau-Torfhaus, Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Blick ins Innere – geologische Exkursion
(ca. 3,5 Stunden)
Mit dem Geologen Carsten Pohle geht es auf eine Reise ins „Innere der Erde“. Schwierige Wegstrecke, Sonderveranstaltung mit Gebühr: 5 € Kinder, 10 € Erwachsene, 20 € Familien (2 Erw. und Kinder bis 16 J.), Anmeldung erforderlich unter Tel. 05320 331790

Hintergrundinformationen
Nationalpark Harz
Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Pro Jahr bietet das Team etwa 450 Veranstaltungen mit ca. 5.000 Teilnehmern an.
https://www.torfhaus.info/torfhaus/de/start/

Tarnname „Tanne“ – eine Harzer Rüstungsaltlast in Clausthal-Zellerfeld und Osterode am Harz – Neuerscheinung
Am östlichen Stadtrand von Clausthal-Zellerfeld befinden sich die eingezäunten Ruinen des Werks Tanne. Seine Abwasserleitung erstreckt sich bis nach Osterode am Harz und die Umweltgifte belasten bis heute das Grundwasser. Das Werk gehört gemeinsam mit den Schwesterwerken im Bergland Oberhessens (Stadtallendorf, Werk Allendorf, und Hessisch Lichtenau, Werk Hirschhagen) sowie an der Elbe (Werke Elsnig bei Torgau und Krümmel bei Hamburg) zu den größten TNT-Produktionsstätten NS-Deutschlands. Nachdem das Werk und seine Folgen lange verschwiegen und heruntergespielt wurden, hätte wohl kaum jemand damit gerechnet, wie stark die Nachfrage nach Publikationen zu diesem Thema einmal sein würde. Nach ersten kleineren Veröffentlichungen in regionalen Magazinen erschien 1993 ein grundlegender Beitrag im Band „Rüstungsindustrie in Südniedersachsen während der NS-Zeit“, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Südniedersächsischer Heimatfreunde e.V. als Band 9 ihrer Schriftenreihe. Die Nachfrage war so groß, dass später ein Sonderdruck des Beitrags erschien. Als der vergriffen war, gab der Verlag Papierflieger eine wesentlich erweiterte Fassung in drei Auflagen 1998, 1999 und 2004 als Buch heraus. Auch die sind längst vergriffen. Zwar findet sich zwischenzeitlich viel Information zum Werk Tanne im Internet und an verstreuten Stellen in der Literatur sowie in einer Fülle von nichtöffentlichen Gutachten, aber dennoch – und vielleicht gerade daher – besteht weiterhin die Nachfrage nach einer fundierten Zusammenfassung der wesentlichen Fakten in einem Text. 1998 war der heutige Verein Spurensuche Harzregion e.V. gegründet worden – in ihm sind einige der Autoren aktiv und daher wurde die aktualisierte Neubearbeitung des Textes in dessen Schriftenreihe „Spuren Harzer Zeitgeschichte“ herausgegeben.

Aus dem Inhalt: Der früh geplante neuerliche Weltkrieg, Standortwahl und Aufbau des Werks Tanne, Arbeitskräfte für den Werksaufbau, Geheimhaltung, Produktionsbeginn am 1.4.1939, Sprengstoffabfüllung, Sprengstoffaufbereitung in der Tonsil-Anlage, Energie- und Wasserversorgung, Abwasserprobleme, Abwasserversenkung in den Osteröder Zechsteinkarst, Abwassereindampfung, Neutralisationsschlämme, Explosion am 6.6.1940, Bombenangriff am 7.10.1944, Arbeitssklaven der Dynamit Nobel AG, Gedenkstätte „Russenfriedhof“, Gesundheitliche Folgen für die Belegschaft, Einnahme durch die Alliierten und Entmilitarisierung, Geschichte und spätere Karrieren der Werksleitung, Nachkriegsnutzung und heutige Umweltschäden, gesundheitliche Auswirkungen auf Anlieger und zwei Berichte von betroffenen Anliegern zu ihrem Gesundheitszustand. Ein Dank und eine Auswahlbibliographie schließen den spannend zu lesenden und gut illustrierten Band ab, der ein Muss in jeder Harzbibliothek ist, weil sich allzuviele Autoren allzulange um dieses Thema herumgedrückt haben.

KNOLLE, F., BRAEDT, M., HÖRSELJAU, H., JACOBS, F. & WÄLDNER, C.-A. (2020): Tarnname „Tanne“ – eine Harzer Rüstungsaltlast in Clausthal-Zellerfeld und Osterode am Harz. – Spuren Harzer Zeitgeschichte 7, Papierflieger Verlag GmbH, Clausthal-Zellerfeld, ISBN 978-3-86948-696-3

Theodor Fontane im Harz, Harzer Folklore, Sturmtief Sabine, das Lerbacher Wildgatter und das Kriegsende im Nationalpark Harz – UNSER HARZ Mai 2020 ist erschienen
Aus dem Inhalt:
Christoph Unger: Anmerkungen zu Theodor Fontane und seinen Beziehungen zum Harz anlässlich seines zweihundertsten Geburtstages am 30. Dezember 2019
Lutz Wille: Wie kann Harzer Folklore gestaltet und künftig präsentiert werden
Uwe Fricke: Sturmtief Sabine verursachte viele Schäden im Landkreis Goslar
Rainer Kutscher: Mit einem Wildgatter schützten die Lerbacher ihre Kartoffeläcker und Wiesen vor Wildschäden
Inge Müller: Walpurgis-Märchen
Ingrid Kreckmann: Einiges zum Gemeinen Schneeball
Nationalparkforum: Erinnerungen an das Kriegsende 1945 in der Nationalparkregion Harz
Der April und besonders der Mai sind Monate des Erinnerns – vor 75 Jahren wurde die Terrorherrschaft der Nationalsozialisten beendet. Die Befreiung der Häftlinge aus den KZs, Todesmärsche (mehrere durch den Harz), Kriegsende und Flüchtlingsströme – gedenken wir all der Menschen, die diese Zeit durchlebt haben oder ihr Leben ließen. Im Nationalparkforum erinnern wir deshalb an die Kämpfe im Harz und um den Brocken. Die Kriegsgräberstätte Oderbrück mitten im Nationalpark ist dafür ein würdiger Ort. In diesem Zusammenhang möchte ich auf eine der beiden Rezensionen hinweisen, bei der es um das Oberbergamt Clausthal-Zellerfeld im Dritten Reich geht.

Um Erinnerungen ganz anderer Art geht es bei den sonstigen Beiträgen: R. Kutscher würdigt das Wildgatter um Lerbach herum, das die Äcker und Weiden vor Reh- und Wildschweinfraß schützte; Kreisbrandmeister U. Fricke zieht eine Bilanz des Sturmtiefs Sabine, das am 8./9. Februar im Goslarer Raum erheblichen Schaden anrichtete; Dr. Chr. Unger nimmt den 200. Geburtstag Theodor Fontanes im Dezember 2019 zum Anlass, um die Beziehung zwischen dem Schriftsteller und dem Harz zu beleuchten.

Aktuell und doch mit Bezug auf die Historie fragt sich Dr. L. Wille, wie Harzer Folklore und Kultur gestaltet und künftig präsentiert werden können. Dazu passt das Walpurgis-Märchen, das mir Frau I. Müller geschickt hat. I. Kreckmann lenkt unseren Blick in die wunderbare Natur mit einem Beitrag zum Gemeinen Schneeball (Viburnum opulus).

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Gedenkstätte für die Opfer des KZ Langenstein-Zwieberge
1949 wurde am Ort der Massengräber ein erstes Mahnmal eingeweiht. Nach mehreren Umgestaltungen des Gräberfeldes ist es durch die Anbringung von Namenstafeln seit 2011 möglich, der dort begrabenen Opfer individuell zu gedenken. Heute umfasst die Gedenkstätte das ehemalige Lagergelände mit baulichen Überresten und den Massengräbern, ein Verwaltungs -und Ausstellungsgebäude und bietet die Möglichkeit des Zugangs zu 120 Metern des Stollensystems.

Ein internationaler Ort des Erinnerns
Die Arbeit der Gedenkstätte ist bis heute maßgeblich durch die Internationalität der Häftlinge geprägt. Nachkommen von ihnen haben sich zu einer in Deutschland wohl einmaligen Gruppe zusammengefunden, der internationalen „Gruppe der zweiten Generation“. Sie bringt sich intensiv in verschiedene Aspekte der Gedenkarbeit ein.

Ein Ort der historisch-politischen Bildung
Das pädagogische Team bietet unter Einbeziehung des ehemaligen Lagergeländes und eines Stollenabschnitts Projekttage und thematische Führungen an, die sich sowohl für Erwachsene als auch für den fächerübergreifenden Unterricht aller Schulformen eignen. Gern entwickeln wir ein auf Ihre Gruppe zugeschnittenes Angebot.

Ein Ort der historischen Forschung
Der Sammlungsbestand der Gedenkstätte umfasst derzeit 39 Regalmeter. 450 Mappen mit biografischen Angaben zu Häftlingen, 7.500 Fotos und 3.000 Dias stehen für wissenschaftliche Recherchen zur Verfügung. Der Bestand dokumentiert sowohl die Geschichte des Lagers als auch der Gedenkstätte.
http://www.erinnern.org/

Buchneuerscheinung „Carl Spitzweg – Zeichnungen. Die gute alte Zeit“
Gernrode: Carl Spitzweg (1808 - 1885) ist einer der beliebtesten und angesehensten Maler der Spätromantik. Besonders nach dem 2. Weltkrieg fand seine ausdrucksstarke, idealisierte Genre- und Landschaftsmalerei – immer mit einem liebevollen Augenzwinkern versehen – viele Freunde.

Seine Gemälde sind weitgehend bekannt, auch wenn nicht alle im Werksverzeichnis enthalten sind. Seine Zeichnungen und Skizzen hingegen, die Spitzweg als Idee und Grundlage für seine Werke in Öl dienten, sind weitgehend unbekannt oder in Vergessenheit geraten.

Um Spitzwegs Zeichnungen wieder stärker in den Fokus Kunstinteressierter zu rücken, hat Bernd Sternal dieses Buch verfasst. Wie das Original vor über 100 Jahren trägt es ebenfalls den Untertitel „Die gute alte Zeit“.

Gestaltet und herausgegeben hat dieses Buch im Format 170 x 220 mm mit farbigem Paperback-Einband der Verlag Sternal Media in Gernrode. Das Buch hat 132 Seiten und ist mit 54 Werken Spitzwegs ausgestattet. Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH Norderstedt. Das Buch ist ab sofort überall im Buchhandel unter ISBN 978-3-7519-3164-9 für 18,99 Euro zu erwerben oder zu bestellen. Demnächst erscheint zudem ein E-Book für 7,99 Euro. Onlinebestellungen können bei Amazon oder über die Verlagsseite https://www.bod.de/buchshop/carl-spitzweg-zeichnungen-bernd-sternal-9783751931649 werden.

Presse und Medien können unter folgendem Link Rezensionsexemplare kostenlos anfordern: https://www.bod.de/presse.html#smsTab_4

Unter diesem Link können übrigens seit Januar 2020 auch Buchhandlungen kostenlose Leseexemplare für alle Bücher des Verlags Sternal Media bestellen.
https://www.bod.de/buchshop/carl-spitzweg-zeichnungen-bernd-sternal-9783751931649

„Kinderstube“ am Waldboden im Nationalpark Harz
Es wird wieder grün in unseren Wäldern. Dieser Tage lohnt ein Blick auf den Waldboden. Neben den zahlriechen Frühlingsblühern wie Goldnessel, Sternmiere, Bärlauch usw. stecken winzige Pflänzchen ihre Blätter aus dem Vorjahreslaub. Oft sind sie schwer einzuordnen. Was da zu Hundertausenden sprießt, ist die neue Waldgeneration. Das ist nicht so leicht zu erkennen, denn die kleinen Sämlinge sehen oft völlig anders aus wie ihre Eltern.

Neben den doch recht auffälligen „Elefantenohren“ der Buchensämlinge sind die anderen Baumarten eher unscheinbar. Die Natur geht bewusst mit einer Riesenmenge Baumsamen und Sämlingen an den Start. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, dass trotz vieler Unwägbarkeiten im Leben der Bäume genügend Nachkommen alt genug werden können, um wiederum Samen für die nächste Waldgeneration zu produzieren. Hitze, Trockenheit, Schatten, Wildverbiss, Mäusefraß sind nur einige der Gefährdungen auf dem Weg zum großen Baum.

Diese Art der Waldverjüngung wird auch Naturverjüngung genannt und ist Bestandteil der Prozesse in natürlichen Waldökosystemen, so Sabine Bauling, Fachbereichsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

Das Auerhuhn
In den wunderschönen Buchenwäldern des Südharzes, nahe des kleinen Dorfes Lonau, liegt das Auerhuhn-Schaugehege des Nationalparks. Es beheimatet ehemals in Norddeutschland heimische Raufußhuhnarten: Auerhuhn und Birkhuhn. Vom Lonauer Dorfgemeinschaftshaus im Ortszentrum, in dem sich auch eine Rangerstation befindet, ist es über einen kurzen Fußweg durch die Lonauer Wiesen zu erreichen.

Gibt es noch Auerhühner im Harz
Imposante Auerhähne, die im Frühjahr mit eigentümlichen Balzlauten auf sich aufmerksam machen, finden Sie in freier Natur kaum noch. Im Harz waren sie einst heimisch, wurden aber ausgerottet. Trotz eines langjährigen Auswilderungsprogramms gelang es nicht, die Tiere hier wieder dauerhaft anzusiedeln. Heute ist diese Vogelart in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt wieder ausgestorben.

Im Auerhuhn-Schaugehege haben Sie Gelegenheit, die selten gewordenen Tiere zu erleben. Der auffällige schwarz-bläulich gefärbte Auerhahn mit der typischen roten Augenzeichnung ist hier ebenso zuhause wie die extrem gut getarnten Weibchen. Mit etwas Glück kann man auch den winzigen, flauschigen Nachwuchs durch das Gehege huschen sehen. In der siebenteiligen Anlage sind außerdem Birkhühner zu Hause.

Auerhuhnsprechstunde – täglich am Auerhuhngehege
Täglich von 10 - 11 Uhr sind die Lonauer Nationalpark-Ranger zur Fütterung und Pflege der Tiere am Auerhuhngehege anzutreffen. In dieser Zeit können Besucher gerne vorbeikommen und ihnen Fragen rund um die Tierart stellen. Unabhängig von den Fütterungszeiten ist das Auerhuhngehege auch sonst jederzeit und kostenfrei zugänglich.

Bei besonderem Interesse an den Tieren oder dem Wunsch nach einer Sonderführung bitten wir Besucher, mit den Nationalpark-Rangern vorab einen Termin abzusprechen. Sie sind erreichbar unter der Telefonnummer 05521/72653. Sollten die Kollegen gerade nicht ans Telefon gehen, weil sie im Gelände unterwegs sind, bitte auf den Anrufbeantworter sprechen und die Angabe einer Rückrufnummer nicht vergessen.

Weitere Informationen siehe hier:
https://www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/auerhuhngehege/

Im Mai vor 124 Jahren eskalierte der Lauterberger Stuhlarbeiterstreik von 1896
Als 1890 das Sozialistengesetz auslief, begann erneut der Aufbau von Organisationen der Arbeiterbewegung. Der sozialdemokratische Holzarbeiterverband war insbesondere in der damaligen Bad Lauterberger Stuhlindustrie aktiv. In den neun Stuhlfabriken der Region Lauterberg waren bis zu 1.000 Arbeitnehmer beschäftigt. Arbeitskräfte lieferte das schwächelnde Berg- und Hüttenwesen des Harzes sowie die Vorharz-Landwirtschaft. Zu den Festangestellten traten die Heimarbeitskräfte: Ehefrauen, Alte, auch Kinder, die für das Stuhlflechten beschäftigt wurden – trotz des Verbots der Kinderarbeit. Zur Lohnsituation in Lauterberg warnte die Holzarbeiterzeitung: „Hinein kommt man nach Lauterberg sehr gut, aber schlecht wieder heraus“. Das Herauskommen erschwerte ein Trucksystem. Die Arbeiter mussten einen Teil ihrer Arbeitsmaterialien beim Fabrikherrn kaufen, wobei die Preise über den Handelspreisen lagen. Akkordarbeiter mussten ihre Werkzeuge selbst stellen und, da elektrisches Licht noch fehlte, sogar für das Petroleum am Arbeitsplatz aufkommen. Trotz der Mahnungen der preußischen Gewerbeaufsicht änderte sich dieses System lange nicht. Den Arbeitern wurde ein Teil ihres Lohnes bei Auszahlung wieder aus der Tasche gezogen, und sie verschuldeten sich. Auch die Verschuldung beim Handel war hoch, begünstigt durch das System des Anschreibens. Es wurde auf Kredit gekauft und dann am Lohntag bezahlt. Schwankte der Lohn, geriet die Tilgung ins Schleudern. Hinzu kam ein drastisches Geldstrafensystem bei Verstößen gegen die Arbeitsordnung. Auch die regelmäßige Drohung mit der fristlosen Kündigung schuf kein Vertrauensklima. Die Wirtschaftslage in der Stuhlindustrie war Anfang der 1890er Jahre höchst schwankend, sodass Kurzarbeit und Lohndrückerei sowie Druck auf Gewerkschaftsmitglieder durch die Unternehmer das Arbeitsklima bestimmten.

Im Frühjahr 1896 startete der Arbeitskampf, der als der Lauterberger Stuhlarbeiterstreik Geschichte schrieb. Die Unternehmer Haltenhoff und Zeidler überspannten die Lohndrückerei und lösten damit den am 2. März 1896 beginnenden Streik aus. Die Arbeiterbewegung stand unter staatlicher Kontrolle. Nur wenige Betriebe leisteten sich die Beschäftigung von offen auftretenden Sozialdemokraten oder Gewerkschaftern. Wurde die Mitgliedschaft bekannt, folgte bald die Kündigung. Der Streikleiter Fritz Erfurth wurde im Laufe des Streiks zum Angriffsobjekt der Unternehmer. Er war der böswillige Agitator, der Verführer – der sozialistische Teufel. Der als hitzig bezeichnete Erfurth überzog die Richtung des Arbeitskampfes, sodass die Unternehmer mehr als nur eine Lohnerhöhung befürchten mussten. Im Mai eskalierte der Streik und umfasste den gesamten Ort Lauterberg. Doch mit der Zeit erschöpfte der Streik die Kassen der Arbeiterschaft. Im Herbst 1896 zeichnete sich ab, dass der Streik die Gewerkschaft in den Ruin treiben würde. Man hatte die Durchhaltekraft der Unternehmer unterschätzt und der Streik wurde beendet. Eine lohnpolitische Verbesserung erreichte der Streik nicht. Die wirtschaftliche Lage der Stuhlindustrie setzte sich in weiterer Lohndrückerei fort und führte 1906/07 erneut zu Streiks in Lauterberg. Der Stuhlarbeiterstreik galt mit 23 Streikwochen als längster und dramatischster Arbeitskampf seiner Zeit. Wegen der mit ihm verbundenen Auseinandersetzungen beschäftigte er sogar den Reichstag.

Mehr zum Streik und zu weiteren Details dieser Geschichte findet sich im Beitrag von Klaus Wettig in der jüngsten Harz-Zeitschrift. Sie erschien im Lukas-Verlag Berlin im 71. Jahrgang für das Jahr 2019. Der aktuelle Band beschäftigt sich neben der Lauterberger Stuhlfabrikation, zu der Hans-Heinrich Hillegeist einen weiteren Beitrag zusteuert, mit historischen Fachthemen zahlreicher Orte aus dem gesamten Harz. Sieben Beiträge zur Harzgeschichte enthält der Band. Über die Struktur eines mittelalterlichen Weges von Quedlinburg in den Harz berichtet Udo Münnich. Der Beitrag von Maik Hauf bearbeitet die Wüstung Tautenhain im Braunschwender Forst im Ostharz. In Bezug zur Grube »Lautenthals Glück« publiziert Reinhard Kuhn anschließend Gedanken zur Symbolik zweier Oberharzer Münzen. „Prof. Dr. Hermann Böttcher – ein Langelner schreibt die Geschichte Halberstadts“ – mit diesem Thema hat sich der Autor Hendrik Finger ausgiebig beschäftigt. Ein neues Nekrolog-Fragment aus dem Stift St. Johann in Halberstadt hat der Autor Klaus Naß bearbeitet.

Eine Literaturschau und Rezensionen sowie Berichte der Arbeitskreise des Harz-Vereins runden den Band ab. Er ist mit zahlreichen Abbildungen illustriert, hat einen Umfang von 139 Seiten und kann über den örtlichen Buchhandel oder den Lukas-Verlag www.lukasverlag.com bestellt werden.

Vereinsgeschichte
Im April 1868 wurde in Wernigerode der Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V. gegründet. Schon von Anfang an sollte er die Geschichtsinteressen aller am Harz beteiligten Menschen und Orte bündeln. Seit 1868 erscheint auch die durch den Harz-Verein herausgegebene Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde e.V., seit 1948 Harz-Zeitschrift genannt.

Der Harz-Verein hat eine wechselvolle Geschichte, die zunächst sehr stark mit seinen prägenden Vorstandsmitgliedern verknüpft war. Bedeutende Vorstandsmitglieder waren u.a. der 1. Vorsitzende, Graf Botho zu Stolberg-Wernigerode, der gräfliche Bibliothekar und Archivar Eduard Jacobs, der Wernigeröder Amtsgerichtsrat Walter Grosse, der Ehrenvorsitzende Karl Wolfgang Sanders, der den Verein nach dem 2. Weltkrieg wieder ins Leben rief, der langjährige Kustos am Braunschweigischen Landesmuseum Christof Römer sowie viele weitere Persönlichkeiten, die weit über die Geschichte des Harzes hinaus von Bedeutung sind.

Der Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V. arbeitet länderübergreifend in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen – konsequenterweise ist er denn auch beim Vereinsregister Braunschweig registriert und unterhält seine Geschäftsstelle seit 2000 bei der Schloß Wernigerode GmbH. Der Verein gibt eine Monografien-Reihe heraus – die Forschungen zur Geschichte des Harzgebietes (kurz Harz-Forschungen). Diese bündeln immer wieder besondere Fragestellungen und Interessen, die das Harzgebiet betreffen. Gegenwärtig unterhält der Harz-Verein mehrere Arbeitskreise:

zur Archäologie des Harzes, geleitet von Hans-Jürgen Grönke in Nordhausen,
zur Landesgeschichte mit Kirchen- und Klostergeschichte, geleitet von Dr. Monika Lücke in Naundorf bei Halle,
zur Montangeschichte, geleitet von Hans-Heinrich Hillegeist und Dr. Wilfried Ließmann in Göttingen,
zur Rechtsgeschichte, geleitet von Dr. Dieter Pötschke in Leest bei Potsdam
und zur Zeitgeschichte in der Verantwortung von Dr. Friedhart Knolle in Goslar in Verbindung mit dem Verein Spurensuche Harzregion e.V.

Wandertipps im Harly bei Vienenburg
Goslar-Vienenburg. Als „geologisches und botanisches Schatzkästlein“ wird der Harly in Fachkreisen bezeichnet. Aber das ist nicht alles – er ist auch ein spannendes Wandergebiet. Hier einige Wandervorschläge.

Erlebnispfad 1 Mittlerer Harly
Strecke: 7,6 km

Kloster Wöltingerode – Hercyniaweg – Bärental – Kräuter-August-Höhle – Mammutbaum – Kloster Wöltingerode

Vom Kloster Wöltingerode aus durchqueren Sie den ehemaligen Bahndamm und folgen links an der Bushaltestelle vorbei dem Hercyniaweg steil bergauf. Oben angekommen finden Sie eine Gedenktafel für A. Schloenbach, der sich um die Erforschung des Harlys verdient gemacht hat. Der Wanderweg führt geradeaus zunächst dem Schild „Zum Turm“ und dann links der Beschilderung „Schöne Aussicht“ nach. Auf dem Harlyrandweg geht es rechts wieder in Richtung Harly und hier weiter nach Norden aufwärts ins Bärental mit seinen überwachsenen und verfallenen alten Abbauen von Rogenstein. Auf der Westseite des Weges finden Sie einen kleinen Steinbruch und die Kräuter-August-Höhle. Im Bärental weiter aufwärts lassen Sie den in Richtung Harlyturm abzweigenden Weg rechts liegen. Auf dem Mittelweg, der nach einer großen Kurve nach Norden umbiegt und dann nach Westen (Schild „Mammutbaum“) weiterläuft, sehen Sie 50 m südlich den Mammutbaum, der als einziger einer Pflanzung 1880 von einzeln stehenden Mammutbäumen in der Umgebung übriggeblieben ist. In westlicher Richtung halten Sie sich nach etwa 2 km an einer Abzweigung mit Schutzhütte links, wo Sie in einem Tal nach Südwesten abwärts wandern. Bei Erreichen des Waldrands sind Sie in der Oberkreide angekommen und folgen dem Rundweg Richtung Osten zurück nach Wöltingerode.

Erlebnispfad 2 Östlicher Harly
Strecke: 7,4 km

Kloster Wöltingerode - Bärental - Kräuter-August-Höhle - Harlyturm - Lengder Höhe - Gottsched-Platz - Burggrund - Schacht I - Hercyniaweg - Schacht II - Schloenbach-Denkmal - Kloster Wöltingerode

Diese Wanderung nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze geht durch die naturnahen Buchenwälder am Südostrand des Höhenzugs Harly. Von Wöltingerode aus geht es durch das Bärental an der Kräuter-August-Höhle vorbei. Sie erreichen den Kammweg, auf dem Sie nach Westen bis zum höchsten Punkt des Harly mit 255,9 m Höhe wandern, wo der Harlyturm steht. Von dort geht es über die Lengder Höhe bei 250,9 m NN weiter bis zum Gottsched-Platz. Vom Kammweg gelangen Sie über einen Querweg in den Burggrund und gehen weiter nach Süden. Bald erreichen Sie den Waldrand am Schacht I, wo rechts rötliche sandige Tone und dünne Sandsteine anstehen. Hier liegt am Waldrand der Rest des Einbruchtrichters, der 1930 beim Absaufen des Bergwerks entstand. Sie wandern von hier auf dem Hercyniaweg parallel zum alten Bahndamm nach Westen. Linkerhand ist Vienenburg und der Bergfried der um 1300 erbauten alten Vyneburch (= Vienenburg) zu sehen. Am ehemaligen Schacht II mit Schloenbach-Denkmal haben Sie die Wahl, den Harlyrandweg zur alten Försterei oder den Hercyniaweg direkt nach Wöltingerode zu nehmen, wo Sie ein schöner Blick auf das Kloster Wöltingerode erwartet.

Erlebnispfad 3 Westlicher Harly
Strecke: 8,6 km

Kloster Wöltingerode – Bärental – Kräuter-August-Höhle – Mammutbaum – Weddebachtal – Waldmänneken-Höhle – Schacht III – Kloster Wöltingerode

Von Wöltingerode aus gehen Sie das Bärental aufwärts, passieren die Kräuter-August-Höhle und folgen dem Weg weiter nordwestlich geradeaus in Richtung Mammutbaum, der seit 1989 als Naturdenkmal ausgewiesen und schon von weitem erkennbar ist. Danach gehen Sie rechts abwärts in das Ost-West-Tal zwischen Komturberg im Süden und der Muschelkalk-Höhe des Harlykamms im Osten. Bald teilt sich der abwärts führende Weg erneut – Sie können beide Wege nehmen. Vom Harly-Westrand am Weddebachtal aus geht es weiter nach Süden. Linkerhand liegt ein historischer Sandsteinbau – die Waldmänneken-Höhle. Von dort gelangen Sie südlich zur Furt durch den Weddebach. Gegenüber der Furt geht es den Komturberg aufwärts, der durch einen alten Abbau auf Rogenstein entstanden ist. An einem Steinbruch im Rogenstein vorbei erreichen Sie vom Mittelweg abwärts nach Osten einen neuen, breit ausgebauten Forstweg. Hier befindet sich unmittelbar vor Ihnen die Halde des ehemaligen Schachts III (Röhrig-Schacht). Vom Schacht III gehen Sie am Waldrand vorbei in Richtung Osten zurück nach Wöltingerode.

Der Harly ist Teil des Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen und eine eine Broschüre weist den Weg auf diesen drei Entdeckungstouren durch den Harly. Aufgrund anhaltender Nachfrage wurde dieses Heft digital neu bearbeitet und steht in 3. Auflage https://www.bund-westharz.de/projekte/der-harly-von-woeltingerode-zum-muschelkalkkamm/ zum Herunterladen zur Verfügung.

Keine Angst vor Fledermäusen – unsere heimischen Fledermäuse haben kein SARS-CoV 2-Virus
Immer wieder hört man es und wir bekommen häufig Anfragen zu diesem Thema. Aufgrund des sich aktuell weltweit ausbreitenden SARS-Coronavirus 2 (SARS-CoV 2), das beim Menschen die Krankheit Covid-19 auslösen kann, kommt es weltweit und natürlich auch hierzulande vermehrt zu besorgten Anfragen bei im Fledermausschutz und in der Fledermausforschung tätigen Personen.

Der Grund für die Besorgnis ist der Umstand, dass in den Medien Fledermäuse regelmäßig als der Ursprung des neuartigen humanen Virus SARS-CoV 2 bezeichnet werden – doch für die hiesigen Fledermäuse trifft das nicht zu! Antipathien gegenüber einheimischen Fledermäusen sind absolut unbegründet. Dazu liegen zahlreiche Forschungsarbeiten vor.

Das Auftreten und die Ausbreitung von SARS-CoV 2 und anderer Zoonosen werden nicht durch einzelne Arten oder Artengruppen, wie Fledermäuse, Schuppentiere, Nagetiere etc. verursacht, sondern sind direkte Folge und Rückkopplung aus dem verheerenden Umgang der Menschen mit Tieren, Ökosystemen und dem daraus resultierenden Artenschwund.

Einheimische Fledermausarten sind nicht mit SARS-CoV 2 infiziert. Es konnten zwar verschiedene Coronaviren in meist tropischen Fledermausarten nachgewiesen werden – diese sind jedoch nur entfernt mit humanen SARS-Coronaviren verwandt und daher für Menschen unkritisch.

Das humane SARS-CoV 2 ist genetisch eng mit Viren aus dem Tierreich verwandt, der unmittelbare Ursprung von SARS-CoV 2 ist aber nach wie vor nicht zweifellos geklärt. Genetisch ähnliche Viren finden sich beispielsweise bei chinesischen Hufeisennasen-Fledermäusen und in Schuppentieren. Es ist wahrscheinlich, dass das Virus zwar in einem Wildtier seinen Ursprung hatte, sich dann aber schrittweise – erst in einem Zwischenwirt und nach der Übertragung auf den Menschen dann im Menschen selbst – so verändert hat, dass es im Menschen Covid-19 auslösen konnte und so die Übertragung der Krankheit von Mensch zu Mensch möglich wurde.

Ein Muster vergangener Zoonosen ist die Bedeutung von Massentierhaltungen, wie z.B. im Falle der Schweinegrippe, und Wildtiermärkten, auf denen Wildtiere lebend frisch geschlachtet oder zubereitet zum Verkauf angeboten werden. Hier können, wie im Fall von SARS-CoV 1 und sehr wahrscheinlich auch SARS-CoV 2, Krankheitserreger durch Wirtswechsel schnell mutieren und sich ausbreiten.

Fledermäuse aufgrund einer vermeintlichen Gesundheitsgefahr zu bekämpfen, ist völlig unbegründet. Dies ist zudem in Deutschland und in der gesamten EU strafbar. Nicht die Fledermäuse mit ihrer natürlich gewachsenen viralen Vielfalt sind der Kern des Problems, sondern der Mensch, der durch seinen Umgang mit den Tieren, sein unbarmherziges Ausbeuten von natürlichen Ressourcen und der damit verbundenen weltweiten Zerstörung intakter Ökosysteme ein erhöhtes Risiko von zoonotischen Pandemien erzeugt.

Fledermäuse sind weltweit wichtige und unverzichtbare Akteure in Ökosystemen. Sie regulieren Schadinsekten in der Land- und Forstwirtschaft und sind in subtropischen und tropischen Ökosystemen von besonderer Bedeutung für die Verbreitung von Pflanzensamen und die Bestäubung wichtiger Nutzpflanzen. Aufgrund ihrer Biologie als fliegende Säugetiere und ihrer besonderen Sozialstrukturen haben sie im Laufe ihrer Evolution Eigenschaften erworben, die ihnen bei der Eindämmung von Krankheitserregern große Vorteile bieten. Die Wissenschaft steht erst am Anfang, diese Anpassungen zu verstehen und daraus Erkenntnisse zu gewinnen, die für die Human- und Tiermedizin äußerst wertvoll sind.

Die Wahrscheinlichkeit von zoonotischen Pandemien kann in Zukunft verringert werden. Dazu ist es nötig, die Biodiversität in Natur- und Kulturlandschaften wirksamer zu schützen, in denen Tiere vom Menschen ungestört leben können. Dies sollte aus der Einsicht heraus erfolgen, dass intakte Lebensräume mit ihrer hohen Vielfalt an Wildtierarten langfristig auch für die menschliche Gesundheit wichtig sind. Es ist dringend notwendig, sowohl dem Arten- als auch dem Tierschutz einen höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft zu geben. Darüber hinaus ist es wichtig, die Jagd, den Handel und die Verwendung von Wildtieren mit zoonotischem Potenzial weltweit zu regulieren und stark einzuschränken.
https://www.nationalpark-harz.de/

Neue Brücke am Kienbach bei Ilsenburg und die aktuelle Trockenheit
Wernigerode – Ilsenburg. Jüngst fand die Bauübergabe des großen Kienbachdurchlasses am Ilsenburger Stieg statt – Corona-bedingt leider nur im kleinen Kreis. Das Bauwerk war durch das Julihochwasser 2017 so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass der Neubau unumgänglich war. Damit ist eine weitere Verbesserung am Radfernweg R 1 entstanden. Momentan sieht so ein Bauwerk über dem ausgetrockneten Bach schon merkwürdig aus. Allerdings hatte sich hier in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass nach Gewittergüssen, Starkregen oder Schneeschmelze aus dem ausgetrockneten Bachbett ein reißendes Flüsschen werden kann.

Etwas skurril erschien den Beteiligten der Anblick eines Feuersalamanders auf der offensichtlich verzweifelten Suche nach Wasser. Hoffentlich hat er unter den Steinen des Kienbachs noch ein feuchtes Fleckchen finden können.

Die Trockenheit hat im April dieses Jahres schon ein erschreckendes Ausmaß angenommen. Das frische Grün der Buchen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Boden von der Oberfläche schon wieder stark austrocknet. Gerade jetzt beim Laubaustrieb und beim Maiaustrieb der Nadelbäume benötigt der Wald viel Wasser und die Reserven aus dem Februar werden rasch aufgebraucht sein, so Sabine Bauling, Fachbereichsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

Neben allen anderen Problemen für den Wald gilt jetzt auch besondere Vorsicht hinsichtlich der Waldbrandgefahr. Alle Bürgerinnen und Bürger sind zu besonderer Wachsamkeit aufgerufen und jedes noch so kleine Anzeichen eines Waldbrandes sollte sofort gemeldet werden.

Kauziges vom Waldkauz im Nationalpark Harz
Wie viele Eulen brütet der Waldkauz in Baumhöhlen, braucht also entsprechend alte Baumbestände. Die findet er in den Totholzbeständen des Nationalparks, doch es ist eigentlich egal, ob diese Bäume im Wald, im Garten, auf Friedhöfen oder in Parks stehen. Waldkäuze kommen überall klar, solange nur solche geeigneten Bäume vorhanden sind.

Auch in Bezug auf ihre Nahrung sind sie nicht weiter wählerisch. Waldkäuze erbeuten Säugetiere und Vögel bis zu einem Gewicht von ca. 300 g, was einem jungen Kaninchen oder einer Taube entspricht. Des Weiteren stehen Amphibien und Wirbellose auf dem Speiseplan, gelegentlich auch Fische. Diese Flexibilität ermöglicht Waldkäuzen ein leichteres Überleben auch in schneereichen oder mäusearmen Jahren, weshalb ihre Bestandsschwankungen bei weitem nicht so dramatisch sind wie bei anderen Eulenarten, beispielsweise dem Raufußkauz.

Waldkäuze sind leicht an ihrem Ruf zu erkennen. Sie sind die klassischen „Krimikäuze“, deren Stimme gern zum Einsatz kommt, wenn irgendetwas schaurig sein soll. Ihre Balzrufe sind auch schon im Januar/Februar zu hören – damit sind sie mit die ersten im Jahresverlauf. Auch während der sog. Herbstbalz bekommt man sie oft mit. Manchmal hat man den Eindruck, sie rufen den ganzen Winter über.

Im Nationalpark sind sie zuverlässig in den älteren Buchenbeständen anzutreffen. Wer sie hören möchte, muss nur zur Balzzeit ab Dämmerung bis einschließlich Dunkelheit beispielsweise im Eckertal spazieren gehen. Abzuraten ist von einem Anlocken mittels der mittlerweile weitverbreiteten Vogelstimmen-Apps – Waldkäuze finden es nicht sonderlich witzig, wenn „Konkurrenten“ in ihrem Revier rufen und können ganz schön garstig werden. Bekannt sind Angriffe auf Kopf und Gesicht, sogar schon mal inklusive verlorener Augen der menschlichen Störenfriede.

In den letzten Jahren häufen sich auch Beobachtungen aus den Nationalparkhochlagen, was möglicherweise mit den zunehmenden Offenflächen zusammenhängt, die auch den Waldkäuzen gute Jagdgründe bieten. So wurden beispielsweise schon Waldkäuze am Achtermann, bei Torfhaus oder bei Schierke verhört. Wie sich damit auch die Verbreitung von Sperlings- und Raufußkäuzen im Nationalpark verändert, wird sich noch zeigen. Sie präferieren bisher die höheren Lagen, stehen aber auf dem Speisezettel der Waldkäuze. Allerdings scheinen sie auch gut nebeneinander auskommen zu können, solange ausreichend andere Nahrung vorhanden ist. Das zeigen mehrfache Beobachtungen von parallel, in nur kurzer Distanz zueinander rufenden Sperlings-, Raufuß- und Waldkäuzen.

UNSER HARZ April 2020 erschienen – Notwehr in Schierkes Oberförsterei, „Auch das war die DDR“, Geschichte des Braunlager Gynasiums und der Huflattich – wieder viele Harzthemen in einem Heft
(Länderübergreifend). „In Notwehr erschossen. In der Nacht zum 8. auf den 9. April 1919 wurde die Oberförsterei Schierke durch Lärm und lautes Klopfen an die innere Haustür alarmiert. Oberförster Häberle öffnete und sah sich einem fremden Mann gegenüber, der ihn mit hocherhobenen Händen und blinkender Waffe bedrohte und ihm zurief: „Ich schieße Sie nieder!“ Oberförster Häberle forderte ihn auf, die Oberförsterei zu verlassen. Er ging dann ins Haus zurück, versah sich mit seiner Waffe und forderte den Fremden nochmals zum Verlassen der Oberförsterei auf. Plötzlich sprang dieser dem Oberförster an die Gurgel und schrie ihn an: „Noch einen Schritt weiter und du bist eine Leiche!“ Bei nochmaligem wiederholten Angriff des Fremden schoss Oberförster Häberle diesen nieder. Die Persönlichkeit des Erschossenen konnte noch nicht festgestellt werden. Oberförster Häberle stellte sich der Staatsanwaltschaft.“



Diese Geschichte aus der Schierker Vergangenheit und vieles mehr findet sich im neuen Heft von Unser Harz. Aus dem Inhalt: Hans-Heinrich Hillegeist: Nachrichten vom Harz und Harzrand vor 100 Jahren (1919), Teil 2; Dr. Günter Gottschlich: Dr. Friedrich Staudinger (1903 - 1991); Günter Wilke: Auch das war die DDR: Ernstes, Heiteres, Lächerliches – gesehen aus der Sicht des Leiters eines kleinen Betriebes, Teil 3; Ingrid Kreckmann: Einiges über den Huflattich; Nationalparkforum: Zum Gedenken an Frank Raimer.



Mit dem zweiten respektive dritten Teil finden die Artikelreihen „Nachrichten vom Harz und Harzrand vor 100 Jahren (1919)“ von H.-H. Hillegeist und „Auch das war die DDR“ von G. Wilke ihren Abschluss. Aus der Distanz auf die Ereignisse der damaligen Zeit zu schauen, hilft uns sicherlich, auch unsere eigene, momentan sehr bewegt Zeit mit anderen Augen zu betrachten.



Dr. G. Gottschlich erinnert an Dr. Friedrich Staudinger (1903 - 1991), (s)einen außergewöhnlichen Lehrer am Braunlager Gymnasiums. Auch dieser Bericht zeugt von einer so anderen Zeit, wenn ich auf die Situation an unseren heutigen Schulen blicke.



Im Nationalparkforum gedenken S. Bauling und Dr. F. Knolle dem im März verstorbenen, langjährigen Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung Harz, Frank Reimer. Neben dem Wildkatzenmonitoring betreute er viele Forschungsarbeiten, darunter die Auswirkung des Schalenwildes auf die Vegetation.



Ebenfalls in die Natur zieht es I. Kreckmann, die dieses Mal einiges über den Huflattich berichtet.



Ich hoffe, Sie können die Natur genießen und die Auswirkung der Pandemie auf die Umwelt (keine Flugzeuge, wenig Verkehr) erleben – neben all dem, was in der Gesellschaft ausgelöst wurde (und wird). Während ich dies schreibe, ist das noch gar nicht abzuschätzen – und doch erfüllen mich die Stille und der blaue Himmel über dem Harz mit Hoffnung, Hoffnung für die Natur und ihre Regenerationskraft.


Ein gutes Frühjahr für das Judasohr (Auricularia auricula-judae) - Pilz entwickelt besonders große Fruchtkörper
Länderüberfreifend. Der Apostel Judas soll sich der Legende zufolge nach der Verurteilung Jesu an einem Holunderbaum erhängt haben. Da Judasohren besonders häufig an diesem Substrat wachsen und durch sein ohrförmiges Aussehen erhielt der Pilz diesen deutschen Namen. In diesem Frühjahr erreichen die Fruchtkörper einen Durchmesser bis zu 15 cm.



Das Judasohr, auch Holunderpilz genannt, hat die Form einer Ohrmuschel und ist auch für unerfahrene Pilzinteressierte leicht zu bestimmen. Der Pilz erscheint häufig an älteren und geschwächten Stämmen und Ästen des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra). Im Gegensatz zu den saprophytisch, lignicolen Arten der Gattung Auricularia (Ohrlappenpilze) besiedelt das Judasohr auch lebende Gehölze. Der Pilz wächst aber auch auf Laubbäumen wie z.B. Ahorn, Esche, Weide, Pappel und Ulme, aber auch Eiche und Buche. Sehr selten ist er an Nadelbäumen wie Lärche und Kiefer zu finden. Auf die Frage, warum das Judasohr den Holunder bevorzugt, hat die Wissenschaft noch keine Antwort gefunden. Scheinbar werden aber Weichhölzer bevorzugt.



Im Gegensatz zu vielen anderen Pilzfruchtkörpern ist das Judasohr das ganze Jahr hindurch zu sehen. Besonders in frostfreien, feuchten Wintermonaten fällt es ins Auge. Die Außenseite des gallertartigen und knorpeligen Pilzes ist rötlichbraun, violettgrau bis olivbraun. Sie fühlt sich samtig und etwas filzig an. Die glatte, glänzende, oft von erhabenen Leisten durchzogene Innenseite trägt die Fruchtschicht, das Hymenium. Hier entstehen die Sporen. Da der Pilz an den Stämmen und Ästen der Sträucher und Laubbäume nur unregelmäßig Wasser bekommt, hat er eine ungewöhnliche Strategie entwickelt: Bei Trockenheit schrumpft der Pilz zusammen. Wenn es regnet, quillt er wieder vollständig auf.



Bekannt ist das Judasohr aus dem China-Restaurant. Der Pilz trägt in China den Namen Mu-Ehr (zu deutsch: Waldohr oder Baumohr) und wird auf der deutschen Speisekarte irreführend als „Chinesische Morchel" bezeichnet. Mit den echten Morcheln hat der Pilz allerdings verwandtschaftlich nichts zu tun. In Ostasien wird er nicht nur für die Küche gezüchtet. Auch in der chinesischen Medizin und in der Naturheilkunde spielt er eine wichtige Rolle. Er soll zum Beispiel das Immunsystem stimulieren und Blutungen stillen. In unserer Artdatenbank befinden sich bisher erst 23 Nachweise - schon erstaunlich, da der Pilz nicht selten ist. Gefunden wurde er bisher überwiegend am Schwarzen Holunder. Nachweise auf Nadelholz fehlen bislang, so der Wernigeröder Pilzexperte Thomas Schultz und Ute Springemann von der Nationalparkverwaltung Harz.

Baumpflanzaktion im Ilsetal – Hilfe zur Selbsthilfe des Waldes im Nationalpark Harz
(Länderübergreifend) Die Natur darf sich in der Kernzone des Nationalparks Harz frei entfalten. Im Moment ist der natürliche Waldwandel vom ehemaligen Wirtschaftswald hin zum wilden Naturwald zu erleben – massiv beschleunigt durch den Klimawandel. In den Hochlagen ist die Fichte von Natur aus heimisch, deshalb wird sie in diesen Gebieten auch weiter die Hauptbaumart bleiben. Neben jungen Fichten wachsen hier auch Laubbäume wie Eberesche, Bergahorn oder Weide – sie kommen von allein, entwickeln sich gut und benötigen keine Pflanzungen.

In tieferen Lagen schlagen in den ehemaligen Fichtenforsten vor allem verschiedene Laubbäume Wurzeln. Von Natur aus würden hier vor allem Buchen wachsen, deren Rückkehr der Nationalpark mit Pflanzungen, vorrangig junger Buchen, unterstützt. Die Natur bekommt mit diesen Initialpflanzungen ein Werkzeug in die Hand und der „Reparaturprozess“ hin zu mehr Naturnähe und natürlicher Entwicklung wird unterstützt – „Hilfe zur Selbsthilfe“ für die Natur.

Im Nationalpark Harz werden daher in diesen tieferen Lagen seit Jahren in erheblichem Umfang Pflanzungen zur Erreichung der Schutzziele nach Maßgabe der Gesetze und Managementvorgaben des Schutzgebiets durchgeführt. In der Naturentwicklungszone werden verschiedene Laubbaumarten, vorrangig Buchen, in ehemalige Reinbestände mit standortsfremden Fichten gepflanzt. In diesen Flächen gibt es zu wenige und teilweise über mehrere hundert Hektar hin keine alten Buchen, die als Samenbäume dienen könnten. Damit dienen die Buchenpflanzungen den Vorgaben des Nationalparkgesetzes entsprechend der Steigerung der Naturnähe. Diese Anpflanzungen sind in den letzten Jahren aufgrund der zunehmenden Aktivitäten der Borkenkäfer nochmals verstärkt worden. Die Schwerpunkte bilden die Außengrenzen des Schutzgebietes, wo Wirtschaftswald angrenzt.

Weil in diesem Frühjahr die öffentlichen Pflanzaktionen leider abgesagt werden mussten, möchten wir den Medien aufgrund zahlreicher Nachfragen die Gelegenheit geben, über eine aktuelle Pflanzaktion zu berichten.

Treffpunkt ist an diesem Mittwoch, 15. April 2020 um 11 Uhr am Nationalparkhaus Ilsetal, Ilsetal 5 in Ilsenburg. Von dort fahren wir gemeinsam zum Ort der Pflanzung an der Eschwegestraße.

Der Termin ist für Film- und Fotoaufnahmen geeignet. Zuständige Nationalparkförster und die Fachbereichsleitung Wald sind anwesend.

Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen. Ihre Anmeldung erleichtert unsere Planung.
Tel. 03943/5502-32 & 0170/22 09 174

Auf geologischer Entdeckungsreise in den Harly – Geopark-Broschüre des BUND Westharz in digitaler Neuauflage erschienen
Goslar-Vienenburg. Als „geologisches und botanisches Schatzkästlein“ wird der Harly in Fachkreisen bezeichnet. Und doch blieb der kleine Höhenzug nördlich des Harzes bei Vienenburg häufig unbeachtet. Als Teil des Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen hatte sich das geändert – eine Broschüre weist den Weg auf drei Entdeckungstouren durch den Harly. Aufgrund anhaltender Nachfrage wurde dieses Heft nunmehr digital neu bearbeitet und steht jetzt wieder zur Verfügung – die 3. Auflage steht ab sofort unter https://www.bund-westharz.de/projekte/der-harly-von-woeltingerode-zum-muschelkalkkamm/ zum Herunterladen zur Verfügung.

Seinen Namen hat der Höhenzug nicht etwa von dem bekannten Motorradhersteller. Seine Tradition geht viel weiter zurück, auf die im 13. Jahrhundert errichtete Harlyburg. Einst vom welfischen König Otto IV. als Befestigung für seinen Krieg gegen das staufertreue Goslar errichtet, sind heute von der Anlage nur noch einige große, in den Fels geschlagene Wehrgräben zu sehen. Die Burg selbst bestand nur 88 Jahre.

Die Gesteine des etwa sechs Kilometer langen und ein bis zwei Kilometer breiten Höhenzuges entstanden vor über 240 Millionen Jahren im Erdmittelalter. An vielen Stellen im Harly sind Abfolgen dieser Gesteine an der Erdoberfläche sichtbar. Besucher finden im Harly auf diesen Gesteinen eine farbenfrohe Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Der Buchen-Laubwald zeigt sich jahreszeitenbedingt mal in sattem Grün und mal in schillernden Rottönen. Buschwindröschen, Bärlauch und ein beeindruckender Mammutbaum zieren die Wege. Typische und schutzwürdige Tiere des Harly, die man beim Wandern mit etwas Glück auch sehen kann, sind z.B. der Eisvogel, die Wasseramsel, der Schwarzspecht, die Wildkatze und verschiedene Fledermausarten. Vom Harly-Turm hat man einen weiten Blick auf Harz und Harzvorland. Insgesamt ein beliebtes Naherholungsgebiet zum Wandern und Mountainbiken. Ebenfalls zum Projekt gehören vier Hinweistafeln entlang der Wege – sie zeigen eine Übersichtskarte mit allen Wanderrouten, die am Parkplatz beim Kloster Wöltingerode beginnen, und den Bezug der Geologie zu den Tieren und Pflanzen. Die vierfarbige Broschüre beschreibt auf über 60 Seiten anschaulich die Entstehungsgeschichte und die Highlights des Höhenzuges, die entlang der Wege vorhandenen geologischen Zeugnisse und zu beobachtende Tiere und Pflanzen. Zudem lockern Geschichten und Sagen der Region den fachlichen Part etwas auf.
https://www.bund-westharz.de/projekte/der-harly-von-woeltingerode-zum-muschelkalkkamm/

Pflanzen im Nationalpark Harz trotz Corona
Nationalpark-Forstwirt Holger Henze schwingt die Pflanzhacke und setzt mit geübten Handgriffen das kleine Bäumchen, hier eine Aspe, in den Waldboden. Ein Stück Normalität mitten in der Coronakrise. Aber nur ein Stück, denn einiges ist doch anders – im Wald ist es ruhiger, nur wenige Wanderer sind unterwegs und die Forstwirte arbeiten weiter voneinander entfernt, um enge Kontakte zu vermeiden. Das heißt, auch dieser Arbeitsplatz ist einsamer geworden.

Trotzdem wird mit viel Einsatz daran gearbeitet, die Waldentwicklungsziele im Nationalpark Harz weiter umzusetzen. So werden in diesem Frühjahr allein im Nationalparkrevier Bruchberg ca. 50.000 Laubbäume gepflanzt. Ein Teil davon wurde für die geplanten Freiwilligeneinsätze beschafft, die nun in diesem Frühjahr leider ausfallen müssen. Unterstützung erhalten die Forstwirte durch Ranger der Nationalparkwacht, denn die kleinen Bäumchen müssen rasch in die Erde. Der Frost der letzten Tage hat zu Verzögerungen geführt.

In diesem Jahr werden neben Buchen auch sogenannte „Pionierbaumarten“ gepflanzt wie Aspe, Sandbirke, Moorbirke und Weidenarten. Diese Baumarten wachsen schnell und schaffen gerade auf Kahlflächen rasch Schutz für andere Baumarten, die besser in geschützteren Bereichen wachsen. Sie werden auch „Schattbaumarten“ genannt – zu diesen gehört auch die Buche.

Das sind viel der kleinen Schritte, die den Nationalparkwald naturnäher und bunter machen und mehr Artenvielfalt in die Ökosysteme bringen, so Sabine Bauling, Fachbereichsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

Der Feldlerche zuliebe: Hunde bitte immer an der Leine lassen: In Wald und Flur gilt von 1. April bis 15. Juli die Leinenpflicht
Goslar. Endlich ist es wieder soweit – im Frühling gönnen sich Hundebesitzer mit dem „besten Freund des Menschen“ wieder den dringend benötigten Auslauf in der freien Natur. Dabei heißt es nicht selten „Leinen los“. Doch Vorsicht – hier droht Gefahr! Die Goslarer Umweltverbände BUND, NABU sowie Natur- und Umwelthilfe Goslar appellieren an alle Hundebesitzer: „Lassen Sie Ihren Hund bitte an der Leine!“

Während der Brut- und Aufzuchtzeit des Nachwuchses sind Vögel und andere wildlebende Tiere besonders störempfindlich. Da kann ein freilaufender Hund großen Schaden anrichten, wenn sein Jagdtrieb erwacht und die Rufe von Herrchen oder Frauchen unbeachtet bleiben.

Rehkitze, aber auch der Nachwuchs der bodenbrütenden Vogelarten sind derzeit besonders gefährdet. Ein typischer Bodenbrüter ist zum Beispiel die Feldlerche. Ihr Bestand schrumpft in den letzten Jahrzehnten bedrohlich.

Wie im letzten Jahr mehren sich bei den Verbänden wieder Anfragen von Bürgern, die sich über mangelnde Kontrolle und Umsetzung der gültigen gesetzlichen Regelungen beschweren. Hier appellieren die Verbände an alle Hundebesitzer, die Festlegung der derzeitigen Hundeanleinpflicht zu beherzigen, und an alle zuständigen Kommunen, stärkere diesbezügliche Kontrollen durchzuführen, denn was nützen die besten Gesetze, wenn deren Einhaltung nicht überwacht wird!

Hundebesitzer, die ein Herz für die wilden Tiere haben, lassen beim Spaziergang ihren Liebling an der Leine. Freien Auslauf gibt es in der Brut- und Setzzeit nur im heimischen Garten oder auf ausgewiesenen Flächen in Städten und Gemeinden, die für Parks und Grünanlagen gesonderte Regelungen schaffen können.

Im Nationalpark Harz gilt übrigens - wie auch in Naturschutzgebieten - eine ganzjährige Leinenpflicht.

Erinnerungen an das Kriegsende im April vor 75 Jahren in der Nationalparkregion Harz
Wernigerode - Braunlage. Jährlich wird auf der Kriegsgräberstätte Oderbrück mitten im Nationalpark Harz der hier gefallenen Soldaten und anderen Opfer des Zweiten Weltkriegs gedacht – im April 2020 ist das Kriegsende 75 Jahre vorüber. Der Nationalpark Harz ist als sog. Gemeindefreies Gebiet nach dem „Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“ (Gräbergesetz) für die Pflege des Ehrenfriedhofs Oderbrück zuständig. Seinen praktischen Verpflichtungen kommt er durch Arbeiten des Jugendwaldheims Brunnenbachsmühle nach.

Das Kriegsende naht
Anfang April 1945 zingelten die alliierten Truppen die Heeresgruppe B – bekannt durch die von ihr durchgeführte Ardennenoffensive – im Ruhrkessel ein. Hitler plante einen Entsatz des Ruhrkessels – Befehlshaber sollte Generalfeldmarschall Albert Kesselring, Oberbefehlshaber West, sein. Er traf mit seinem Befehls-Eisenbahnzug am 3. April im Raum Elbingerode – Drei Annen Hohne ein und schlug hier sein Hauptquartier auf. Der Harz schien durch seine Lage, das gebirgige Terrain und die Tarnungsmöglichkeiten ein idealer Standort dafür zu sein. Doch die Lage war hoffnungslos und die Alliierten nahmen den Harz ohne große militärische Probleme ein. Am 3. und 4. April wird Nordhausen bombardiert. Im Harz versucht das deutsche Oberkommando derweil, aus versprengten Truppenteilen hier eine 11. deutsche Armee zu formieren. Während im Raum Nordhausen die Raketenproduktion des KZ Mittelbau-Dora evakuiert wird, startet am 6. April die Überquerung der Weser durch die US Army. Am 8. April werden die Leine südlich von Hannover und der Raum Hildesheim erreicht, am 9./10. April der westliche und südliche Harzrand. Kesselring flieht aus dem Harz in den Raum Jena.

Kämpfe um Altenau, Torfhaus und den Brocken
Am 14. April 1945 drangen US-amerikanische Truppen von Altenau kommend in Richtung Torfhaus vor, trafen aber auf heftigen Widerstand durch SS-Truppen, Volkssturm und einige Panzer. Erst am 15. April konnte die Siedlung besetzt werden, stand danach aber unter Beschuss deutscher Artillerie. In den folgenden Tagen kam es immer wieder zu kleinen Gefechten und Hinterhalten durch versprengte deutsche Soldaten, die sich in den Wäldern versteckt hielten.

Bemerkenswert sind die Kämpfe um den Brocken, der mit seiner Sendeanlage in den letzten Kriegstagen eine militärische Bedeutung hatte. Alles begann dort ganz zivil. Der „Sender Brocken“ sollte in der NS-Zeit ab 1939 zur Verbreitung von Fernsehprogrammen im nord- und mitteldeutschen Raum eingesetzt werden, wozu es nach Beginn des Zweiten Weltkriegs aber nicht mehr kam. Stattdessen wurde er vom NS-Reichsluftfahrtministerium übernommen, das dort für die Luftwaffe neben akustischen Horchgeräten zur Flugzeugortung funktechnische Anlagen für die Führung der Jagdflugzeuge, wie Relaisstationen sowie Peilsender und -empfänger, aufbauen ließ. In den letzten Kriegsjahren waren auf dem Brocken auch starke Störsender für die Kommunikations- und Navigationstechnik feindlicher Flugzeuge installiert.

Am 17. April 1945 wurde der Brocken von US-Luftstreitkräften bombardiert, am 19. April 1945 begann die US Army von Schierke aus über die Brockenstraße den Angriff auf den Brocken, der von ca. 150 Mann verteidigt wurde. Auch ein „Sonderkommando Brocken“ der SS-Panzerbrigade „Westfalen“ war beteiligt. Zunächst wurden die Heinrichshöhe und der Königsberg genommen, dann das Brockenplateau selbst. Bald darauf – am 22. April – ergeben sich die letzten Truppenteile des Harzes in Blankenburg. Die US Army brauchte nur etwas weniger als 14 Tage, um den Harz zu besetzen.

Aber auch danach kam es noch zu völlig sinnlosem Blutvergießen – von der NS-Propaganda als „Werwolf“-Widerstand glorifiziert. Als am 25. April zwei US-Soldaten beim Betreten einer Skihütte am Schubenstein nahe Torfhaus von dort verschanzten deutschen Kämpfern erschossen wurden, glaubten die Amerikaner, dass die Bewohner von Torfhaus die Soldaten in diesen Hinterhalt gelockt hätten. Am 27. April wurden die Einwohner aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und die gesamte Siedlung wurde in Brand gesteckt – nur wenige Gebäude blieben verschont. Die deutschen Gefallenen dieser Gefechte wurden später auf den Ehrenfriedhof Oderbrück umgebettet. Dort liegen auch die Gräber von 14 unbekannten sowjetischen Toten unklarer Herkunft.

Keine Festung Harz
Immer wieder liest man in der Brocken- und Harzliteratur, die sich mit dieser Zeit beschäftigt, den Begriff „Festung Harz“. Doch gab es die wirklich? Sicher gab es hier bedingt durch die teilweise Unwegsamkeit des Geländes erheblich mehr und länger anhaltenden Widerstand seitens deutscher Truppen, doch war dies für den Kriegsverlauf nicht entscheidend. Weder im Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht noch in den Wehrmachtsberichten zum Ende des Zweiten Weltkriegs ist von einer „Festung Harz“ zu lesen. Dennoch wird fälschlicherweise immer noch davon geschrieben und gesprochen, ohne einen Beleg für den angeblichen Befehl Hitlers vom 8. April 1945 anzugeben. Es gab ihn einfach nicht.

Die Darstellungen von Manfred Bornemann, der über dieses Thema zwei in vielen Auflagen erschienene Bücher schrieb („Schicksalstage im Harz“, „Die letzten Tage in der Festung Harz“), dürfen aufgrund neuerer Forschungen als überholt angesehen werden. Selbst der für den Harz zuständige Gauleiter Rudolf Jordan, einer der hörigsten Gefolgsleute Hitlers, weiß nichts von einer „Festung Harz“, wie er in seiner beschönigenden und Fakten verdrehenden Autobiographie „Erlebt und erlitten“ (1971) schrieb. Ebenso können die viel zitierten Darlegungen von Ulrich Saft („Krieg in der Heimat“, 1994) aufgrund späterer Forschungsergebnisse ad acta gelegt werden.

Hitler hatte während der Rückzugs-Operationen der Wehrmacht 1944 das Konzept der „Festen Plätze“ entwickelt. Solche Orte haben sich einschließen zu lassen, um dadurch möglichst starke Feindkräfte zu binden. 29 Orte, unter ihnen Reval, Minsk, Tarnopol und Witebsk, wurden zu „Festen Plätzen“ erklärt. Im gleichen Atemzug wurden für die Propaganda und das Prestige wichtige Städte wie Marseille, Paris oder Budapest zu „Festungen“ ausgerufen, die nur als totales Trümmerfeld verlassen werden sollten. Militärisch waren diese Wahnsinnsbefehle nicht ausführbar. Dass ein ganzes Gebiet zu Ende des 2. Weltkriegs je zu einer „Festung“ erklärt wurde, ist absolut nicht nachweisbar – es hätte militärtechnisch auch gar nicht funktioniert.

Nur die Militärs vor Ort verwendeten seinerzeit den Begriff „Festung“ – aber meist auch erst nach dem Krieg und in Form einer Legendenbildung. Kesselring schrieb in seinen Lebenserinnerungen („Soldat bis zum letzten Tag“, 1953): „Am 8. April 1945 wurde der Harz vom OKW zur Festung erklärt, und die 11. Armee mit der Verteidigung beauftragt.“ Auch Oberst Gustav Petri vermerkt in seiner letzten Eintragung im Tagebuch: „Auf Befehl des Führers soll der Harz eine Festung werden und ist zu verteidigen.“ Schließlich finden sich in den Aufzeichnungen des Wernigeröder Bürgermeisters Ulrich von Fresenius mehrfach Notizen über Gespräche mit Verantwortlichen in der Stadt darüber, ob Wernigerode „Festung, Lazarettstadt oder offene Stadt“, also verteidigt oder nicht verteidigt werden solle. Eine Entscheidung ist niemals gefallen. Petri und seiner mutigen Befehlsverweigerung haben wir die Existenz der Altstadt von Wernigerode zu verdanken. Sein Gedenkstein steht am Parkplatz Drei Annen Hohne.

So muss Jürgen Möller („Der Kampf um den Harz 1945“, 2011, 2. Auflage 2013) zugestimmt werden. Er nennt die „Festung Harz“ schlicht einen Mythos. Der Begriff ist – ebenso wie die sog. „Alpenfestung“ – dem Wahnwitz Hitlers entsprungen, eingedrungen in die Verzweiflung eines von der Kriegsfurie überrollten Volkes und zugleich Strohhalm, als sei der „Endsieg“ doch noch greifbar nahe.

Gedenken wir dieser Tatsache, wenn wir uns auf dem Ehrenfriedhof Oderbrück befinden und ihn in unsere Wanderungen oder die Bildungsarbeit des Nationalparks einbeziehen.

Gartenschläfer werden munter – auch im Harz. Naturschutz und Forschung starten - Spurensuche 2020. Machen Sie mit!
Hannover. Wenn die Gartenschläfer in diesen Wochen ihren Winterschlaf beenden, stehen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung wieder bereit: Seit 2019 erforschen sie, warum die kleine Schlafmaus mit der typischen „Zorro-Maske“ vielerorts in Deutschland und Europa in dramatisch kurzer Zeit verschwunden ist. Ihr Ziel: Den Gartenschläfer als heimische Tierart in Deutschland vor dem Aussterben zu bewahren. Unterstützen können alle, die einen Gartenschläfer gesehen haben, indem sie ihren Hinweis auf www.gartenschlaefer.de eintragen. Gefördert wird das Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des
Bundesumweltministeriums.

Erste Geheimnisse konnten die Naturschützer*innen und Forscher*innen mit ihrer Spurensuche bereits lüften. Allein rund 1.500 Hinweise aus der Bevölkerung – davon 40 aus Niedersachsen – sind bereits eingegangen, die während des Winterschlafs der Tiere ausgewertet wurden. Die regionalen Unterschiede fielen besonders auf: „Im Vergleich zu dem Südwesten Deutschlands, aus dem sehr viele Hinweise kamen, erreichten uns aus Niedersachsen fast nur Meldungen aus dem Harz“, erklärt Andrea Krug, Projektkoordinatorin vom BUND Niedersachsen. Im Harz ist auch der Nationalpark Harz in das Projekt einbezogen.

„Und obwohl uns bekannt war, dass der Gartenschläfer im Harz vorkommt, ist die Anzahl der tatsächlichen Funde bislang deutlich geringer als im Südwesten Deutschlands. Es scheint, dass die Bestände in vielen Regionen schwächer sind, als wir gehofft hatten.“ Auch in diesem Jahr soll deshalb weiter geforscht und die „weißen Flecken“ auf der Verbreitungskarte geschlossen werden. Wer einen Gartenschläfer gesehen oder gehört hat, kann direkt mithelfen: Melden Sie Ihren Hinweis auf www.gartenschlaefer.de, gerne mit Foto oder Audioaufnahme. Denn nicht nur die Gesichtszeichnung mit den dunklen Ringen um die Augen ist beim Gartenschläfer unverkennbar, sondern
auch seine Stimme – nachzuhören auf www.gartenschlaefer.de/geraeusche.

Obwohl der Gartenschläfer eine heimische Tierart ist, gibt es zu ihm und dem dramatischen Rückgang seiner Bestände noch viele offene Fragen: Auf welche Lebensräume ist er angewiesen? Gibt es Krankheiten, die ihm zusetzen? Wie steht es um das Nahrungsangebot? Und vieles mehr. „Wenn wir die Tierart vor dem Aussterben bewahren wollen, müssen wir Antworten finden und ein wirkungsvolles Schutzkonzept
entwickeln und umsetzen“, so Krug. „Das ist ebenso Teil unserer Spurensuche.“

Weitere Informationen:
www.gartenschlaefer.de

www.biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekte/projektbeschreibungen/erarbeitung-einesbundesweiten-
schutzkonzepts-fuer-den-gartenschlaefer.html

Naturbeobachterinnen und Naturbeobachter können ihre Gartenschläfer-Hinweise dem Projektteam melden unter www.gartenschlaefer.de

Die typischen Geräusche des Gartenschläfers zum Nachhören: www.gartenschlaefer.de/geraeusche

Entdeckt am Wegesrand: „Korallen“ im Schnee am Oderteich
Der sich verabschiedende Winter und die Coronakrise beeinflussen derzeit unser Leben. Aber auch wenn Fernreisen gerade nicht möglich sind, so gibt es doch in der Heimat viel zu entdecken. Bei einem Spaziergang am Oderteich leuchtete es an einem alten Fichtenstubben korallenrot. Das sind die Fruchtkörper der Becherflechte.

Becherflechten sind kleine Lebewesen, ca. 1,5 cm hoch, die vornehmlich auf dem Erdboden und dort auf Humus, morschem Holz oder Fels leben. Flechten sind keine richtigen Pflanzen, sondern eine Lebensgemeinschaft, auch Symbiose genannt, von Pilzen und Algen.

Das Typische sind die „Becher“, die sie auf kleinen Stielen ausbilden, darauf sitzen die roten Fruchtkörper, die diese kleinen Totholzbewohner sehr attraktiv sichtbar machen.

Reparatur des Luchsgeheges geht voran
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten in schwierigen Zeiten. Nachdem der Sturm „Sabine“ das Luchsgehege durch umstürzende Bäume zerstört hat, beginnen nun die Aufräumungs- und Instandsetzungsmaßnahmen. Im ersten Schritt wurden gefährdende Bäume entfernt bzw. eingekürzt, um bei weiteren Stürmen das Risiko zu minimieren, so Sabine Bauling, Fachbereichsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

Seit einigen Tagen ist die Firma Giessel aus Goslar-Jerstedt dabei, die Zäune zu reparieren. Begonnen wurde am kleineren Gatter, damit dort die Tiere auch bald wieder für die Besucher sichtbar sind.

Der Feldlerche zuliebe: Hunde bitte immer an der Leine lassen: In Wald und Flur gilt von 1. April bis 15. Juli die Leinenpflicht
Goslar. Endlich ist es wieder soweit – im Frühling gönnen sich Hundebesitzer mit dem „besten Freund des Menschen“ wieder den dringend benötigten Auslauf in der freien Natur. Dabei heißt es nicht selten „Leinen los“. Doch Vorsicht – hier droht Gefahr! Die Goslarer Umweltverbände BUND, NABU sowie Natur- und Umwelthilfe Goslar appellieren an alle Hundebesitzer: „Lassen Sie Ihren Hund bitte an der Leine!“

Während der Brut- und Aufzuchtzeit des Nachwuchses sind Vögel und andere wildlebende Tiere besonders störempfindlich. Da kann ein freilaufender Hund großen Schaden anrichten, wenn sein Jagdtrieb erwacht und die Rufe von Herrchen oder Frauchen unbeachtet bleiben.

Rehkitze, aber auch der Nachwuchs der bodenbrütenden Vogelarten sind derzeit besonders gefährdet. Ein typischer Bodenbrüter ist zum Beispiel die Feldlerche. Ihr Bestand schrumpft in den letzten Jahrzehnten bedrohlich.

Wie im letzten Jahr mehren sich bei den Verbänden wieder Anfragen von Bürgern, die sich über mangelnde Kontrolle und Umsetzung der gültigen gesetzlichen Regelungen beschweren. Hier appellieren die Verbände an alle Hundebesitzer, die Festlegung der derzeitigen Hundeanleinpflicht zu beherzigen, und an alle zuständigen Kommunen, stärkere diesbezügliche Kontrollen durchzuführen, denn was nützen die besten Gesetze, wenn deren Einhaltung nicht überwacht wird!

Hundebesitzer, die ein Herz für die wilden Tiere haben, lassen beim Spaziergang ihren Liebling an der Leine. Freien Auslauf gibt es in der Brut- und Setzzeit nur im heimischen Garten oder auf ausgewiesenen Flächen in Städten und Gemeinden, die für Parks und Grünanlagen gesonderte Regelungen schaffen können.


Im Nationalpark Harz gilt übrigens - wie auch in Naturschutzgebieten - eine ganzjährige Leinenpflicht.
http://www.nationalpark-harz.de

Reparatur des Luchsgeheges geht voran
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten in schwierigen Zeiten. Nachdem der Sturm „Sabine“ das Luchsgehege durch umstürzende Bäume zerstört hat, beginnen nun die Aufräumungs- und Instandsetzungsmaßnahmen. Im ersten Schritt wurden gefährdende Bäume entfernt bzw. eingekürzt, um bei weiteren Stürmen das Risiko zu minimieren, so Sabine Bauling, Fachbereichsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

Seit einigen Tagen ist die Firma Giessel aus Goslar-Jerstedt dabei, die Zäune zu reparieren. Begonnen wurde am kleineren Gatter, damit dort die Tiere auch bald wieder für die Besucher sichtbar sind.
https://www.nationalpark-harz.de/de/startseite/

Öffentliche Veranstaltungen des Nationalparks Harz bis auf weiteres abgesagt
Wernigerode - Braunlage-Sankt Andreasberg. Die COVID-19-Pandemie, allgemein Corona-Pandemie genannt, macht auch vor dem länderübergreifenden Nationalpark Harz nicht halt.

Entsprechend der in den Ländern Niedersachen und Sachsen-Anhalte geltenden aktuellen Regelungen werden auch im Nationalpark Harz alle öffentlichen Veranstaltungen bis auf weiteres abgesagt, d.h. die im Naturerlebnis-Programm 2020 ausgeschriebenen Termine sowie auch weitere, von uns veranstaltete öffentliche Sondertermine. Das gilt leider auch für die Pflanzaktionen, die hiervon aufgrund der Sachlage nicht ausgenommen werden können.

Auch die Nationalparkhäuser in den beiden Ländern Sachsen-Anhalt und Niedersachsen sind von diesen Regelungen betroffen und werden aufgrund ihrer z.T. hohen Frequentierung mit Gästen bis auf weiteres geschlossen.

Große Nachfrage nach Pflanzaktionen im Nationalpark Harz
Es ist sehr erfreulich, wie viele Menschen uns bei Pflanzaktionen im Nationalpark Harz unterstützen möchten – das Interesse spricht für ein großes Engagement vieler Menschen für den Wald und für den Nationalpark Harz.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Pflanzaktionen sind wir in dieser Frühjahrssaison nunmehr ausgebucht – es können keine zusätzlichen Pflanzaktionen im Nationalpark Harz mehr angeboten werden über die Aktionen hinaus, die schon fest vereinbart sind bzw. in unserem Naturerlebnisprogramm 2020 angeboten werden.

Die Auslastung des Marktes für Pflanzgut ist ein zusätzliches Problem – es ist nicht einfach, geeignetes Pflanzgut für dieses Frühjahr in ausreichender Menge zu erhalten.

Interessierte können sich im Herbst wieder melden, dann geht es mit der neuen Pflanzsaison weiter.

Klimawandel – warum sterben die Fichten im Hochharz und was kommt da noch auf uns zu? Vortrag von Dr. Friedhart Knolle am Donnerstag, 5. März 2020 ab 18.30 Uhr in der Gaststätte Jägerhof in Woffleben bei Ellrich
Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Industriegesellschaft – darin sind sich die meisten Forscher und Verantwortlichen einig. Doch was bedeutet das konkret und auf den Harz bezogen?

In einem Bildvortrag beleuchtet Nationalpark-Pressesprecher Dr. Friedhart Knolle Fakten, Hintergründe und Zukunftsperspektiven des Themas am Beispiel unseres Mittelgebirges.

Bereits vor vielen Jahren wurde im Rahmen der forstlichen und Nationalpark-Borkenkäferdiskussionen angemerkt, dass auch im Harz die Zahl der Tropentage, d.h. der Tage mit einem Maximum der Lufttemperatur von über 30 °C, zunimmt. 2003 war es dann auf dem Brocken so warm wie noch nie. Die Wetterstation Brocken meldete am 12.8.2003 eine Maximaltemperatur von 28,2 °C – damit wurde die aus dem Jahr 1992 stammende Rekordtemperatur eingestellt. An drei Tagen hintereinander wurde die 25 °C-Marke überschritten – das hatte es auf dem Brocken nie zuvor gegeben. Der DWD nannte es das „Superjahr 2003“. Am 20.7.2006 überschritt die Temperatur auf dem Brocken erneut die Marke von 28 °C. Insgesamt war der Juli 2006 der heißeste seit Menschengedenken registrierte Juli im Harz. Und so ging es immer weiter – mit weiteren Temperaturrekorden, vermehrten Hochwässern, einer verstärkten Borkenkäferaktivität, sinkenden Grundwasserspiegeln im Harzvorland und kritisch leeren Talsperren im Harz. Es wird offensichtlich, dass wir nicht aufmerksam genug auf die Klimaforscher gehört haben. Denn mittlerweile sprechen viele Forscher nicht mehr von Klimawandel, sondern von einer Klimakrise.

Einmal Wald, immer Wald Gelebte Inklusion auf dem Arbeitsmarkt im Nationalpark-Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle bei Braunlage
Ab dem 1. März 2020 arbeitet Robin Hintze nach einigen Probeeinsätzen und zwei Praktika auf einem Arbeitsplatz außerhalb der Lebenshilfe-Werkstatt in der Nationalpark-Einrichtung Brunnenbachsmühle. Für den 21-jährigen Hohegeißer ändert sich am Arbeitsalltag dabei nichts, denn schon längst ist er fester Bestandteil des Waldarbeiterteams.

Auf die Frage hin, wie viele Mitarbeiter die Brunnenbachsmühle hat, zählt das Team auf: „Sechs Waldarbeiter, zwei Hauswirtschafterinnen, eine FÖJ-lerin, einen Leiter und einen Robin!“ Der blonde Robin Hintze strahlt über das ganze Gesicht, seine Kollegen lachen, alle sprudeln vor Anekdoten aus dem gemeinsamen Arbeitsalltag: So sieht gelebte Inklusion aus!

Seit mittlerweile zwei Jahren hat Robin die Arbeit des forstwirtschaftlichen Helfers in Praktika kennengelernt. „Ich helfe beim Bäumepflanzen, beim Gewächshausgießen und auch bei der Betreuung der Schülergruppen. Mir macht hier alles Spaß“, zieht Robin Hintze sein Zwischenfazit. Von Anfang an war er fleißig, hilfsbereit und brachte eine gewisse Pfiffigkeit mit. „Robin weiß immer, wo etwas liegt und welcher Schlüssel in ein Schloss passt und Schlüssel haben wir viele“, sagt Stephanie Klinge, Forstwirtin der Brunnenbachsmühle. Alle begegnen sich auf Augenhöhe, das Team ergänzt und unterstützt sich. In den Pausen setzen sich seine Kollegen mit Robin an den Tisch und üben mit ihm Lesen und Rechnen, zwei Dinge die ihm aufgrund seiner Beeinträchtigung schwer fallen.

Damit er seiner Wunscharbeit nachgehen kann, unterstützt ihn die Lebenshilfe Goslar. „Wir stehen Robin Hintze beratend im Arbeitsalltag zur Seite, haben mit ihm einen Motorkettensägen-Lehrgang gemacht und für die Beförderung mit dem Taxi gesorgt, da die Busverbindungen morgens sehr schlecht sind“, berichtet Daniela Schmidt, eine von vier Arbeitsbegleitern bei der Lebenshilfe Goslar. Derzeit ist Robin dabei den Rollerführerschein zu machen, um künftig ohne Taxibeförderung zur Arbeit zu kommen. Auch hierbei erhältt er Unterstützung durch die Lebenshilfe und seine Arbeitskollegen.

Anfängliche Bedenken, ob die Zusammenarbeit funktionieren wird, waren da, haben sich aber schnell zerschlagen. „Wir haben den Schritt nicht bereut. Robin ist für das Team eine echte Bereicherung“, so Thomas Schwerdt, Leiter des Jugendwaldheims. „Er wird von den Schülern, die uns hier besuchen, respektiert und als vollwertiger Mitarbeiter wahrgenommen.“

Während der Wintermonate gibt es im Wald weniger zu tun, dann arbeitet Robin Hintze in der Holzverarbeitung der Lebenshilfe Goslar. Für ihn nur eine Übergangslösung, denn er liebt die Arbeit unter freiem Himmel. Seine Wünsche für die Zukunft: „Den Rollerführerschein machen und weiter in der Brunnenbachsmühle bleiben.“

Robin Hintze und das Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle sind ein gutes Beispiel dafür, wie Inklusion auf dem Arbeitsmarkt funktionieren kann. Die Lebenshilfe unterstützt Arbeitgeber bei der Suche nach einem passenden Mitarbeiter mit Beeinträchtigung und begleitet den gemeinsamen Arbeitsalltag so weit wie nötig. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.nds-inklusiv.de.
http://www.lebenshilfe-goslar.de/

Dritter Luchs im Harz zurück im Gehege
Gute Nachrichten für den Luchsbeauftragen des Nationalparks Ole Anders und sein Team: Nachdem bereits vergangene Woche zwei der drei ausgebrochenen Luchse wieder eingefangen werden konnten, ist jetzt auch Kuder „Paul“ zurück in seinem Gehege an den Rabenklippen bei Bad Harzburg.

Dessen Rückkehr gestaltete sich allerdings um einiges dramatischer, als es bei den Luchsdamen „Alice“ und „Ellen“ der Fall war. Der Nationalpark hatte am Montagmorgen eine Meldung von einem Autofahrer erhalten, der die Kollision seines Autos mit einem Luchs schilderte. Kurz darauf machten sich Ole Anders und seine Kollegen zum Unfallort zwischen Stapelburg und Ilsenburg auf – dort war vom Luchs zunächst aber keine Spur zu finden, nur einige Blutspritzer stachen den Experten ins Auge. „Die Informationen zum Unfallhergang wirkten sehr dramatisch“, erzählt Anders. Das Tier sei direkt in das Fahrzeug gelaufen und von diesem überrollt worden, anschließend aber trotzdem wieder unter dem Auto hervorgekommen, um die Flucht in den angrenzenden Wald anzutreten.

Gemeinsam mit dem zuständigen Jagdpächter ging das Team um Anders im unmittelbaren Umfeld auf die Suche nach dem Luchs – zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, ob es sich um „Paul“ handelt. Rund 50 Meter entfernt vom Straßenrand wurde schließlich ein Luchs entdeckt. Nach mehreren Anläufen gelang die Betäubung mit dem mitgeführten Narkosegwehr. „Das Tier hat sich mehrfach von uns entfernt. Für mich ein gutes Zeichen, die Verletzungen schienen zum Glück nicht allzu schlimm zu sein“, sagt Ole Anders. Dass es sich auch tatsächlich um „Paul“ handelt, konnte nach der Betäubung schnell und unkompliziert mit einem Chip-Lesegerät ermittelt werden.

Vom Unfallort aus ging es für den Kuder zum Tierarzt Thomas Went nach Harlingerorde, der bereits einige Erfahrung mit Luchsen sammeln konnte. In der Praxis wurden bei „Paul“ fünf gebrochene Rippen, mehrere Prellungen und ein blutunterlaufenes Auge festgestellt. Lebensgefahr bestand laut Went nicht, dennoch muss die Entwicklung des Tieres in den nächsten Tagen genau im Blick gehalten werden.

Mittlerweile ist „Paul“ in einem separaten und vor allem ruhigen Gehege an der Rabenklippe bei Bad Harzburg untergebracht. Alle Beteiligten sind froh, dass die Odyssee der Luchse nach nunmehr zwei Wochen beendet ist. Durch Orkan Sabine war nicht nur das Gehege durch herabfallende Bäume stark beschädigt worden, auch Luchs „Tamino“ kam bei dem massiven Wetterereignis ums Leben.

Bildvortrag von Diplom-Forstwirt Christian Barsch im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: Innovative Bildungskonzepte und neue Vermarktungsideen für den Harz
Sankt Andreasberg. Am Mittwoch, den 4. März findet um 19:00 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg der Vortrag „Innovative Bildungskonzepte und neue Vermarktungsideen für den Harz“ statt.

Spätestens seit der Klimawandel und seine Folgen überall sichtbar werden, sind Aspekte des nachhaltigen Lebens und Wirtschaftens wieder stärker in das Interesse der öffentlichen Diskussion geraten. Der Harz gilt als Region, in der Nachhaltigkeit bereits vor Jahrhunderten in Bergbau und Forstwirtschaft umgesetzt wurde. Als Prinzip einer dauerhaften Ressourcennutzung entstanden, bietet Nachhaltigkeit heute vielfältige Chancen, die Kultur- und Naturgeschichte des Harzes neu zu erzählen.

Diplom-Forstwirt Christian Barsch stellt in einem Vortrag historische Nachhaltigkeitskonzepte vor. Er zeigt, welche Bedeutung Bildung für nachhaltige Entwicklung für die Vermittlung von Weltkulturerbe und Nationalpark im Harz haben kann. Außerdem gibt Barsch Hinweise für die touristische Nutzung des Nachhaltigkeitsgedankens.

Der in Braunlage geborene Barsch ist einer der Betreiber des Bergwerksmuseums Grube Samson in Sankt Andreasberg sowie Dozent für Nachhaltigkeit. Außerdem leitet er Führungen und Lehrveranstaltungen im Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft und im Nationalpark Harz.

Eine Anmeldung für den Vortrag, der ca. 1,5 Stunden dauert, ist nicht nötig. Der Eintritt ist frei. Spenden für das Nationalparkhaus sind willkommen.

Ort des Vortrags: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
https://www.nationalpark-harz.de/de/besucherzentren/nlp-haus-andreasberg

UNSER HARZ Februar 2020 erschienen
Inhalt:
Dr. Karl Sanders: Veränderungen des Landschaftsbildes im Oberharz, 5. Folge: Bad Harzburg – Wandlungen des architektonischen Bildes eines Harzer Kurortes (Teil 2)

Günter Wilke: Auch das war die DDR: Ernstes, Heiteres, Lächerliches – gesehen aus der Sicht des Leiters eines kleinen Betriebes (Teil 1)

Dr. Friedhart Knolle, Dr. Klaus Stedingk, Dr. Heinz-Gerd Röhling: Andesit – Das „Gestein des Jahres“ 2020

Prilleken-Lied

Axel Paersch: Eine Seltenheit – oder Besonderheit

Die Folgen der Globalisierung werden nicht erst seit dem Auftreten des Coronavirus diskutiert. Neue Märkte, neue Standorte, mehr Wettbewerb – alles muss und soll sich verändern, entwickeln, optimieren. Auch im Tourismus. Also wird der Harz mit Schneekanonen und Riesenrollern, Glasbrücken und Megazipline „fit gemacht“. Der Artikel von Dr. Sanders über den Wandel in Bad Harzburg geht den städtebaulichen Auswirkungen solcher Projekte nach. Im zweiten Teil stellt er allerlei schon realisierte Projekte wie den Baumwipfelpfad oder das „Sonnenresort Ettershaus“ sowie noch in Planung befindliche wie das Nachfolgeprojekt zum abgerissenen „Harzburger Hof“ vor.

Herr Wilke führt uns etwas weiter zurück in die Geschichte und berichtet über die DDR aus der Sicht als Leiter einer PGH (Produktionsgenossenschaft des Handwerks) in Halberstadt.

Über das Gestein des Jahres, den Andesit, berichten Dr. Knolle, Dr. Stedingk und Dr. Röhling.

Ein Gedicht zur „Fasselnacht“ und eine Besonderheit des Roten Fingerhutes sowie einige Rezensionen vervollständigen das Heft.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Erste Tourist-Information im Harz als Nationalpark-Partner ausgezeichnet
Wernigerode - Ilsenburg. Die Tourist-Information Ilsenburg arbeitet schon viele Jahre mit der Nationalparkverwaltung Harz, insbesondere mit den Rangern, zusammen. Nachhaltigkeit, Umweltorientierung und Regionalität sind wichtige Schwerpunkte in ihrer Arbeit. Gemeinsam mit Vertretern des Vergaberates wurden Kriterien und die zukünftige Zusammenarbeit entwickelt. Jüngst erfolgte dann die offizielle Anerkennung.



Foto: Links: Sabine Günter –Vergaberat Nationalpark-Partnerschaftsprojekt, Mitte: Cordula Dähne-Torkler – Koordinatorin des Nationalpark-Partnerschaftsprojekts, rechts: Christin Alshut - Leiterin der Tourist-Information Ilsenburg. Foto frei mit dieser PI, Aufnahme: Tourist-Information Ilsenburg.
https://www.nationalpark-harz.de/

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus öffnet am 25.2. später Wegen einer Mitarbeiterfortbildung ab 13.00 Uhr geöffnet
Torfhaus. – Am Dienstag, dem 25. Februar 2020, öffnet das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus wegen einer Fortbildung erst mittags um 13 Uhr seine Pforten für die Gäste. Am Vormittag besuchen die Mitarbeiter*innen die Okertalsperre der Harzwasserwerke und informieren sich über die Trinkwassergewinnung im Harz, die zunehmenden Herausforderungen angesichts zunehmender Trockenheit und Starkregenereignissen und den Umgang mit dem UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft, deren Anlagen in großem Umfang von den Harzwasserwerken unterhalten werden.

„Da in der Ökologie ‚alles mit allem zusammenhängt‘, erweist es sich immer wieder als hilfreich, über den Tellerrand zu schauen“, so die Leiterin Heike Albrecht-Fechtler vom BUND. „Es lohnt sich, sich mit Akteuren aus dem Umfeld des Nationalparks zu beschäftigen und deren Problemfelder und Herausforderungen zu verstehen.“ Nach vorangegangenen Fortbildungen in Besucherbergwerken oder einer Köhlerei besichtig das Team nun also die Staumauer der Okertalsperre und kann danach noch umfassender die Fragen der Gäste und Veranstaltungsteilnehmer*innen nicht nur rund um die Natur und den Nationalpark Harz sondern auch zur Oberharzer Wasserwirtschaft und zur Trinkwassernutzung beantworten.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz mit jährlich über 100.000 Gästen. Betrieben wird es federführend vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Seit 2011 ist es auch Geopark-Infozentrum.

Im Bereich der Bildungsarbeit werden - ganz im Sinne des Nachhaltigkeitsdreiecks Ökologie – Ökonomie – Soziales - nicht nur die Themenfelder Natur, Naturschutz und Nationalpark bearbeitet sondern ebenso der Bergbau, die Oberharzer Wasserwirtschaft sowie vergangene und heutige Ressourcennutzungen und deren Herausforderungen.

Öffnungszeiten
November - März
Dienstag bis Sonntag 10.00 - 16.00 Uhr
An Feiertagen und in den Ferien auch montags geöffnet. 25. & 26.12. und 1.1. geöffnet.
Am 24. Dezember geschlossen.
April - Oktober
täglich 9.00 - 17.00 Uhr
Der Eintritt ist frei!
https://www.torfhaus.info/torfhaus/de/start/

Aufräumarbeiten im Nationalparkwald in vollem Gange - Weiterhin Warnung vor dem Betreten der Wälder!
Die Sturmtiefs Sabine und Victoria haben zahlreiche Bäume im Harz umgeworfen. Im Nationalpark Harz sind die Aufräum- und Reparaturarbeiten trotz eher widriger Wetterbedingungen aktuell in vollem Gange. So sicherten Nationalpark-Mitarbeiter mit Unterstützung eines Unternehmers beispielsweise Starkstromleitungen und zugeworfene Wegabschnitte im Bereich des Harzer Hexenstiegs bei Drei Annen Hohne. In Anbetracht der Menge gefallener und immer noch fallender Bäume und weiterer angekündigter Sturmtiefs in den kommenden Tagen werden die Arbeiten im gesamten Nationalparkgebiet jedoch noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.
Die dringende Warnung des Nationalparks vor dem Betreten der Wälder bleibt deshalb weiterhin bestehen. Aktuell ist im ganzen Nationalparkgebiet mit zugefallenen Wegen und gefährlichen Geländesituationen zu rechnen. Es besteht weiterhin eine akute Gefahr für Leib und Leben, da weiterhin Äste herunterfallen oder bereits geschädigte Bäume entwurzelt werden können. Das wird sich auch bis zum Wochenende nicht ändern, zumal dann schon die nächsten Stürme angekündigt sind. Im Harz lässt sich auch außerhalb der Wälder viel erleben, Besucher sollten zu Ihrer eigenen Sicherheit auf diese vielfältigen Angebote ausweichen.
https://www.nationalpark-harz.de/de/startseite/

Bildvortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: „Der Wolf – da kommt noch was!“
Am Mittwoch, den 19. Februar, findet um 19:00 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg der Vortrag „Der Wolf – da kommt noch was!“ statt. Der Referent Frank Raimer arbeitete bis zu seiner Pensionierung 2016 selbst im Nationalpark Harz, wo er sich viele Jahre intensiv mit dem Thema Wald und Wild befasste. Privat hat er über mehrere Jahrzehnte mehrfach verschiedene nordamerikanische Nationalparke besucht, wo er neben zahlreichen anderen Wildtierarten auch Wölfe beobachtete.

Auf was wir uns einstellen können, wenn die Wölfe auch wieder im Harz heimisch werden, darum geht es insbesondere im Vortrag von Frank Raimer.

Eine Anmeldung für den Vortrag, der ca. 1,5 Stunden dauert, ist nicht notwendig. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Ort des Vortrags: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Hütten- und Technikmuseum in Ilsenburg bleibt bis Ende 2021 wegen umfangreichen Bauarbeiten geschlossen!
Die umfassende Renovierung am mittleren Teil des Marienhof-Komplexes in der Innenstadt von Ilsenburg erfordern die zeitweilige Schließung des Museums bis Ende 2021.
Auch die Stadtbibliothek ist betroffen, allerdings wird ab März im Übergangsdomizil in der E-Werk-Halle Auf der See 16 die Bibliothek wieder geöffnet.
Mindestens 2 Jahre werden die Bauarbeiten am Museum in der Marienhöfer Straße in Anspruch nehmen.
Durch die Renovierung sowie die Überarbeitung des Museumskonzeptes sollen die Stadt- und Industriegeschichte Ilsenburgs zeitgemäß präsentiert werden und der Tourismus gefördert werden.

Zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Glanzlichter 2018 - Gewinner des internationalen Naturfoto-Wettbewerbs“
laden wir Sie herzlich nach Ilsenburg in das Nationalparkhaus Ilsetal ein.
Die Eröffnung findet am Samstag, 15.2.2020 um 15 Uhr statt.
Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 24.5.2020
Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen)
geöffnet und eintrittsfrei.
https://www.nationalpark-harz.de/de/kunstkultur/fotoausstellungen/

Weiterhin Warnung vor dem Betreten der Wälder! Nationalpark-Einrichtungen bleiben am Montag geschlossen - Führungen fallen am 10.+11.2. aus Andauernde Gefahr durch abbrechende Äste und umstürzende Bäume!
Auch nachdem Orkantief Sabine durchgezogen ist, ist es im Harz noch sehr stürmisch. Wir warnen dringend davor, aktuell und auch in den nächsten Tagen die Wälder zu betreten! Es besteht weiterhin eine akute Gefahr für Leib und Leben, da weiterhin Äste herunterfallen oder bereits geschädigte Bäume entwurzelt werden können.

Aus Arbeitsschutzgründen schicken auch wir unsere eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aktuell nicht in die gefährlichen Bereiche.

Eine vollständige Bestandsaufnahme der Sturmschäden kann deshalb erst im Laufe der nächsten Tage erfolgen.

Aus Sicherheitsgründen fallen alle Nationalpark-Veranstaltungen und -Führungen am 10. und 11. Februar aus.

Folgende Einrichtungen bleiben zudem am heutigen Montag (11.2.) außer der Reihe geschlossen:

Natioanlpark-Besucherzentrum Brockenhaus
Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Nationalparkhaus Schierke
Natur-Erlebniszentrum HohneHof
Rangerstation Scharfenstein
Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, die Warnungen ernst zu nehmen!

Der Harz bietet eine Fülle von Ausflugs- und Besuchszielen an - die Wälder sollten Sie jedoch noch einige Tage meiden.
https://www.nationalpark-harz.de

„Vogelmonitoring und Vogelschutz auf großer Fläche – was können wir erreichen?“ Nationalpark-Tagung am 21./22. Februar 2020 im Bad Harzburger Schloss Bündheim
Wernigerode – Bad Harzburg. Der Frage „Vogelmonitoring und Vogelschutz auf großer Fläche – was können wir erreichen?“ widmet sich die nächste Tagung des Nationalparks Harz am 21./22. Februar 2020 im Bad Harzburger Schloss Bündheim. Wir freuen uns, wenn Ihr Interesse weckt ist und wir Sie dazu begrüßen dürfen. Die Programmankündigung und den Anmeldebogen finden Sie im unten verlinkten Einladungsflyer.
Tannenmeise (Foto: Ole Anders)
Vögel wecken das Interesse vieler Menschen und sind schon seit langem Gegenstand von Bemühungen des ehrenamtlichen und institutionellen Naturschutzes. So ist die EU-Vogelschutzrichtlinie ein wesentliches Instrument im europäischen Naturschutz und hat u.a. zur Ausweisung zahlreicher Schutzgebiete mit dem Fokus auf besonders schutzbedürftige Vogelarten geführt.
Wer in Naturschutzgebieten oder Nationalparken in Deutschland unterwegs ist, hat häufig den ersten Gedanken „Hier ist die Natur noch in Ordnung“. Doch was können diese Gebiete tatsächlich leisten? Was wissen wir über den Zustand der Vogelarten und ihrer Populationen? Welche Möglichkeiten bieten Großschutzgebiete sowohl in Bezug auf das Monitoring als auch auf den Schutz der Arten? An welchen Stellen müssen gegebenenfalls Abstriche gemacht werden – ob nun aus praktikablen, touristischen oder wirtschaftlichen Gründen? Welche Chancen bieten die Schutzgebiete? Mit dieser umfangreichen Thematik beschäftigen wir uns auf dieser Tagung mit Vorträgen aus verschiedenen Nationalparken sowie weiteren Beiträgen mit besonderem Fokus auf seltene Vogelarten, die auch im Harz immer wieder Thema sind.
Download: Vogelmonitoring und Vogelschutz auf großer Fläche – Tagungseinladung 21./22.02.2020 im Schloss Bündheim in Bad Harzburg – Einladungs-Faltblatt mit Programmankündigung:
https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2019/2019_12_12_Einladung-Vogel-Tagung/

Wintersportwochen in Schierke
Es ist wieder soweit … In der Ferienzeit ist Schierke ein attraktives Ziel für Familien um ihren Winterurlaub zu verbringen.

Schierker Wintersportwochen
Für Abwechslung und tolle Erlebnisse in den Harzer Bergen sorgen die in vielen Jahren zur Tradition gewordenen Schierker Wintersportwochen.

In diesem Winter erwartet unsere kleinen und großen Gäste vom 1. bis 16. Februar 2020 ein buntes Programm mit zahlreichen Veranstaltungen.

Eröffnet werden die Schierker Wintersportwochen feierlich mit einer Eisrevue in der Schierker Feuerstein Arena. Am Samstag, den 8. Februar werden Kinder gemeinsam mit ihren Eltern zu Iglubaumeistern beim großen und allseits beliebten Iglufest. Ob ausgefallene Schneefiguren oder gemütliche Iglus – alles ist möglich. Hier ist die Fantasie aller Gäste gefragt. Zum Aufwärmen kann zudem das Puppentheater um 11:30 Uhr im Schierker Rathaussaal besucht werden. Beim Eisfasching am 11. Februar verkleiden sich die Kinder in der Schierker Feuerstein Arena.

Verschiedene Spiele sorgen dabei für viel Spaß und Abwechslung. Für das schönste Kostüm gibt es einen tollen Preis. Etwas ruhiger, aber nicht weniger spannend geht es bei den Winterwanderungen zu. Ob auf Schneeschuhen durch tief verschneite Wälder, mit dem Ortsführer zu den Schnarcherklippen oder abends im Fackelschein mit dem Nachtwächter durch den Ort – hier findet sich für jeden etwas Passendes. Im Rahmen der Schierker Wintersportwochen wird es natürlich auch wieder verschiedene Präsentationen in der Schierker Feuerstein Arena geben: zum Beispiel über die Harzer Luchse, 6000 Jahre Bergbau- und Hüttengeschichte im Harz oder die Waldentwicklung im Nationalpark Harz.

Zauberhafte Eisdiscos in der Schierker Feuerstein Arena und eine zünftige Après-Ski-Party mit Feuershow sorgen für den Ausklang schöner Wintertage.

Den genauen Ablaufplan der Schierker Wintersportwochen finden Sie unter https://www.schierker-feuerstein-arena.de/ oder in der Tourist-Information Schierke. Witterungs- und schneebedingt können Änderungen eintreten.
https://www.schierker-feuerstein-arena.de/

Deutsch-Dänisches Freundschaftsjahr - Dänisch und Dänemark fuer Einsteiger im Internationalen Haus Sonnenberg in Sankt Andreasberg
Sankt Andreasberg. Das Internationale Haus Sonnenberg (www.sonnenberg-international.de) bietet im aktuellen Deutsch-Dänischen Freundschaftsjahr einen einwöchigen Kurs »Dänisch und Dänemark für Einsteiger*innen« vom 2. bis zum 6. März an. Der Kurs ist im Land Niedersachsen als Bildungsurlaub anerkannt.

Das Besondere an dem Kurs ist, dass er nicht nur die Angst vor der für Deutsche sehr schwierigen Aussprache nehmen und Alltagssituationen eingeübt werden sollen, sondern auch viele landeskundliche Aspekte behandelt werden. Auch freuen wir uns darüber, dass Ulrich Albers, Leiter des Goslarer Stadtarchivs, einen kleinen Vortrag über die bemerkenswerte Beziehung zwischen Dänemark und dem Harz halten wird.

Der Kurs ist auch ein Beitrag des IHS zum »Deutsch-dänischen kulturellen Freundschaftsjahr 2020«, da unser Haus nach dem Zweiten Weltkrieg von deutschen und dänischen Lehrer*innen gegründet wurde, die sich für Völkerverständigung und Demokratiebildung einsetzten.

Alle notwendigen Informationen, das vorläufige Programm und weitere Kontaktdaten zur Anmeldung im Anhang. Ein Buch muss nicht angeschafft werden, da wir mit freien Materialien arbeiten werden. Nachfragen können jederzeit an das Haus gerichtet werden, die Kontaktdaten stehen unten in der Mail.

Unser zweiter Beitrag zum deutsch-dänischen Freundschaftsjahr wird im September eine achttägige Exkursion ins deutsch-dänische Grenzland, die auf dem Sonnenberg startet, sein. Sowohl unsere eigene deutsch-dänische Geschichte als auch eine gründliche Einführung in die gemeinsame Geschichte der beiden Länder wird zunächst auf dem Sonnenberg beginnen, bis wir dann uns in der zweiten Hälfte die Schauplätze anschauen werden.

Clemens Wirries | Bildungsreferent, Educational Staff | Sonnenberg-Kreis e.V.
Clausthaler Str. 11 - D-37444 St. Andreasberg | Tel.: +49(0)5582 944 165
www.sonnenberg-international.de
http://www.sonnenberg-international.de/

UNSER HARZ Januar 2020 erschienen
Aus dem Inhalt:

Klaus Schröter: Ein Schriftsteller mit Harzer Wurzeln – Zum 115. Todestag von Otto Erich Hartleben
Ingrid Kreckmann: „Auf jeder Feder ein Auge“ – Wissenswertes über die Ringeltaube
Karl Sanders: Veränderungen des Landschaftsbildes im Oberharz, 5. Folge: Bad Harzburg – Wandlungen des architektonischen Bildes eines Harzer Kurortes (Teil 1)
Nationalparkforum: Der Brocken hat Neuigkeiten zu bieten – Ausstellung im Brockenhaus und verbessertes Beschilderungssystem
Mit dem Dezemberheft 2019 war die 800. Ausgabe von „Unser Harz“ erschienen. Die Oberharzer Druckerei und Verlag Fischer & Thielbar GmbH und ich als aktuelle Schriftleiterin sind sehr stolz auf die langjährige Geschichte dieser Zeitschrift.

Wenn Sie die Zeitschrift so lesenswert finden wie wir, dann gönnen Sie sich doch ein Abonnement! Damit unterstützen Sie unsere Arbeit, so dass wir auch 2020 wieder interessante Artikel und spannende Bilder drucken können.

Dass der Harz ein guter Ort für vielerei Geschenke ist und Seele und Geist beruhigt, haben viele Menschen erfahren und auch in Bildern und Texten festgehalten. Einer, den es immer wieder hierher gezogen hat, war Otto Erich Hartleben, der 1864 in Clausthal geboren wurde. K. Schröter schreibt über den Schriftsteller anlässlich dessen 115. Todestages.

Dr. Sanders berichtet über den architektonischen Wandel in Bad Harzburg, bei dem manch bauliches Schmuckstück dem jeweiligen Zeitgeist geopfert wurde, andererseits aber auch neue erschaffen wurden.

Frau Kreckmann berichtet über die Ringeltaube und im Nationalparkforum geht es um den neu gestalteten Ausstellungsteil im Brockenhaus mit Informationen zu den Themen Natura 2000, Waldentwicklung und Massentourismus auf dem Brocken.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr.-Willi-Bergmann-Str. 11.

Zur Umweltgeschichte des Nordharzes und seiner industriellen Altlasten
Vortrag Dr. Friedhart Knolle beim Geschichtsverein Bad Harzburg am 28.1.2020, 15:30 Uhr, Wandelhalle im Badepark Bad Harzburg

Bad Harzburg - Oker - Harlingerode. Der Harzraum ist eines der ältesten Bergbau- und Industriegebiete Mitteleuropas. Schon vor 6000 Jahren gab es hier Feuersteinbergwerke und in der Bronzezeit vor über 3.500 Jahren begann der Abbau von Kupfermineralen. Sogar Kriege wurden um diese Schätze geführt – nach Ansicht einiger Forscher war es der Metallreichtum, der Karl den Großen im Zuge der Sachsenkriege veranlasste, den Harzraum dem Fränkischen Großreich einzuverleiben. Später brachte insbesondere die Gewinnung von Blei, Kupfer und Silber eine Blüte der Stadt Goslar und der Oberharzer Bergstädte.

Doch der Bergbau hatte eine Kehrseite – Boden, Grund- und Oberflächenwasser sowie die Luft und auch Flora, Fauna und der Mensch wurden und werden stark mit Metallen belastet, insbesondere im Umfeld von Clausthal-Zellerfeld, Langelsheim, Goslar und Bad Harzburg.

Schon der Bergbauexperte Agricola beschrieb 1556 die Umweltschäden. Spätestens seit den 1930er Jahren wehren sich Bürger gegen die Verschmutzung ihrer Umwelt – als frühe Bürgerinitiative entstand der Heimatschutzverein Oker, der sich sogar in der Nazi-Zeit mutig wehrte. Denn die Belastung war so groß geworden, dass die Bürger es oft schwer hatten zu atmen. Nach dem Krieg gab es weitere Bürgerinitiativen und heute setzen sich die Umweltverbände, allen voran der BUND, für diese Belange ein.

Folgen Sie dem Referenten Dr. Friedhart Knolle auf einer Zeitreise durch 500 Jahre Umweltschutz in der Nordharzregion.

Heile Welt Nationalpark Harz? Druckfrisch erhältlich – Band 17 der Nationalpark-Schriftenreihe erschienen
Wernigerode - Braunlage. Der 17. Band der Nationalpark-Schriftenreihe "Heile Welt Nationalpark?" ist druckfrisch für 5 Euro + Versand beim Nationalpark oder in den Nationalparkhäusern erhältlich, ebenso wie zahlreiche frühere Bände. Er steht auch – wem es digital genügt – als kostenloser PDF-Download auf der Nationalpark-Webseite zum Herunterladen zur Verfügung.

Nationalparke mit ihrer Prämisse „Natur Natur sein lassen“ sind besonders wirkungsvolle Instrumente des Naturschutzes. Dennoch stellen diese Gebiete keine „Käseglocken“ dar – auch sie sind von äußeren Einflüssen betroffen, wie z.B. Klimaveränderungen, atmosphärischen Stoffeinträgen, Einwandern von teilweise invasiven Arten inklusive pathogener Organismen. Besonders der Klimawandel ist inzwischen auch im Harz mit aller Deutlichkeit angekommen und äußert sich in einer geradezu dramatischen Waldentwicklung, die sich zunächst in den Wäldern des Nationalparks, seit dem Dürrejahr 2018 aber auch in allen Wirtschaftswälder im gesamten Mittelgebirge zeigt.

Im Nationalpark gelten dabei eigene gesetzliche Regelungen, aber das Schutzgebiet ist darüber hinaus in übergeordnete rechtliche Rahmenbedingungen eingebunden. Dies kann u.a. zu Zielkonflikten zwischen dem Zulassen der natürlichen Dynamik und dem Schutz nutzungsabhängiger Biotope oder Arten führen.

Der Mensch stellt die unterschiedlichsten Anforderungen an den Wald und damit auch an einen Waldnationalpark: Während lange Zeit ruhige Erholung in schöner Natur im Vordergrund stand, verstärkt sich der Wunsch nach Events und Spaß, zunehmender Individualverkehr verlärmt die Natur. Gleichzeitig besteht Dissens in der Frage, wie die Natur rechts und links der Wege aussehen sollte – wild wie ein Nationalpark oder aufgeräumt wie die Kulturlandschaft, an die sich die Menschen gewöhnt haben?

Die Tagung „Heile Welt Nationalpark?“ widmete sich im Tagungszentrum Kloster Drübeck 2018 diesen drei Themenfeldern. So analysiert die naturwissenschaftliche Forschung die Auswirkungen äußerer Einflüsse auf ausgewählte Biotope und Arten und zeigt die Grenzen der Schutzmöglichkeiten von Nationalparken auf. Ein zweiter Vortragsblock behandelte die rechtlichen Rahmenbedingungen und stellte an praktischen Beispielen die Frage, ob diese immer nur hilfreich sind oder auch problematisch sein können. Die etwas provokante Frage „Mensch und Nationalpark – ein Widerspruch in sich?“ stand hinter den Vorträgen des dritten Blocks.

Hier die Beiträge des Bandes im Überblick:

Themenblock: Nationalparke als Käseglocken? Ergebnisse aus der naturwissenschaftlichen Forschung

KATHLEEN PREISSLER, VANESSA SCHULZ, SEBASTIAN STEINFARTZ, Leipzig: Das Bedrohungspotential von Amphibien-Chytridpilzen für die Charakterart Feuersalamander – Fokus Nationalpark Harz

OLE ANDERS, Sankt Andreasberg: Nationalparks – Eine Chance für den Luchs?

HERWIG ZANG, Goslar: Langzeitstudien an Kleinhöhlenbrütern im Harz

KATHRIN BAUMANN, Wernigerode: Neuartige Veränderungen der Vegetation und der Libellenfauna in den Mooren des Harzes ? Grenzen der Schutzmöglichkeiten eines Nationalparks

PETER MEYER, Göttingen: Natürliche Dynamik mitteleuropäischer Fichtenwälder unter dem Einfluss des Klimawandels am Beispiel der Waldforschungsfläche Bruchberg im Nationalpark Harz

Themenblock: Rechtliche Rahmenbedingungen für Nationalparke – Hilfe oder (zu) enges Korsett?

MANFRED GROSSMANN, Bad Langensalza: Nationalpark und Natura 2000 – ein Widerspruch? Umsetzung der Natura 2000-Erhaltungsziele im Nationalpark Hainich (Thüringen)

KATHRIN BAUMANN, Wernigerode & CAREN PERTL, Sankt Andreasberg: Auswirkungen der Naturdynamik auf den Erhaltungszustand von Fichtenwäldern (FFH-LRT 9410) und dort vorkommender wertgebender Arten der Vogelschutzrichtlinie im Nationalpark Harz

GUNTER KARSTE, Wernigerode: Zonierung in Nationalparken – zeitweise notwendig oder ein Dauerzustand zur Legitimation ständigen Tuns?

Themenblock: Mensch und Nationalpark – ein Widerspruch in sich?

JOSEF WANNINGER, Grafenau: Borkenkäfer am Lusen: eine Geschichte von Wald und Mensch

GERHARD TROMMER, Lehre: Über Klanglandschaft und Naturstille im Nationalpark Harz.

Hier der Downloadlink zum Band:
https://www.nationalpark-harz.de/de/downloads/Heile-Welt-Nationalpark

Buchneuerscheinung „In der toten Zone“ – ein Tagebuch aus einem kleinen Dorf am Rande des Harzes
Gernrode. Es gibt Zeitdokumente, die müssen der Nachwelt erhalten bleiben. Sie sollen den nachfolgenden Generationen ein warnendes Beispiel sein, denn Geschichtsschreibung sollte kein Selbstzweck sein.

Ein solches Zeitdokument über die Vorgänge an der Westgrenze der sowjetischen Besatzungszone im Kalten Krieg ist dem Publizisten Bernd Sternal in die Hände gefallen. Es ist ein Tagebuch über zwei Monate im Frühsommer 1952, das von einem unbekannten Verfasser in einem kleinen Dorf am Rande des Nordharzes geschrieben wurde. Es schildert die Vorgänge um Flucht, Grenzsicherung, Isolierung der Bevölkerung, Zwangsumsiedlung, Planerfüllung, kommunistischer Ideologie, Menschenverachtung und Denunziation sowie dem Säen von Misstrauen untereinander – und alles nur aus einem Grund: zur Aufrechterhaltung der Macht durch die SED.

Diese Aufzeichnungen aus dem „Zonenrandgebiet“ sollten eigentlich in jedem Geschichtsunterricht zur Lektüre werden. Daher hat Bernd Sternal das Tagebuch neu herausgegeben in der Hoffnung, dass es einige Geschichtslehrer auch so sehen. Zudem dürfte das kleine Buch auch den meisten Lesern aus Ost und West, die nicht in dieser prekären Zone lebten, Informationen liefern, die sie so bisher nicht kannten oder aber nicht glauben wollten.

Gestaltet und herausgegeben hat dieses Buch im Format 120 x 190 mit farbigem Paperback-Einband der Verlag Sternal Media in Gernrode. Das Buch hat 56 Seiten und ist mit 10 Illustrationen bzw. Fotos ausgestattet. Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Das Buch ist ab sofort überall im Buchhandel unter ISBN 978-3-7494-9748-5 für 9,80 Euro zu erwerben oder zu bestellen.

Demnächst erscheint zudem ein E-Book für 4,99 Euro. Onlinebestellungen können bei Amazon oder über die Verlagsseite https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=Bernd+Sternal++in+der+toten+zone vorgenommen werden.


Presse und Medien können unter folgendem Link Rezensionsexemplare kostenlos anfordern: https://www.bod.de/presse.html#smsTab_4

Unter diesem Link können übrigens ab Januar 2020 auch Buchhandlungen kostenlose Leseexemplare für alle Bücher des Verlages Sternal Media bestellen.
https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=Bernd+Sternal++in+der+toten+zone

Neues von der Waldentwicklung des Nationalparks Harz im Klimawandel
Wernigerode - Ilsenburg. Kurz vor Jahresende 2019 wurde die Ernte der Bucheckern im Nationalparkrevier Scharfenstein abgeschlossen. Das Ergebnis von 75 kg nimmt sich auf den ersten Blick sehr bescheiden aus. Nach der langen Trockenheit und Hitze konnten tatsächlich nur wenige Bäume beerntet werden. Doch vor dem Hintergrund der gewaltigen Aufgaben der Waldumwandlung im Nationalpark und landesweit ist jede geerntete Buchecker nahezu wie “Goldstaub“. Das Saatgut wurde zur Lohnanzucht in eine Baumschule gebracht.

75 kg: das bedeutet ca. 75.000 kleine Buchen, die ab diesem Herbst gepflanzt werden können. In Fläche ausgedrückt lassen sich damit auf ca. 35 ha Laubwaldinitiale, d.h. kleine Bäumchen, einbringen, so Sabine Bauling, die Fachbereichtsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

Die vergangenen beiden trockenen Jahre haben nicht nur den Fichten zugesetzt. Zunehmend sind auch an den Buchen und anderen Laubhölzern Auswirkungen der Extremwitterung sichtbar.

Bereits das dritte Mal hintereinander kündigt sich gerade bei der Buche ein starker Blütenansatz an. Bei sonnigem Wetter zeigt ein Blick in die Buchenkronen dicke glänzende Knospen. Das ist sogar mit bloßem Auge erkennbar, aber ein Fernglas ist da natürlich besser.

Drei Jahre hintereinander Baumblüte – das ist nicht normal. Es ist auch ein Zeichen der klimatischen Veränderungen um uns herum.

Normalerweise gibt es Buchenvollmasten alle 5 bis 6 Jahre, dazwischen auch mal „Halbmasten“ oder „Sprengmasten“. Die Bezeichnung „Mast“ geht auf das Mittelalter zurück, als noch Haustiere zur Weide in die Wälder geschickt wurden – vornehmlich Schweine, die sich an den Bucheckern und Eicheln mästen sollten. „Halbmast“ bedeutet, dass nur ca. die Hälfte der Bäume Samen tragen und „Sprengmast“ nur versprengte Einzelbäume.

Die verstärkte Baumblüte ist letzten Endes eine Stressreaktion der Bäume. Sie setzen alles daran, ihre Art zu erhalten und reagieren somit u.a. mit verstärkter Blüte und Fruktifikation.

Das milde Januarwetter wird im Nationalpark aktuell weiter zum Pflanzen genutzt. So werden z. B. im Revier Ilsenburg auf einem extrem trockenen und steinigen Hang kleine Eichen gepflanzt, die vor den Fichtenforsten dort die natürliche Waldgesellschaft bildeten.
http://www.gfn-harz.de

Das Nationalparkrevier Scharfenstein bei Ilsenburg hat mit Lukas Wachsmann einen neuen Revierleiter
Wernigerode - Ilsenburg. Nachdem im Herbst letzten Jahres der langjährige Revierleiter Hans-Henning Scheithauer in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde, hat ein neuer Kollege zum Jahresbeginn das Revier übernommen. Die Flächen des Nationalparkreviers befinden sich zwischen der Eckertalsperre im Westen und Ilsenburg im Nordosten.

Der neue Revierleiter heißt Lukas Wachsmann. Er ist 25 Jahre alt, wurde in Braunschweig geboren und wuchs in Schöppenstedt auf. Für ihn ist das Thema Nationalpark Harz nicht unbekannt. Bereits während seines Forststudiums und im Rahmen seines Vorbereitungsdienstes in Göttingen war er öfter zu Lehrveranstaltungen und Exkursionen hier. Seine Bachelorarbeit befasste sich ebenfalls mit einem Nationalparkthema.

Bevor Herr Wachsmann sich für die Tätigkeit im Nationalpark Harz beworben hatte, leitete er das Jugendwaldheim Loppin der Landesforsten Mecklenburg-Vorpommern.

Herr Wachsmann läutet sozusagen den Generationswechsel bei den Nationalparkförstern ein – wir wünschen ihm viel Erfolg bei dieser gerade in der jetzigen Zeit sehr spannenden Tätigkeit mitten im klimatisch beschleunigten Waldwandel. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Neue Geschäftsführung im Internationalen Haus Sonnenberg – Seit Beginn 2020 ist Carolin Ziese kommissarische Geschäftsführerin in der Bildungsstätte in Sankt Andreasberg
Sankt Andreasberg. Seit Jahresbeginn 2020 ist Carolin Ziese neue kommissarische Geschäftsführerin der Bildungsstätte Internationales Haus Sonnenberg in Sankt Andreasberg. Schon seit September 2017 war die 37jährige als Bildungsreferentin im Jugendbereich für das Haus tätig und ist nun bereit für ihre neue Aufgabe.

Erste Berührungspunkte mit dem Haus ergaben sich bereits direkt nach dem Abitur während ihres Freiwilligen Ökologischen Jahres im benachbarten Nationalparkhaus Sankt Andreasberg - denn das Internationale Haus Sonnenberg befindet sich inmitten des Nationalparks Harz.

Nach dem Studium der Kulturanthropologie, Europäischen Ethnologie und Pädagogik an der Georg-August-Universität Göttingen blieb Carolin Ziese zunächst der Wissenschaft und der Universitätsstadt treu. In der Abteilung Didaktik der Biologie arbeitete sie in zwei Projekten der Bildungsforschung. Dabei ging es zum einen um die Förderung der Bewertungskompetenz im Kontext von Umweltproblemsituationen und zum anderen um die Lehrplan- und Schulbuchanalyse zum Thema Wald – mit Hauptaugenmerk auf Niedersachsen.

In Anlehnung daran hat sich die gebürtige Harzerin zur zertifizierten Waldpädagogin weiterbilden lassen. Folgerichtig sind u.a. Nachhaltigkeit, Umweltschutz und das Ökosystem Wald ihre Themen, die aktuell auch Schwerpunkte der politischen Bildungsarbeit sowohl generell bundesweit als auch konkret im Internationalen Haus Sonnenberg darstellen. „Diese machen jedoch nur einen Teilbereich des Seminarangebots des Internationalen Hauses Sonnenberg aus“, sagt Carolin Ziese. „Weiterhin laden wir mit vielfältigen Seminarformaten über beispielsweise Europäische Nachbarschaftsverhältnisse, Demokratie, Teilhabe, Umweltfragen und Regionalentwicklung diverse Zielgruppen zur Teilnahme ein. Zudem soll die im hohen Maße gegebene Barrierefreiheit des Hauses in Zukunft noch stärker in den Vordergrund rücken und damit verbunden Angebote für Menschen mit Beeinträchtigung.“
http://www.sonnenberg-international.de/

Gewollte und ungewollte Motive des Fotofallenmonitorings im Nationalpark Harz - Tiere vor der Fotofallen-Kamera
Wernigerode - Braunlage. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Schalenwildmonitoring in deutschen Nationalparken“ des BfN (Bundesamt für Naturschutz) wurden im Nationalpark Harz Fotofallen aufgestellt.

Seit Mitte September 2019 hängen insgesamt 60 Fotofallen in den Nationalpark-Revieren Schluft, Acker, Rehberg, Oderhaus, Bruchberg und Torfhaus.


Die Kameras verbleiben ein Jahr lang in der Fläche und werden in diesem Zeitraum dreimal kontrolliert. Ziel ist es, Aussagen über das Vorkommen und die Dichte von Schalenwild zu gewinnen.

Hier einige der schönsten Kamerafallenbilder der ersten Auswertungsphase mit den besten Wünschen an alle KollegInnen für ein gutes 2020!

Anlagen frei - Auslöser der Fotografien sind die Tiere selbst :-)

siehe Webseite unten, dann >>> Aktuelles
https://gfn-harz.de/

Harz-Kursbuch. Ein Handbuch für alle, die den Harz mit Bahn und Bus erkunden wollen. Ausgabe 2020. – Hrsg. von „Höchste Eisenbahn für den Südharz“, 245 S., Walkenried 2019
Jeder hat Internet, fast jeder hat ein Smartphone – braucht man da noch irgendetwas Gedrucktes, um sich über Bahn und Bus zu informieren? Diese Grundtendenz setzt sich bei immer mehr Aufgabenträgern und Verkehrsbetrieben durch. Folge: Wer sich einen Überblick darüber verschaffen will, was in einer Region so alles fährt und wann es dies tut, muss entweder haufenweise Faltblätter sammeln oder eben doch im Internet herumsuchen. Dort erfährt er letztlich zwar alles, aber eines fehlt völlig: Der Überblick über das Gesamtangebot.

Für Einheimische, die oft Bahn und Bus nutzen, mag das noch angehen. In einer Region, die vom Tourismus geprägt ist, jedoch nicht. Hier müssen die Gäste sich informieren können und sollten auch beraten werden. Jetzt, wo HATIX auch im Westharz vor der Tür steht, erst recht! Das Harz-Kursbuch ist somit im HATIX-Zeitalter ein unentbehrliches Nachschlagewerk.

Bei der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ sieht man das jedenfalls so und hatte sich auch 2019 wieder unverdrossen ans Werk gemacht, um ein „Harz-Kursbuch“ für 2020 zu erstellen. Auf 245 Seiten ist alles Wissenswerte über Bahn und Bus am und im Harz zusammengetragen worden. Wie komme ich überhaupt in den Harz? Welche Bahnstrecken führen dorthin? Welche Buslinien bringen mich dann ins Gebirge hinauf? Welche Wander- und Ausflugsziele kann ich ansteuern? Wo erhalte ich Fahrscheine, wo bekomme ich aktuelle Auskünfte? Diese und andere Fragen werden beantwortet.

Die Fahrpläne entsprechen dem Stand, den die Aufgabenträger und Verkehrsbetriebe Ende November veröffentlicht haben. Bei der Bahn sind dies die aktuellen, ab 15.12.2019 geltenden Pläne, bei den Harzer Schmalspurbahnen die des jetzt laufenden Winterfahrplans (mit Ausblick auf den Sommer) und bei den Buslinien in den Landkreisen Harz, Göttingen und Nordhausen die ab 15.12.2019 geltenden. Die meisten Buslinien haben mit Ende der Sommerferien schon Änderungen vorgenommen. Diese sind alle enthalten. Nur auf die endgültige Vergabeentscheidung bei den „HarzBus“-Linien im Kreis Goslar konnten wir nicht warten. Hier gehen wir aber davon aus, dass die Pläne vorerst weiter Bestand haben.

Bei jeder Buslinie sind nicht nur Wander- und Ausflugstipps aufgeführt, sondern es gibt auch Hinweise zum durchführenden Unternehmen, zu deren Internet-Auftritt und zu wichtigen Telefonnummern. So können die Gäste sich zunächst einen Überblick zu möglichen Wanderungen oder Museumsbesuchen verschaffen, um dann ggf. tagesaktuell nachzusehen, ob es Änderungen gibt. Unterjährig ist immer etwas los – es wird gebaut, es gibt Schienenersatzverkehr, Straßen sind gesperrt und Busse werden umgeleitet. Das lässt sich in einem Druckwerk nur bedingt vorhalten. Die Zeiten stabiler Fahrpläne sind leider vorbei – aber dennoch muss man nachschlagen können, was es denn überhaupt gibt. Mehrere Übersichtskarten runden das Bild ab. Auch die Museumsbahnen, Seilbahnen, Lifte und die Schifffahrt auf der Okertalsperre wurden nicht vergessen. Zu den meisten Museen und Gaststätten im Nationalpark ist ebenfalls eine Telefonnummer angegeben – falls man sich nach dem Ruhetag erkundigen will.

Die Möglichkeiten, mit dem Zug in den Harz zu reisen und sich in unserem Mittelgebirge mit dem Bus bzw. den Schmalspurbahnen zu bewegen, sind beachtlich. Die allermeisten Bahnlinien und sehr viele Buslinien werden im Stunden- oder 2-Stunden-Takt befahren, auch am Wochenende. Viele Fahrpläne wurden auch im Hinblick auf HATIX erweitert. Der Nahverkehr im Harz ist weitaus besser als sein Ruf – und auch weitaus besser als allgemein bekannt. Hier kann das Harz-Kursbuch wirklich helfen, weil man ihm die Fülle der vorhandenen Möglichkeiten entnehmen kann.

Das solide Nachschlagewerk wurde beim „Papierflieger“ in Clausthal-Zellerfeld produziert und ist unter anderem beim Harzer Tourismusverband in Goslar zu haben. Auch bei der Initiative gibt es das Buch, es wird zum Preis von 4,- € verkauft und zum Preis von 5,55 € auch verschickt. Eine Mail (Michael.Reinboth@gmx.de) oder ein Anruf (05525 1550) genügen, dann wird das Werk auf den Weg gebracht. Auf www.suedharzstrecke.de steht es auch zum kostenlosen Download bereit.
http://www.suedharzstrecke.de/

Nationalparkverwaltung erinnert an das ganzjährige Feuerwerksverbot - Sterne statt Feuerwerk zum Schutz der Natur
Im Nationalpark Harz gilt zum Schutz der Natur ganzjährig ein Verbot, Feuerwerkskörper zu zünden. Zum Schutz der Tiere und Pflanzen bittet die Nationalparkverwaltung Harz alle Anwohner und Gäste, diese Regel strikt einzuhalten – nicht nur auf dem Brocken, sondern grundsätzlich auf allen Flächen des Schutzgebiets.

Mit ein wenig Glück lässt sich stattdessen ein ganz anderes – natürliches – Himmelsfeuerwerk betrachten. Da der Nationalpark Harz zu den dunkelsten Regionen Deutschlands gehört, kann man hier in klaren Nächten zahlreiche Sterne und die Milchstraße besonders gut sehen. Und das ganz ohne Böllerlärm und Raketengeheul – die Tiere des Waldes und zahlreiche Haustiere, deren Besitzer hoffen in den stillen Regionen Zuflucht zu finden, werden es Ihnen danken.

Die Nationalparkverwaltung Harz wünscht allen Bürgerinnen, Bürgern und Gästen einen guten Rutsch in ein gesundes neues Jahr!
http://www.nationalpark-harz.de

UNSER HARZ Dezember 2019 – die Weihnachtsausgabe
Aus dem Inhalt:

Ernst Kiehl: „Nun soll es werden Friede auf Erden!“ – Die Weihnachtsbotschaft in Hirtenliedern
Ingrid Kreckmann: Einiges über den Grünspecht
Rolf Ahlers: De Herrgott deit, wat de Lüe wüllt, se möt bluß an glöben
Rainer Kutscher: Zwei kriminelle Burschen verübten 1913 in Braunlage und Osterode Straftaten und erschossen einen Gastwirt und einen Ratsarbeiter
Karl-Friedrich Weber: Die Erfindung der Nachhaltigkeit – Zwischen Forstgeschichte und Geschichtsklitterei
Thomas Appel: Stempelspaß im Harz! Sonderstempel „20 Jahre Nationalparkhaus Sankt Andreasberg“ der Harzer Wandernadel (Nationalparkforum)
Mit dieser Ausgabe ist UNSER HARZ zum 800. Male seit 1953 erschienen. Das spricht für die hohe Qualität der Zeitung und die Treue seiner Leserschaft. Dafür möchte ich mich namens des Verlages und der Schriftleitung ganz herzlich bedanken!

In diesem Heft schreibt Ernst Kiehl über die Weihnachtsbotschaft, die in zwei Hirtenliedern zum Ausdruck kommt: „Nun soll es werden Friede auf Erden, den Menschen allen ein Wohlgefallen“. Er geht dabei der Herkunft und den Veränderungen der Lieder „Kommet ihr Hirten“ sowie „Den die Hirten lobeten sehre“ (der „Quempas“) nach.

Nicht weihnachtlich, aber doch „göttlich“ kommt die Mundart-Geschichte von Rolf Ahlers daher: „De Herrgott deit, wat de Lüe wüllt, se möt bluß an glöben“. Ingrid Kreckmann schreibt über den Grünspecht und Rainer Kutscher berichtet über einen „Realkrimi“ in Osterode. Nachforschungen über den Begriff „Nachhaltigkeit“ und seine Deutung in Forstwirtschaft und Politik hat Karl-Friedrich Weber betrieben. Wolfram Schütz hat ein bekanntes Gedicht abgewandelt, mit dem er seine Sicht auf den heutigen Harzwald mit seinem Fichtensterben und den Dürreschäden des Klimawandels wiedergibt.

Im Nationalparkforum weist Thomas Appel vom Nationalparkhaus Sankt Andreasberg auf einen Sonderstempel der „Harzer Wandernadel“ hin – noch bis Silvester kann man einen der beliebten Wanderstempel beim kostenlosen Besuch der Ausstellung „ergattern“.

Ich wünsche allen eine wundervolle Weihnachtszeit und machen Sie es doch wie ich: Schenken sie Ihren Liebsten einfach ein Abo von UNSER HARZ.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC-Touristinformation,
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr.-Willi-Bergmann-Str. 11

Zu Weihnachten der Doktorhut für die Goslarer Ärztin Heike Windmann
Goslar. Begehrt, aber nicht einfach zu haben: der Doktorhut! Heike Windmann praktiziert seit 1999 als hausärztliche Internistin in der Rosentorstraße in Goslar und hat jüngst das Promotionsverfahren zur Doktorin der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) mit der Disputation an der Fakultät für Lebenswissenschaften der Technischen Universität Braunschweig erfolgreich abgeschlossen. Ihr Mentor, der Goslarer Professor Ewald Schnug, setzte ihr dafür gleich im Anschluss an das Rigorosum symbolisch den Doktorhut auf.

In ihrer Arbeit mit dem Titel "Ein Beitrag zur Gefährdungsabschätzung der Kontamination der Nahrungskette durch Uran aus phosphorhaltigen Düngemitteln, Lebensmittel- und Futtermittelzusatzstoffen“ beschäftigt sie sich mit der Frage, wie sauber phosphathaltige Lebensmittelzusatzstoffe sind.

Phosphate sind allgemein eher als Düngemittel denn als Zusatzstoffe bei der Herstellung von Nahrungsmitteln bekannt. Es gibt kaum ein Handelsprodukt, dem bei der Verarbeitung nicht Phosphate zugesetzt werden: Phosphate halten Fisch länger frisch, binden gewichtsbringendes Wasser in Fleisch- und Wurstwaren, lassen Käse schmelzen und Teig beim Brotbacken aufgehen. Phosphate enthalten aber natürlicherweise auch Schwermetalle, darunter das radioaktive Element Uran. Je nach Herkunft und Ernährungsszenarien kann sich hierdurch im ungünstigsten Fall die Uranaufnahme des Menschen aus fester Nahrung fast verdoppeln. Dennoch besteht laut Dr. Windmann kein Grund zur Panik, denn von 96 Produktmustern überschritten weniger als 3 % die zulässigen Höchstwerte der Lebensmittel- bzw. Futtermittel-Zusatzstoff-Verordnung. Damit bleibt die Qualität flüssiger Nahrung der Faktor, der darüber bestimmt, wie hoch die Gesamtbelastung von Mensch und Tier durch die Nahrung ist.

Mit der Frage der Urangehalte in Mineral- und Leitungswässern hatte sich über ein Jahrzehnt früher der erste Goslarer Doktorand von Prof. Dr. Ewald Schnug, Dr. Friedhart Knolle, beschäftigt. Mit Dr. Heike Windmann ist die Schar erfolgreicher Doktoranden des Professors auf nunmehr 60 angestiegen.

Themeninsel zum Waldwandel an der Brockenstraße ist fertiggestellt – ein Blick hinter die Kulissen der „Baustelle Natur“ im Nationalpark Harz
Schierke – Brockenstraße. Die zweite von insgesamt vier neuen Themeninseln des Nationalparks Harz an der Brockenstraße ist fertiggestellt. Jüngst setzten die Mitarbeiter der Nationalparkwerkstatt Sachsen-Anhalt die letzten Schrauben für eine neue, barrierefreie Info-Plattform direkt hinter dem Nationalparkhaus Schierke.



Diese Informationsmöglichkeit wurde im Laufe der Walddiskussion im Klimawandel des Jahres 2019 oft gefordert, denn die vielen toten Fichten bei Schierke sind erklärungsbedürftig. Doch hier stirbt nicht der ganze Wald – er passt sich nur an die neuen Klimabedingungen an, und das entspricht nicht immer unserer Vorstellung von idealem Wald.

Dazu und über viele Details mehr informiert die neue Themeninsel an der bepflanzten Borkenkäfer-Sicherungsfläche am Standort hinter dem Nationalparkhaus Schierke. In Deutsch und Englisch wird anschaulich erklärt, wo und warum der Nationalpark Harz noch in Naturgeschehnisse eingreift und wo eben nicht, um seiner gesetzlichen Aufgabe entsprechend natürliche Prozesse zuzulassen.

Die insgesamt vier Themeninseln entlang der Brockenstraße sollen Besuchern zukünftig die aktuellen Waldbilder erklären, die ihnen auf ihrer Tour zum Brockengipfel begegnen. Anhand von Sichtachsen kann man die Entwicklung der Standorte selbst verfolgen.

Unter dem Motto „Baustelle Natur - Hier baut die Natur die neue Wildnis“ erlauben die Themeninseln Einblicke hinter die Kulissen des aktuell rasant zu beobachtenden Waldwandels und erläutern, warum tote Bäume im Nationalpark nicht das Ende des Waldes, sondern den Beginn der neuen Waldwildnis einläuten. Eine weitere Themeninsel befindet sich bereits am Eckerlochstieg nahe der Kreuzung Schluftkurve. Die übrigen Themeninseln werden aufgebaut, sobald es die Witterung im kommenden Frühjahr zulässt.
http://www.nationalpark-harz.de

Jetzt auch in der Printform: Etwa 1000 Termine und Veranstaltungen – Naturerlebnis-Programm 2020 des Nationalparks Harz erschienen
Wernigerode. Das Naturerlebnis-Programm 2020 des Nationalparks Harz steht ab sofort in Druckform und auch im Internet auf www.nationalpark-harz.de zur Verfügung. Etwa 1000 Termine und Veranstaltungen werden unseren Gästen angeboten. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Auerhuhn- und Borkenkäfer-Sprechstunde, Luchsfütterungen, Fledermaus-Exkursion, Vorträge, z.B. zum Vogel des Jahres, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.

Auch 2020 hat der Nationalpark einen inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema „Der Nationalparkwald auf dem Weg zur Wildnis“ und den Klimawandel gelegt. Schon bisher gab es dazu viele Angebote, doch mit dem fortschreitenden Waldwandel mehren sich die Fragen unserer Gäste dazu. Das neue Angebot der Borkenkäfer-Sprechstunde kommt dem entgegen.

Das neue Naturerlebnis-Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2020“ ist nicht nur in gedruckter Form, sondern auch als Download verfügbar. Auf der Nationalpark-Webseite finden Interessierte in der Rubrik „Veranstaltungen“ außerdem alle Termine chronologisch geordnet. Auch eine Auswahl nach Ort oder Veranstaltungstyp ist hier möglich. Zur besseren Planung können Termine aus dem digitalen Kalender auch direkt in den Handy- oder Outlook-Kalender heruntergeladen werden. Eine Kartenübersicht macht das Finden des Veranstaltungstreffpunkts noch einfacher.

Das gedruckte Naturerlebnis-Programm enthält zusätzlich zu den Veranstaltungsterminen 2020 wieder viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat – angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr.

Das Heft im handlichen Flyer-Format ist in allen Nationalparkhäusern und Informationsstellen, bei den Rangern und in zahlreichen Tourist-Infos der Region erhältlich.
http://www.nationalpark-harz.de

Ein Bergahorn für die Zukunft – Grundschule „Paul Ernst“ Elbingerode hilft dem Nationalpark Harz
Wernigerode. Wenn täglich in allen Medien der Klimawandel und die überall sichtbaren Veränderungen in der Natur ein Thema sind, lässt das auch Kinder nicht kalt. Sie haben Fragen, suchen Antworten und wollen selber Lösungen finden.

In der Grundschule „Paul Ernst“ in Elbingerode war das nicht anders. Dort wurde im letzten Schuljahr ein „Grünes Klassenzimmer“ ins Leben gerufen. Genau dazu hatte man den alten Schulgarten so umfunktioniert, dass man bei gutem Wetter an der frischen Luft lernen kann. Dabei kamen natürlich auch die Stürme, die Trockenheit und der Borkenkäfer als großes Problem im Harz zur Sprache. Die Kinder berichteten von ihren Besuchen im Nationalpark, schilderten ihre Eindrücke und dachten darüber nach, wie Schüler einer Grundschule aktiv werden könnten. Dabei wurden auch Erinnerungen an zurückliegende Wandertage zum Löwenzahnpfad, Besuche auf dem HohneHof, geführte Projekttage mit Rangern und Förstern und die Teilnahme am Tag der Schulen ausgetauscht. Es gab viel zu erzählen, aber es wurde auch erkannt, dass Hilfe nötig ist.

Selber Bäume pflanzen, das war schnell klar, kam kaum in Frage, da die Kinder für die schwere Arbeit einfach noch zu klein waren. Darum entschied man sich für eine Spende, die für den Kauf von neuen Laubbäumen im Nationalpark Verwendung finden sollte.

Am 16.12.2019 wurde nun nach langer Planung der Spendenscheck von Kindern der Schule, der Schulleiterin Bettina Borth und Elternvertretern an den Leiter des Nationalparks Andreas Pusch überreicht. Da die eigentliche Idee bereits im Sommer gefasst worden war, hatte der zuständige Revierförster Martin Bollmann Zeit, sich zu überlegen, wie und wo man die Spende besonders gut gebrauchen könnte. Um den guten Gedanken der Kinder zu würdigen, suchte man unter anderem einen großen, frisch gepflanzten Bergahorn aus, den die Kinder von nun an besonders im Blick behalten können. Die fünf anwesenden Kinder übernahmen daher den Auftrag, sich den Standort des Baumes genau einzuprägen und diesen ihren Mitschülern als ein zukünftiges Ziel für Wandertage weiterzugeben. Andreas Pusch nutzte die Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft zu tun: „Wenn ihr einmal groß seid, trägt auch dieser Baum Früchte und wird sich fortpflanzen. Dann könnt ihr mit euren eigenen Kindern diesen Bergahorn besuchen und aus eurer Schulzeit und eurer Idee, dem Wald zu helfen, erzählen. Der Wald wird sich bis dahin sehr schön entwickelt haben“.
http://www.nationalpark-harz.de

Noch vier Wochen bis zum Bewerbungsschluss – wieder vier Open-Air-Semester im Nationalpark Harz ausgeschrieben – Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bis zum 15. Januar 2020 bewerben
Wernigerode – Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2020. Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com

Im Nationalpark Harz waren es 2019 vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum Hohne-Hof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei.

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Etwa 1700 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.
http://www.umweltpraktikum.com/

„Vogelmonitoring und Vogelschutz auf großer Fläche – was können wir erreichen?“
Nationalpark-Tagung am 21./22. Februar 2020 im Bad Harzburger Schloss Bündheim
Wernigerode – Bad Harzburg. Der Frage „Vogelmonitoring und Vogelschutz auf großer Fläche – was können wir erreichen?“ widmet sich die nächste Tagung des Nationalparks Harz am 21./22. Februar 2020 im Bad Harzburger Schloss Bündheim. Wir freuen uns, wenn Ihr Interesse weckt ist und wir Sie dazu begrüßen dürfen. Die Programmankündigung und den Anmeldebogen finden Sie im unten verlinkten Einladungsflyer.
Vögel wecken das Interesse vieler Menschen und sind schon seit langem Gegenstand von Bemühungen des ehrenamtlichen und institutionellen Naturschutzes. So ist die EU-Vogelschutzrichtlinie ein wesentliches Instrument im europäischen Naturschutz und hat u.a. zur Ausweisung zahlreicher Schutzgebiete mit dem Fokus auf besonders schutzbedürftige Vogelarten geführt.
Wer in Naturschutzgebieten oder Nationalparken in Deutschland unterwegs ist, hat häufig den ersten Gedanken „Hier ist die Natur noch in Ordnung“. Doch was können diese Gebiete tatsächlich leisten? Was wissen wir über den Zustand der Vogelarten und ihrer Populationen? Welche Möglichkeiten bieten Großschutzgebiete sowohl in Bezug auf das Monitoring als auch auf den Schutz der Arten? An welchen Stellen müssen gegebenenfalls Abstriche gemacht werden – ob nun aus praktikablen, touristischen oder wirtschaftlichen Gründen? Welche Chancen bieten die Schutzgebiete? Mit dieser umfangreichen Thematik beschäftigen wir uns auf dieser Tagung mit Vorträgen aus verschiedenen Nationalparken sowie weiteren Beiträgen mit besonderem Fokus auf seltene Vogelarten, die auch im Harz immer wieder Thema sind.
Download: Vogelmonitoring und Vogelschutz auf großer Fläche – Tagungseinladung 21./22.02.2020 im Schloss Bündheim in Bad Harzburg – Einladungs-Faltblatt mit Programmankündigung:
https://www.nationalpark-harz.de/de/downloads/sonstiges/2020_Einladung_Tagung_Vogelmonitoring-und-Vogelschutz_2020_02_21-22.pdf

Gartenträume-Jubiläum 2020: Neue Sonderausstellung im Schloss Wernigerode
50 Gartenträume aus Sachsen-Anhalt stellen sich vor – der Brockengarten ist auch dabei

Wernigerode – Brocken: Die jüngst eröffnete Sonderausstellung „Leidenschaft für Schönheit – Gartenträume in Sachsen-Anhalt" anlässlich des 20. Geburtstags des touristischen "Gartenträume"-Netzwerks ist bis zum 3. Mai 2020 im Schloss Wernigerode zu sehen. Seit Oktober 2017 gehört auch der 1890 gegründete Brockengarten auf dem Brockengipfel mitten im Nationalpark Harz zu den 50 „Gartenträumen“. Die Ausstellung erzählt anhand von jeweils drei markanten, wertvollen und überraschenden Objekten etwas über das Wesen und die Einzigartigkeit jeder Parkanlage.

Brockengesichter - Portraits vom spannendsten Berg Deutschlands
Sehr geehrte Damen und Herren,

am 3. Dezember, dem Tag, als vor 30 Jahren auch auf dem Brocken die Mauer fiel, präsentieren wir auf dem Gipfel unser Buch "Brockengesichter". Wir meinen, der Brocken ist der spannendste Berg Deutschlands – kaum ein anderer Berg hat derart viele Geschichten zu erzählen.



Wir zeigen, wie der Brocken sich seit dem Mauerfall verändert hat, wie viele Menschen es aus unterschiedlichen Motiven auf den Gipfel zieht. Darunter sind Wanderer, Mountainbiker, Naturschützer, Förster, Forscher, Geocacher, Sturmjäger, Dampflokfans, ein Arzt, der aus medizinischen Gründen bei fast jedem Wetter mit freiem Oberkörper auf den Gipfel läuft, und unter anderem ein Pädagoge, der mit Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen wandert. Außerdem stellen wir Menschen vor, die auf dem Brocken arbeiten, den Brockengarten hegen und pflegen oder das einmalige und extreme Wetter auf dem Gipfel beobachten.



Der Brocken war schon immer populär. Heinrich Heine schrieb mit der Harzreise ein bedeutendes und frühes Beispiel der Reiseliteratur über den Berg, Goethe verewigte ihn im Faust. Und es gibt etliche Beispiele mehr dafür, wie Literaten, Wissenschaftler und Politiker über den Brocken schwärmen.



Brockengesichter kostet 29,90 Euro und erscheint im Eigenverlag. Das Buch kann unter brockengesichter@gmx.de bestellt werden (ISBN 978-3-00-063839-8) und wird von dem Fotojournalisten Matthias Bein, dem Redakteur Oliver Stade und Winnie Zagrodnik herausgegeben, die in der Öffentlichkeitsarbeit tätig ist. Format 25 mal 25 Zentimeter, 160 Seiten und zahlreiche großformatige Fotos.

Pressemitteilung Brockenhaus zum 3.12.2019
Anlässlich der Feierlichkeiten zum dreißigsten Jahrestag der friedlichen Brockenbefreiung am 3.12.1989 wird das Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus am Dienstag, dem 3.12.2019 für alle Besucher der neuen Dauerausstellung freien Eintritt gewähren. „Wir möchten uns mit dieser Aktion bei all den Menschen bedanken, die 1989 bei der Befreiung des Brockens dabei waren und drei Jahrzehnte später dem Brockenhaus immer noch die Treue halten“, erläutert Christoph Lampert, der Geschäftsführer der Brockenhaus GmbH. Außerdem wird es im Brockenhaus zu diesem feierlichen Anlass eine auf jeweils 100 Stück limitierte Sonderauflage von zwei Brockenbuttons geben, die gegen eine Spende von einem Euro pro Stück – zu Gunsten der Bergwacht Harz – erhältlich sein wird.
http://www.nationalpark-harz.de

Klimaschutz jetzt und für alle! Auch das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus streikt am 29. November für das Klima
Torfhaus. - Neben vielen weiteren Akteuren ruft auch der BUND e. V. zum erneuten Klimastreik am 29. November 2019 auf. Diesem Aufruf folgt auch das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus und lässt an diesem Tag seine Pforten geschlossen. Stattdessen nehmen die Mitarbeiter*innen und Freiwilligen an einer der zahlreichen Demonstrationen in Goslar, Braunschweig oder Göttingen teil. Für Besucher auf der Suche nach Informationen zum Nationalpark und zur Region stehen nach wie vor das Harz Welcome Center von 10 – 18 Uhr in Torfhaus sowie die anderen Nationalparkhäuser im Harz zur Verfügung.

Dass der Klimawandel nicht nur ‚irgendwo in entfernten Ländern auf dem Globus‘ stattfindet sondern direkt und unmittelbar bei uns vor der eigenen Haustür, ist spätestens auch in den letzten beiden Jahren im Harz offensichtlich geworden. Der Wandel der Wälder, der längst nicht nur im Nationalpark sichtbar ist, vollzieht sich derzeit rasanter, als es noch vor wenigen Jahren die Experten vorausgesagt haben. Für die Harzwälder ist es ein einschneidender Schritt auf dem Weg von der Monokultur hin zu natürlicheren, strukturreicheren Wäldern. Für andere Regionen aber geht es um das unmittelbare Überleben von Menschen, Lebensräumen, Tier- und Pflanzenarten. Das derzeit beschlossene ‚Klimapaket‘ hat nicht das Potenzial, nennenswert dazu beizutragen, das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen.

Mit dem Klimastreik stellt der BUND folgende Forderungen an die Bundesregierung und den Bundestag:

Ein Klimaschutzgesetz, welches das 1,5-Grad-Limit globaler Erhitzung einhält.
Ein Rahmengesetz ist die Grundlage für ein Umsteuern in der Klimapolitik – und für massive Investitionen in klimagerechte Infrastruktur.
Klimafreundliches Wohnen für alle.
Klimafreundlichen und bezahlbaren Verkehr.
Einen solidarischen Sozialstaat, der auch beim Klimaschutz niemanden zurücklässt.
Vorhandenen Reichtum und Profite für den ökologisch-sozialen Wandel heranziehen.

Hintergrund
Aufruf des BUND gemeinsam mit Fridays For Future zum Klimastreik:

Wenige Tage bevor sich die Regierungen dieser Welt in Madrid zur Weltklimakonferenz treffen, tragen wir unseren Protest auf die Straße. Nur eine Woche später entscheidet sich der Fortbestand der Großen Koalition auch am Klimaschutz, denn dann trifft sich die SPD zur Halbzeitbilanz der Regierung.

Die Bundesregierung begründet ihr klimapolitisches Versagen damit, den Menschen keinen konsequenten Klimaschutz zumuten zu können. Billige Ausreden für schwache Maßnahmen lassen wir nicht gelten: Klimaschutz und Sozialpolitik dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Zum ersten Mal schließen sich deshalb Klimaaktivist*innen, Umwelt-, Entwicklungs-, Sozial- und Wohlfahrtsverbände zusammen. Wir zeigen: Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gehören unteilbar zusammen. Menschen im Globalen Süden sowie zukünftige Generationen müssen eine klimagerechte Zukunft haben! Eine sozial-ökologische Wende ist eine riesige Chance für eine gerechtere Gesellschaft – hier und weltweit! Gehen Sie am 29. November mit Millionen Menschen weltweit auf die Straße – direkt bei Ihnen vor Ort! Gemeinsam protestieren wir für Klimaschutz jetzt und für alle – es reicht!

Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen.

Weitere Informationen unter https://www.bund.net/mitmachen/klimastreik-am-2911/

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es federführend vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Seit 2011 ist es auch Geopark-Infozentrum.

KEINE ANGST VOR GROSSEN BÄUMEN! BUND-Ortsgruppe Osterode lädt zu Gehölzseminar ein
Osterode am Harz. Für manche Menschen sind Bäume nichts als lebendes Holz – ein Rohstoff, der wächst. Dabei sind sie viel mehr als nur zukünftiges Brennmaterial. Sie leisten einen immensen Beitrag zur Stadtökologie und zum Klimaschutz, binden CO2, filtern Staub, regulieren den Wasserhaushalt, schützen den Boden und bieten Hunderten verschiedener Tierarten Unterschlupf und Nahrung. Darüber hinaus schenkt der Anblick von Bäumen Ruhe und Entspannung – das wissen Mediziner und Psychologen seit langem. Nichts desto trotz tönt gerade jetzt im Herbst, in der „Schnittsaison“, wieder vielerorts die Motorsäge. Befragt nach dem Grund der teils drastischen Maßnahmen fallen Begriffe wie „Verkehrssicherheit“ und „Lichtraumprofil“. Auch ist von störenden Ästen, zu viel Laub und nachbarschaftlichen Streitigkeiten die Rede. Um Ärger aus dem Weg zu gehen oder zu verhindern, wegen eines herabgefallenen Astes zur Rechenschaft gezogen zu werden, wird gekappt und beschnitten: Was ab ist, kann schließlich keinen Schaden mehr anrichten.

Die Sorge um Mitmenschen und Besitz ist nur allzu verständlich und absolut gerechtfertigt. Nur: Wie viel Schneiden ist gut? Spart man tatsächlich Geld, Pflege und Auseinandersetzungen, wenn man einen Baum radikal einkürzt? Wie verkraften Bäume solche Eingriffe und was ist die Folge? Was wissen wir überhaupt vom Lebewesen Baum und wie können wir dieses Wissen nutzen? Solche und weitere Fragen wird der Arboristiker Pit Schumacher auf unserem eintägigen Gehölzseminar beantworten. Schumacher hat seine Liebe zu Bäumen während seiner Ausbildung zum Gärtner im Garten- und Landschaftsbau entdeckt, erlernte in der Münchener Baumkletterschule die Seilklettertechnik und erhielt eine Zertifizierung als European Tree Worker und Baumkontrolleur, bevor er studierte. Heute ist der 30-Jährige Master of Science Urbanes Baum- und Waldmanagement, Bachelor of Science Arboristik sowie Fachagrarwirt für Baumpflege und Baumsanierung. Der als Gutachter tätige Schumacher lebt seinen Beruf. Auf unserem Gehölzseminar wird er u.a. zu den Themen Ökosystemleistungen von Bäumen, Bäume als Lebensraum sowie Grundlagen der Baum- und Gehölzpflege referieren, viele praktische Tipps geben und den Teilnehmenden Rede und Antwort stehen.

Hinweise zur Veranstaltung
WANN?
Samstag, 30. November 2019
Beginn 9:30 Uhr, Ende gegen 15:00 Uhr
WO?
Gebäude der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) Osterode, An der Leege 22
37520 Osterode

Die Veranstaltung ist kostenlos, Spenden sind erwünscht.

Stempelspaß im Harz! Sonderstempel „20 Jahre Nationalparkhaus Sankt Andreasberg“ der Harzer Wandernadel
Sankt Andreasberg. Noch bis zum Jahresende – Silvester 17 Uhr, um genau zu sein – hängt im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ein Stempelkasten der Harzer Wandernadel mit dem Sonderstempel zum 20jährigen Jubiläum des Nationalparkhauses, so Thomas Appel, der Leiter des Hauses.

Die Harzer Wandernadel ist ein echtes Erfolgsmodell für den Harz. Wenn es sie noch nicht geben würde, müsste man sie allein aus Gründen des Tourismusmarketings dringend erfinden! Bereits seit 2007 gibt es das System der Stempelstellen (Projektstart 2004). Als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme begonnen und vom Verein „Gesund älter werden im Harz“ betreut, wurde es ein Renner.

Ganz anders als der Vereinsname vermuten lässt, findet die Harzer Wandernadel positive Resonanz bei allen Altersgruppen. Von Familien mit kleinen Kindern bis hin zu wanderlustigen Senioren á la „Brocken-Benno“ gibt es eine äußerst breite Anhängerschaft dieser Stempelhefte bzw. der Idee, die dahinter steht. Nämlich den gesamten, ungemein vielfältigen Harz über einen längeren und individuell und flexibel zu gestaltenden Zeitraum wandernd zu erkunden, oder auch nur Teile davon.

Im gesamten Mittelgebirge im Herzen Deutschlands sind verteilt über die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen insgesamt 222 Stempelkästen aufgestellt. Dabei verpflichtet diese Schnapszahl keineswegs zum Trinken von Hochprozentigem. Andererseits ist der Genuss der diversen Harzer Likör-Spezialitäten beim Wandern auch nicht ausgeschlossen! Dazu gibt es den „Wanderpass“ zum Sammeln der Stempel und neben dem Standard-Heft auch spezielle Themenhefte wie „Goethe im Harz“ oder „Harzer Steiger“.

Die Harzer Wandernadel gibt es mit 8 Stempeln in Bronze, mit 16 in Silber und mit 24 in Gold. Wer 50 Stempel gesammelt hat, ist „Wanderkönig“, mit 150 gibt es den „Kaiserschuh“. „Harzer Wanderkaiser“ darf man sich erst nennen, wenn man alle 222 Stempel gesammelt hat, was tatsächlich eine beachtliche Leistung ist!

Hinzu kommen wechselnde Sonderstempel, die zu speziellen Anlässen nur für eine gewisse Zeit zu erhalten sind – wie der Sonderstempel zum 20jährigen Bestehen des Nationalparkhauses sankt Andreasberg.

Im gesamten Harz gibt es nur ein Nationalparkhaus, das vom NABU betrieben wird. Weil im niedersächsischen Teil des Harzes gelegen, ist das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg eine Kooperationseinrichtung des NABU Niedersachsen mit der länderübergreifenden Nationalparkverwaltung Harz. Selbstverständlich ist das Haus immer einen Besuch wert, zumal der Eintritt frei ist. Aber jetzt werden selbst „Stempeljäger“, die es eigentlich nur auf den speziellen Farbabdruck in ihrem Stempelheft abgesehen haben, auf dem Weg durch die Ausstellung zum Stempelkasten nicht übersehen können, dass es hier noch sehr viel mehr zu sehen und zu erfahren gibt.

Das gute alte Wandern liegt wieder voll im Trend. Auch wenn es häufig unter Bezeichnungen wie „Trekking“ oder „Outdoor-Aktivität“ daherkommt. Neu ist es jedoch nicht! Heinrich Heine gibt mit seiner „Harzreise“ von 1824 bereits einen detaillierten und mit vielen Versen und polit-kritischen Passagen geschmückten Bericht seiner Wanderung von Göttingen bis zum Brocken und weiter durch das Ilsetal zu Protokoll, der Eingang in die deutsche Literatur gefunden hat.

Vor mehr als hundert Jahren blühte bereits die Wandervogel-Bewegung auf, die die von ihr verfolgte Idee bereits im Namen trägt. Und nicht umsonst ist das deutsche Wort „Wanderlust“ schon lange Bestandteil der englischen Sprache geworden. Kommt also zum Wandern in den Harz! Holt euch den Sonderstempel im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ab! Versäumt dabei nicht, euch auch die Ausstellung anzusehen! Und sagt wie einst Heinrich Heine:

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die frommen Hütten stehen,
Wo die Brust sich frei erschließet,
Und die freien Lüfte wehen.

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die dunklen Tannen ragen,
Bäche rauschen, Vögel singen,
Und die stolzen Wolken jagen.

Lebet wohl, ihr glatten Säle!
Glatte Herren, glatte Frauen!
Auf die Berge will ich steigen,
Lachend auf euch niederschauen.

Wobei die „Tannen“ Fichten sind – noch heute bezeichnet die Harzer Umgangssprache so die Fichten.

Wer sich ein Herz fasst und das vielgestaltige, sagenumwobene und geschichtsträchtige Mittelgebirge im Herzen Deutschlands wandernd erkundet, wird fast zwangsläufig nicht nur wunderbare Aussichten genießen können, sondern auch immer wieder neue Perspektiven einnehmen müssen und so seinen Horizont erweitern – vielleicht sogar sich selbst dabei neu entdecken. Und das alles, ohne auf die andere Seite des Planeten fliegen zu müssen. Denn den Harz kann man auch umweltschonend mit der Eisenbahn erreichen, in Bad Harzburg beispielsweise bereits seit 1841 – 17 Jahre nach Heines Harzreise... A propos: Fahrkarte abstempeln ggf. nicht vergessen, sonst kann das weit mehr kosten als das Stempelheft und alle Wandernadeln zusammen ...

Buchneuerscheinung „Der Gummibock“ – Beobachtungen, Erlebnisse und Erfahrungen eines langen Jägerlebens
Gernrode. Der Autor Siegfried Stein wurde 1944 geboren und wuchs auf dem Halbspänner-Hof im kleinen Ort Ostharingen, Kreis Goslar, auf. Er macht das Abitur und absolviert ein Lehramtsstudium. Ab 1982 fungierte er als Rektor am Schulzentrum Goldene Aue in Goslar und später, bis zur Pensionierung, als Realschulrektor in Bad Harzburg. Heute lebt er in Liebenburg.

Seit Kindesbeinen unterwegs mit Jägern, berichtet der Verfasser aus seinem reichen Erfahrungsschatz vom Selbstverständnis der Jagd und dem Wandel, in der Begründung für das jagdliche Tun. Er lässt uns teilhaben an Erlebnissen mit oft humoristischen Begleitumständen. Mit Hund und Frettchen hilft er in benachbarten Revieren. Durch Einladungen und gegen Tausch von Abschüssen mit anderen Jägern kommen auch Reviere im In- und Ausland ins Blickfeld. Er selber versteht sich als Heger und Pfleger, der seit mehr als sechzig Jahren ununterbrochen im heimatlichen Revier tätig ist. Die Ankunft von Luchs, Wolf und Uhu sowie die Einstufung von Hirsch und Reh als Waldschädling bringen alte Ansichten ins Wanken, doch der Autor setzt sich auch damit auseinander. Er fragt: "Muss das Gewinnstreben allein alles bei der Jagd bestimmen?"

Ob die tägliche Fallenkontrolle, das Beschicken von Kirrungen, Anlegen von Wildäckern oder die Reviergestaltung mit der Neuanlage von Hegebüschen und Teichen, immer steht der Autor an vorderster Front. "Du musst darüber berichten!" meinte ein Freund, und so geschah es im vorliegenden Buch.

Gestaltet und herausgegeben hat dieses Buch mit farbigem Paperback-Einband der Verlag Sternal Media in Gernrode. Das Buch hat 196 Seiten und ist illustriert mit 57 Farbfotos. Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Das Buch ist ab sofort überall im Buchhandel unter ISBN 978-3-7494-8613-7 für 16,99 Euro zu erwerben oder zu bestellen, als kostet es E-Book für 7,99 Euro. Online-Bestellungen können bei Amazon oder über die Verlagsseite >>> vorgenommen werden.
https://www.bod.de/buchshop/der-gummibock-siegfried-stein-9783749486137

Fotoausstellung HarzNATUR 2019 wandert nach Ilsenburg Naturmotive sind ab dem 26.11.2019 im Nationalparkhaus in Ilsenburg zu sehen
Die Nationalpark-Ausstellung HarzNATUR 2019 zeigt die schönsten Motive des beliebten Fotowettbewerbs aus dem Nationalpark Harz. Geheimnisvolle Waldbilder, schroffe Felsen, rauschende Bäche und jahreszeitliche Farbenpracht wurden dabei ebenso in Szene gesetzt wie eine Vielzahl spannender und zum Teil seltener Tier- und Pflanzenarten. In den Fokus nahmen die Fotografen beim Wettbewerb 2019 auch den Waldwandel im Nationalpark Harz. 55 Naturmotive, darunter auch die Gewinnerfotos des Wettbewerbs, sind vom 26. November 2019 bis zum 9. Februar 2020 im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg zu sehen.

Der Nationalpark Harz hat 2019 zusammen mit der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH aus Herzberg zum sechsten Mal einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Aus über 1000 eingereichten Fotos wählte die Jury die ausgestellten Motive aus. Die Sonderausstellung ist dienstags bis sonntags von 8:30 – 16:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Noch in geringen Mengen erhältlich ist im Nationalparkhaus auch der Nationalpark-Kalender 2020, für den 14 Wettbewerbsfotos ausgewählt worden. Er ist zum Preis von 14,95 € auch in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen erhältlich. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen zu 100 % dem Luchsprojekt Harz (www.luchsprojekt-harz.de) zugute, denn der Kalender wird der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH zur Verfügung gestellt. Bestellt werden kann der Kalender auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.



Der Nationalpark Harz und die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH Herzberg kooperieren seit 2010 im Zusammenhang mit dem Fotowettbewerb und dem Kalender „HarzNATUR“. Für die Jungfer Druckerei ist die Vermeidung von Emissionen und die Verbesserung der Effizienz ihrer Maschinen wesentlicher Bestandteil ihres umweltfreundlichen Betriebskonzeptes. Ihr Einsatz für das Luchsprojekt ist Ausdruck ihrer Verbundenheit mit der Harzregion und ihrer vielfältigen Natur.
http://www.nationalpark-harz.de

„Wege- und Grabenränder pflegen – was soll beachtet werden?“
Landvolk Braunschweiger Land, Jägerschaft Goslar/Seesen und Arbeitsgemeinschaft der Goslarer Umweltverbände

Sehr geehrte Damen und Herren,

für Montag, 25. November 2019 ab 18:00 Uhr laden wir Sie zum genannten Thema in den

Astfelder Hof (Athen), Goslarsche Str. 50 in Langelsheim OT Astfeld ein.

Es erwartet Sie ein spannendes Programm zum Thema „Wie kann mehr Artenvielfalt in landwirtschaftliche Flächen kommen?“ Denn Wege- und Grabenränder können einen großen Beitrag dazu leisten.

Eine Einführung in das Thema gibt der Kreislandwirt Jürgen Hirschfeld. Die Moderation wird der Landwirt Dr. Gunnar Breustedt, übernehmen, der auch Vertreter der Jägerschaft ist.

Impulsvorträge halten Marcus Polaschegg, Dr. Norbert Röder und Sinja Zieger, siehe Anlage.

Die im Landkreis Goslar sowie den Städten und Gemeinden zuständigen Mitarbeiter sind ebenfalls herzlich eingeladen, natürlich ebenso die Mitglieder der Natur- und Umweltschutzvereine und –verbände und Mitarbeiter von Kommunen und Verbänden außerhalb des Landkreises.

Neben Christian Scherb, Dr. Friedhart Knolle und Dr. Katrin Klinge haben noch einige weitere Meinungsträger zugesagt. Es wird sicherlich eine sehr interessante und informative Veranstaltung.

Weitere öffentliche Pflanzung in Ilsenburg am Samstag 23.11.2019 – mehr Artenvielfalt in den Nationalparkwald mit dem Harz-Gebirgslauf
Aufgrund der aktuellen Pflanzzeit gibt es in dieser Woche eine weitere öffentliche Baumpflanzung bei Ilsenburg im Nationalpark Harz.

Der Harz-Gebirgslaufverein wird am kommenden Sonnabend, 23. November, sein Versprechen einlösen und im Rahmen der Aktion „10.000 Bäume für den Wald“ nach der erfolgreichen ersten P?anzaktion im Vorjahr die nächsten 3333 Bäume im Nationalpark Harz an seiner Laufroute in den Boden bringen.

„Wie im letzten Jahr wird dies im Bereich des Ilsetals erfolgen“, so Dietmar Ristau, Marketingchef des Harz-Gebirgslaufvereins. Jeder, der diese Aktion des Vereins unterstützen will, ist herzlich willkommen. Treff ist um 10 Uhr in Ilsenburg am Nationalparkhaus Ilsetal. Von dort wird mit dem zuständigen Nationalpark-Förster in den Wald gefahren, wo die Bäume gep?anzt werden. Bei Frost oder Schnee wird die Aktion verschoben.

Gepflanzt werden Rotbuchen, Bergahorne und Mischlaubhölzer entsprechend der ursprünglichen Mischwaldgesellschaften bei Ilsenburg. Bitte eigene Handschuhe mitbringen!

Rettet den Weihnachtsbaumm ... - Klein, aber fein in Benzingerode
Auch in diesem Jahr haben sich die Benzingeröder Vereine, FFW, Kirche, der Förderverein der Kita und viele weitere Helfer wieder zusammen getan um das 6. Mal in Folge den „Weihnachtsbaum“ zu retten…...
Der Baum wird in diesem Jahr von der Familie Bauer-Borchmann gesponsert, die Freiwillige Feuerwehr übernimmt das Schlagen und Aufstellen.
Die Kinder der Kita „Am Schäferteich“ bemalen den Baumschmuck, welcher von Lutz Erxleben bereits vorbereitet wurde.
Die Kinder des Ortes schmücken damit am Morgen des 29.11.2019 den Weihnachtsbaum.
Um 16.15 Uhr werden die Kinder des Ortes mit dem Spielmannszug der Schützengesellschaft einen Laternenumzug durchs Dorf veranstalten. Sie werden dann vom Ortsbürgermeister Detlef Trolldenier am beleuchteten Baum begrüßt und singen dort ein Weihnachtslied.
Anschließend wird in der Kirche von Pfarrer Oliver Meißner eine kleine Andacht gehalten. Die Chorgemeinschaft wird mit einem kleinen Weihnachtsprogramm auf die Adventszeit einstimmen.
Auch die „Kleine Blechmusike“ aus Hüttenrode umrahmt wieder das Geschehen musikalisch.
Freuen können sich die Kleinen auf viele Überraschungen: Einen Wunschzettelstand, eine Märchentante und wieder eine Bastelecke. Der Weihnachtsmann wurde bestellt, hoffen wir mal, dass er auch Zeit für die Benzingeröder Kinder hat?
Ein Basar mit allerhand Weihnachtlichem wird es geben.
Für das leibliche Wohl für Groß und Klein ist wie immer gesorgt
Nach dem Erfolg der letzten 5 Jahre hoffen die Organisatoren, nun auch in diesem Jahr viele Besucher in und um Benscheros schöner Kirche begrüßen zu dürfen.

Eins steht fest – da sind sich alle einig – einen Besuch wird es allemal Wert sein.
Auf gutes Gelingen im Namen aller Organisatoren.

Riesiges Chemikalienlager in Bad Harzburg soll weiter vergrößert werden – über 22.000 Tonnen giftige Stoffe und Gemische in der Kurstadt
Bereits 2016 machte der Bau eines riesigen Chemikalienlagers in der Stadt Bad Harzburg Furore und die GZ hat mehrfach darüber berichtet. Ohne Umweltverträglichkeitsprüfung wurde das Projekt vom Gewerbeaufsichtsamt genehmigt, obwohl sich in der Nähe des Lagers Erdfälle befinden, d.h. der Untergrund gehört dort nicht zu den stabilsten Baugründen im Landkreis Goslar.

Die Firma PLG mbH aus Baddeckenstedt, die das Lager betreibt, hat nunmehr die wesentliche Vergrößerung des Lagers in der Kurstadt Bad Harzburg beantragt. Gelagert werden gefährliche Pflanzenschutzmittel und andere Chemikalien. Die neue Gesamtlagerkapazität zukünftig 22.764 t betragen. Lagergrundstück ist Bad Harzburg, Gödeckekamp 7, Gemarkung Harlingerode, Flur 23, Flurstück 29/6. Dort sollen die Stoffe gelagert, umgeschlagen und kommissioniert werden. Für die Erweiterung soll eine neue Halle mit drei neuen Lagerabschnitten errichtet werden.

Unter Einhaltung der Lagerkapazität von 22.764 t für gewässergefährdende Stoffe soll

die Lagerkapazität von toxischen Stoffen oder Gemischen bestimmter Gefahrenkategorien von 199 t auf 1.000 t erhöht werden,
die Lagerkapazität von akut toxischen Stoffen oder Gemischen der Kategorie 1 oder 2 innerhalb der Lagerkapazität von 1.000 t von bisher unter 20 t auf 200 t erhöht werden und
die Lagerung oxidierender Flüssigkeiten oder oxidierender Feststoffe mit einer Lagerkapazität von 320 t neu hinzukommen.
Mit dem Betrieb der Anlage soll im Juli 2020 begonnen werden.

Die Antragsunterlagen liegen nur noch bis zum kommenden Montag 18.11.2019 bei den folgenden Stellen zu den angegebenen Zeiten zur Einsichtnahme öffentlich aus:

Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig, Ludwig-Winter-Straße 2, 38120 Braunschweig, letzte Einsichtmöglichkeit: Montag 8 bis 15.30 Uhr
Stadt Bad Harzburg, Servicebüro, Forstwiese 5, 38667 Bad Harzburg, letzte Einsichtmöglichkeit: Montag 7 bis 17 Uhr.
Einwendungen gegen das Vorhaben können bis zum 2.12.2019 schriftlich oder elektronisch bei den genannten Auslegungsstellen erhoben werden. Mit Ablauf der Einwendungsfrist sind für das Genehmigungsverfahren alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen.

Wem es am kommenden Montag nicht möglich ist, Einsicht zu nehmen, stellt der BUND die Unterlagen gern zur Verfügung.

Buchneuerscheinung „Thüringen – Burgen, Schlösser und Wehrbauten“, Band 2
Gernrode. Thüringen ist europaweit dafür bekannt, dass es von der Frühgeschichte über das Mittelalter bis in die Neuzeit eine bewegte Geschichte aufzuweisen hat. In Folge dessen gilt es als eines der Bundesländer mit einer besonders großen Kulturdichte, die etwa 80.000 historische Baudenkmäler umfasst. Besonders mit zahlreichen Burgen, Schlössern und Wehrbauten ist der Freistaat gesegnet. Ein persönlicher Besuch dieser historischen Anlagen ist äußerst lohnenswert. Bereits der Dichterfürst Goethe soll gesagt haben: "Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen."



Dieser Erkenntnis ist der Autor Dr. Lothar Groß gefolgt, in dem er alle aufgeführten Objekte selbst besichtigt hat. Im Ergebnis dessen entwickelte er mit dem erfahrenen Burgenautor Bernd Sternal eine Buchserie, die sich an historisch interessierte Leser, Wanderer und Touristen wendet. Ihnen liefern die Autoren eine Vielzahl von Informationen über hunderte Burgen, Schlösser und Wehrbauten in Thüringen:



- detaillierte Lage, Adresse, GPS-Daten, Anfahrt, öffentliche Verkehrsanbindungen, Fußwege

- bauliche Beschreibung der Objekte aus Vergangenheit und Gegenwart

- wissenswerte Informationen, Nutzung und Gastronomie

- detaillierte Geschichtsdaten

- historische und aktuelle Fotos, Skizzen, Zeichnungen und Grundrisse.



Die Serie unterscheidet sich in ihrer Form wesentlich von bereits erschienenen Büchern dieser Art, denn sie liefert den Lesern und Leserinnen eine komprimierte Übersicht ohne längere Textpassagen. Die Inhalte basieren dabei auf der Auswertung historischer Quellen und zahlreicher bibliographischer Werke, intensiven Recherchen und dem Internet.



Der hier vorliegende zweite Band stellt detailliert bis heute vorhandene Burgen, Schlösser und Wehrbauten in Text und Bild vor, soweit noch Baulichkeiten von ihnen auffindbar sind. Darüber hinaus werden auch Objekte vorgestellt, die sich auf dem Gelände ehemaliger Burganlagen befinden.



Die großartigen Wehr- und Residenzbauten, wenn auch teilweise nur noch Ruinen, wurden von Menschen erbaut, deren außergewöhnliche Leistungen bis heute nur ansatzweise gewürdigt werden. Diese Buchreihe soll einen Beitrag dazu leisten, dass eine große Anzahl dieser historischen Objekte nicht dem Vergessen preisgegeben werden.



Gestaltet und herausgegeben hat dieses Buch mit farbigem Paperback-Einband der Verlag Sternal Media in Gernrode. Das Buch hat 202 Seiten, ist illustriert mit 147 schwarz-weiß und 103 Farbabbildungen, Fotos, Grundrissen, Rekonstruktionszeichnungen und Stichen. Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Das Buch ist ab sofort überall im Buchhandel unter ISBN 978-3-7504-0372-7 für 19,80 Euro zu erwerben oder zu bestellen. Demnächst erscheint zudem ein E-Book für 8,99 Euro. Online-Bestellungen können bei Amazon oder über die Verlagsseite vorgenommen werden.

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=Bernd+Sternal++Th%C3%BCringen+-+Burgen%2C+Schl%C3%B6sser+und+wehrbauten

13.11.2019: Insekten im Sinkflug – Vortrag von Andreas Marten im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Braunlage - Sankt Andreasberg. Am kommenden Mittwoch, dem 13. November um 19 Uhr wird der Biologe Andreas Marten im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg einen Vortrag zum aktuell viel diskutierten Rückgang der heimischen Insekten halten. Dabei wird er einen Überblick der aktuellen Forschungsergebnisse geben und über mögliche Ursachen des Insektenrückgangs und die Folgen für das Ökosystem sowie für uns Menschen informieren. Es werden aber auch Handlungsempfehlungen aufgezeigt, mit denen jeder Einzelne einen Beitrag für eine vielfältige Umwelt und damit zum Schutz der Insektenlebensräume leisten kann.

Der Vortrag dauert maximal 1,5 Stunden. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben, so Thomas Appel, der Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg.
http://www.nationalpark-harz.de

BUND/NABU Goslar zum Landtagsbesuch – öffentliche Petitionsübergabe gegen die Erweiterung der Diabas- und Gabbro-Großsteinbrüche bei Bad Harzburg - Landtagspräsidentin und Abgeordnete nehmen offiziell Landtagspetition entgegen
Bad Harzburg – Hannover. Zur offiziellen Übergabe der Petition gegen die Erweiterungspläne des Diabas-Steinbruchs Huneberg und des Gabbro-Steinbruchs Bärenstein an der B 4 oberhalb von Bad Harzburg und die dafür geplante Entlassung von Gebieten aus Trinkwasservorrang- und Schutzgebieten an den Niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies und die Goslarer Landtagsabgeordneten Dr. Alexander Saipa, Petra Emmerich-Kopatsch sowie Julia Hamburg reiste eine Delegation von Vertretern des BUND und des NABU Goslar jüngst nach Hannover. Am Rande einer Plenarsitzung wollten die Umweltschützer neben der Überreichung mit Umweltminister und Abgeordneten im Landtag ins Gespräch kommen und ihr Anliegen näher erläutern. Ermutigt zu diesem Besuch wurden die Naturschützer durch den Grünen Abgeordneten Dragos Pancescu, der sich bereits bei einem Ortsbesuch in Bad Harzburg persönlich ein Bild von der Situation gemacht hatte.

Auf die erfolgte Einladung zu dem Treffen aus dem Abgeordnetenbüro Pancescu gab es zunächst eine mündliche Zusage des Umweltministers und der Abgeordneten Hamburg und Emmerich-Kopatsch. Dr. Saipa verwies auf seine regionale Nichtzuständigkeit. Bedauerlicherweise und zum Erstaunen der zum Gespräch erschienenen Abgeordneten Hamburg und Pancescu musste Herr Minister Lies seine Zusage aus terminlichen Gründen kurzfristig revidieren.

Die Landtagseingabe mit Unterlagen zu den Erweiterungsplänen und zugehörigen Gutachten konnte dann allerdings erfreulicherweise an die Präsidentin des Niedersächsischen Landtages Gabriele Andretta, die sich spontan dazu bereit erklärte, sowie an die Abgeordneten der Grünen Landtagsfraktion Julia Hamburg und Dragos Pancescu überreicht werden. Landtagspräsidentin Andretta bedankte sich für das Engagement und sagte eine sorgfältige Prüfung des Anliegens durch die Landesregierung und die Mitglieder des Petitionsausschusses zu.

Auf Unverständnis der Petenten stieß dann allerdings die Tatsache, dass während des Besuchs im Landtag der Umweltminister in der Cafeteria des Landtages saß, obwohl er sich aus Termingründen entschuldigt hatte. Nachvollziehbar erschien den Umweltschützern dies überhaupt nicht, hatte Minister Lies doch bei der Informationsveranstaltung in Harlingerode zu den Luftemissionen der ansässigen Recyclingbetriebe am 6.6.2019 noch dafür geworben, Vertrauen in Politik und Behörden zu haben. Eine vertrauensbildende Maßnahme stellen sich die Vertreter von BUND und NABU allerdings anders vor. Nur am Rande sei erwähnt, dass auch Dr. Saipa zum Gesprächszeitpunkt an der Petitionsübergabe gruß- und wortlos vorbeilief.

Ein Umweltminister, der keine Zeit für den Trinkwasserschutz und den Umweltschutz erübrigen kann und Landtagsvertreter, die an diesem Thema offensichtlich gar kein Interesse haben... Welches Signal sendet das aus?

Bei der Präsidentin des Landtags Andretta und den anwesenden Abgeordneten Hamburg und Pancescu bedanken wir uns.

Seit dieser Woche wird wieder gepflanzt – mehr Artenvielfalt in den Nationalparkwald
Wernigerode – Braunlage. Gestartet war die diesjährige herbstliche Pflanzsaison bereits Anfang Oktober mit Freiwilligeneinsätzen, die die Waldentwicklung im Nationalpark Harz unterstützen wollten.

Nun geht es richtig los. Solange das Wetter „offen“ ist, also der Winter Zurückhaltung übt, wird jeder Tag genutzt, junge Laubbäume in die Erde zu bringen.

In diesem Jahr werden neben der Rotbuche auch vermehrt andere, schnellwachsende Laubbäume gepflanzt. Damit wird erreicht, dass die Borkenkäferflächen in den Randbereichen des Nationalparks Harz schneller grün werden und für die Schattbaumart Buche ein Schutz gegen die extremen Verhältnsse von Freiflächen entsteht.

Nachdem in den vergangenen 10 Jahren 4,3 Millionen Laubbäume gepflanzt wurden, werden es 2019 insgesamt 400.000 Stück werden.

Neben Rotbuche werden auch Ebereschen, Moorbirken, Bergahorne, Feldahorne, Weiden, Roterlen und punktuell auch Sommerlinden gepflanzt.

Die Initialpflanzungen erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone. In den Hochlagen ab etwa 750 m, wo natürlicherweise die Fichte zu Hause ist, werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt – hier in der Kernzone führt die Natur selbst und erfolgreich Regie.

Wer jetzt aufmerksam durch die Nationalparkwälder geht, kann durch die intensive Laubfärbung erkennen, wo bereits überall kleine Buchen gepflanzt wurden. Die Pflanzungen haben die trockene und heiße Witterung insgesamt gut überstanden. Aufgrund der noch nicht tiefreichenden Wurzeln konnten sie von den einzelnen Regenschauern durchaus profitieren.

Auch weitere Pflanzungen mit Schulen und anderen Partnern werden in diesem Jahr noch durchgeführt – so mit dem Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode, der Deutschen Bank und dem Harz-Gebirgslauf 1978 e.V.

Eine Besonderheit wird die öffentliche Pflanzung am Ottoweg bei Schierke sein. Die Teilnahme ist für alle Interessierten möglich. Treffpunkt ist am 16.11.2019 um 9 Uhr an der Jugendherberge Schierke. Gepflanzt werden Rotbuchen, Bergahorne und Mischlaubhölzer entsprechend der ursprünglichen Mischwaldgesellschaften am Ottoweg. Bitte eigene Handschuhe und ca. 4 Stunden Zeit mitbringen!
http://www.nationalpark-harz.de

BUND informiert und wirbt für sich und seine Projekte in der Goslarer Fußgängerzone noch bis zum 9. November 2019
Goslar. In dieser Woche informiert ein Team des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) in der Goslarer Innenstadt über den gemeinnützigen Verein und seine Projekte.

Der Goslarer BUND-Vorsitzende Dr. Friedhart Knolle, wünscht sich: „Es mögen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Arbeit des BUND kennen lernen und das Angebot nutzen, die wertvolle Arbeit zu unterstützen. Besonders freuen wir uns über Menschen – ganz gleich ob jung oder alt – die sich ehrenamtlich engagieren wollen und natürlich über neue Mitglieder, welche unsere umweltpolitische und gemeinnützige Arbeit mit ihrer Stimme und einem frei zu wählenden finanziellen Beitrag unterstützen. Der BUND ist ein Mitgliederverband und je stärker unsere Gemeinschaft ist, desto mehr erreichen wir natürlich für Umwelt und Natur. Das berufliche Team ist direkt vom Verband und informiert Sie gerne über die bestehenden Möglichkeiten zur Mithilfe. Wir freuen uns auf Sie!“

Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland e.V. (BUND) ist ein gemeinnütziger Verband, der sich seit über dreißig Jahren vielfältigen Natur- und Umweltschutzthemen widmet. Dabei wirkt er überwiegend lokal und regional und ist zusätzlich im weltweiten Umweltschutznetzwerk Friends of the Earth International organisiert.

Nach § 63 des Bundesnaturschutzgesetzes ist der BUND als Umweltverband anerkannt und wird bei Eingriffen in den Naturhaushalt angehört. Dabei arbeitet er wirtschaftlich, parteipolitisch und konfessionell unabhängig.

Derzeit wird der BUND gemeinsam mit der BUNDjugend von über 600.000 Menschen unterstützt. Die Mitglieder sind in einem flächendeckenden Netz von über 2.000 Kreis- und Ortsgruppen sowie Kinder- und Jugendgruppen organisiert.

Der BUND will die natürliche Schönheit und Vielfalt unserer Heimat bewahren. Dabei verstehen wir uns als Anwalt für Natur, Landschaft und Mensch. Unser Ziel ist es, die natürlichen Lebensgrundlagen für Mensch, Tiere und Pflanzen zu erhalten.
https://www.bund-westharz.de/

Einladung zu einem öffentlichen Rundgang über den Goslarer Friedhof Hildesheimer Straße am Freitag, 15. November 2019 um 15 Uhr – Wiederholung wegen großer Nachfrage
Unsere Friedhöfe verraten viel über den Umgang mit der Geschichte und Kultur einer Stadt oder Gemeinde. Der Friedhof Hildesheimer Straße in Goslar mit seiner historischen Parkanlange vermittelt hierbei ein besonders interessantes Geschichtsbewusstsein. Grabanlagen und Mausoleen dokumentieren die gesellschaftliche Stellung der Verstorbenen.



Das Nebeneinander von Tätern und Opfern der NS-Gewaltherrschaft, u.a. Zwangsarbeiter, macht diesen Friedhof zu einem besonderen Ort der Erinnerung, der Mahnung und des Gedenkens.



Aufgrund des großen Interesses wiederholt der Verein Spurensuche Harzregion e.V. den etwa zweistündigen Rundgang über den Friedhof Hildesheimer Straße. Die beiden Vereinsmitglieder Erika Hauff-Cramer und Oliver Turk werden über die Struktur des Friedhofs informieren und Geschichte(n) zu einigen ausgewählten Grabstätten erzählen. Zu diesem Rundgang, auf dem das lokale Wissen und Gewissen um das Kapitel des NS-Geschehens in Goslar bereichert werden kann, laden wir Sie herzlich ein.

Der Rundgang beginnt am Freitag, 15. November 2019 um 15 Uhr am Haupteingang des Friedhofs an der Von-Garßen-Straße (gegenüber Harz Energie). Die Teilnahme ist kostenfrei, zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!
http://www.spurensuche-harzregion.de/

Neue Fußgängerbrücke am ehemaligen Forsthaus Schluft im Siebertal
Derzeit finden Brückenbauarbeiten im Nationalpark Harz nahe dem ehemaligen Forsthaus Schluft im Siebertal statt. Die alte, in Steinbauweise errichtete Fußgängerbrücke über die Sieber ist nicht mehr standsicher und wird durch einen Neubau aus Holz ersetzt. Um die Sieber trotz der Bauarbeiten weiter trockenen Fußes überqueren zu können, wurde für die Zeit der Bauarbeiten eine Behelfsbrücke gebaut. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum 8.11.2019. Der Brückenbau wird von der Firma Rosenow durchgeführt und wurde durch den Nationalpark-Forstwirt Christian Hecht im Rahmen seiner Meisterprüfung geplant.

Verkehrssicherung B 242/L 519 zwischen Oderteich und Sonnenberg

Die Nationalparkverwaltung Harz fällt in den kommenden Wochen trockene Bäume im Verlauf der B 242 zwischen dem Oderteich und Sonnenberg sowie an der Landstraße 519 zwischen Sonnenberg und St. Andreasberg. Durch die Forstwirte der Nationalpark-Revierförsterei Rehberg werden geschädigte und trockene Bäume entlang der Landstraße beseitigt, die den Straßenverkehr gefährden. Die Trockenheit und der Borkenkäferbefall in den alten Fichten vermindern die Standsicherheit der Bäume. Eine Ampelanlage unterbricht bei Fällungen im Gefährdungsbereich der Straße den Verkehrsfluss beiderseits für maximal fünf Minuten. Verkehrsteilnehmer und Pendler mögen bitte entsprechend kurze Verzögerungen an der Ampel einplanen. Die Baumfällarbeiten dauern noch bis voraussichtlich 15.11.2019.
http://www.nationalpark-harz.de

Höreule und Co. verabschieden sich
In der kommenden Woche schicken wir unsere Natur-Erlebnispfade in den Winterschlaf. Die Stationen des Löwenzahn-Entdeckerpfad bei Drei Annen Hohne, des Naturmythenpfads bei Braunlage und des Märchenpfades "Weißes Reh" von Schierke zum Brocken werden in den nächsten Tagen abgebaut.

Wie wäre es stattdessen mit einem Besuch in unseren Nationalparkhäusern und Besucherzentren? Alle im Überblick gibt es hier: www.nationalpark-harz.de/de/besucherzentren.
https://www.nationalpark-harz.de/de/besucherzentren/

Klimawandel – was kommt da noch auf uns zu? Vortrag von Dr. Friedhart Knolle am 5. November 2019 ab 19 Uhr im „Museum im Ritterhaus“ (Rollberg) in Osterode
Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Industriegesellschaft – darin sind sich die meisten Forscher und Verantwortlichen einig. Doch was bedeutet das konkret und auf den Harz bezogen? In einem rund einstündigen Bildvortrag beleuchtet Nationalpark-Pressesprecher Dr. Friedhart Knolle am 5. November 2019 ab 19 Uhr im „Museum im Ritterhaus“ in Osterode am Harz (Rollberg 32) Fakten, Hintergründe und Zukunftsperspektiven des Themas am Beispiel unseres Mittelgebirges.

Bereits vor vielen Jahren wurde im Rahmen der forstlichen und Nationalpark-Borkenkäferdiskussionen angemerkt, dass auch im Harz die Zahl der Tropentage, d.h. der Tage mit einem Maximum der Lufttemperatur von über 30 °C, zunimmt. 2003 war es dann auf dem Brocken so warm wie noch nie. Die Wetterstation Brocken meldete am 12.8.2003 eine Maximaltemperatur von 28,2 °C – damit wurde die aus dem Jahr 1992 stammende Rekordtemperatur eingestellt. An drei Tagen hintereinander wurde die 25 °C-Marke überschritten – das hatte es auf dem Brocken nie zuvor gegeben. Der DWD nannte es das „Superjahr 2003“. Am 20.7.2006 überschritt die Temperatur auf dem Brocken erneut die Marke von 28 °C. Insgesamt war der Juli 2006 der heißeste seit Menschengedenken registrierte Juli im Harz.

Und so ging es weiter – mit weiteren Temperaturrekorden, vermehrten Hochwässern, einer verstärkten Borkenkäferaktivität, sinkenden Grundwasserspiegeln im Harzvorland und kritisch leeren Talsperren im Harz. Es wird offensichtlich, dass wir nicht aufmerksam genug auf die Klimaforscher gehört haben. Denn mittlerweile sprechen viele Forscher nicht mehr von Klimawandel, sondern von einer Klimakrise.

Der Vortrag findet statt als Veranstaltung des Heimat- und Geschichtsvereins Osterode, Gäste sind willkommen.
http://www.nationalpark-harz.de

Instandsetzung von Wanderwegen am Brocken abgeschlossen – Alte Bobbahn und Kabelgrabenweg zeigen sich seit einigen Tagen in neuem Outfit
Schierke. Starkregen 2017, Schneeschmelze und der eine oder andere Gewitterregen haben den Wanderwegen im Nationalpark Harz immer wieder zugesetzt. Nach häufig durchgeführten Sicherungsmaßnahmen konnten in diesem Sommer zwei sehr stark frequentierte Wanderwege zum Brocken, die Alte Bobbahn und der Kabelgrabenweg, grundhaft instand gesetzt werden. Dabei wurden die örtlich anstehenden Granitblöcke in die Gestaltung einbezogen. Besonders viel Sorgfalt wurde durch die bauausführende Firma aus Gernrode auf die Wasserführung an diesen Wegen verwendet. Aufgrund des starken Gefälles war es immer wieder zu starken Auswaschungen gekommen.

Nun kann von diesen Wegen aus auch die Waldentwicklung in den Wäldern um den Brocken hautnah beobachtet werden. Dank der großzügigen Mittelbereitstellung aus dem Fonds des Vermögens der Partei- und Massenorganisationen der ehemaligen DDR konnten diese Maßnahmen umgesetzt werden – im Interesse der vielen Besucher und Besucherinnen des Nationalparks Harz.
http://www.nationalpark-harz.de

Neue Ausstellung und verbessertes Besucherlenkungssystem auf dem Brocken eröffnet – Natura 2000-Lebensräume und störungsempfindliche Arten werden besser geschützt
Brocken. Das höchstgelegene Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus bietet seit diesem Wochenende einen neuen Ausstellungsteil, der mit einer Fülle von Darstellungen, Informationen und Effekten auf 170 qm die Besucher des Brockens noch besser informieren und für störungsempfindliche Arten und Lebensräume im Nationalpark Harz sensibilisieren soll. Im Fokus der neuen Ausstellung steht das Erleben und Verstehen. Sie bietet auch Informationen zu den Themen Natura 2000, Waldentwicklung oder Massentourismus auf dem Brocken und wird im Gelände ergänzt durch die Installation eines neuen Beschilderungssystems zur Besucherinformation und -lenkung auf der Brockenkuppe.

Grußworte zur feierlichen Eröffnung der neuen Nationalpark-Ausstellung und des neuen Besucherlenkungssystems richteten Klaus Rehda, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt und Andreas Pusch, Leiter Nationalparkverwaltung Harz, an die zahlreichen Gäste.

Neue Ausstellung und verbessertes Besucherlenkungssystem auf dem Brocken eröffnet – Natura 2000-Lebensräume und störungsempfindliche Arten werden besser geschützt
Brocken. Das höchstgelegene Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus bietet seit diesem Wochenende einen neuen Ausstellungsteil, der mit einer Fülle von Darstellungen, Informationen und Effekten auf 170 qm die Besucher des Brockens noch besser informieren und für störungsempfindliche Arten und Lebensräume im Nationalpark Harz sensibilisieren soll. Im Fokus der neuen Ausstellung steht das Erleben und Verstehen. Sie bietet auch Informationen zu den Themen Natura 2000, Waldentwicklung oder Massentourismus auf dem Brocken und wird im Gelände ergänzt durch die Installation eines neuen Beschilderungssystems zur Besucherinformation und -lenkung auf der Brockenkuppe.

Grußworte zur feierlichen Eröffnung der neuen Nationalpark-Ausstellung und des neuen Besucherlenkungssystems richteten Klaus Rehda, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt und Andreas Pusch, Leiter Nationalparkverwaltung Harz, an die zahlreichen Gäste.
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Vom Todesstreifen zur Lebenslinie – Grenzgeschichte und 30 Jahre Grünes Band: Veranstaltung des BUND in Kooperation mit dem Landkreis Göttingen und der Stadt Duderstadt am 7. November 2019, 19 Uhr, Rathaus Duderstadt
Duderstadt - Göttingen. Am Donnerstag, den 7. November 2019 um 19 Uhr findet im Saal des Duderstädter Rathauses eine Veranstaltung zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung statt. Im Mittelpunkt des Abends steht die Bildershow von Dr. Reiner Cornelius, dem Autor der Grünen Band-Buchreihe „Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND).

Reiner Cornelius nimmt seine Zuhörer mit auf eine Reise entlang des Grünen Bandes von Vacha an der Werra bis Duderstadt. Er geht auf die Grenzgeschichte und die Entwicklung des Grünen Bandes ein, zeigt Bilder von den Naturschätzen und kulturellen Highlights. Und er berichtet von den Erlebnismöglichkeiten, die das Grüne Band Eichsfeld-Werrabergland Wanderern und Spaziergängern bietet.

Aber der Referent hält keine Sonntagsrede. Gerade im Jubiläumsjahr benennt er auch die regionalen Lücken im Grünen Band, die mittlerweile auch für zunehmende Erinnerungslücken stehen. Dabei sollte uns jeder Abschnitt des ehemaligen Grenzstreifens an bitteres Leid und Missachtung erinnern. Das Grüne Band bietet

sich hierbei als Zeitzeuge an, der nicht ergraut, sondern uns vital an unsere innerdeutsche Geschichte erinnern kann. Gerade dort, wo früher verordnetes Einheitsdenken begann, kann sich heute ein artenreicher Naturraum entwickeln, der uns zum freien Wandern durch Natur und Geschichte einlädt. Damit gebührt auch in dieser Hinsicht allen Bestrebungen zur Ausweisung des Grünen Bandes als Nationales Naturmonument ein hoher Stellenwert. Der Referent wird auch hierzu auf aktuelle Entwicklungen eingehen.

Referent: Dr. habil. Reiner Cornelius, BUND Hessen und Beauftragter des Grünen Band-Projektbüros Nürnberg

Veranstaltungsort: Ratssaal im Historischen Rathaus Duderstadt, Marktstraße 66, 37115 Duderstadt

Initiator der Veranstaltung: BUND-Kreisgruppe Göttingen

Anl. Bildmontage „Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ des BUND frei zur Veröffentlichung mit dieser Einladung.

Herausgeber, Kontakt & Rückfragen: BUND Göttingen, Geiststraße 2, 37073 Göttingen, Tel. 0551/56 156, mail@bund-goettingen.de

Buchneuerscheinung „Gernrode/Harz und die Zeit als Jungmädelstadt“
Gernrode. Im Jahr 1830 setzte sich in dem kleinen Harzstädtchen Gernrode eine Entwicklung fort, die bereits mit der Gründung des Damenstifts St. Cyriakus 963 begonnen hatte. Dem Zeitgeist entsprechend entstanden Töchterbildungspensionate, deren Aufgabe es war, junge Damen aus wohlhabendem Hause zu erziehen, zu bilden und sie somit auf die Ehe und den Beruf vorzubereiten. Diese Entwicklung dauerte hundert Jahre an, bis zum Machtantritt der Nationalsozialisten. Die Ausbildung wurde immer wieder modernisiert und angepasst. In Spitzenzeiten gab es in Gernrode etwa 20 solcher Töchterpensionate, die über 400 junge Mädchen beherbergten und ausbildeten. Gernrode wurde dadurch als „Jungmädelstadt“ weit über die Grenzen des Harzes hinaus bekannt. Die jungen Damen kamen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus vielen anderen Ländern.

In diesem neuen Buch hat Bernd Sternal das Thema aufgearbeitet. Es wird durch viele zeitgenössische Fotos, Dokumente und Berichte anschaulich gemacht – so wurde der aktuelle Stand dieser ehemaligen Pensionatsgebäude dokumentiert.

Gestaltet und herausgegeben hat dieses Buch mit farbigem Paperback-Einband der Verlag Sternal Media in Gernrode. Das Buch im Format 150 x 210 mm hat 104 Seiten und ist mit 106 zeitgenössischen Fotos, Absichtskarten und Dokumenten in Schwarz-Weiß sowie 18 Farbfotos ausgestattet. Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Das Buch ist ab sofort überall im Buchhandel unter ISBN 978-3-7504-0443-4 für 16,99 Euro zu erwerben oder zu bestellen. Demnächst erscheint zudem ein E-Book für 7,99 Euro. Onlinebestellungen können bei Amazon oder über die Verlagsseite www.buch.sternal-media.de vorgenommen werden.
http://www.buch.sternal-media.de/

UNSER HARZ Oktober 2019 ist erschienen - Mühlsteine und die sogenannten Sonnenscheiben von Westerhausen – Fake News der Harzgeschichte korrigiert – seltene Pilze im Nationalpark Harz
Aus dem Inhalt: Fritz Reinboth: Die „Sonnensteine” bei Westerhausen und andere Beispiele eines angeblichen Sonnenkults; Horst Lange: Ballenstedter Schützenvereine; Rainer Kutscher: Knollenfrucht war ein Segen für die Oberharzer im 18. Jahrhundert; Lutz Wille: 450 Jahre Bergsänger im Oberharz; Eva Brandt: Alle Daage kummet wat Nies op uns tau; Thomas Schultz & Ute Springemann: Nördlichster Standort des Wohlriechenden Korkstachelings entdeckt (Nationalparkforum).

Der Heimatforscher Fritz Reinboth untersuchte die aus den Felsen heraus geschlagenen, runden Steinscheiben von Westerhausen, die von manchen als „Sonnensteine“ gedeutet werden. Doch die Fakten weisen in eine andere Richtung: es sind unvollendete Mühlsteine, wie sie an zahlreichen anderen Stellen Europas massenhaft produziert wurden. Die insbesondere in der Nazi-Zeit gern gepflegte Legende von den „germanischen Sonnensteinen“ kann getrost ad acta gelegt werden. Sie spukt immer noch in zahlreichen Köpfen und Veröffentlichungen herum.

Horst Lange, der in Unser Harz 5/2019 über die Ballenstedter Schützengesellschaft informierte, hat nun auch Spuren des damals erwähnten zweiten Schützenvereins gefunden. Ein ehemaliges Mitglied des damaligen Vereins konnte ihm diese Informationen aus dem Gedächtnis mitteilen, denn alle Unterlagen mussten nach dem Ende des Hitler-Regimes vernichtet werden.

Um alte Kartoffeläcker, die der Harzer Bevölkerung manche Hungersnot erspart haben, geht es im Artikel von Rainer Kutscher, der dazu auch einiges Bildmaterial liefert. Die meisten Äcker sind heute überbaut oder aufgeforstet und kaum mehr zu erkennen.

Dr. Lutz Wille ist in diesem Heft mit einem Beitrag über „450 Jahre Bergsänger im Oberharz“ dabei, deren Tradition 1569 erstmals schriftlich erwähnt wurde und die sich bis heute lebendig erhalten hat. Ebenfalls lebendig ist die ostfälische Mundart und so freut es mich, Platz für den Beitrag von Eva Brandt „Alle Daage kummet wat Nies op uns tau“ zu haben.

Im Nationalparkforum geht es um eine sehr seltene Pilzart, den wohlriechenden Korkstacheling (Hydnellum suaveolens), der 2015 das erste Mal im Nationalpark gefunden und auch in diesem Jahr wieder gesehen wurde.

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):
Altenau: GLC-Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12; Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

Brockengartensaison 2019 geht zu Ende - Letzte Brockengartenführung am 17. Oktober 2019 um 14 Uhr
Auch in 2018 erfreuten sich viele Nationalpark- und Brockenbesucher an den rund 1500 Pflanzenarten aus allen Hochgebirgen der Erde im Brockengarten. Am Donnerstag, den 17.10.2019 findet um 14 Uhr die letzte Brockengartenführung in dieser Saison statt.
Den „Startschuss“ für die ersten Brockengartenführungen gab die Brockenanemone, die in der Regel Mitte Mai ihre Blüten zeigt. In diesem Jahr waren bereits Ende April die ersten weißen Blüten zu sehen. Daher begannen wir auch mit den Gartenführungen bereits am 7. Mai.
Beginnt das Frühjahr sehr zeitig, so haben die Pflanzen im Brockengarten zum Teil bereits im Juli reife Samen ausgebildet und blühen dann Mitte August das zweite Mal. Bedingt durch den Klimawandel kann man dies in den letzten Jahren häufiger beobachten als zum Beispiel in den 1990er Jahren.
Die veränderten Witterungsabläufe sind auch die Ursache dafür, dass die Anzahl der abgestorbenen Pflanzenarten in den letzten beiden Jahren besonders hoch war. Registrierten wir früher im Schnitt ca. 75 ausgefallenen Arten pro Jahr, so waren es 2018 127 und 2019 166. Der Aufwand, der betrieben werden muss, um den Level von 1500 Arten zu halten, wird daher immer größer.
Auch das Gartenjahr 2019 war ein schwieriges Jahr. Obwohl es in diesem Jahr nicht ganz so trocken auf dem Brocken war wie 2018, musste regelmäßig gegossen werden. Die hohen Temperaturen wirkten sich auf den Blühbeginn der Pflanzen im Garten aus. Die meisten im Garten kultivierten Hochgebirgspflanzenarten zeigten auch in diesem Jahr ihre Blüten 2 bis 3 Wochen eher.
Da derzeit nur noch ganz wenige Pflanzenarten blühen, findet am Donnerstag, den 17.10. um 14 Uhr die letzte Gartenführung statt. Wie in den vergangenen Jahren sind bei der letzten Gartenführung der Saison nur noch einige Blüten der asiatisch verbreiteten sog. Wellensittich-Enziane (Gentiana farreri, Gentiana sino-ornata, Gentiana ternifolia) zu sehen.
In der Zeit von Anfang Mai bis Mitte Oktober 2019 besuchten insgesamt ca. 5230 Nationalparkbesucher den Brockengarten. In der Gartensaison 2019 wurden 4250 Brockenbesucher von den Mitarbeitern des Brockengartens durch die Anlage geführt. Hinzu kamen 18 Sonderführungen für Fachleute, aber auch für Studenten und Schüler, an denen insgesamt 460 Personen teilnahmen. Außerdem begleiteten die Nationalparkranger 520 Gäste durch unsere Anlage. Dies erfolgte meist an den Wochenenden in Kombination mit der Rundwegsführung. Auch am Tag des offenen Denkmals am 8.9.2019 wurde eine Sonderführung durch den Brockengarten angeboten.
Wie in den vergangenen Jahren besuchten viele ausländische Gäste unsere Einrichtung. Es wurden Besucher aus Japan, Russland, Bulgarien, Korea, Dänemark, Schweden, China, Frankreich¸ England, den USA, der Schweiz und den Niederlanden durch den Garten geführt.
Die nächste Brockengartensaison startet voraussichtlich Mitte Mai 2020, wenn die Brockenanemone wieder ihre Blüten zeigt.
http://www.nationalpark-harz.de

Auszeichnung der Nationalpark-Partner nach neuem Verfahren - Startschuss für Bewerbungen
Wernigerode - Braunlage. Ab sofort können sich Interessierte wieder für die Nationalpark-Partnerschaft Harz bewerben.

Nachdem diese Möglichkeit durch die Neuausrichtung des Projekts zeitweise ausgesetzt wurde, lädt die Nationalparkverwaltung Harz touristische Betriebe dazu ein, sich für die Partnerschaft zu bewerben. Alle Informationen zum neuen Auszeichnungsverfahren finden Sie auf der Nationalpark-Partner-Website www.nationalpark-harz-partner.de in der Rubrik Partner werden.

Die Nationalpark-Partnerschaft Harz befindet sich derzeit in einer Neuausrichtung. Dabei wurden gemeinsam mit bestehenden Partnern, Interessierten und Branchen-Akteuren aus der Region viele Aspekte auf den Prüfstand gestellt. Unter anderem sind eine gemeinsame Vision, ein Selbstverständnis sowie Ziele für die Nationalpark-Partnerschaft erarbeitet worden, die nun durch die breite Beteiligung starke Wurzeln haben. Zudem wurde das Auszeichnungsverfahren für Nationalpark-Partner neu konzipiert – so steht nun neben der wichtigen Aufgabe, die Nationalpark-Ziele zu kommunizieren, die gemeinsame Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit im Tourismus im Vordergrund.

Aus der bereits zum Projektstart gegründeten projektbegleitenden Arbeitsgruppe hat sich der Vergaberat gegründet, der sich für die Weiterentwicklung der Partnerschaft engagieren wird. Darüber hinaus unterstützt er die Nationalparkverwaltung im Verfahren zur Auszeichnung der Nationalpark-Partner und entscheidet über die Aufnahme neuer und die Verlängerung bestehender Partner.

Der Startschuss für das neue Auszeichnungsverfahren ist ein wichtiger Meilenstein und so bedankt sich die Nationalparkverwaltung Harz herzlich bei allen engagierten Akteuren aus der Region, die seit über einem Jahr die Nationalpark-Partnerschaft Harz fit für die Zukunft machen!

Foto frei mit dieser PM: Konstituierende Sitzung des Vergaberats der Nationalpark-Partnerschaft Harz: Von links: Simon Leimbrinck – inspektour GmbH, Sebastian Günther - Ferienwohnungen am Markt, Sabine Günther - Sprecherin der Nationalpark-Partner, Thomas Appel – Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Cordula Dähne-Torkler – Nationalparkverwaltung, Christin Alshut – Tourismus GmbH Ilsenburg, Lutz Peters – Nationalpark-Beirat, Dr. Friedhart Knolle - Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz, Ralf Trimborn – inspektour GmbH.
http://www.nationalpark-harz.de

Wandernadel-Sonderstempel zum Jubiläum des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg
Sankt Andreasberg. In diesem Jahr feiert das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg? sein 20jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gibt es ab sofort einen der beliebten Sonderstempel der Harzer Wandernadel? mit dem Titel „20 Jahre Nationalparkhaus Sankt Andreasberg“. Der Sonderstempel im stilechten grünen Stempelkasten ist bis Ende dieses Jahres im Nationalparkhaus erhältlich und zwar genau bis 17 Uhr an Silvester!



Der Kasten ist während der Öffnungszeiten zugänglich. Diese sind bis Ende Oktober montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr. Ab November ist das Haus montags geschlossen und von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das Haus befindet sich in der Erzwäsche 1 in Sankt Andreasberg unterhalb der Grube Samson.
https://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/st-andreasberg/de/start/

Gemeinsame Pressemitteilung des BUND Thüringen und des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz: Endlich Luchsnachwuchs in Thüringen
Berlin /Erfurt. In Thüringen wurden zum ersten Mal seit 2015 wieder junge Luchse dokumentiert. Aufgenommen wurde die Luchsin mit drei kräftigen Jungtieren im Thüringer Teil des Südharzes, wo der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zusammen mit der Universität Göttingen ein Luchsprojekt unter anderem mit Wildtierkameras durchführt. Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz und die Landesanstalt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz begleiten das Monitoring der Luchse im Südharz fachlich.

„Wir freuen sehr über den Nachweis und die kräftigen Jungtiere“, so Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Die Situation der Luchse in Deutschland ist aber noch immer sehr besorgniserregend. Thüringen und Hessen spielen für die Vernetzung der isolierten Luchsvorkommen im Harz und Bayerischen Wald eine ganz besondere Rolle. Bisher kommen Luchse hier allerdings nur sporadisch vor.“ Mithilfe der selbstauslösenden Wildkameras sammeln der BUND Landesverband Thüringen und die Universität Göttingen wertvolle Daten zum Ausbreitungsverhalten der Luchse, um Schutzmaßnahmen optimal anpassen zu können.

„Der Luchs-Nachwuchs in Thüringen ist ein schöner Erfolg des Naturschutzes. Die äußerst scheuen Tiere brauchen und finden hier einen intakten Lebensraum in den Wäldern. Und dank des guten Monitorings vom BUND und von der Universität Göttingen lernen wir die Luchse besser kennen“, sagte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund. Die nun fotografierte Luchsin mit ihren Jungtieren gehört zum Harzer Luchsvorkommen. Über die Jungluchse freut sich auch Dr. Markus Port von der Universität Göttingen: „Nun hoffen wir, dass diese Tiere überleben und ihren Teil zur Stärkung des Thüringer Luchsvorkommens leisten können.“ Die vor vier Jahren in Thüringen dokumentierten Jungtiere kamen wahrscheinlich um, ihre Mutter starb unter ungeklärten Umständen.

In Deutschland gibt es lediglich rund 85 erwachsene Luchse in mehreren isolierten Teilvorkommen. Die Ausbreitung der Tiere in ihre angestammten Lebensräume verläuft äußerst zögerlich. Hauptbedrohung der heimlichen Katzen ist der Straßenverkehr, es werden aber auch immer wieder Luchse illegal getötet oder sterben an Krankheiten. Für Menschen sind Luchse keine Gefahr, zu Übergriffen auf Nutztiere kommt nur sehr selten.

Mehr Informationen:

https://www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/luchs/

Sturmwarnung
Wernigerode - Braunlage. Wie auch die Landesforsten warnt der Nationalpark beim heutigen Sturm vor dem Betreten der Wälder. Gehen Sie kein unnötiges Risiko ein und meiden Sie bei der aktuellen Sturmlage den Wald, in dem jederzeit Bäume umstürzen können.

Eulen und Greifvögel – Sonderausstellung im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg „Die Schätze der Natur mit Objektiv und Bleistift“ von Roman Bystricky und Sarka Gottlandova
Noch bis zum 17.11.2019 ist im Nationalparkhaus Ilsetal die Sonderausstellung „Die Schätze der Natur mit Objektiv und Bleistift“ von Roman Bystricky und Sarka Gottlandova zu besuchen. Sie ist von Dienstag bis Sonntag innerhalb der Öffnungszeiten des Hauses von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen) geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Roman Bystricky, 1975 in Zvolen/Slowakei geboren, hat in der Forstwissenschaftlichen Fakultät der Technischen Universität Zvolen studiert. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst in der Nationalparkverwaltung Nizke Tatra/Niedere Tatra, verbrachte dann einige Jahre in Deutschland und kehrte 2008 zurück in die Slowakei, um dort im slowakischen Nationalen Forstzentrum in Zvolen zu arbeiten. Sein weiterer Weg führte ihn im August 2009 in das tschechische Forsteinrichtungsinstitut, zunächst in Brandys nad Labem, seit 2011 dann in Jablonec nad Nisou. Hier fing er an, sich intensiv mit dem Fotografieren zu beschäftigen, insbesondere mit dem Anfertigen von Tierportraits.

Romans Liebe zu Eulen und Greifvögeln, von denen viele in dieser Ausstellung zu sehen sind, stammt von Esra Hörnig, die ihre eigene Begeisterung für diese Tiere an ihn weitergab. Seitdem Roman und sie sich kennen, sucht er stets die Nähe zu Eulen, insbesondere Uhus, und Greifvögeln.

Irgendwann rief Roman einen Kollegen an, der sich mit Naturfotografie beschäftige, ob dieser vielleicht ein Foto eines Uhus hätte, das Roman als Geschenk weitergeben könnte. Der Wunsch nach diesem Geschenk führte Roman zu Helena Kucerova, die als Leiterin einer Tierrettungsstation in der Region Pardubice verschiedene Fotoworkshops mit Wildtieren durchführte. Dank ihr lernte Roman, wie wichtig es ist, dass Winkel, Licht und Moment passen. Ein Tier sollte nach Möglichkeit in einer Umgebung fotografiert werden, die dessen bevorzugter Umwelt entspricht.

Die Ausstellung wird durch Bilder und Zeichnungen von Sarka Gottlandova komplettiert. Ihre künstlerische Darstellung verwandelt den Augenblick einer gelungenen Fotografie in eine Welt voller wahrnehmbarer Details. Was für Roman als Suche nach einem besonderen Geschenk begann, wurde dank ihr zu dem Teil eines Gesamtwerks, das die Ausdruckskraft der Fotomotive verstärkt.



Sie sind herzlich eingeladen, sich in der Ausstellung selbst davon zu überzeugen. Vielen Dank für Ihren Besuch!
http://www.nationalpark-harz.de

Waldsterben oder Waldwandel im Harz? Das ist das Hauptthema des Septemberhefts 2019 der Heimatzeitschrift UNSER HARZ
Kurzinfo zum Inhalt: Dr. Karl Sanders: Veränderungen des Landschaftsbildes im Oberharz, 4. Folge: Der Harzwald; Uwe Fricke: Der Nationalpark zwischen Torfhausmoor und Achtermann – Wald mit Zukunft.



Mittlerweile sind der Klimawandel und seine Folgen spürbar „in der Mitte der Gesellschaft“ angekommen und keine Randthemen mehr. Auch der Harzwald und sein Zustand werden „heiß“ diskutiert, deshalb widmet UNSER HARZ dem Thema ein ganzes Heft, das sich mit den Veränderungen des Waldes und dem Absterben der alten Fichten beschäftigt.



Dr. Sanders diskutiert Ausmaß und Ursache – allem voran der Klimawandel – des Baumsterbens. Er geht dabei auch auf den Sauren Regen, Monokulturen und die Borkenkäfer ein. Deutlich wird bei seinen Wanderungen durch den Harz, dass der Wald die Fähigkeit hat, sich zu regenerieren – wenn die Menschen ihm denn die Zeit dazu geben und sich um das Klima und seinen Schutz kümmern.



Kreisbrandmeister Uwe Fricke weist auf die Herausforderungen eines potentiellen Brandes im Nationalparkgebiet hin. Totholz, Wegerückbau und die langen Trockenperioden erhöhen die Waldbrandgefahr und erschweren die Brandbekämpfung. Gleichzeitig zeigt Herr Fricke mit wunderbaren Fotos die „Faszination Waldumbau“ und ruft dazu auf, nicht nur die Probleme, sondern auch die Chancen zu sehen, die sich für den Harz ergeben.

19.9.2019: Achtung Terminänderung! Pilz-Vortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Der Bildvortrag „Von Baumpartnern und Holzzerstörern – die Vielfalt der heimischen Pilze“ von Walter Wimmer im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg findet am Donnerstag, den 19. September 2019 um 19:00 Uhr statt. Weil der Termin nachträglich verschoben werden musste, ist im gedruckten Jahresprogramm „Unterwegs im Nationalpark 2019“ leider noch ein anderer Tag angegeben.

Diplombiologe Walter Wimmer aus Salzgitter geht auf die spannenden ökologischen Zusammenhänge zwischen einheimischen Gehölzen und den Pilzen ein. Anhand zahlreicher Fotos erläutert er, welche Pilze welche Baumarten besiedeln und deren Holz zersetzen können. Auch der Unterschied zwischen Weißfäule und Braunfäule wird thematisiert.

Ein weites spannendes Thema heißt „Mykorrhiza“. Hinter diesem nicht ganz einfachen Begriff verbirgt sich eine ganze Welt der Kooperation zwischen Pilzen und Pflanzen, die zum beiderseitigen Nutzen eine sogenannte Symbiose eingehen.

Die Verwendung der Pilze zu kulinarischen Zwecken wird allerdings nur am Rande gestreift und ist nicht der Schwerpunkt des Vortrags.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, der Eintritt ist frei.

Pressefoto: Das als Anhang beigefügte Foto ist für redaktionelle Zwecke frei und kostenlos verwendbar unter der Voraussetzung, dass der Fotograf genannt wird.
http://www.nationalpark-harz.de

Buchneuerscheinung „Im Anflug auf die Planquadrate der Altmark – Flugzeugabstürze im 2. Weltkrieg in den Regionen Stendal, Salzwedel und Gardelegen“
Gernrode. Der letzte Band der Serie „Im Anflug auf die Planquadrate ….“ in Zusammenarbeit mit Werner Hartmann aus Halberstadt beschäftigt sich mit der größten Region, der Altmark. 384 Flugzeugabstürze haben wir recherchiert, doch sicherlich waren es viele mehr. Die Altmark ist eine Region im Norden des Landes Sachsen-Anhalt. Diese historische Kulturlandschaft erstreckt sich von Drawehn im Westen bis an die Elbe im Osten, grenzt im Süden an die Magdeburger Börde und im Norden an das Wendland. Die Altmark umfasst mit dem heutigen Landkreis Stendal und dem Altmarkkreis Salzwedel etwa 4.716 Quadratkilometer Fläche. Im Zweiten Weltkrieg war diese Region auf Grund ihrer Größe in mehrere Planquadrate aufgeteilt, die wir nicht alle im Titel nennen wollten.

Diese Region war am Anfang des Krieges hauptsächlich Einflugschneise für die alliierten Bomberverbände, die Berlin, Magdeburg, die mitteldeutsche Region, Sachsen und auch Böhmen als Zielpunkt hatten. Die deutsche Luftwaffe sowie die Flak hatten sich daher die Altmark auch als Luftkampfgebiet auserkoren, denn die Region ist dünn besiedelt und Flugzeugabstürze richteten dort nicht den Schaden an wie über den großen Städten und Industriegebieten. Die in der Altmark errichteten Flugplätze und Flakstationen sowie von den Nationalsozialisten umgesiedelte Industriebetriebe von Kriegsbedeutung veranlassten die alliierten Bomberverbände jedoch mit fortschreitendem Kriegsverlauf, zunehmend auch Angriffe auf diese Region zu fliegen.

Gestaltet und herausgegeben hat dieses Buch mit farbigem Paperback-Einband der Verlag Sternal Media in Gernrode. Das Buch im Format 150 x 210 mm hat zwei farbige Karten, 44 schwarz-weiße Abbildungen und 116 Seiten. Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Das Buch ist ab sofort überall im Buchhandel unter ISBN 978-3-7494-7117-1 für 15,99 Euro zu erwerben oder zu bestellen. Demnächst erscheint zudem ein E-Book für 6,99 Euro. Onlinebestellungen können bei Amazon oder über die Verlagsseite www.buch.sternal-media.de vorgenommen werden.
https://www.bod.de/buchshop/im-anflug-auf-die-planquadrate-der-altmark-bernd-sternal-9783749471171

Buchneuerscheinung „Harzer Persönlichkeiten – Lebensbilder“ Band 4
Gernrode. Der Harzer Buchautor Bernd Sternal hat seinen vierten Band über Harzer Persönlichkeiten herausgegeben und folgende Lebensbilder dafür gezeichnet: Thomas Müntzer, Gerhard Zucker, Johann Georg von Langen, Anna Wohlwill, Christa Johannsen, Hans Dietrich von Zanthier, Juliana Gräfin zu Stolberg, Heinrich Hauer, Fritz Nötzoldt, Theodor Löbsack, Ida Seele, Albrecht der Bär, Wilhelm und Carl Otto, Wilhelm Steuerwaldt, Gustav Ebe, Friederike von Hannover, Karl Salomon Warmholz, Paul Ernst, Wilhelm von Kügelgen, Carl Andreas Eitz, Michael Meyenburg, Friedrich Wilhelm Sporleder, Karl August Friedrich Moldenhauer und Tilman Riemenschneider. Das Lebensbild von Wilhelm und Carl Otto wurde von der Berliner Kunsthistorikerin Julia Witt gezeichnet.

Diese 24 Lebensbilder werden durch 10 farbige und 92 schwarz-weiße, zeitgenössische Abbildungen und Fotos ergänzt. Das Buch ist mit einem strukturgeprägten Paperback-Einband ausgestattet und hat 176 Seiten. Unter der ISBN 978-3-7494-7073-0 ist es überall im Buchhandel zu beziehen oder zu bestellen. Das Buch kostet 17,99 Euro, zudem gibt es für 7,99 Euro ein E-Book. Natürlich ist das Buch auch im Online-Buchhandel bei Amazon oder auf der verlagseigenen Webseite https://www.bod.de/buchshop/harzer-persoenlichkeiten-bernd-sternal-9783749470730 zu bestellen. Inzwischen ist auch der 5. Band in Arbeit, der im Laufe des Jahres 2020 erscheinen wird und weitere bekannte und weniger bekannte Harzer Persönlichkeiten vor dem Vergessen bewahren soll.
https://www.bod.de/buchshop/harzer-persoenlichkeiten-bernd-sternal-9783749470730

Spannender Vortrag des Naturphilosophen Prof. Dr. Reinhard Schulz leitet die Eröffnung der Kunstausstellung NATUR – MENSCH 2019 in Sankt Andreasberg ein – Vernissage am 14. September 2019
Braunlage – Sankt Andreasberg. Am kommenden Samstag, 14. September 2019, spricht der bekannte Naturphilosoph Prof. Dr. Reinhard Schulz um 15 Uhr in der Sankt Andreasberger Rathausscheune zum Thema „Das ästhetische Naturverhältnis des Menschen“. Damit wird der Tag der Vernissage der bekannten Oberharzer Kunstausstellung eröffnet.

Der Philosoph Prof. Dr. Reinhard Schulz ist emeritierter Hochschullehrer für Philosophie an der Universität Oldenburg und seit 1996 Geschäftsführer der „Karl Jaspers-Vorlesungen zu Fragen der Zeit“. Schulz gehört zum „Urgestein“ der Universität und verkörpert ein Verständnis von Philosophie, das Karl Jaspers einst als den „ursprünglichen wie unverlierbaren Charakter“ der Philosophie bezeichnet hat. Philosophie habe mit ihrer speziellen Bindung an die Wissenschaft dennoch mehr als Wissenschaft zu sein. Genau dafür steht Prof. Schulz, der auch Ehrenmitglied der Karl Jaspers-Gesellschaft ist. Der Vortrag verspricht, ein ganz besonderes Highlight dieses Tages zu werden.

Zum 25. Mal präsentieren der Nationalpark Harz und die Bergstadt Sankt Andreasberg, heute Ortsteil der Stadt Braunlage, eindrucksvolle Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler aus allen Bereichen der bildenden Kunst.

Ausstellungskurator Detlef Kiep hat im Vorfeld ganze Arbeit geleistet, denn nur mit einem gelungenen Konzept wird aus den vielfältigen Arbeiten der Bereiche Bildhauerei, Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Installation und Videokunst erneut eine spannende Ausstellung entstehen. Viele Ausstellungs-Details ergeben sich dann direkt aus den Kunstwerken – Größe, Art, Material, Anmutung. Wie wirken die Farben, in welchem Dialog stehen die Arbeiten?

Das Ergebnis kann ab 14. September 2019 besichtigt werden. Nach dem Vortrag von Prof. Dr. Schulz führt Detlef Kiep Künstlerinnen, Künstler und Interessierte durch die Ausstellung. Um 19 Uhr erfolgt sodann die feierliche Eröffnung mit der Verleihung des Andreas-Kunstpreises unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies in der Sankt Andreasberger Rathausscheune. Anschließend können die Kunstwerke bis zum 13. Oktober 2019 besichtigt werden.

Sie sind herzlich eingeladen!

Weitere Informationen:
https://www.nationalpark-harz.de/de/kunstkultur/kunst-natur-mensch/

„Luchs-Kalender“ 2020 ist fertiggestellt und im Handel
14 Bilder des Fotowettbewerbs „HarzNATUR 2019“ wurden für den Nationalpark-Kalender 2020 ausgewählt. Dieser ist zum Preis von 14,95 € ab sofort in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen erhältlich. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen zu 100 % dem Luchsprojekt Harz (www.luchsprojekt-harz.de) zugute, denn der Kalender wird der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH zur Verfügung gestellt. Bestellt werden kann der Kalender auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.

Hintergrund: Jüngst wurden die diesjährigen Gewinner des Fotowettbewerbs „HarzNATUR 2019“ im Schloss Herzberg ausgezeichnet. Der Nationalpark Harz hatte zusammen mit der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH aus Herzberg zum sechsten Mal einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Mit ihren Motiven von spannenden Tierbegegnungen, atemberaubenden Landschaften oder den kleinen Wundern am Wegesrand können Hobby- und Profi-Fotofreunde ihre Faszination für die Natur im Nationalpark Harz mit anderen teilen. Gesucht wurden Bilder in vier Kategorien: Es rennt, fliegt oder krabbelt – Tiere im Nationalpark; Sagenumwobene Bergwildnis – Landschaftsaufnahmen; Kleine Welt am Wegesrand – Makrofotografie; Wald im Wandel zur Wildnis – Vom großen Ganzen bis ins Detail.

Die Jury hatte die schwere Aufgabe, aus den mehr als 1.000 eingereichten Fotos die besten auszuwählen. Eine Ausstellung mit den schönsten Bildern ist bis zum 31.10.2019 im Museum Schloss Herzberg zu sehen. Die Sonderausstellung ist mittwochs bis sonntags von 10 – 16 Uhr geöffnet. Im Anschluss wandert die Ausstellung in das Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg.

Der Nationalpark Harz und die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH Herzberg kooperieren seit 2010 im Zusammenhang mit dem Fotowettbewerb und dem Kalender „HarzNATUR“. Für die Jungfer Druckerei ist die Vermeidung von Emissionen und die Verbesserung der Effizienz ihrer Maschinen wesentlicher Bestandteil ihres umweltfreundlichen Betriebskonzeptes. Ihr Einsatz für das Luchsprojekt ist Ausdruck ihrer Verbundenheit mit der Harzregion und ihrer vielfältigen Natur.
http://www.nationalpark-harz.de

Neuerscheinung – Buch über die Selketalbahn
Jürgen Steimecke (Autor) und Söhnke Streckel (Koautor und Herausgeber): „Strecken und Bahnhöfe der Schmalspurbahnen im Harz“, Band 2. Strecken 3 (Stiege – Eisfelder Talmühle), 4 (Gernrode – Hasselfelde), 5 (Alexisbad – Harzgerode); 6 (Quedlinburg – Gernrode). Gebundenes Buch, 272 Seiten, 850 Fotos, ISBN 978-3-935971-73-7, Cuno-Druck Calbe, Hardcover, Fadenheftung, 2019.

Mit der Herausgabe von zwei detailverliebten Bänden zu den Harzer Schmalspurbahnen haben die beiden Wernigeröder Jürgen Steimecke und Söhnke Streckel sehr hohe Ansprüche realisiert und nicht nur für Fans der dampfbetriebenen Harzer Eisenbahnen Standardwerke vorgelegt. Der jetzt erschienene Band 2 zählt 272 Seiten (Band 1 472 Seiten). Insbesondere viele Luftaufnahmen zeigen Details von Streckenverläufen, Bahnhofsanlagen und historisch wichtigen Industrieanbindungen. Beide Bände warten jeweils mit mehr als 850 interessanten Fotos, Zeichnungen und Karten auf und sind trotz dieser Opulenz zum sehr moderaten Preis von 39,90 € im Buchhandel oder über das Internet (soehnke.streckel@googlemail.com) ab sofort erhältlich.

Der Harz ist das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands. Allein der Name „Harz“ löst bei Eisenbahnfreunden bereits sehnsüchtige Gedanken aus. Denn an welchem Ort der „modernen Welt“ bietet sich heute noch die Gelegenheit zu einer Dampfzugfahrt? So ursprünglich wie weiland in den Pioniertagen dieses Verkehrmittels? Genau, im Harz. Genauer: Perspektivisch betrachtet bald nur noch im Harz. Denn einst als „Alpen zweiter Klasse“ geschmäht, überzeugt der Harz heute nicht nur mit seinen Eigenheiten und den feinen Linien und Farben der Natur, sondern eben auch mit seiner ursprünglichen Schmalspur-Eisenbahntechnik, die zu einem weltweiten Alleinstellungsmerkmal geworden ist. Der Dampfbetrieb ist eine vom Aussterben bedrohte Antriebstechnik. Ganz rational betrachtet ist sie der Dinosaurier der Industralisierung und scheint in vielen Belangen ein wenig aus der Zeit gefallen. Grandios altmodisch. Bietet schon jede normale Eisenbahnfahrt viele Sehenswertes, um wieviel mehr Reize bereichert uns dann eine Fahrt durch das Harzgebirge in einem Dampfzug? Die Eigenarten der Gebirgsbahn, ihre Einrichtungen, die Steigungen und Neigungen der Bahnstrecke, die wechselnden Bilder der Landschaft, der Blick hinauf zu den Höhenzügen oder tief hinunter ins Tal, die Wälder, Wiesen, Bäche, Teiche – immer neue Eindrücke drängen sich in abwechslungsreicher Fülle auf.

Der frisch erschienene Band 2 schließt nunmehr nahtlos an die bisher dargestellten Strecken mit der Beschreibung der Selketalbahn an, einst selbständig als Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn (GHE) bestehend, heute integriert in das Netz der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB). Die GHE gehörte ab 1920 zur Anhaltischen Landes-Eisenbahngemeinschaft (ALE). Dies war eine Bahn in öffentlich-rechtlicher Körperschaft mit Sitz in Dessau. Zu dieser Gemeinschaft gehörten neben der GHE auch die Dessau-Wörlitzer-Eisenbahn AG, die Kleinbahn GmbH Staßfurt-Löderburg sowie die Zschornewitzer Kleinbahn GmbH. Hieraus leiteten sich auch die früher wechselnden Bezeichnungen als GHE, Anhaltische Harzbahn oder Selketalbahn ab. Der ehemals normalspurige, dann schmalspurige HSB-Streckenabschnitt Quedlinburg – Gernrode kam erst 2006 neu hinzu. Das Streckennetz erschließt bis heute die touristisch bedeutende Region entlang des Selketals.

Der Blick ist wie zuvor schon im Band 1 nicht nur auf das Schmalspurbahnnetz selbst gerichtet, sondern vermittelt auch interessante Einblicke in die ehemalige Industriekultur entlang der Strecken im Selketal. Der Band 2 wartet zudem mit vielen kleinen Details auf. So wird beispielsweise der einzige noch verbliebene Güterverkehrskunde der HSB, der Steinbruchbetrieb Hartsteinwerke Unterberg unweit der Eisfelder Talmühle, ausführlich vorgestellt. Dem eigentlich völlig unscheinbaren Haltepunkt Birkenmoor, mit 532 m ü. NHN höchstgelegene Betriebsstelle der HSB und früher eine Holzverladestelle, kommt mit Blick auf die zugehörige Siedlung Birkenmoor Bedeutung zu. Wer dort scheinbar im „Nirgendwo“ aussteigt, wird mit einem sehr schönen Netz von Wanderwegen über die Hochebene bei Stiege belohnt. Ganz nebenbei erfährt man, dass dort bei Stiege der österreichische Raketenforscher Max Valier im Juli 1928 einen Geschwindigkeitsrekord mit seinem Raketentriebwagen „Eisfeld-Valier-Rak I“ aufgestellt hat. Der holzbereifte Prototyp beschleunigte auf mehr als 180 km/h, bevor er aus den Gleisen katapuliert wurde und dabei explodierte. Gerade erst wurde nahe dieser Stelle, an der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen, mit dem „Südharzer Dampflok-Steig“ ein eigener Themenwanderweg ins Leben gerufen. Wer dann noch einen Hund mit auf die Reise nimmt, wird erst im Buch erfahren, dass es bei den HSB auch eine niedliche Fahrkarte für alle Vierbeiner gibt. Diese Fahrkarte mit Hundestempel wurde so noch nie veröffentlicht und wird lediglich auf Nachfrage im HSB-Bahnhof Wernigerode Westerntor verkauft. Der Haltepunkt Drahtzug verfügt über den kürzesten Bahnsteig der Selketalbahn – gerade mal zehn Meter lang. Wer dort Ein- oder Aussteigen möchte, muss dem Lokführer rechtzeitig ein Handzeichen geben, damit der auch Zug punktgenau halten kann. Noch mehr Details gefällig? Im Anhang befinden sich eine Beschreibung aller auf den Strecken der GHE, NWE, DR und HSB getesteten Schienenfahrzeuge („Erlkönig-Liste“) sowie die Listen alle Triebwagen und Wagen der GHE. Ergänzend wird auch das zur Infrastruktur zählende Funknetz der HSB erstmals grafisch dargestellt und erklärt. Der Band 2 über die Selketalbahn bildet den streckentechnischen Ausbauzustand mit Stand Juni 2019 ab. Ein einmaliges Sachbuch für alle Eisenbahn- und Harzfans, das nun als Ergänzungsband lieferbar ist.

Fotos: Jürgen Steimecke und Söhnke Streckel präsentieren ihre Bücher auf einem Schienenmoped KR-50 am Lokschuppen in Hasselfelde (Selketalbahn); Einfahrt des Personenzugs mit der Lok 99 6001-4 in den Haltepunkt Drahtzug; Coverbild Band 2. Die Fotos dieser PI sind kostenfrei verwendbar. Sie liegen bei Bedarf auch in größerer Auflösung vor. Sollte für eine Buchbesprechnung Interesse an weiteren Aufnahmen aus dem Buch bestehen, werden diese auf Anfrage ebenfalls kostenfrei bereitgestellt. Kontakt: soehnke.streckel@googlemail.com, Tel. 0179-5030310.

Bereits im Herbst 2018 erschienen: „Strecken und Bahnhöfe der Schmalspurbahnen im Harz“, Teil I. [Harzquer- und Brockenbahn]: HSB-Strecken 1 (Nordhausen – Wernigerode) und 2 (Drei Annen Hohne – Brocken); Mit der Liste aller Lokomotiven, Triebwagen und Wagen; 472 Seiten, A4-Überformat, Hardcover, gebundenes Buch, 2018, ISBN 978-3-935971-93-5.

Die als Handbuch konzipierte monographische Beschreibung der schmalspurigen Eisenbahnstrecken im Harz (Teil I), heute betrieben von der Harzer Schmalpurbahnen GmbH (HSB), bildet den streckentechnischen Ausbauzustand mit Stand August 2018 ab. Das komplette Streckennetz der HSB wird erstmals aus der „Vogelperspektive“ visualisiert. Dafür kommen großformatige aktuelle und historische Luftaufnahmen zum Einsatz. Bestandteil des Buches sind die Gleispläne aller Bahnhöfe auf dem Harzer Schmalspurnetz.

Die einzelnen Stationen werden in laufender Reihenfolge knapp aber informativ der Lage nach beschrieben und um historische Daten ergänzt. Erwähnung finden auch die inzwischen nicht mehr vorhandenen Stationen und Gleisanschlüsse. Ebenso werden für ausgewählte Bahnhöfe Planungsentwürfe mit aufgenommen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen durch die Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft (NWE) nicht realisiert werden konnten. Darunter befinden sich echte Raritäten, wie beispielsweise unveröffentlichte Bauentwürfe für die Bahnhöfe Goetheweg und Brocken von 1922, der Entwurf für ein Bahnhofshotel am Bahnhof Schierke von 1934 und auch die Pläne des Architekten Fritz Höger für den Neubau des Bahnhofs Westentor von 1935.

Ausnahmslos alle Haltepunkte, Bahnhöfe und Werksanschlüsse werden umfassend bebildert (940 Fotos!). Im historischen Kontext nicht länger ausgespart bleiben auch die infrastrukturellen Streckenerweiterungen der NWE im Zuge der Untertage-Verlagerungsprojekte im Raum Niedersachswerfen durch die Nationalsozialisten. Flankierend dazu sind einige NS-Bunkerbauvorhaben, KZ-Außenlager und Lager des Reichsarbeitsdienstes (beispielsweise „M6“, „1/134“, „3/134“, „Anhydrit-Ost“, „T 90/44“, „Achat“ oder „Mergel“) mit aufgenommen worden, soweit sich ein direkter Bahnbezug nachweisen ließ.

Diabassteinbruch Huneberg bei Bad Harzburg – 50 ha weitere Naturzerstörung in Planung – BUND und NABU protestieren
Goslar – Bad Harzburg. Die Harzer Pflastersteinbrüche Telge & Eppers (Niederlassung der KEMNA BAU Andreae GmbH & Co KG) planen, den Steinbruchbetrieb am Huneberg um ein neues Abbaufeld mit 50 ha Größe zu erweitern. Das Abbaugebiet liegt aktuell in den Wasserschutzgebieten Bad Harzburg und Granetalsperre (Radau-Überleitung) und ist im Regionalen Raumordnungsprogramm als Vorranggebiet für Trinkwassergewinnung ausgewiesen.

Dieses Thema steht auf der Tagesordnung des Umweltausschusses des Landkreises Goslar am morgigen 29.8.2019.

Schon heute ist dieser Steinbruch einer der flächenmäßig größten Natureingriffe im gesamten Westharz. Nunmehr soll der Bruch um weitere 50 ha vergrößert werden – und das in schutzwürdige Lebensräume und sogar in ein Wasserschutzgebiet hinein. Und der Landkreis Goslar will am morgigen Tage sogar schon in vorlaufendem Gehorsam seine Zustimmung erklären, vgl. anl. Vorlagen und die Karte.

Der Vorgang Steinbrucherweiterung "Huneberg Ost“ liegen den Harzer Umweltverbänden seit vielen Jahren am Herzen und wir haben uns hier schon lange engagiert, auch in den jeweiligen Behördenverfahren.

Die Erweiterung des Steinbruchs ist bereits seit mehreren Jahren von langer Hand vorbereitet. Gutachten weisen – wie fast immer – nach, dass die früher getroffene Abgrenzung von Wasserschutzgebieten falsch und zu großzügig war. Warum kommt eigentlich kaum mal ein Gutachter zu der Auffassung, dass die Abgrenzung "genau richtig" oder "zu klein" war? Und dass in Zeiten des Klimawandels eine Stadt wie Bad Harzburg auf solche Wasservorkommen, die jetzt geopfert werden sollten, angewiesen sein könnte? Denn eine derzeit nicht in Betrieb befindliche Trinkwasserentnahmestelle im Riefenbachtal wird seitens den beteiligten Verwaltungen plötzlich als "bedeutungslos" und "nicht erforderlich" erklärt – weil sie dem Steinbruch im Wege steht!

Als nächstes wird die relevante Wasserschutzgebiets-Verordnung geändert und dann im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung der Nachweis geführt, dass die Erweiterung umweltverträglich ist.

Die Steinbrucherweiterung verspricht mittelfristig die Sicherung einer überschaubaren Zahl von Arbeitsplätzen sowie die Bereitstellung von Baumaterialien für die Fortsetzung von Landschaftszerstörungen und Bodenversiegelung durch Straßenbau und sonstige Bauvorhaben. Beim Abbau wird weiterhin Asbest freigesetzt. Die Staub- und Lärmbelastung auf der B 4 auch in der Kurstadt Bad Harzburg bleibt zumindest noch jahrzehntelang bestehen. Der weitere Abbau behindert gleichzeitig das Recycling, das weltweit stark forciert wird, denn nun sind ja weitere Gesteinsmengen günstig zu kaufen.

Derzeit kann die Stadt Bad Harzburg in den meisten Jahren ihren Trinkwasserbedarf noch unabhängig und in kommunaler Selbstverwaltung aus eigenen Quellen sichern. In sehr regenarmen Jahren wie zuletzt 2018 müssen aber auch die Harzburger Stadtwerke bereits Wasser von den Harzwasserwerken zukaufen, um die eigenen Brunnen zu schützen. Im Hinblick auf den Klimawandel ist zu erwarten, dass der Bedarf an Trinkwasser auch in Bad Harzburg ansteigt und bei versiegenden Quellen immer schwerer zu decken sein wird. Trotzdem soll nun die Steinbrucherweiterung oberhalb des Riefenbachtals, das Hauptversorgungsgebiet der Stadt, vorangetrieben werden und eine bereits vorhandene Entnahmestelle geopfert anstatt als Reserve ausgebaut werden?
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/schutzgebiete/

Faltblatt zum Waldwandel im Nationalpark Harz bereits in 5. Auflage erschienen
Getreu dem Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen" darf sich die Natur in großen Teilen des Nationalparks Harz frei entfalten. Dadurch bietet sich die seltene Gelegenheit, den natürlichen Waldwandel vom ehemaligen Wirtschaftswald hin zum wilden Natur­wald zu erleben. In einigen Bereichen geht dieser Wandel aktuell sehr rasant von statten und die Waldbilder dieser Übergangsphase wirken auf viele Menschen zunächst befremdlich.

Der Nationalpark-Flyer „Wald im Wandel zur neuen Wildnis" ist stark nachgefragt und erschien soeben bereits in 5. Auflage. Er erläutert die Hintergrün­de des Waldwandels und warum tote Bäume nicht das Ende des Waldes, sondern den Beginn der neuen Waldwildnis bedeuten. Das Faltblatt ist in den Nationalpark-Einrichtungen und zahlreichen Infostellen sowie als Download im Internet unter www.nationalpark-harz.de erhältlich.

Der Wald stirbt nicht, er ist im Wandel

Im Nationalpark Harz sind in den letzten Jahren neue Waldbilder zu sehen. Die grauen Silhouetten abgestorbener Fichten ragen in den Himmel oder liegen – teilweise wild übereinander – im Gelände oder an den Straßenrändern.

Dieser Anblick ist für viele Menschen zunächst befremdlich. Doch auch wenn aktuell viele tote Bäume zu sehen sind, ist dieser Wald so lebendig und dynamisch wie selten zuvor. Initiiert durch Stürme und ein durch den Klimawandel begünstigtes kleines Insekt – den Borkenkäfer „Buchdrucker“ – entsteht hier neue Wildnis, artenreich und vielseitig.

Getreu dem Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“ darf sich die Natur in großen Teilen des Nationalparks frei entfalten und wir haben die einmalige Gelegenheit, sie auf ihrem Weg vom ehemaligen Nutzwald zum wilden Naturwald zu beobachten.

Tote Bäume – neues Leben

Weil sie zum Kreislauf von Werden und Vergehen dazugehören, bleiben in großen Teilen des Nationalparks abgestorbene Bäume im Wald. Dieses Totholz bildet eine wichtige Grundlage für die neue Waldwildnis, denn schätzungsweise 20 bis 30 % der im Wald lebenden Arten sind darauf angewiesen.

Totholz ist eine wichtige Nahrungsquelle und Lebensraum für viele Pilze, Insekten und Mikroorganismen. Sie zersetzen das Holz und machen seine Nährstoffe für Pflanzen verfügbar. Viele Totholz-Bewohner sind aktuell gefährdet.

Zwischen den liegen gebliebenen Stämmen findet eine neue Generation von Bäumen Schutz vor hungrigen Wildtieren und kann so besser gedeihen. Je nach Höhenlage können auch verschiedene Laubbäume wieder Fuß fassen. Mehr Platz und Licht bieten zahlreichen weiteren Pflanzen die Möglichkeit, sich anzusiedeln. Diese wiederum ziehen Insekten wie Schmetterlinge, Wildbienen und Käfer an.

Die Sämlinge der Fichte wachsen gern direkt auf morschen Stämmen. Diese dienen auch zahlreichen Amphibien, Reptilien und Säugetieren wie der Wildkatze oder dem Luchs als Unterschlupf.

Stehendes Totholz bietet ebenfalls vielen Tieren Nahrung und Unterkunft. Die Mopsfledermaus, eine von 18 verschiedenen Fledermausarten im Nationalpark Harz, hat ihre Wochenstuben und Schlafquartiere beispielsweise bevorzugt unter abstehender Borke an noch stehenden, abgestorbenen Bäumen. Auf den Freiflächen geht sie auf Jagd nach Mücken oder Nachtfaltern. Auch der Specht hat im Totholz lebende Insekten zum Fressen gern und zimmert seine Höhlen in die Stämme. Diese Baumhöhlen bieten in den darauffolgenden Jahren noch vielen anderen Tieren einen willkommenen Nistplatz oder dienen als Wohn- und Winterquartier, zum Beispiel für den Sperlingskauz – die kleinste Eulenart in Mitteleuropa.

Warum sterben aktuell so viele Fichten?

Alle Wälder, die heute im Nationalpark Harz liegen, sind vom Menschen geprägt. Für den Harzer Bergbau und die Reparationshiebe der Nachkriegszeit wurden große Teile der ursprünglichen Waldflächen abgeholzt. Die Wiederaufforstung erfolgte oft mit schnell wachsenden Fichten, die ursprünglich nur oberhalb von rund 700 Höhenmetern wuchsen.

Stürme, Schnee- und Eisbruch, Luftverschmutzung oder lange Hitze- und Trockenperioden setzen den Fichten zu. Vorgeschädigte, gestresste Bäume sind leichte Beute für den Buchdrucker. Der kleine Käfer ist nach seinem Fraßbild benannt, das an ein aufgeschlagenes Buch erinnert. Er ist der häufigste Fichten-Borkenkäfer im Nationalpark Harz.

Am Duft kann der Käfer den Gesundheitszustand einer Fichte erkennen und frisst sich unter die Rinde geschwächter Bäume. Er und seine Larven kappen damit die Versorgungsleitungen des Baums und bringen ihn zum Absterben. Besonders gern mag der Buchdrucker Fichten, die mindestens 60 Jahre alt sind.

Schon seit rund 5000 Jahren entwickeln sich Borkenkäfer gemeinsam mit den natürlichen Fichtenwäldern im Harz und sind Teil des Ökosystems. Besonders in den menschengeprägten, oft strukturarmen ehemaligen Fichtenforsten können sie sich jedoch nach Vorschädigungen massenhaft vermehren und großflächig die alten Bäume befallen.

Sicherheit und Naturnähe

In großen Teilen des Nationalparks werden Borkenkäfer nicht bekämpft. Sie dürfen der Natur dabei helfen, aus ehemals bewirtschafteten Forsten wieder natürliche, wilde Wälder mit einer Vielfalt an Strukturen entstehen zu lassen. Nur an der Nationalparkgrenze werden Maßnahmen ergriffen, um angrenzende Wirtschaftswälder zu schützen.

Im Rahmen der Verkehrssicherung müssen entlang öffentlicher Verkehrswege, an besonderen touristischen Zielen sowie entlang der Schienen der Harzer Schmalspurbahnen tote oder absterbende Bäume konsequent gefällt werden. Ihr Holz wird dabei jedoch ebenfalls im Wald belassen.

Damit auch stehendes Totholz für Specht, Fledermaus und Co. zur Verfügung steht, werden manche Bäume in unterschiedlichen Höhen abgeschnitten. Besonders an der Brockenstraße kann man das gut sehen.

Der Anblick der verschieden hohen Baumstümpfe erscheint zwar zunächst seltsam – es ist jedoch ein guter Kompromiss zwischen Sicherheit und Naturnähe für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.

Wo lässt sich der Wandel zur Waldwildnis erleben?

Wie schnell die natürliche Waldentwicklung nach einem Borkenkäferbefall vonstattengeht, lässt sich in verschiedenen Stadien im Nationalpark Harz gut beobachten.

Entlang der B 4 zwischen Bad Harzburg und Braunlage, rund um Torfhaus, am Oderteich oder beim Aufstieg auf Achtermannshöhe und Brocken lassen sich aktuell sehr unterschiedliche Waldbilder vom monotonen Forst über gerade zusammenbrechende Waldbereiche bis hin zur beginnenden Waldwildnis entdecken.

Weiter fortgeschritten ist die Entwicklung beispielsweise am Quitschenberg, auf dem Bruchberg entlang des Clausthaler Flutgrabens bei Torfhaus oder am Meineberg bei Ilsenburg. Auf lichtliebende krautige Pflanzen folgten hier Birken und Ebereschen, bevor sich je nach Höhenlage Buchen oder wieder Fichten durchsetzen werden. In diesen Bereichen lässt sich schon klar erkennen, dass der vorübergehend scheinbar „tote“ Wald nur ein kurzer Zwischenschritt in der Entwicklung hin zur natürlichen Waldwildnis ist.

Wer mehr über die neue Waldwildnis erfahren möchte, kann außerdem unsere Themenpfade erkunden: Der WaldWandelWeg am Schubenstein zeigt auf 180 m bereits heute den „Urwald von morgen“ mit seiner dynamischen Waldentwicklung. Man erreicht ihn auf einem kurzen Spaziergang oder als Teil einer Rundtour mit Startpunkt am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.

Auf dem Borkenkäferpfad bei Ilsenburg erfahren Sie, wie ein Wald neu entsteht und wie sich aus einer vermeintlichen Katastrophe Chancen für die Natur ergeben. Der ca. 3 km lange, teilweise steile Pfad beginnt in der Nähe des Nationalparkhauses im Ilsetal.
http://www.nationalpark-harz.de

22. Nationalpark-Naturerlebnistag am 28. August 2019 im Ilsetal
Ilsenburg. Der diesjährige „Tag der Schulen“ im Nationalpark Harz wird zum 22. Mal als Naturerlebnistag gestaltet. 101 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Dr. Emanuel Lasker aus dem Schachdorf Ströbeck erkunden im romantischen Ilsetal die Natur des Nationalparks Harz.

8 Ranger begleiten die Schülerinnen und Schüler während ihrer Streifzüge. Unter dem Motto „Natur mit allen Sinnen erleben“ werden spielerische Aktionen im Wald, am Bach und auf der Wiese angeboten und ergänzen auf diese Weise sinnvoll den Sachkundeunterricht. Gleichzeitig fördern sie die Begeisterung der Kinder für die heimatliche Natur.

Treff: Nationalparkhaus Ilsenburg, Ilsetal 5, 38871 Ilsenburg

Mittwoch, 28.8.2019
8 Uhr: Begrüßung und geführte Naturerlebniswanderung unter dem Thema „Natur mit allen Sinnen erleben“ (Dauer: ca. 3 Stunden)
11.15 Uhr: Mittagessen am Nationalparkhaus Ilsetal
12 Uhr Ende des Naturerlebnistags.

Historie des Naturerlebnistags der Schulen:
Beginn 1998 im Rahmen der Nationalpark-Tage in Ilsenburg

1998 bis 2000 nahmen 1147 Schüler in Ilsenburg (Schlosspark) teil (3 x)

14 x fand er in Drei Annen Hohne statt, zunächst auf der Koppel, dann am Naturerlebniszentrum HohneHof mit insgesamt 2740 Schülern

Ab 2015 wieder in Ilsenburg mit 676 Schülern + 101 angemeldeten Schülern 2019 = 777

Insgesamt nahmen bis 2019 4.664 Schüler an den Naturerlebnistagen teil.
http://www.nationalpark-harz.de

Kunstausstellung NATUR – MENSCH 2019 nimmt Formen an – Aufbau der Ausstellung läuft – Eröffnung am 14. September 2019
Braunlage. Noch wenige Wochen bleiben Ausstellungskurator Detlef Kiep und seinem Team, um die Kunstausstellung NATUR – MENSCH 2019 in Rathausscheune, Martinikirche und Atrium der Sankt Andreaskirche in Sankt Andreasberg aufzubauen. Zum 25. Mal präsentieren Nationalpark Harz und die Bergstadt, heute Ortsteil der Stadt Braunlage, eindrucksvolle Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler aus allen Bereichen der bildenden Kunst.

Bereits am 19. August fiel der Startschuss für den Aufbau 2019. Zahlreiche Helfer vom Bergstadtverein in Sankt Andreasberg und vom Nationalpark Harz standen an der Rathausscheune bereit, um die Kunstwerke für die diesjährige NATUR – MENSCH-Ausstellung in Empfang zu nehmen. Viele Künstler waren dafür von weither angereist, um ihre Arbeiten sicher in die Hände der Veranstalter zu übergeben. Sie nutzten dabei gleich die Gelegenheit, sich über den Nationalpark Harz zu informieren und einige touristische Attraktionen anzusteuern.

Der kreative Prozess der Ausstellungskonzeption begann bereits während der 1. Jurysitzung des der Ausstellung vorgelagerten Kunst-Wettbewerbs. Ausstellungskurator Detlef Kiep hatte im Vorfeld also schon einige Vorarbeit geleistet, denn nur mit einem gelungenen Konzept kann aus den vielfältigen Arbeiten aus den Bereichen Bildhauerei, Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Installation und Videokunst eine spannende Ausstellung entstehen. Viele Ausstellungs-Details ergeben sich dann aber doch noch direkt aus den Kunstwerken – Größe, Art, Material, Anmutung. Wie wirken die Farben, in welchem Dialog stehen die Arbeiten?

Das Ergebnis kann ab 14. September 2019 besichtigt werden. Um 19 Uhr erfolgt die feierliche Eröffnung mit der Verleihung des Andreas-Kunstpreises unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies in der Sankt Andreasberger Rathausscheune. Sie sind herzlich eingeladen! Im Vorfeld führt Detlef Kiep Künstlerinnen, Künstler und Interessierte durch die Ausstellung. Anschließend können die Kunstwerke bis zum 13.10.2019 besichtigt werden.

Weitere Informationen:
https://www.nationalpark-harz.de/de/kunstkultur/kunst-natur-mensch/

Neuer Gipskarst-Flyer der BUND-Landesverbände Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erschienen
Die Gipskarstlandschaft im Südharz ist ein Hotspot der Artenvielfalt und einmalig in Europa und darüber hinaus. Durch den Gipsabbau wird das Gestein entfernt, dem die Landschaft ihren ungewöhnlichen und reichen Formenschatz verdankt. Die natürliche Artenzusammensetzung und das Landschaftsbild werden nachhaltig verändert. Übrig bleiben mit Gipsabraum aufgefüllte und gefällig modellierte Steinbrüche mit Allerweltsvegetation. Die Naturschutzverbände fordern daher seit Langem eine Umstellung der Anhydrit- und Gips-Baustoffbranche auf Recycling- und Sekundärgipse sowie nachwachsende Rohstoffe. Die sich bietenden Möglichkeiten werden im Südharz noch nicht konsequent genug umgesetzt, weil der Abbau der Gipsvorkommen leider immer noch günstiger und einfacher ist.

Es ist statistisch belegt, dass im Südharz viele Arbeitsplätze im Tourismussektor und nachfolgendem Gewerbe gebunden sind. Mit der Fortführung des Naturgipsabbaus wird die Landschaft endgültig und unwiederbringlich ihres Potenzials einer nachhaltigen Tourismusentwicklung beraubt. Derzeit etabliert sich die Südharzregion länderübergreifend mit hoffnungsvollen Ansätzen im Bereich der touristischen Vermarktung. Mit der Schaffung von regionalen Wirtschaftskreisläufen mittels Vermarktung heimischer Produkte und des in Sachsen-Anhalt etablierten Biosphärenreservats „Karstlandschaft Südharz“ hat die Region einen Platz im Ranking der Nationalen Naturlandschaften gefunden, den es auszubauen gilt. Thüringen ist auf dem besten Wege dahin, Niedersachsen hat leider bis heute die rote Laterne.

Einen nachhaltigen Abbau gibt es nicht. Zwar entwickeln sich Abbauflächen kurzfristig zu teilweise hochwertigen Offenlandbiotopen und weisen vorübergehend Arten auf, die es vorher dort nicht gab. Die dann vorkommenden Pflanzen- und Tierarten sind jedoch nicht mehr typisch für die naturnahen Lebensräume auf Gips- bzw. Karstgestein wie artenreiche Magerrasen, orchideenreiche Kalkbuchenwälder, natürliche Erdfälle und die ganze Fülle der Gipskarstformen, die es zu schützen gilt. Die Naturschutzverbände appellieren daher an die Ministerpräsidenten der drei Länder, jetzt die politischen Weichen für einen länderübergreifenden, flächendeckenden Schutz zu stellen und einen offenen Diskurs über die Zukunft der Südharz-Region zu führen.

Zu diesem Thema haben die BUND-Landesverbände Landesverbände Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen einen Flyer aufgelegt. Er steht in Printform und auch digital im Internet zur Verfügung.
https://www.bund-sachsen-anhalt.com/fileadmin/sachsen-anhalt/PDFs/Flyer_Gipskarst_neu_web.pdf

Einladung zu einem öffentlichen Rundgang über den Goslarer Friedhof Hildesheimer Straße am 30. August 2019 anlässlich des Jahrestages des Überfalls auf Polen
Goslar. Unsere Friedhöfe verraten viel über den Umgang mit der Geschichte und Kultur einer Stadt oder Gemeinde. Der Friedhof Hildesheimer Straße in Goslar mit seiner historischen Parkanlange vermittelt hierbei ein besonders interessantes Geschichtsbewusstsein. Grabanlagen und Mausoleen dokumentieren die gesellschaftliche Stellung der Verstorbenen. Das Nebeneinander von Tätern und Opfern der NS-Gewaltherrschaft macht diesen Friedhof zu einem besonderen Ort der Erinnerung, der Mahnung und des Gedenkens.

Am 1. September 1939 – vor 80 Jahren – begann der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen. Anlässlich dieses historischen „Antikriegstages“ bietet der Verein Spurensuche Harzregion e.V. einen etwa zweistündigen Rundgang über den Friedhof Hildesheimer Straße an. Die beiden Vereinsmitglieder Erika Hauff-Cramer und Oliver Turk werden über die Struktur des Friedhofs informieren und Geschichte(n) zu einigen ausgewählten Grabstätten erzählen. Zu diesem Rundgang, auf dem das lokale Wissen und Gewissen um das Kapitel des NS-Geschehens in Goslar bereichert werden kann, laden wir Sie herzlich ein.

Der Rundgang beginnt am Freitag, 30. August um 16:00 Uhr am Haupteingang des Friedhofs an der Hildesheimer Straße. Die Teilnahme ist kostenfrei, zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!
http://www.spurensuche-harzregion.de/

Sonderausstellung im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg „Die Schätze der Natur mit Objektiv und Bleistift“
von Roman Bystricky und Sarka Gottlandova
Eröffnung am Samstag, 31.8.2019 um 14.30 Uhr
Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 17.11.2019
Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen) geöffnet.
Der Eintritt ist frei.

Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs HarzNATUR 2019 stehen fest - Nationalpark-Kalender ab sofort im Handel
Ameisen-Foto von Thomas Hinsche aus Dessau-Roßlau gewinnt – Fotoausstellung mit den besten Motiven im Museum Schloss Herzberg in Herzberg am Harz

Harz. Jüngst wurden die diesjährigen Gewinner des Fotowettbewerbs „HarzNATUR 2019“ im Schloss Herzberg ausgezeichnet. Der Nationalpark Harz hatte zusammen mit der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH aus Herzberg zum sechsten Mal einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Mit ihren Motiven von spannenden Tierbegegnungen, atemberaubenden Landschaften oder den kleinen Wundern am Wegesrand können Hobby- und Profi-Fotofreunde ihre Faszination für die Natur im Nationalpark Harz mit anderen teilen.

Gesucht wurden Bilder in vier Kategorien:
A. Es rennt, fliegt oder krabbelt – Tiere im Nationalpark
B. Sagenumwobene Bergwildnis – Landschaftsaufnahmen
C. Kleine Welt am Wegesrand – Makrofotografie
D. Wald im Wandel zur Wildnis – Vom großen Ganzen bis ins Detail

Die Jury hatte die schwere Aufgabe, aus den mehr als 1.000 eingereichten Fotos die besten auszuwählen. Im Rittersaal des Schlosses Herzberg wurden nun die Gewinner der vier Kategorien durch Reiner Bremer, Jungfer Druckerei und Verlag GmbH, und Andreas Pusch, Nationalpark Harz, ausgezeichnet.

Der erste Preis in der Kategorie C und der Gesamtsieg gingen für das Foto „Kraftsportler“ an Thomas Hinsche aus Dessau-Roßlau. Er überzeugte die Jury mit der Makroaufnahme einer Ameise. Das Foto „Erlenzeisig-Streit“ von Jürgen Borris aus Holzminden errang in Kategorie A den ersten Platz. Mit ihrer Landschaftsaufnahme „Steine am Reitstieg“ gewann Dr. Marion Müller aus Goslar die Kategorie B. In der in diesem Jahr erstmalig vertretenen Kategorie D siegte Hans-Joachim Gleichmann aus Clausthal-Zellerfeld mit seiner Schwarzweiß-Aufnahme „Der Alte“.

Eine Ausstellung mit den schönsten Bildern ist bis zum 31.10.2019 im Museum Schloss Herzberg zu sehen. Die Sonderausstellung ist mittwochs bis sonntags von 10 – 16 Uhr geöffnet. Im Anschluss wandert die Ausstellung in das Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg.

Weiterhin wurden 14 Bilder des Wettbewerbs für den Nationalpark-Kalender 2020 ausgewählt. Dieser ist zum Preis von 14,95 € ab sofort in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen erhältlich. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen zu 100 % dem Luchsprojekt Harz (www.luchsprojekt-harz.de) zugute, denn der Kalender wird der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH zur Verfügung gestellt. Bestellt werden kann der Kalender auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.
Der Nationalpark Harz und die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH Herzberg kooperieren seit 2010 im Zusammenhang mit dem Fotowettbewerb und dem Kalender „HarzNATUR“. Für die Jungfer Druckerei ist die Vermeidung von Emissionen und die Verbesserung der Effizienz ihrer Maschinen wesentlicher Bestandteil ihres umweltfreundlichen Betriebskonzeptes. Ihr Einsatz für das Luchsprojekt ist Ausdruck ihrer Verbundenheit mit der Harzregion und ihrer vielfältigen Natur.
http://www.nationalpark-harz.de

Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs HarzNATUR 2019 stehen fest

Ameisen-Foto von Thomas Hinsche aus Dessau-Roßlau gewinnt – Fotoausstellung mit den besten Motiven im Museum Schloss Herzberg in Herzberg am Harz – Nationalpark-Kalender ab sofort im Handel

Am 17.8.2019 wurden die diesjährigen Gewinner des Fotowettbewerbs „HarzNATUR 2019“ im Schloss Herzberg ausgezeichnet. Der Nationalpark Harz hatte zusammen mit der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH aus Herzberg zum sechsten Mal einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Mit ihren Motiven von spannenden Tierbegegnungen, atemberaubenden Landschaften oder den kleinen Wundern am Wegesrand können Hobby- und Profi-Fotofreunde ihre Faszination für die Natur im Nationalpark Harz mit anderen teilen.

Gesucht wurden Bilder in vier Kategorien:
A. Es rennt, fliegt oder krabbelt – Tiere im Nationalpark
B. Sagenumwobene Bergwildnis – Landschaftsaufnahmen
C. Kleine Welt am Wegesrand – Makrofotografie
D. Wald im Wandel zur Wildnis – Vom großen Ganzen bis ins Detail

Die Jury hatte die schwere Aufgabe, aus den mehr als 1.000 eingereichten Fotos die besten auszuwählen. Im Rittersaal des Schlosses Herzberg wurden nun die Gewinner der vier Kategorien durch Reiner Bremer, Jungfer Druckerei und Verlag GmbH, und Andreas Pusch, Nationalpark Harz, ausgezeichnet.

Der erste Preis in der Kategorie C und der Gesamtsieg gingen für das Foto „Kraftsportler“ an Thomas Hinsche aus Dessau-Roßlau. Er überzeugte die Jury mit der Makroaufnahme einer Ameise. Das Foto „Erlenzeisig-Streit“ von Jürgen Borris aus Holzminden errang in Kategorie A den ersten Platz. Mit ihrer Landschaftsaufnahme „Steine am Reitstieg“ gewann Dr. Marion Müller aus Goslar die Kategorie B. In der in diesem Jahr erstmalig vertretenen Kategorie D siegte Hans-Joachim Gleichmann aus Clausthal-Zellerfeld mit seiner Schwarzweißaufnahme „Der Alte“.

Eine Ausstellung mit den schönsten Bildern ist bis zum 31.10.2019 im Museum Schloss Herzberg zu sehen. Die Sonderausstellung ist mittwochs bis sonntags von 10 – 16 Uhr geöffnet. Im Anschluss wandert die Ausstellung in das Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg.

Weiterhin wurden 14 Bilder des Wettbewerbs für den Nationalpark-Kalender 2020 ausgewählt. Dieser ist zum Preis von 14,95 € ab sofort in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen erhältlich. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen zu 100 % dem Luchsprojekt Harz (www.luchsprojekt-harz.de) zugute, denn der Kalender wird der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH zur Verfügung gestellt. Bestellt werden kann der Kalender auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.

Der Nationalpark Harz und die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH Herzberg kooperieren seit 2010 im Zusammenhang mit dem Fotowettbewerb und dem Kalender „HarzNATUR“. Für die Jungfer Druckerei ist die Vermeidung von Emissionen und die Verbesserung der Effizienz ihrer Maschinen wesentlicher Bestandteil ihres umweltfreundlichen Betriebskonzeptes. Ihr Einsatz für das Luchsprojekt ist Ausdruck ihrer Verbundenheit mit der Harzregion und ihrer vielfältigen Natur.

Pflanzung und Käferbekämpfung waren im Nationalpark Harz niemals ein Tabu – Mehr Vielfalt im Wald – Herbstliche Buchenpflanzungen im Nationalpark Harz – schon über 4 Mio. Buchen gepflanzt
Wernigerode. Die Natur darf sich in der Kernzone des Nationalparks Harz frei entfalten. Im Moment ist der natürliche Waldwandel vom ehemaligen Wirtschaftswald hin zum wilden Naturwald zu erleben. In den Hochlagen ist die Fichte von Natur aus heimisch, deshalb wird sie in diesen Gebieten auch weiter die Hauptbaumart bleiben. Neben jungen Fichten wachsen hier auch Laubbäume wie Eberesche, Bergahorn oder Weide – sie kommen von allein, entwickeln sich gut und benötigen keine Pflanzungen.

In tieferen Lagen schlagen in den ehemaligen Fichtenforsten vor allem verschiedene Laubbäume Wurzeln. Von Natur aus würden hier vor allem Buchen wachsen, deren Rückkehr der Nationalpark mit Pflanzungen, vorrangig junger Buchen, unterstützt. Die Natur bekommt mit diesen Initialpflanzungen ein Werkzeug in die Hand und der „Reparaturprozess“ hin zu mehr Naturnähe und natürlicher Entwicklung wird unterstützt – „Hilfe zur Selbsthilfe“ für die Natur.

Im Nationalpark Harz werden daher in diesen tieferen Lagen seit Jahren in erheblichem Umfang Pflanzungen zur Erreichung der Schutzziele nach Maßgabe der Gesetze und Managementvorgaben des Schutzgebiets durchgeführt. In der Naturentwicklungszone werden verschiedene Laubbaumarten, vorrangig Buchen, in ehemalige Reinbestände mit standortsfremden Fichten gepflanzt. In diesen Flächen gibt es zu wenige und teilweise über mehrere hundert Hektar hin keine alten Buchen, die als Samenbäume dienen könnten. Damit dienen die Buchenpflanzungen den Vorgaben des Nationalparkgesetzes entsprechend der Steigerung der Naturnähe.

Diese Anpflanzungen sind in den letzten Jahren aufgrund der zunehmenden Aktivitäten der Borkenkäfer nochmals verstärkt worden. Die Schwerpunkte bilden die Außengrenzen des Schutzgebietes, wo Wirtschaftswald angrenzt.

Insgesamt wurden auf diese Weise innerhalb der letzten 10 Jahre ca. 4,3 Millionen Laubbäume in den Wäldern des Nationalparks gepflanzt, um die Waldentwicklung von Fichtenreinbeständen zu Mischwäldern zu forcieren. Neben der Buche waren es in geringen Stückzahlen auch Bergahorn, Roterle, Weiden, Aspen und Birken.

Die Anzahl von insgesamt ca. 670.000 gepflanzten Buchen (410.000 im sachsen-anhaltischen Teil) im Jahr 2018 spiegelt dabei die nochmals verstärkten Bemühungen wider.

Eine weitere sehr kurzfristige Steigerung dieser Zahlen ist kaum möglich, da die Erhöhung der Pflanzenproduktion von der Saatgutverfügbarkeit und Baumschul- und Pflanzkapazitäten abhängig ist. Die Pflanzungen werden auf gleich hohem Niveau fortgesetzt.

Hintergrund: Wo wird gepflanzt? Sind es Aufforstungen?

Unter Wiederaufforstung werden Maßnahmen zur Pflanzung, zur Nachbesserung, zur Pflege und zum Schutz der Kulturen verstanden. Als Wiederaufforstung gilt auch eine durch forstliche Maßnahmen herbeigeführte oder sich spontan einstellende Verjüngung, wenn diese geeignet ist, eine sachgerechte Verjüngung im Sinne einer nachhaltigen Bewirtschaftung sicherzustellen. In diesem Sinne „forstet“ der Nationalpark nicht auf, sondern er setzt Pflanzungen dort, wo das geboten ist.

Gepflanzt wird in der Naturentwicklungszone, siehe Zonierungskarte. In ihr befinden sich Flächen, die sich in der Folge von schonenden Waldentwicklungsmaßnahmen unbeeinflusst zu Naturdynamikzonen weiterentwickeln können. Der Anteil dieser Zone an der Nationalparkfläche beträgt derzeit 38,5 %.

Die Naturdynamikzone enthält Flächen, die sich bereits in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden. International werden diese wertvollen Gebiete in der Regel als "Kernzonen" bezeichnet. Ihr Anteil am Nationalpark Harz umfasst derzeit 60,3 % – hier finden keine waldbaulichen Maßnahmen mehr statt. Dennoch werden in einem Randbereich zu benachbarten Waldgebieten zum Schutz der hier befindlichen Wirtschaftswälder die Borkenkäfer bekämpft – auch angesichts der aktuellen Klimaentwicklung örtlich eine wichtige Maßnahme.

Als Nutzungszonen sind kulturhistorisch wertvolle Flächen wie Bergwiesen, Bergheiden und Schwermetallrasen sowie die touristischen Erholungsbereiche ausgewiesen. Hier werden auch langfristig auf weniger als 1 % der Nationalparkfläche Pflegemaßnahmen wie die Mahd von Wiesen durchgeführt. 0,5 % des Nationalparks besteht aus Wasserflächen.

Die internationalen Naturschutzregeln legen fest, dass Entwicklungsnationalparke nach ca. 30 Jahren auf mindestens 75 % der Fläche die natürliche Entwicklung der Ökosysteme gewährleisten sollen. Hier finden dann keine Pflegearbeiten und Nutzungen mehr statt – ganz im Sinne der Nationalpark-Leitlinie „Natur Natur sein lassen“. Dieses Ziel wird 2022 erreicht sein.

Anlagen: Buchenpflanzungen im Nationalpark Harz, Foto Juliane Schenk (Nationalpark Harz), und Zonierungskarte, beide frei mit dieser PI.
http://www.nationalpark-harz.de

Ackerrittersporn in Weddinger Feldflur wiederentdeckt
Goslar - Weddingen. Das Ackerwildkraut, der Feld- oder auch Ackerrittersporn, ist im Landkreis Goslar sehr selten geworden. Als umso erfreulicher werten BUND, NABU und Natur- und Umwelthilfe Goslar nun die Tatsache, dass die kräftig dunkelblau blühende Wildblume auf Weddinger Äckern wieder zu finden ist. Der Ackerrittersporn ist durch die Unkrautbekämpfung mit Herbiziden, eine effektive Saatgutreinigung und den Verlust von Ackerrändern durch immer größere Ackerschläge sehr selten geworden. Er gehört in die heute vom Aussterben bedrohten Ackerwildkrautgesellschaften.

Wie kam es zu dem Fund? Weddingens Biobauer Detlef Vollheyde hat beim Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) eine Naturschutzbegutachtung seines Betriebes beauftragt. Beim sog. Blütencheck wurden die Fachberater auf zwei Flächen fündig. Vollheyde hat vor 30 Jahren seinen Betrieb umgestellt und freut sich nun über die Ergebnisse seiner umweltschonenden Wirtschaftsweise. Durch den Einsatz des Hackstriegels fördert er die Ackerbegleitflora. So haben bei ihm die verschiedenen Kräuter noch Überlebenschancen, weil sie nicht alle vernichtet werden. Beim Einsatz des chemischen Pflanzenschutzes mit seiner oft hundertprozentigen Wirkung bleiben zumeist nur die Kulturpflanzen übrig.

Wolfgang Moldehn vom NABU, Rainer Schlicht von der Natur- und Umwelthilfe Goslar und Dr. Friedhart Knolle vom BUND beobachten noch eine weitere Problematik in der Kulturlandschaft – das kaum nötige Schreddern der Feldränder. Die Ackerränder, so führen sie aus, sind so genannte Saumbiotope. Mit der Erhaltung und Pflege von bunten Wegrändern, Uferstreifen, Hecken und auch Feldrainen wird ein wesentlicher Beitrag für das Landschaftsbild und zum Erhalt der Biodiversität geleistet. In diesen Saumbiotopen wimmelt und brummt es förmlich von Insekten. Sie sind oft letzte Lebensräume für eine große Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten und haben daher einen besonderen Wert für die Natur. In Weddingen lässt Biobauer Vollheyde diese Feldrandstreifen weitestgehend stehen – hier behalten sie ihre ökologische Funktion. Das ist ein wichtiger Beitrag zur gesetzlich vorgeschriebenen Biotopvernetzung im Harzvorland, an dem gerade gearbeitet wird.

Der Heideluchs – ein Harzer? Damen der Bundesligamannschaft der Handball-Luchse im Harz
Bad Harzburg. Ein Luchs streift durch die Lüneburger Heide. Zufällig bei Amelinghausen und Uelzen und auch an anderen Orten entstandene Wildkameraaufnahmen bestätigen diese außergewöhnliche Tatsache. Der sog. Heideluchs könnte ein Zuwanderer aus dem Harz sein, wo zwischen 2000 und 2006 Luchse im Nationalpark Harz ausgewildert wurden und inzwischen eine vitale Population der Tierart entstanden ist. Die Harzluchse breiten sich seit ein paar Jahren aus. Bis in die Lüneburger Heide war zuvor aber noch kein Tier vorgedrungen. Ist der Heideluchs tatsächlich aus dem Harz gekommen, so ist er das bislang am weitesten bis nach Norden vorgedrungene Individuum.

Den umgekehrten Weg schlagen nun die Damen der Bundesligamannschaft der „Handball-Luchse“ aus Buchholz in der Nordheide ein. Der frischgebackene Meister startet mit 40 Personen im Zuge der Saisonvorbereitung 2019/20 zum Besuch nach Bad Harzburg in den Nationalpark Harz, berichtet Manfred Popp, Marketing-Mitarbeiter des Vereins.

Ole Anders, Leiter des Harzer Luchsprojektes, freut sich auf das Treffen mit den Handballerinnen, die die Reise als Teambuilding-Maßnahme nutzen wollen.

Am 27. Juli erwartet die Handball-Luchse ein sportliches Programm in Bad Harzburg: Besuch des Baumwipfelpfades, vier Kilometer Wanderung bergauf über den Luchspfad, Beobachtung und Fütterung der Luchse im Gehege, Abstieg vom Burgberg oder Seilbahnfahrt in das Tal und anschließend Grillen mit allen Beteiligten im Biergarten/Kurpark.

Die Freundschaft zwischen den Handball-Luchsen und den Harzer Naturschützern begann im August 2018 mit einem Besuch von Ole Anders in der Nordheide aus Anlass des 2. Buchholzer Handballtages.

Beide „Luchsprojekte“ sehen sich auch als Botschafter Ihrer Region. Im Harz soll dieser Kontakt nun ausgebaut werden. Es wird Gespräche über gemeinsame Unternehmungen und Aktionen geben, da sind sich Ole Anders und Manfred Popp sicher.
http://www.nationalpark-harz.de

31.7.2019, 10 - 16 Uhr: Veranstaltung anlässlich des Internationalen Ranger-Tags (World Ranger Day) am Natur-Erlebniszentrum HohneHof bei Drei Annen-Hohne
Wernigerode – Drei Annen Hohne. Wer kennt sie nicht, die Harzer Ranger im Nationalpark Harz? Aber haben Sie auch schon mal bei einem Besuch in einem anderen Schutzgebiet einen der dortigen Ranger oder Rangerinnen kennen gelernt? Oder sogar in einem Nationalpark außerhalb Deutschlands? Immerhin fast 5000 Nationalparke gibt es auf der Welt.

Ranger gibt es weltweit und nicht überall ist ihr Einsatz für Mensch und Natur so ungefährlich wie in unserem Land. Vor allem in Afrika und Asien sterben jedes Jahr Ranger beim Kampf gegen Wilderer. Auch, um auf diese Situation aufmerksam zu machen, hat die Internationale Ranger-Organisation (IRF) den 31. Juli zum Internationalen Ranger-Tag erklärt. Er hat zum Ziel auf die wichtige Arbeit der Ranger für den Schutz des Natur- und Kulturerbes dieser Erde aufmerksam zu machen und den Rangern zu gedenken, die während ihres Dienstes verletzt oder getötet wurden. Der „Welt-Ranger-Tag“ wurde von der International Ranger Federation (IRF) ins Leben gerufen und wird von der Thin Green Line Foundation (TTGLF) und anderen Organisationen unterstützt. The Thin Green Line Foundation ist eine Stiftung, die die Familien getöteter Ranger unterstützt und sich für die Arbeit der Ranger weltweit einsetzt. In jedem Jahr wird ein „Role of Honor“, eine Liste mit dem Namen der getöteten Ranger erstellt, um ihren Einsatz für Mensch und Natur unvergessen zu machen. Alle Ranger und Unterstützer sind aufgerufen, an diesem Tag durch öffentliche und private Veranstaltungen auf die Arbeit der Ranger und ihren oft lebensbedrohlichen Einsatz aufmerksam zu machen.

Der Schutz von Natur und Landschaft kann aber nur erfolgreich sein, wenn es gelingt, die Bevölkerung und die Besucher bei dieser Arbeit mit einzubeziehen. Denn jeder einzelne kann durch sein Verhalten im Schutzgebiet mithelfen, die Natur für uns und die nächsten Generationen zu erhalten.

Die jüngsten Unterstützer der Ranger im Harz sind übrigens die Harzer Junior-Ranger - siehe https://www.nationalpark-harz.de/de/naturspass-fuer-kids/juniorranger/ - aber auch viele andere Menschen im Harz unterstützen die Arbeit der Ranger.

Anlässlich des Internationalen Ranger-Tages führen die beiden Harzer Ranger Robby Meißner und Mathias Prinz am 31.7.2019 von 10 - 16 Uhr am Natur-Erlebniszentrum HohneHof eine Informationsveranstaltung durch. Dabei soll über die Arbeit und den Einsatz der Ranger in Deutschland und weltweit informiert werden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ein halbstündiger Film, der über die Arbeit der Ranger z.B. Südafrika, USA, Indien, Australien oder Uruguay informiert. Sean Willmore, der Präsident der International Ranger Federation, war ein Jahr mit der Kamera in den Nationalparken der Welt unterwegs und hat ihn gedreht.

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Wir freuen uns über zahlreiche Gäste.
http://www.nationalpark-harz.de

Harzer Wandernadel hat ein neues Thema im Blick - Burgen und Schlösser
Die neue Wander-Aktion der Harzer Wandfernadel beschäftigt sich mit den Burgen und Schlössern im Harz.Im ersten Schritt wurden 32 Orte ausgewählt, die zum Teil bereits im Stempelsystem der Wandernadel zu finden sind, andere sind werden bis spätestens Ende August eingerichtet allerdings als Sonderstempel. Dazu gibt es natürlich auch ein Wanderstempelheft für die die 32 Zielorte.
Alle weiteren Informationen finden Sie aquf der Homepage der Wandernadel:
https://www.harzer-wandernadel.de/

Ferienprogramm am HohneHof im Nationalpark Harz
Wernigerode – Drei Annen Hohne. In der Zeit der Sommerferien hat das Natur-Erlebniszentrum HohneHof einige spezielle Angebote vorbereitet, die sich besonders an Kinder und Familien richten, so Irmtraud Theel vom HohneHof. So laden wir jeden Dienstag ab 10.30 Uhr zu einer Entdeckertour auf den Löwenzahnpfad ein. Vom Parkplatz Drei Annen Hohne aus geht es dann zu den verschiedenen Spiel-, Lern- und Erlebnisstationen, bei denen auch für Eltern und Großeltern so manches Wissenswerte zu erfahren ist. Die Tour endet dann am HohneHof, wo man sich bei einem kleinen Imbiss stärken und den Spielplatz erkunden kann, bevor man dann wieder den Heimweg antritt.

An jedem Mittwoch ist ab 11.00 Uhr „Ranger-Tag“ mit speziellen Angeboten rund um das Natur-Erlebniszentrum. Ob nun bei Wasseruntersuchungen, Wissenswertem zum Thema „Wiesenkräuter“ oder Beobachtungen am Insektenhotel – für Groß und Klein wird es sicher viel Neues zu entdecken geben.

Am Donnersteg, den 25. Juli ab 10.30 Uhr wird dann auf die „Spuren von Winnetou und Robin Hood“ eingeladen, wo man nach einer Erkundungstour durch den Wald dann selbst Pfeil und Bogen bauen kann, um auf das Leben in der Wildnis vorbereitet zu sein. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich (039455/8640), da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Außerdem ist ein Teilnehmerbeitrag von 2,- € für Materialkosten einzuplanen.

Am Donnerstag, den 1. August geht es dann noch einmal in die Wildnis. Hier kann man dann der Fantasie freien Lauf lassen, wenn es unter der Überschrift „Gestrandet im Wald“ um Überlebensstrategien fernab von Häusern und Supermarkt geht. Treffpunkt ist auch hier der Parkplatz Drei Annen Hohne. Eine Anmeldung für die organisatorische Vorbereitung wäre hierfür sehr hilfreich.

Unser Angebot am Donnerstag, den 8. August, wendet sich dann an die etwas größeren Feriengäste. Unter der Überschrift „Wo wachsen Greiskraut, Himbeere und Fichte?“ geht es dann gemeinsam mit einem der Wissenschaftler des Nationalparks zu einer kurzen Wanderung für große und kleine Naturforscher. Hier bekommt man eine Vorstellung, was zur Arbeit eines Botanikers im Nationalpark gehört, welche Zusammenhänge es in der Natur gibt und wie sich unser Wald mit den klimatischen Veränderungen gerade entwickelt. Auch diese Tour startet auf dem Parkplatz in Drei Annen Hohne und endet am Natur-Erlebniszentrum.

Wir hoffen, dass wir bei bestem Ferienwetter möglichst viele Kinder mit ihren Eltern zu unseren Veranstaltungen begrüßen können. Auch an allen anderen Ferientagen ist der HohneHof von 10 bis 17 Uhr geöffnet, wo wir uns immer über möglichst viele neugierige Gäste freuen, so Irmtraud Theel vom Natur-Erlebniszentrum HohneHof des Nationalparks Harz.
http://www.nationalpark-harz.de

Das war das Junior-Ranger-Wildniscamp 2019 des Nationalparks Harz
Braunlage. Unter dem Motto „ Tatort Spurensuche“ hat das diesjährige viertägige Wildniscamp des Nationalparks Harz stattgefunden, zu dem erstmals Junior-Ranger aus ganz Deutschland eingeladen waren. Mit dem Ziel herauszufinden, inwiefern alte Harzer Berufe die Harzer Landschaft gestaltet haben, fanden sich insgesamt 19 Junior-Ranger bei uns ein. Dabei gab es neben Junior-Rangern aus dem Harz unter anderem Besuch aus dem Nationalpark Unteres Odertal, dem Nationalpark Hainich und dem Biosphärenreservat Thüringer Wald.

Die Organisation des Camps lag beim Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg unter tatkräftiger Mitwirkung der Nationalparkranger und der Commerzbank-Umweltpraktikantin Wiebke Brand.

Eingebettet in eine Geschichte wurden mittels einer Zeitreise ein Köhler an seinem Meiler und ein Bergmann besucht. Schließlich erfuhren die jungen Ranger in der Grube Samson viel über den historischen Bergbau. Auch das Thema der Waldentwicklung zur Wildnis wurde den Kindern mit einer Wanderung zur Achtermannshöhe anschaulich näher gebracht.

Doch auch Spiel und Spaß kamen im Camp nicht zu kurz und so konnten sich die Kinder im Tauziehen, Bogenschießen und Korbflechten messen sowie bei Spielen in der Dunkelheit ihre Sinne schulen. Trotz des eher herbstlichen Wetters waren die Kinder begeistert!

Informationen zum Junior-Ranger-Programm des Nationalparks Harz erhalten Sie im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg, Tel. 05582/9164-0, oder unter
https://www.nationalpark-harz.de/de/naturspass-fuer-kids/juniorranger/

Freiwilliges Ökologisches Jahr – eine Orientierungszeit im Nationalpark Harz
Torfhaus. Viele Schulabgänger sind noch unentschlossen, welchen Berufsweg sie einschlagen möchten. Wer eine Auszeit zur Orientierung nehmen und sich gleichzeitig für Natur und Umwelt einsetzen möchte, kann ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren.

In Niedersachsen stehen über 200 Einsatzstellen für diesen Freiwilligendienst zur Verfügung. Eine davon ist das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus inmitten der Bergwildnis des Nationalparks Harz. Die Freiwilligen führen verschiedene Besuchergruppen – von der Schulklasse bis zur Seniorengruppe durch die wiederentstehende Wildnis. Dabei werden Themen wie die Naturdynamik und Klimawandelfolgen, Hochmoorökologie, der Luchs, die Rückkehr des Wolfes und vieles mehr den Gästen nähergebracht. Zudem betreuen die Freiwilligen die Ausstellungsbesucher und stehen ihnen für verschiedenste Fragen rund um den Nationalpark, die Nationalparkregion und zu Naturschutzstrategien zur Verfügung. Für eigene Projektideen und Umsetzungskonzepte erhalten die Freiwilligen Unterstützung seitens ihrer Einsatzstelle.

Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahres in Niedersachsen ist die Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz. Diese bewirbt u.a. die Einsatzstellen und stellt öffentlichkeitswirksame Schilder bereit, damit die Einsatzstelle auch von außen gleich erkennbar ist. Die beiden Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus Sophie Schreiber (links im Bild) und Jakob Husar (rechts) haben das Schild nun am Besucherzentrum befestigt. Sophie Schreiber wurde jüngst medial sehr bekannt, weil sie wichtige Elemente der aktuellen Anti-Müll-Kampagne des Nationalparks Harz konzipiert hat.
http://www.nationalpark-harz.de

Fliegerhorst Goslar – ein neuer Goslarer Stadtteil und seine Geschichte
Goslar. Zu den „vergessenen Orten“ des Harzes gehörte über Jahrzehnte der Fliegerhorst Goslar. In der NS-Zeit ab 1935 aufgebaut, von den Alliierten 1945 übernommen und 1958 der Bundeswehr übergeben, wurde das Gelände bis 2010 als militärischer Standort genutzt.



Der Fliegerhorst trägt die architektonische Handschrift der NS-Zeit. Er diente der Aufrüstung und Kriegsvorbereitung sowie auch der Stabilisierung der NS-Ideologie. Der vorliegende Wegweiser möchte einen Beitrag zur Aufarbeitung und differenzierten Bewertung der dortigen baulichen Zeugnisse der NS-Zeit bieten. Er behandelt die Geschichte des Fliegerhorstes, seine Funktion im NS-Staat, aber auch seine Rolle als Bundeswehrstandort und seine militärische sowie städtebauliche Anlage und Architektur.



Da die Nutzung als Flugplatz 1945 aufgegeben und das Rollfeld mit dem neuen Stadtteil Jürgenohl bebaut wurde, blieb das ursprüngliche bauliche Erscheinungsbild des Fliegerhorstes fast vollständig erhalten. 1994 wurde er daher in seiner Gesamtheit als Denkmal unter Schutz gestellt. Das hinderte die Klosterkammer nach dem Erwerb des östlichen Bereiches für den symbolischen Preis von einem Euro nicht, sich selber die Genehmigung zum Abriss des völlig intakten Offizierscasinos auszustellen. Doch auch der nicht erwartete Protest der Bevölkerung, eine mehrere tausend Unterschriften umfassende Liste und eine Petition beim Niedersächsischen Landtag konnten den zwischen Stadt, Klosterkammer und Landesamt für Denkmalpflege verabredeten „Deal“ nicht mehr stoppen.



Umso wichtiger erscheint es den Autoren, die den Band seitens des Geschichtsvereins Goslar gemeinsam mit dem Arbeitskreis Fliegerhorst jüngst herausgegeben haben, die Geschichte dieses Standortes zu vermitteln. Dazu will der Arbeitskreis, wie er im Band feststellt, die weitere Entwicklung der Konversion dieses Geländes kritisch-konstruktiv begleiten, denn dieser neue Goslarer Stadtteil ist weder hinreichend für Fußgänger und Radfahrer mit dem angrenzenden Stadtteil Jürgenohl vernetzt, noch werden attraktive Grünverbindungen für die unterversorgten Jürgenohler durch den neuen Stadtteil in das Grauhöfer Holz angeboten. Die sehr freizügigen Vorgaben für die Neubebauung ermöglichen die Grundstücksverwertung – nicht jedoch ein spannungsvolles Miteinander von Alt und Neu.



Neben den Kapiteln, die sich mit der Geschichte des Fliegerhorstes und seiner Architektur befassen, werden das Gelände und dessen Bebauung in einzelnen Teilbereichen vertieft: technische Zone am Nordrand des ehemaligen Flugfeldes mit der Flugleitung und den einzelnen Flugzeughallen, Unterkunfts- und Verwaltungsbereiche, Wohnviertel der Offiziere u.a.m. In einem weiteren Kapitel wird auch das Umfeld des Fliegerhorstes angesprochen, beispielsweise der Stadtteil Jürgenohl auf dem ehemaligen Rollfeld, das SS-Lager an der Grauhöfer Landwehr und das Außenlager Goslar des Konzentrationslagers Buchenwald.



Den Autoren geht es in erster Linie um die Baugeschichte, nicht um die politische Geschichte des Fliegerhorstes. Die baulichen Hinterlassenschaften dürfen den Blick nicht trüben für ihre Funktion. Hinsichtlich der NS-Hinterlassenschaften wird (wenn auch knapp) ganz Goslar betrachtet, denn zum baulichen Erbe der Zeit von 1933 – 1945 gehören in Goslar auch die Sudmerbergsiedlung, die Reichsbauernhochschule (gegenüber der Post) und das Rammelsbergprojekt. Ihrer pauschalen Ablehnung als „Nazi-Architektur“ möchte dieser Wegweiser entgegentreten. Er soll einen Beitrag zur Aufarbeitung und differenzierten Bewertung der baulichen Zeugnisse der NS-Zeit bieten. Insbesondere soll er dazu beitragen, dass der neue Stadtteil Fliegerhorst kein unbekanntes Terrain bleibt, sondern von der Bevölkerung kennengelernt und angenommen wird.



Der Band wurde von den beiden Sponsoren Sparkasse Hildesheim Goslar Peine und Harz Energie GmbH & Co. KG gefördert. Die Nachfrage ist derzeit immens, was nicht verwundert, denn der Preis ist günstig und das Layout mit vielen aktuellen und historischen Fotografien, Grundrissen, Schnitten und Karten spricht an. Von der Auflage in Höhe von 1300 Exemplaren wurden innerhalb von vier Wochen mehr als 2/3 verkauft, was das Nachholbedürfnis, dieses unbekannte Gelände kennenzulernen, belegt. Der Band beschreibt alle Gebäude so präzise, dass sie gut auffindbar sind und liefert so eine Dokumentation des gegenwärtigen Zustandes. Das große Interesse am Band garantiert sicherlich eine 2. Auflage, in der Ergänzungen und kleinere Korrekturen vorgenommen werden können.



Die Autoren kennen den Fliegerhorst seit Jahrzehnten: Oberfeldarzt der Reserve Dr. Donald Giesecke war seit 1977 mit dem Bundeswehrstandort vertraut, zunächst als Rekrut, dann als Zahnarzt und später als Sektionsleiter der Gesellschaft für Sicherheitspolitik. Dipl.-Ing. Günter Piegsa, Architekt und Stadtplaner, leitete das Planungsamt des Landkreises Goslar, bevor er beim Land Niedersachsen in der Raumordnung und Landesplanung für Südost-Niedersachsen mitwirkte. Er ist Vorsitzender des Geschichtsvereins Goslar e.V.



Donald Giesecke und Günter Piegsa: Fliegerhorst. Ein Wegweiser durch die bauliche Geschichte des neuen Goslarer Stadtteils. 120 S., zr. zumeist farb. Fotos und Bauzeichnungen, ein ausklappbarer Lageplan, Broschur, ISBN 978-3-7395-1225-9, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2019, 9,90 €

Sankt Andreasberg: Auf Stempeltour im Nationalpark
Sankt Andreasberg. Am kommenden Donnerstag, den 18. Juli, bietet das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg eine geführte Stempeltour an. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr am Parkplatz „Dreibrode“. Nacheinander werden die Stempelstellen Dreibrodesteine, Rehberger Grabenhaus und Rinderstall erwandert. Nebenbei gibt es vom Leiter des Nationalparkhauses viele Informationen zum Nationalpark und der Waldentwicklung.

Unterwegs versorgt man sich aus dem Rucksack. Die Einkehr in den beiden Waldgaststätten ist eingeplant, die Teilnahme aber nicht verpflichtend. Die Rückkehr zum Ausgangspunkt ist gegen 15:30 Uhr vorgesehen.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz „Dreibrode“ an der L 519, nördlich von Sankt Andreasberg am Abzweig zum Rehberger Grabenhaus. Für die Veranstaltung wird vor Ort eine Gebühr erhoben. Erwachsene zahlen 9,- €, Kinder 6,- € und Familien 20,- €. Informationen und Anmeldung im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg oder telefonisch unter 05582 / 92 30 74.

Thomas Appel, Leiter Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
http://www.nationalpark-harz.de

Umweltskandal bei Liebenburg-Othfresen – was tun die zuständigen Behörden?
Liebenburg. Immer wieder macht das Gelände der Grube Ida bei Liebenburg-Othfresen negativ von sich reden – hier hat der private Eigentümer Gangolf Schwochert einen Teil des ehemaligen Grubengeländes regelrecht in eine Altlast verwandelt.

Anwohner beobachten das Treiben auf dem Grundstück seit langer Zeit mit großer Skepsis. Zum einen ist dort eine Vielzahl von alten Autos, Baumaschinen sowie Kühl- und Gefriergeräten gelagert worden, zum anderen wurden in unregelmäßigen Abständen von LKWs ganze Ladungen dubioser Materialien abgeschüttet. Unter den Ladungen waren auch Materialien aus Straßenaufbrüchen. Auch wurden Verbrennungsaktionen beobachtet. Was dort verbrannt wurde, weiß niemand.

2017 gab es einen Brand auf dem Gelände. Beteiligte Feuerwehrleute berichteten anschließend von haarsträubenden Beobachtungen auf dem Gelände. Nach dem Brand am 29. Mai 2017 hatte Bündnis 90/Die Grünen nach einigen Hinweisen den Verdacht geäußert, dass es sich hierbei um eine "Deponie Morgenstern im Kleinen" handeln könnte. Diese Vermutung wurde von Anwohnern bestätigt. 183 Männer der Feuerwehr waren über fünf Stunden im Einsatz und berichteten von starker Rauchentwicklung. Bis heute wurde nicht wirklich geklärt, welches Gewerbe auf dem Grundstück ausgeübt wird. Der Besitzer spricht von einem „Wertstoffdepot“. Nach Auskunft des Landkreises Goslar vom 18.8.2017 auf Anfrage der Kreistagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 11.6.2017 existierten jedoch für das Grundstück keine Gewerbegenehmigungen, weder vom Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig noch vom Landkreis Goslar.

„Es darf dabei auch nicht außer Acht gelassen werden, dass dieser Bereich in einem Karstgebiet liegt, also mit sehr durchlässigen und wasserlöslichen Gesteinen. Sämtliche vorhandene Giftstoffe können also ungehindert bis ins Grundwasser und auch zum naheliegenden Flusslauf der Innerste (FFH-Gebiet) dringen“, warnt der BUND. In der vorstehend erwähnten Auskunft des Landkreises Goslar wurde auch beschrieben, dass auf dem Grundstück eine – teilweise offene – Quelle vorhanden sei. Darüber hinaus war davon die Rede, dass "kein erheblicher Schaden für die Gewässerökologie" eingetreten sei. Abschließend wird aber dargestellt, dass die Priorität in Bezug auf die Altlasteneigenschaft neu bewertet werde und geplant sei, 2018 eine orientierende Untersuchung des Bodens sowie der Grund- und Oberflächengewässer durchzuführen. Ein Ergebnis dieser Untersuchung ist uns leider nicht bekannt. Mittlerweile hat der Eigentümer jedoch Vorkehrungen gegen skeptische Blicke der Anwohner getroffen. Durch Bepflanzungen und speziell aufgeschüttete Hügel ist das Gelände nicht mehr einsehbar. Das kann niemanden beruhigen.

Beim zuständigen Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig war zu erfahren, dass eine sogenannte „Task Force“ bezüglich Grundstück und Eigentümer ins Leben gerufen worden sei. Geschehen ist bislang aber nichts Sichtbares. Auch die Gemeinde Liebenburg und der Landkreis Goslar sind zwar auf dem Papier aktiv geworden, aber offenbar nicht vor Ort, so die Beobachtungen des BUND Westharz, dessen Vorstandsmitglied Marco Rehberg nahe der Neu-Altlast wohnt.

Für ihn und die weiteren Anwohner ist die Situation „undurchsichtig und zwielichtig“. „Ich wünsche mir nunmehr eine Aufklärung der Angelegenheit und sehe alle erwähnten Behörden in der Pflicht. Der Großbrand im Mai 2017 zeigt ja, dass dort sehr explosive und umweltschädigende Materialien gelagert werden. Es muss meines Erachtens dringend etwas passieren“, mahnt der Othfresener schon lange.

Im Mai 2019 wurden mit einem sehr heruntergekommenen LKW (Kennzeichen konnte nicht erkannt werden) erneut mehrere Tonnen stark verunreinigter Bodenaushub oder Ähnliches abgelagert. Die Fotos zeigen, dass u. a. Beton, Eisen/Stahl und Kunststoff dabei war. Um dies genauer zu untersuchen, müsste das Gelände betreten werden, was der BUND jedoch nicht darf.

Gestern hat es nun erneut auf dem Gelände gebrannt, wie uns eine Anwohnerin mitteilte. Weitere Details sind unbekannt.

Wir haben diese Beobachtungen immer und immer wieder den zuständigen Behörden, insbesondere dem Landkreis Goslar, dem Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig und auch dem Ordnungsamt der Gemeinde Liebenburg sowie der Polizei mitgeteilt. Die Gemeinde Liebenburg teilte jüngst mit, dass der Besitzer Schwochert „bis Mai 2019“ für Ordnung zu sorgen habe. Davon bemerken wir wenig und erwarten nunmehr dringend eine nachhaltige Verbesserung auf dieser unter den Augen der zuständigen Behörden entstandenen Altlast, so der BUND Westharz abschließend.
https://www.bund-westharz.de/

7.7.2019, 9 bis 12 Uhr: Schwermetalle und Dioxin – alte und neue Belastungen im Kalten Feld – Wanderung mit Dr. Friedhart Knolle
Oker-Harlingerode. BUND Westharz und NABU Goslar laden gemeinsam für den Sonntag, 7.7.2019, zu einem spannenden Spaziergang über das Kalte Feld zwischen den industriellen Emittenten von Oker und der Ortslage von Bad Harzburg-Harlingerode ein.

Immer wieder macht das sog. Kalte Feld von sich reden – und das nicht ohne Grund. Es handelt sich um eine früher vollständig landwirtschaftlich genutzte Fläche. Doch das Kalte Feld gehört zu den in Niedersachsen am höchsten mit Schwermetallen belasteten Flächen. Daher sind zahlreiche Ackerflächen heute gar nicht mehr zu bewirtschaften und liegen brach. Hier hat sich eine besondere Schwermetallvegetation entwickelt. Zudem wurden hier bereits in den 1980er Jahren erhöhte Dioxingehalte in den Böden festgestellt. Auch das Grundwasser im Kalten Feld ist mit Schwermetallen belastet – die Grundwasser-Messpegel zeugen davon. Und bis heute werden industrielle Immissionen eingetragen, die z.T. über den sog. IW-Werten der TA Luft liegen. Sie werden in sog. Bergerhoff-Gefäßen gemessen. Eine Nothilfe gegen die belasteten Stäube sind die Immissionsschutzwälder, die die Bevölkerung von Harlingerode notdürftig schützen sollen.

Alle diese Themen werden auf der Wanderung berücksichtigt und die entsprechenden Örtlichkeiten besucht.

Treffpunkt: Harlingerode, Westende Kaltenfelder Straße, 9 Uhr. Dauer ca. 3 Stunden.

Für die Teilnahme wird keine Gebühr erhoben, Spenden sind jedoch willkommen.
https://www.bund-westharz.de/

Alle Jahre wieder: Harmlose Schlupfwespen auf Brocken-Gipfeltour Wespeninvasion auf der Brockenkuppe ist ungefährlich
Nahezu jedes Jahr findet sich mit den ersten warmen Tagen im Sommer eine Heerschar großer, gelbschwarz gefärbter Wespen auf dem Brockengipfel ein. Es handelt sich um die Gelbe Schlupfwespe. Da sie nicht sticht, stellt sie keinerlei Gefahr für Menschen dar.

An manchen Sommertagen suchen Gelbe Schlupfwespen auf dem Brockengipfel nach Abkühlung (Foto: Klaus-Dieter Aumann)
Nahezu jeden Sommer erreichen die Nationalparkverwaltung besorgte Anfragen, weil zahlreiche große, gelbschwarz gefärbte Wespen den Brocken belagern. Die bedrohlich wirkenden Insekten fliegen an manchen Tagen massenhaft die Gebäude auf dem höchsten Berg Norddeutschlands an.
Es handelt sich um die Gelbe Schlupfwespe (Amblyteles armatorius). Auch wenn sie eine gewisse Ähnlichkeit mit den uns wohlbekannten und durchaus wehrhaften sozialen Faltenwespen haben, stellen diese Tiere für uns Menschen aber keinerlei Gefahr dar.
Schlupfwespen bauen keine Nester, in denen sie ihre Brut aufziehen und die sie deshalb gegen vermeintliche Eindringlinge verteidigen müssten. Die Tiere stechen uns nicht. Die Art entwickelt sich vielmehr parasitisch, indem die Weibchen im Herbst ihre Eier in die Raupen von Eulenfaltern, vornehmlich der Hausmutter (Noctua pronuba), legen. Dort ernährt sich die Wespenlarve vom Körpergewebe der Raupe, bevor die fertige Wespe im nächsten Frühsommer die Puppenhülle verlässt.
Von der Gelben Schlupfwespe ist bekannt, dass die Weibchen im Sommer gezielt hohe Berge in den Mittelgebirgen anfliegen. Da Untersuchungen gezeigt haben, dass die Weibchen bei ihren Gebirgsflügen noch keine reifen Eier in sich tragen, kann man davon ausgehen, dass die Tiere zur Übersommerung ins Gebirge fliegen und so den heißen Sommertagen im Tiefland entfliehen. An den Gebäuden der Brockenkuppe sind die Tiere auf der Suche nach Versteckmöglichkeiten. Interessanterweise zeigt der Hauptwirt, die Hausmutter, das gleiche Verhalten der Übersommerung im Gebirge.
Es gibt also keinen Grund für uns Menschen, uns vor diesen Tieren mit ihrer interessanten Biologie zu fürchten.
http://www.nationalpark-harz.de

Die Präsidenten von BUND, Prof. Dr. Hubert Weiger, und NABU, Olaf Tschimpke, informieren sich im Nationalpark Harz über die aktuellen Waldbilder – Der Klimawandel beeinflusst auch die Wildnisentwicklung im Schutzgebiet
Wernigerode - Braunlage. Am 24.6.2019 besuchten auf Einladung des Nationalparks Harz die beiden Präsidenten der größten deutschen Naturschutzverbände BUND und NABU den Nationalpark Harz. Grund des Besuches waren die Schlagzeilen, die die vielen absterbenden Fichten im Nationalpark zurzeit hervorrufen. Gleichzeitig ergriffen sie die Gelegenheit, die von ihrem jeweiligen Verband betriebenen Nationalpark-Informationseinrichtungen in Torfhaus und Sankt Andreasberg zu besuchen.

Nationalparkleiter Andreas Pusch erläuterte auf einer Exkursion rund um den Achtermann bei Braunlage die aktuelle Waldentwicklung, die durch das extrem trocken-heiße Jahr 2018 in dramatischer Weise beschleunigt wurde: „Das Zulassen eigendynamischer Naturprozesse ist die wichtigste Naturschutzaufgabe eines Nationalparks. Insofern betrachten wir das Absterben von Bäumen, auch wenn es großflächig ist, nicht als Katastrophe, sondern als Teil der natürlichen Waldentwicklung. Das Werden und Vergehen schafft Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren, die es in unserer überwiegend intensiv genutzten Kulturlandschaft andernorts oft schwer haben. Gleichwohl stellt uns die dramatische Entwicklung des vergangenen Jahres vor erhebliche Herausforderungen, insbesondere was die Information der Öffentlichkeit und die Durchführung von Verkehrssicherungsmaßnahmen angeht.“

Weiger und Tschimpke sagen dazu: Wir haben vollstes Verständnis dafür, dass viele Nationalparkbesucher sich um den Fortbestand des Waldes sorgen.“ - “Aus ökologischer Sicht sind tote Bäume keine Katastrophe. Sie sind wichtiger Bestandteil natürlicher Ökosysteme wie auch der Borkenkäfer natürlicher Bewohner des Lebensraumes Fichtenwald ist,“ so Weiger. „Nur auf 0,6 % der Landfläche Deutschlands kann sich die Natur wie hier im Nationalpark Harz nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickeln. Aus Naturschutzsicht ist die hier entstehende Wildnis deshalb sehr zu begrüßen. Trotzdem muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Häufung von Extremwetterlagen wie im vergangenen Jahr sowie die Zunahme der Jahresdurchschnittstemperatur Ausdruck eines nicht mehr abzustreitenden Klimawandels ist, dem unsere Gesellschaft und jeder Einzelne endlich mit Nachdruck entgegenwirken muss.“

Dem kann sein Kollege vom NABU, Olaf Tschimpke, nur zustimmen: „Wir freuen uns über die entstehende Wildnis im Nationalpark und können den Nationalpark nur darin bestärken, diesen Weg weiter zu gehen. Mit großem Interesse haben wir die Forschungsergebnisse der Nationalparkverwaltung zur Kenntnis genommen, die belegen, dass die Artenvielfalt von dieser ungelenkten Naturentwicklung enorm profitiert. Den Kritikern dieser Waldbilder möchte ich entgegnen, dass nicht das Prinzip „Natur Natur sein lassen“ unser Umweltproblem ist, sondern unser verschwenderischer und oft rücksichtsloser Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen.

Beide Präsidenten wiesen darauf hin, dass BUND und NABU sich aktiv und mit hoch engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im jeweiligen, von ihnen betriebenen Nationalparkhaus an der Information und Aufklärung der Besucherinnen und Besucher beteiligen. Dazu gehört auch zu zeigen, wie der Wald im Wandel zur Wildnis sich weiter entwickelt. Beispiele dafür gibt es nicht nur im Nationalpark Harz in Bereichen, in denen der Borkenkäfer bereits in den 1990er Jahren Fichtenbestände zum Absterben brachte. Prof. Weiger erzählt: „Vor Jahrzehnten hatten wir die ersten Waldbilder dieser Art im Nationalpark Bayerischer Wald. Die damalige Diskussion war kontrovers und die erste ihrer Art in ganz Deutschland. Wir haben sie seitens des BUND stets aktiv begleitet und konnten viel zur Versachlichung beitragen. Denn der Wald starb auch damals im Bayerischen Wald nicht. Er hat sich lediglich erneuert. Heute sind die neu entstandenen Waldbilder so attraktiv, dass sie eine wichtige Grundlage des dortigen florierenden Nationalparktourismus darstellen.“

Olaf Tschimpke ergänzt: „Die unbeeinflusste Natur wird auch unter geänderten Klimabedingungen ihren Weg finden. Es dürfte deshalb auch für die künftige Bewirtschaftung der genutzten Wälder von großem Interesse sein, Vergleichsflächen zu haben, auf denen die Natur uns zeigt, wie sie auf Veränderungen der Umweltbedingungen reagiert.“

Mi Blick auf die an den Nationalpark angrenzenden Wirtschaftswälder, die von der Trockenheit und dem Borkenkäfer ebenso betroffen sind wie der Nationalpark weist Schutzgebietsleiter Pusch auf die schwierige Lage der dort tätigen Forstleute hin: Holz ist einer der wichtigsten und naturverträglichsten Rohstoffe unseres Landes. Aufgabe unserer Kollegen ist die nachhaltige Bewirtschaftung dieser Wälder zur Sicherung des Rohstoffes Holz auch für künftige Generationen. Die dramatischen Entwicklungen der vergangenen Monate bedeuten für die Förster viele Sorgen und eine enorme Arbeitsbelastung. Die Nationalparkverwaltung führt deshalb mit Hochdruck im sogenannten Borkenkäfer-Sicherungsstreifen entlang der Nationalparkgrenze Bekämpfungsmaßnahmen durch, um eine Ausbreitung der Käfer in die Wirtschaftswälder zu verhindern.

Die Entwicklungen sowohl innerhalb wie auch außerhalb des Nationalparks machen es überaus deutlich, wie wichtig sofortige Maßnahmen zum Klimaschutz sind.
https://www.nationalpark-harz.de/

Freundschaftskonzert im Rahmen des 11. Internationalen Johannes-Brahms-Chorfestival und Wettbewerb
Am Freitag, den 05.07.2019 um 17.00 Uhr findet im Großes Schloss Blankenburg ein
Freundschaftskonzert im Rahmen des 11. Internationalen Johannes-Brahms-Chorfestival und Wettbewerb statt.

Großes Schloss Blankenburg<br>
Großes Schloss 1 <br>
38889 Blankenburg <br><br>

Zufahrt zum Schloss über Schleinitzstrasse - Schieferberg - Herzogsweg<br>

Mitwirkende: Villanella (Belgien) Vokalensemble Familie Kraft (Deutschland)
The Voice of Wanquehne.de (China)
http://www.rettung-schloss-blankenburg.de

Vergifteter Wanderfalke im Nationalpark Harz
Wernigerode - Sankt Andreasberg. Durch die Projektgruppe Wanderfalkenschutz Niedersachsen wurde im Mai 2019 ein toter Wanderfalke im Nationalpark Harz aus seiner Brutnische geborgen. Es handelte sich dabei um einen Altvogel, dessen Zustand auf einen Todeszeitpunkt ca. Mitte April schließen ließ.

Ebenfalls in der Brutnische wurde eine Taubenfeder gefunden, die eine rosa Paste aufwies. Wanderfalken rupfen ihre Beute häufig in der Nähe ihrer Brutplätze, weshalb davon auszugehen ist, dass der Falke auch diese Taube gefressen hat. Bei der toxikologischen Untersuchung dieser Feder wurden Rückstände von Parathion (E 605) nachgewiesen, ein Kontaktinsektizid. Die Anwendung oder Abgabe von Parathion enthaltenden Pflanzenschutzmitteln sind in der EU seit Februar 2003 verboten. Es muss davon ausgegangen werden, dass eine Taube bewusst mit dem Gift versehen wurde, um gezielt Wanderfalken zu vergiften.

Nach schweren Bestandseinbrüchen ab Mitte des 20. Jahrhunderts und einem völligen Verschwinden des Wanderfalken als Brutvogel im Harz aufgrund von Vergiftungen und Verfolgung konnte sich die Population ab den 1980er Jahren mithilfe von gezielten Auswilderungen wieder erholen.

Der Wanderfalke ist eine streng geschützte Vogelart und unterliegt dem Schutz der EU-Vogelschutzrichtlinie sowie des Bundesnaturschutzgesetzes. Wanderfalken dürfen nicht getötet, gefangen oder in irgendeiner Weise verfolgt werden. Jede Nachstellung von Greifvögeln erfüllt einen Straftatbestand und kann mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden.

Die Nationalparkverwaltung Harz hat Strafanzeige erstattet. Sachdienliche Hinweise nimmt die Nationalparkverwaltung Harz entgegen (pertl@nationalpark-harz.de oder Telefon 05582-9189-32).
http://www.nationalpark-harz.de

#NoTrash-Aktion mit Sonderstempel Kampagne gegen Müll im Nationalpark Harz startet im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Pünktlich zum Pfingstwochenende startet im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus eine Anti-Müllkampagne für einen sauberen Nationalpark. Der Zeitpunkt ist gut gewählt, denn am vergangenen Himmelfahrtswochenende ist wieder einiges an Müll im Wald gelandet. Auch vorher war der Naturgenuss gerade rund um Torfhaus bereits arg getrübt. Flaschen, Dosen, Hundekotbeutel, Zigarettenstummel, Plastikverpackungen und sogar Windeln - zahlreiche Hinterlassenschaften achtloser Besucher säumten die Wanderwege. Das Pilotprojekt soll dem nun etwas entgegensetzen und zum Umdenken und Mitmachen animieren. Als Dankeschön gibt es unter anderem einen Sonderstempel der Harzer Wandernadel.
Die FÖJlerin Sophie Schreiber (2.v.rechts) hat mit Unterstützung weiterer Freiwilliger des Nationalparks Harz und der Nationalparkverwaltung eine Kampagne zur Müllvermeidung für einen sauberen Nationalpark entwickelt. Den Startschuss zur Aktion gab sie gemeinsam mit Heike Albrecht-Fechtler, Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus (l.), Nicole Jordan - FÖJlerin im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg (2.v.l.) und Dr. Friedhart Knolle von der Nationalparkverwaltung (r.) (Foto: Sebastian Berbalk)
Initiatorin ist Sophie Schreiber. Sie absolviert gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus und ist auf ihren Führungen täglich mit dem wachsenden Müllproblem konfrontiert. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen des Nationalparks entwickelte sie Ideen und Aktionen zur Müllvermeidung und entwarf das Luchsmaskottchen und die Hashtags der Kampagne.
So sollen Menschen angesprochen werden, die Naturerlebnisse schätzen und deshalb auch selbst für einen sauberen Wald aktiv werden wollen. Das Mitmachen ist einfach: Müllzangen und Mülltüten gibt es im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus gegen eine geringe Ausleihgebühr. Derart ausgestattet, können Naturfreunde nun auf ihre Wanderungen starten und dabei die Natur vom Müll befreien. Wer die gefüllte Mülltüte nach der Wanderung wieder im Nationalpark-Besucherzentrum abgibt, erhält ein kleines Dankeschön und einen der beliebten Sonderstempel der Harzer Wandernadel mit dem Aktions-Hashtag #NoTrash.
Natürlich gelten auch für Aktions-Teilnehmer die Nationalpark-Regeln. Die Müllsammler müssen also auf den Wegen bleiben. Die Mülltüten bestehen übrigens aus Maisstärke. Damit die Aktion selbst nicht noch mehr Plastikmüll produziert.

Auf der Aktionspostkarte ist Platz für den Sonderstempel
Wenn das Pilotprojekt auf TorfHaus erfolgreich anläuft, soll es auf weitere Nationalpark-Einrichtungen ausgeweitet werden. Ziel ist es dabei nicht nur, den Wald vom vielen Müll zu befreien. Es soll auch das Bewusstsein dafür gestärkt werden, dass Müll in der Natur nichts zu suchen hat. Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, die Hinterlassenschaften anderer aufzusammeln, wird kaum seinen eigenen Abfall achtlos in die Landschaft werfen, sondern ordentlich zuhause entsorgen.
Zuhause deshalb, weil in der Nationalpark-Fläche keine Mülleimer aufgestellt werden. Das ist Absicht, damit keine Tiere angelockt werden, die den Müll dann als Nahrungsquelle missverstehen könnten. Zudem werden so hohe Kosten für die Entsorgung vermieden. Wenn jeder seinen Müll einfach wieder mit nach Hause nimmt, können davon alle profitieren: die Natur, die sauber bleibt, und der Mensch, der diese Natur unbeschwert genießen kann. Dafür sollen zukünftig auch kreative Anti-Müllbanner an ausgewählten Parkplätzen rund um Torfhaus werben, deren Inhalte im Rahmen eines Kreativworkshops der Nationalpark-Freiwilligen entstanden.
http://www.gfn-harz.de

Buchneuerscheinung „Historischer Bergbau im Thalenser Revier“ Ein etwas anderer Wanderführer: Thale, Cattenstedt, Wienrode, Timmenrode, Warnstedt, Weddersleben, Neinstedt, Stecklenberg, Bad Suderode, Allrode, Friedrichsbrunn, Treseburg, Altenbrak
Gernrode. Sucht man einen Reiseführer für den Harz, so stößt man auf ein breites Angebot für die unterschiedlichsten Interessengebiete.

Jedoch ist der Harz, vom Territorium her betrachtet, recht weitläufig. Das führt dazu, dass viele dieser Führer sich mit ihren Informationen auf das Notwenigste beschränken müssen.



Nun gibt es die verschiedensten Interessengebiete: Zwei davon sind die Geologie und der Bergbau. Beide sind im Harz in einer seltenen Vielfalt und Ausprägung aufzufinden. Für die Region Thale hat sich der Heimatforscher Günter Wilke dieser Themen angenommen und in langjähriger, beschwerlicher Entdecker- und Forschertätigkeit 162 bergbauliche Relikte in dieser Region erkundet und zusammengetragen. Gemeinsam mit dem Autor Bernd Sternal wurde daraus ein kleiner, spezieller Führer durch die bergbauliche Vergangenheit der Region Thale.



Mit größtmöglicher Sorgfalt wurden alle aufgefundenen Objekte in eine Karte eingezeichnet, so dass sie hoffentlich von Interessenten aufgefunden werden können.



Leider gab es bei Beginn dieses Projektes noch kein GPS, was natürlich die genaue Positionsbestimmung erheblich verbessert hätte. Dennoch hoffen die Autoren, bergbaulich Interessierten eine hilfreiche Entdecker-Lektüre in die Hand geben zu können.



Das kleine Buch im Taschenformat ist mit 16 schwarz-weiß Fotos sowie einer farbigen Karte illustriert, die zur Besserung Deutung und zum besseren Auffinden der einzelnen Objekte auf 12 Buchseiten verteilt wurde. Das Buch im Paperback-Einband hat 72 Seiten und ist unter ISBN: 978-3-7347-9497-1 überall im Buchhandel zu beziehen oder zu bestellen. Zudem ist es bei Amazon, bei zahlreichen anderen Online-Buchhändlern sowie über den eigenen Buch-Shop https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/index/?q=Bernd+Sternal&cont_id=1142150 erhältlich. Das Buch kostet 14,99 Euro und demnächst wird es auch ein E-Book für 6,99 Euro geben.
https://www.bod.de/buchshop/historischer-bergbau-im-thalenser-revier-bernd-sternal-9783734794971

Pfingst-Events: 30 Jahre Fall der Brocken-Mauer und Grünes Band Vortrag & historische Brockenwanderungen mit dem ehemaligen Brocken-Grenzsoldaten Dietmar Schultke
Brocken. 28 Jahre war der Brocken für Normalbürger "verbotene Zone". Dietmar Schultke, Autor des Buchs "Keiner kommt durch", berichtet am Pfingstwochenende bei drei Veranstaltungen über seine Erlebnisse als wehrpflichtiger Grenzsoldat 1987/1988. Die Zeitreise beginnt am 7. Juni um 15 Uhr mit einer Beamer-Präsentation in der Stadtbibliothek Ilsenburg. Schultke wurde in Ilsenburg zum Hundeführer ausgebildet. Er berichtet im Vortrag von seiner Brieffreundschaft, die er mit einer in New York lebenden Deutsch-Amerikanerin unterhielt und die ihn als Grenzer auf eine Flucht in den Westen hoffen ließ. Der Brocken selbst gehörte „nur“ zum Hinterland und der rigide Überwachungsapparat sowie der Schießbefehl setzten ihm zu. Im Vortrag stellt Schultke detailliert das Grenzregime der DDR vor, wobei seine Erlebnisse im Harz im Mittelpunkt stehen.

Am Pfingstsonntag und Pfingstmontag führt Schultke als History-Ranger ab 10 Uhr von der Tourist-Information Schierke Interessierte hinauf zur Brockenkuppe. Die Wanderung führt über das Eckerloch zur einstigen Brockenmauer bis zum Gipfel. Auf verschiedenen Stationen berichtet er von seiner Ausbildung zum Hundeführer, zeigt alte Schnitzereien an Bäumen, die von den Grenzsoldaten aus Frust und Langeweile angefertigt wurden, und er erklärt den perfiden Überwachungsapparat im Gelände, u.a. wo Stolperdrähte und akustische Signalanlagen aufgebaut waren. Darüber hinaus berichtet er von Passierscheinkontrollen und Fluchtversuchen am Brocken. Schultkes treuester Begleiter wurde seine Schäferhündin Nena vom Brockenblick – auch über sie und die ca. 3.000 Hunde (1988) in den Laufanlagen wird er bei seiner Wanderung berichten.

Vortrag Freitag, 7. Juni um 15 Uhr, Eintritt: 5,- Euro

Stadtbibliothek Ilsenburg, Marienhöfer Straße 9b

Brockenwanderung, Pfingsten: 9. und 10. Juni ab 10 Uhr
Treff: Tourist-Information Schierke, Brockenstraße 10
Preis pro Person: 5,- Euro

Projekttage der Ganztagsschule Neinstedt im Nationalpark Harz - praktischer Naturschutz in der Region
Wernigerode - Neinstedt. Eine Gruppe der 5. Klasse der Ganztagsschule Neinstedt entschied sich für Thema "Naturschutz in der Region" und führte jüngst drei Projekttage in der Nationalpark-Försterei Hohne durch.

Nach einer Pflanzaktion mit rund 300 Rotbuchen wurde am Harzer Hexenstieg und am Wormkegraben nach Sturm und Überschwemmung Hand angelegt. Dabei gab es tatkräftige Unterstützung vom Kaltblutpferd Etwin und den Waldarbeitern der Nationalpark-Revierförsterei Hohne. Auch am Bau des neuen Löwenzahnpfads wurde tatkräftig mitgeholfen.

Ein Einblick in die Gebirgswasserwelt beendete die erlebnisreichen Projektstunden.
http://www.nationalpark-harz.de

31. Mai 2019, Stiege, Ostharz - Herzliche Einladung an alle Freunde der Orgelmusik
das Konzert mit Milena Aroutjunowa in der Stieger Kirche soll der Auftakt einer ganzen Reihe von Konzerten in unserer kleinen Gemeinde Stiege im Harz werden.

Ein glücklicher Zufall führte die europaweit und darüber hinaus tätige Konzert-Organistin zum Konzert in unseren Ort.

Das aus Anlaß des 200. Geburtstages von Clara Wieck-Schumann zusammengestellte Programm und der Ruf der Künstlerin verspricht einen sehr schönen Konzertabend mit klassischen Werken großer Komponisten auf unserer historischen Engelhard-Orgel.

Dazu laden wir alle Kunstinteressierten in die Stieger Kirche am 31.5.2019 um 18 Uhr recht herzlich ein.

Buchneuerscheinung „Das Gernröder Wasserwirtschaftssystem – ein Relikt der bergbaulichen Aktivitäten des 18. Jahrhunderts“
Gernrode. Das Oberharzer Wasserregal ist in aller Munde: Für dieses Bergbaurelikt wurde ein Weltkulturerbe-Titel vergeben, der die Bedeutung dieses technischen Denkmals würdigt. Das Unterharzer Wasserwirtschaftssystem, mit dem Zentrum in der Harzgeröder Region, das bis in den Südharz reicht, ist hingegen weitgehend unbekannt und nur Bergbau-Enthusiasten bekannt.

Dass es jedoch noch ein kleines, völlig unabhängiges Wasserwirtschaftssystem im Gernröder Bergbaurevier gab, ist wohl bisher fast völlig unbekannt geblieben. Erst durch die Forschungen des Thalenser Heimatforschers Günter Wilke ist dieses kleine Wasserregal wiederentdeckt worden.

Zusammen mit ihm hat sich der Harzautor Bernd Sternal die Aufgabe gestellt, die Erkenntnisse über dieses Wasserwirtschaftssystem, das weitgehend im 18. Jahrhundert entstanden ist, in einem kleinen Buch der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das kleine Buch ist mit 41 Farbfotos sowie 6 Karten und 2 weiteren schwarz-weiß Abbildungen illustriert. Es erschien im Paperback-Einband, hat 60 Seiten und ist unter ISBN 978-3-7347-3421-2 überall im Buchhandel zu beziehen oder zu bestellen. Zudem ist es bei Amazon, bei zahlreichen anderen Online-Buchhändlern sowie über den eigenen Buch-Shop https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/index/?q=Bernd+Sternal&cont_id=1142150 erhältlich. Das Buch kostet 14,99 Euro und demnächst wird es auch ein E-Book für 6,99 Euro geben.

Buchneuerscheinung „Der Harz – Malerei, Lyrik und Wissenswertes“
Gernrode. "Ubi bene, ibi patria" ist ein altes lateinisches Sprichwort und besagt: Wo es mir gut geht, da ist meine Heimat.

Die Heimat des Autorenteams Angela Peters und Bernd Sternal ist der Harz. Zwar ist sie nicht im Harz, sondern 1963 in Magdeburg geboren worden, die Liebe brachte Angela jedoch 2003 nach Elbingerode und der Harz wurde ihre Heimat. Bernd Sternal hingegen ist ein echter Harzer und wurde 1956 in Gernrode geboren. Beide haben jedoch noch mehr gemeinsam als die Harzer Heimat - sie sind Ingenieure.

Angela Peters absolvierte zudem von 1976 - 1989 im Abendstudium bei Prof. Wilhelm Paulke ein umfassendes Studium im freien Zeichnen nach der Natur, im figürlichen Zeichnen und im Aktzeichnen. Nach ihrer Heirat und dem Umzug nach Elbingerode verschrieb sie sich der Kunstmalerei. Seit 2006 gibt sie jährlich einen Kunstkalender mit Harzer Motiven heraus. Auf zahlreichen Ausstellungen in der Harzregion hat sie ihre Werke bereits präsentiert und sich dadurch einen Namen als "Harzmalerin" gemacht.

Bernd Sternal war viele Jahre als Ingenieur in Managementfunktionen tätig, seit 1990 ist er Unternehmer und Freiberufler. Zunächst war er im technischen Bereich kreativ tätig und erwarb zahlreiche Patente und andere gewerbliche Schutzrechte. Zudem gründete er Internetportale und Blogs und begann für diese zu schreiben. 2010 gründete er den Verlag Sternal Media.

Beide Autoren gingen ihren Leidenschaften nach - sie wurde zur Malerin mit zunehmenden poetischen Anwandlungen, er zum Publizisten und Autor. Sie hat bereits hunderte von Bildern gemalt, er über 40 Bücher geschrieben.

Angela und Bernd lernten sich durch die Vermittlung eines gemeinsamen Bekannten 2018 kennen. Schnell war ersichtlich, dass sie auf einer Wellenlänge liegen, was Grundvoraussetzung für jedes gute Gemeinschaftsprojekt ist. Sie beschlossen, ein erstes gemeinsames Buch zu machen: Bilder und Poesie von der Malerin Angela Peters und dazu sachliche, wissensvermittelnde Texte von Bernd Sternal.

Die Bilder, poetischen Verse sowie Märchen von Angela sind aus der Liebe zum Harz entstanden und aus tiefer Überzeugung die Natur schützen und erhalten zu müssen. Das sind auch Antriebsfedern von Bernd, jedoch ist sein Werk weniger romantisiert; er legt in seinen Schwerpunkt auf Wissen, Bildung und Aufklärung und das alles möglichst unideologisch.

Das Buch ist mit 18 farbigen Ölgemälden, 3 Aquarellen, 1 Foto sowie 3 weiteren Zeichnungen illustriert. Gestaltet und herausgegeben hat dieses Buch mit farbig-strukturiertem Paperback-Einband der Verlag Sternal Media in Gernrode. Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Das Buch hat 84 Seiten und ist unter ISBN 978-3-7494-5154-8 überall im Buchhandel zu erwerben oder zu bestellen oder auch online unter https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/index/?q=Bernd+Sternal&cont_id=1142150 und kostet 16,99 Euro. Auch eine E-Book-Version ist demnächst für 8,49 Euro im Handel erhältlich.

Sonderausstellung „Ilse –Poesie eines Bergbaches“ und „ZEITGEFORMT“
Zur Eröff nung der neuen Sonderausstellung
„Ilse –Poesie eines Bergbaches“ und „ZEITGEFORMT“
von Karl Heinz Schlierbach
laden wir Sie herzlich nach Ilsenburg in das Nationalparkhaus Ilsetal ein.
Die Eröff nung fi ndet am Dienstag, 28.5.2019 um 16.30 Uhr statt.
Die Sonderausstellung ist im Anschluss bis zum 25.8.2019
Di - So von 8.30 - 16.30 Uhr (montags nur an Feiertagen) geöff net und eintrittsfrei.
http://www.nationalpark-harz.de

Natur erleben in der Abenddämmerung am 24. Mai 2019
Jährlich begehen die Großschutzgebiete in Europa den 24. Mai als den „Tag der Parke“. An diesem Tag wurde im Jahr 1909 in Schweden der erste Nationalpark in Europa ausgewiesen. Daher wurde dieses Datum ausgewählt, um auf die Bedeutung von Schutzgebieten zum Erhalt der natürlichen Vielfalt in ganz Europa hinzuweisen.

Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof lädt an diesem Tag zu einem Waldspaziergang besonderer Art ein. Bei einer Mischung aus spielerischem Lernen, Wissensvermittlung und besinnlichem Genießen der Abendstimmung kann man den Nationalpark mal auf eine ganz andere Art erkunden, so Irmtraud Theel vom Natur-Erlebniszentrum HohneHof.

Diese Wanderung eignet sich für große und kleine Naturliebhaber gleichermaßen, so dass es vielleicht genau das richtige Angebot für einen Familienausflug bietet.

Treffpunkt ist am Freitag, den 24.Mai um 20 Uhr am Wandertreff auf dem Parkplatz Drei Annen Hohne. Wetterfeste Kleidung für die Abendstunden ist empfehlenswert und für den Rückweg ist auch eine Taschenlampe hilfreich. Für unsere Planungen bitten wir um eine Anmeldung unter Telefon 039455/8640. Wir freuen uns auf viele große und kleine Naturfreunde!
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Museumstag 2019 am Sonntag, 19. Mai – Schwerpunkt Grünes Band - Mehr sehen mit einem geführten Ausstellungsrundgang im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Torfhaus. Unter dem Motto ‚Museen – Zukunft lebendiger Traditionen‘ findet am Sonntag, dem 19. Mai, zum 42. Mal der Internationale Museumstag statt. Im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus werden dazu um 10, 12 und 14 Uhr Führungen durch die abwechslungsreiche Ausstellung angeboten.

Schwerpunkt ist dabei naturgemäß der Nationalpark Harz mit seinem Schutzkonzept. Daneben beleuchten wir in diesem Jahr besonders die Ausstellung zum Grünen Band. Der Fall des Eisernen Vorhangs jährt sich 2019 zum 30sten Mal und ist Anlass, auf diese besondere Verknüpfung eines historischen Mahnmals und eines für Tiere und Pflanzen bedeutenden Grünkorridors hinzuweisen.

Am Grünen Band konnten mittlerweile mehr als 1200 besonders schützenswerte Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen werden. Auch die Fülle an unterschiedlichsten Lebensräumen wie Halbtrocken- und Trockenrasen, Bergwiesen, Heiden oder verschiedenen Waldtypen bis hin zum Brockenurwald verblüfft. Nicht umsonst steht das Grüne Band in Thüringen bereits als Nationales Naturmonument unter Schutz. In Sachsen-Anhalt soll die Ausweisung zum 9. November 2019 erfolgen.

Wir laden Sie herzlich zu diesem besonderen Tag im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ein.

Führungen: 10, 12 und 14 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Hintergrundinformationen
Nationalpark Harz
Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen. Der Waldwandel zur Wildnis führt zu erklärungsbedürftigen Waldbildern – wir erläutern sie Ihnen gern.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Es beherbergt eine spannende Ausstellung über den Nationalpark Harz, die Hochmoore, das Grüne Band und die Harzgeologie. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz sowie der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus bietet eine breite Palette an Führungen, Exkursionen und Seminaren an und ist Einsatzstelle für zahlreiche Freiwillige.

Es ist täglich von 9 - 17 Uhr geöffnet, ab November dann wieder Di. - So. von 10 - 16 Uhr.
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Kräuter-Exkursion über die Bergwiesen
Am Samstag, den 18. Mai, bietet das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg eine Exkursion über die Bergwiesen an. Zum Abschluss der ca. vierstündigen Veranstaltung gibt es im Nationalparkhaus für alle Teilnehmer einen gemeinsamen Kräuterimbiss.
Die Bergwiesen umgeben die ehemals freie Bergstadt wie ein grüner Gürtel und stehen zu großen Teilen unter Naturschutz. Entstanden vor Jahrhunderten in der Bergbauzeit als Wiesen zur Heugewinnung für das Vieh der Bergleute, stellen sie ein besonderes botanisches Juwel dar. Die Entstehungsgeschichte der Bergwiesen wird unter anderem ein Thema bei der Kräuterexkursion sein.
Für die Veranstaltung wird vor Ort eine Gebühr erhoben. Erwachsene zahlen 12,- € und Kinder 5,- €. Informationen und Anmeldung beim Nationalparkhaus Sankt Andreasberg unter 05582 / 92 30 74.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Hilfe für den wilden Wald - Ethikunterricht einmal anders
Wernigerode. Gymnasialschüler des Wernigeröder Stadtfeld-Gymnasium aus der 6. Klasse unterstützen jüngst durch einen Pflanzeinsatz den Nationalpark Harz. In Drei Annen-Hohne wurden rund 800 Rotbuchen auf eine durch Sturm und Borkenkäfer beeinträchtigte Fläche gepflanzt. Am Ende der kräfteraubenden Aktion überreichten die Schüler Nationalparkleiter Andreas Pusch und Revierförster Martin Bollmann noch eine Spende von 150 € für weitere Pflanzaktionen im Nationalpark Harz. Wir bedanken uns ganz herzlich für das tolle Engagement!

Zwei Drittel der Waldflächen des Nationalparks Harz waren ursprünglich Buchenwälder, zur Zeit ist es nur knapp ein Fünftel. Fichtenwälder kamen von Natur aus nur in den Hochlagen vor. Durch das Pflanzen junger Buchen in den ehemaligen Fichtenforsten der mittleren und tieferen Höhenlagen unterstützt der Nationalpark deshalb die Rückkehr der natürlichen Laubwälder. Sozusagen als Starthilfe für die Natur. Aus den kleinen gepflanzten Buchen sollen sich die Samenbäume für zukünftige Waldgenerationen entwickeln.
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Brockengartensaison startet am 13. Mai - Erste Brockenanemonen und weitere Hochgebirgsarten blühen bereits
Brocken. Die Blüte der Brockenanemone gab in den vergangenen 29 Jahren den Startschuss für den Beginn der Brockengartensaison. Da die ersten Pflanzen nun ihre Blütenpracht zeigen, beginnt die Brockengartensaison wie vorgesehen Mitte Mai. Die erste Gartenführung der Saison 2019 findet am Montag den 13. Mai 2018 um 11:30 Uhr statt. Es wird dann bereits eine Vielzahl blühender Primelgewächse, Steinbrecharten, blühende Felsenblümchen und natürlich die Brockenanemone zu bestaunen sein.

Ab dem 13. Mai bis Mitte Oktober können Brocken- und Nationalparkgäste wieder regelmäßig montags bis freitags 11.30 und 14.00 Uhr in Begleitung von Gartenmitarbeitern die botanische Anlage auf der Brockenkuppe besuchen. An den Wochenenden ist die Besichtigung des Brockengartens in Kombination mit der Rundwanderwegführung mit dem Ranger möglich, die um 12.15 beginnt. Zusätzlich werden botanisch-gärtnerisch interessierte Gruppen in der Woche, aber auch an den Wochenenden nach Anmeldung unter 0170 5709015 und 03943 55022-0 durch die Anlage geführt.

Die Frühjahrsinstandsetzungsarbeiten rund um den Brockengarten konnten bereits Anfang April beginnen. Aufgrund eines erneuten Wintereinbruches Anfang Mai mussten die Arbeiten im Garten noch einmal unterbrochen werden. Der Witterungsverlauf der zweiten Maiwoche trug dazu bei, dass der Schnee schnell wieder verschwand.

"Da die meisten im Brockengarten kultivierten Hochgebirgspflanzenarten am Naturstandort eine lange Schneebedeckung gewohnt sind oder diese sogar zum guten Gedeihen benötigen, war der Witterungsverlauf des letzten Winters eher günstig", erklärt Brockengartenleiter Dr. Gunter Karste. "Allerdings rechnen aufgrund des letzten trockenen Sommers auch wieder mit einigen Ausfällen bei den Pflanzen. Genau können wir das aber erst ab Mitte Juni 2019 einschätzen".

Aktuell gibt es im Brockengarten schon viel zu sehen, da Pflanzenarten, die in den oberen Regionen der Hochgebirge ihr zu Hause haben, in der Regel gut an kurze Vegetationszeiten angepasst sind. Kurze Vegetationszeit bedeutet in der Regel einen frühen Blühbeginn. Genau diese Spezialisten zeigen zurzeit im Brockengarten ihre Blüten. Ein Besuch lohnt sich also.
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Neues Sagenbuch von Carsten Kiehne erschienen
Der Harz ist sicher die sagenreichste Region Deutschlands, wobei der Nordharz mit seiner weltgeschichtlichen Bedeutung, den Kultur- und Naturschätzen glänzt. Dabei war die heutige Weltkulturerbestadt Goslar einst das Zentrum des Reiches, Kaiserpfalz und ergiebigste Stätte für Erz- und Silberabbau mit dem anliegenden Rammelsberg. Weit vor den Römern, in der Bronzezeit, begann hier das Schürfen unter Tage und das Anlegen erster, fester Siedlungen. - Zum Schutze dieses Reichtums in den Bergen, begann Heinrich IV damit, die größte Feste des Harzes, die damals als uneinnehmbar geltende Harzburg, zu errichten. Solche glanzvolle Größe auf der einen Seite und die Armut und Not der einfachen Leute auf der anderen, sorgten seit gut 1000 Jahren für Neid, Unruhe und große Umbrüche. - Auch Wernigerode, die Bunte Stadt am Harz, besticht nicht nur wegen ihrer Nähe zum höchsten Gipfel, dem sagenumwobenen Blocksberg. Hunderte von wunderbar verzierten, skurrilen Fachwerkhäusern, die Wehranlagen und nicht zuletzt das wunderschöne Schloss, warten aufs Bestaunen. Ich höre die Brockenbahn tausend Geschichten erzählen, wenn sich dieses dampfende Eisenross auf die verschneite Brockenspitze schnauft.

Heute befahren wir die Berge um auszuruhen, durchwandern still die anmutige Natur, um wieder ganz in unserer Mitte anzukommen. Vor vielen hundert Jahren aber schaute man mit bangem Blicken in die unwirtliche Wildnis der rauen und zerklüftenen Täler. Das Oker- und Ilsetal besuchte man nur, um Holz zu schlagen, zu jagen oder Pilze und Beeren zu sammeln. Doch wem, wäre hier wohl zumute, inmitten der Gefahr, von Räubern überfallen zu werden oder viel schlimmer, eine Wohnstatt von Nixen, Elfen, Riesen oder Zwergen zu betreten? Viele jener Orte wurden vom neuen Glauben, mit einer Kirche überbaut, oder, wo das nicht möglich war, verteufelt. Heute wissen wir, dass auf so mancher Klippe, nicht nur die Hexen und Unholde tanzten, sondern unsere Ahnen ihre altheidnischen Feste feierten: So auf der Klus, dem Treppenstein und beim Alten der Oker, dem Elfen- und dem Ilsestein, der alten Wallburg unter der Harzburg und dem Krodoquell, der Harburg und vielen anderen mehr. Jene sagenumwobenen Orte wurden seit tausenden von Jahren von den Menschen als Kraftplätze aufgesucht und noch heute spüren wir: Der Harz ist magisch ..., auf dessen Gipfeln ist man seinem Gott näher ... und, wer den hier dargestellten 100 Sagen und Märchen mit dem Herzen zu lauschen versteht, dem entblättern sich seine Geheimnisse.
https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3744885666/harzurlaub

Harzklubzweigverein Bodetal baut neue Schutzhütte
Zwischen Altenbrak und Treseburg wurde eine chutzhütte durch die Winterstürme und umstürzende Bäume derart beschädigt, dass eine Reparatur nicht mehr möglich war.
Mit Unterstützung der Firma Holzfachmann Torsten Fräsdorf aus Hasselfelde, des Bauhofes Thale und der Dachdeckerfirma Wiese aus Altenbrak konnte der Harzklubzweigverein Bodetal eine neue Schutzhütte errichten.
Der Harzklubzweigverein bedankt sich für die Unterstützung und dankt den Sponsoren und fleißigen Helfern.
Nun können Wanderer die Schutzhütte wieder als Unterstellmöglichkeit und Rastplatz nutzen.
Das mdr-Serie "Mitmachen statt Meckern"begleitete die Aktion, der Beitrag ist in der Mediathek des mdr zu finden.

Am Tag des Wandern am Dienstag, den 14. Mai 2019 ist die Stabkirche Stiege am Albrechtshaus geöffnet
Am landesweiten Tag des Wanderns am 14. Mai wird der Verein zur Rettung der Stabkirche Stiege am Albrechtshaus die kleine Kapelle wieder für Besucher öffnen.
Es werden Führungen durch die Kiche angeboten, dabei wird das Vorhaben der Rettung erläutert sowie auf die Geschichte der Kirche eingegangen. Die "Harzer Wandernadel" stellt für diesen besonderen Tag wieder einen Sonderstempel bereit und organisiert zwei geführte Wanderungen. Die Touren gehen über fünf bzw. 10 Kilometer und beginnen um 10 Uhr ab Stabkirche.

Weitere Öffnungszeit für die Stabkirche ist der 19. Mai von 12 - 17 Uhr mit Führungen, Sonderstempel, Souvenir, Dokumentationen sowie Verpflegung.
Am nachmittag gibt die Blankenburger Singgemeinschaft ein Benefizkonzert an der Kirche.
https://www.stabkirche-stiege.de

Kampfjet MiG-21 landet im Fahrzeugmuseum in Benneckenstein
Das Fahrzeug- und Technikmuseum von Mario Tänzer in Benneckenstein hat einen neues Highlight auf seinem Gelände, ein Kampfflugzeug aus der ehemaligen Sowjetunion.
Das flugzeug hat eine qweite Reise hinter sich. In Zentralpolen gibt es eine Sammelstelle für alte Sowjet-Militärgeräte, von dort wurde der Abfangjäger mit einem Spezialtransport in den Harz gebracht.
Das Besondere an der 16 Meter langen Maschine, das gesamte Triebwerk ist erhalten, im Cockpitsind alle Instrumente und der Schleudersitz noch im Originalzustand.
Wenn die MiG fertig montiert ist, können Besucher auf anfrage auch ins Cockpit.
https://www.ausflugsziele-harz.de/ausflugsziele-sehenswertes/action-freizeit/benneckenstein-fahrzeugmuseum.htm

Ehrenamtlicher Brockengarten-Arbeitseinsatz am 4. Mai trotz Schnee – Brockengartenführungen beginnen am 13. Mai 2019
Brocken. Obwohl in diesem Jahr die Biotoppflegemaßnahmen auf dem Brocken zwei Wochen später stattfanden als im vergangenen Jahr, bestand wieder die Sorge, dass es zum Arbeitseinsatz am 4. Mai winterlich werden könnte. Und so war es dann auch. Trotz des rauen Wetters nahmen 14 Ehrenamtliche am Brocken-Arbeitseinsatz teil, so Dr. Gunter Karste, der den Tag koodiniert hatte.

Der Arbeitseinsatz fand mittlerweile zum 30. Mal statt – wieder in Zusammenarbeit von Nationalparkverwaltung Harz und NABU-Kreisverband Harz. Ziel ist die Verbesserung der Wuchsbedingungen für die autochthonen Pflanzenarten der Brockenkuppe wie zum Beispiel der Brockenanemone.

Da sich die Brockenanemone und auch andere „Brockenarten“ in den so genannten subalpinen Zwergstrauchheiden besonders wohl fühlen, wurden in den vergangenen Jahren mehrere Hundert Heidepflanzen pro Arbeitseinsatz, natürlich Brockenherkünfte auf vorher vorbereiteten Flächen, in die Erde gesetzt. Daraus wurde in diesem Jahr auf Grund des Wintereinbruchs nichts.

Im Ergebnis dieser kontinuierlichen Biotoppflegemaßnahmen in den vergangenen 29 Jahren konnte der Bestand der weißblühenden Brockenanemone kontinuierlich erhöht werden. Dies war nur möglich, weil fast alle Brockenbesucher dank der Lenkungseinrichtungen des Nationalparks diszipliniert auf den Wegen bleiben und somit kaum Trittschäden an der wertvollen Vegetation des Brockens oberhalb der natürlichen Waldgrenze entstehen.

Diese Besucherlenkungseinrichtungen wie Zäune und Gatter sehen allerdings in jedem Frühjahr sehr ramponiert aus, so dass ihre Reparatur im weiteren Umkreis des Brockengartens stets ein Arbeitsschwerpunkt bei den Brockeneinsätzen ist. Im Laufe des Jahres werden von den Forstwirten des Nationalparks alle weiteren Handläufe auf dem Brocken repariert.

Trotz des winterlichen Wetters wurde viel geschafft und die Teilnehmer konnten im Schnee schon die ersten Blütenknospen der Brockenanemonen sehen. Ab dem 13. Mai können dann wieder alle Besucher auf den regelmäßigen Brockengartenführungen die Pflanzen bestaunen. Bis dahin bleibt aber erfahrungsgemäß im Schauteil des Brockengartens noch viel zu tun, so Dr. Karste.
http://www.nationalpark-harz.de

Mehr Busse und HATIX im Südharz - „Harz-nah-dran“ - Mit dem ÖPNV den Harz entdecken
Die Marketingkampagne des Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) für das verbesserte Linien-Busangebot im Südharz ist jetzt auch im Bereich Osterode/Bad Grund nicht mehr zu übersehen.

Wer in der Natur unterwegs ist oder zur Arbeit pendelt, trifft auf Großflächenplakate mit Motiven zur umweltfreundlichen Anreise mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Der ZVSN möchte unter dem Thema „Harz-nah-dran“ für mehr Fahrten im Linienbus werben und so einen Beitrag zur Reduzierung des Individualverkehrs leisten.

Personen, die im Internet unterwegs sind, entdecken zudem freundliche Bannerwerbung auf dem Portal ihrer Heimatzeitung. Ein Radiospot informiert über die Vorteile des ÖPNV für Familien. Plakatwerbung und Wandervorschläge werden in öffentlichen Einrichtungen und bei den touristischen Partnern vorgehalten. Eine Verteilung der Fahrpläne an die Haushalte in Bad Grund, Osterode und Clausthal-Zellerfeld komplettiert die Kampagne.

Unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Politik, Verkehrsunternehmen und Verbänden hat der ZVSN am 3. Mai in Bad Grund als besonderen Hingucker einen der Kampagne angepassten Linienbus der Verkehrsgesellschaft Südniedersachsen mbH vorgestellt, der insbesondere in den Bereichen Bad Grund, Osterode und Clausthal-Zellerfeld unterwegs ist.

„Unser Beitrag zum Klimaschutz ist eine umweltfreundliche Mobilität, mit der wir auch jene Bürger*innen sensibilisieren möchten, die derzeit noch nicht zu unseren Kunden zählen. Mit der Website www.harz-nah-dran.de zeigen wir, dass der Linienverkehr in der Region bereits deutlich aufgewertet wurde. Nun geht es darum, dass die von vielen Menschen eingeforderten zusätzlichen Fahrten auch genutzt werden“, so Michael Frömming, ZVSN-Verbandsgeschäftsführer.

Neben den Pendler*innen zählen Gäste der Region zur Zielgruppe der ZVSN-Marketingkampagne. Für den ZVSN spielen die touristischen Verkehre insbesondere auch mit Blick auf die derzeit geführte Diskussion zur Einführung von HATIX in den Kommunen entlang der Buslinien eine wichtige Rolle. „Der ZVSN wird – sofern die Vertragsverhandlungen zwischen der HARZ AG und den Kommunen im Landkreis Göttingen abgeschlossen sind – für das Jahr 2020 eine einmalige Übernahme der HATIX-Gebühren übernehmen. Für den Bereich des Südharzes ist HATIX eine sehr positive Entwicklung, um den Tourismus in unserer Region weiter nach vorne zu bringen“, so Christel Wemheuer, Erste Kreisrätin und Vorsitzende der ZVSN-Verbandsversammlung.

„Wir machen nicht Halt am Südharz mit unseren Bemühungen für eine klimafreundliche Mobilität. Auch in anderen Bereichen der Landkreise Göttingen und Northeim informieren Kampagnen über unsere neuen Angebote“, so ZVSN-Geschäftsführer Frömming.

Die ZVSN-Marketingkampagne im Südharz flankiert die Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Bahn AG, dem Nationalpark Harz und verschiedener Umweltverbände, die seit vielen Jahren unter dem Motto „Fahrtziel Natur“ den Harz bundesweit als Reiseziel zum „Urlaub ohne Auto“ bewirbt.

Weitere Informationen zu den zusätzlichen Fahrten-Angeboten im ZVSN-Gebiet entnehmen Sie bitte auch unseren Pressemeldungen auf www.zvsn.de.
http://www.harz-nah-dran.de/

‚Reise ins Innere der Erde‘ – Geologische Exkursion am Samstag, 11. Mai 2019 Mit dem Diplom-Geologen Carsten Pohle unterwegs
Altenau-Torfhaus. Sind Sie neugierig, wie es im "Inneren der Erde" aussieht? Teilweise stehen wir auf Jahrmillionen alten Gesteinen, ohne es zu wissen. Carsten Pohle öffnet den Wanderern den Blick für die Geheimnisse, die zwischen den Kristallen, Mineralen und Gesteinen lauern. Am Ende verstehen wir, warum man Teile des Harzes die Klassische Quadratmeile der Geologie nennt und was unter dem Kreislauf der Gesteine zu verstehen ist.

Die Zeitreise folgt einem Rundweg über die Wolfswarte und den Clausthaler Flutgraben. Ein wenig Trittsicherheit und eine normale Grundkondition sind erforderlich.

Mit diesem geologischen Angebot kommt das Besucherzentrum seiner Funktion nach, die es als offizielles Geopark-Informationszentrum neben der Nationalparkarbeit seit 2011 ebenfalls erfüllt.

Termine 2019: 11. Mai 10 Uhr | 15. Juni 10 Uhr | 1. Juli 13 Uhr | 6. August 13 Uhr | 15. September 13 Uhr | 3. Oktober 10 Uhr

Dauer: ca. 3,5 Stunden

Anerkennungsbeitrag: Kinder 5 €, Erwachsene 10 €, Familien 20 € (2 Erwachsene und Kinder bis 16 Jahre)

Treffpunkt: Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Anmeldung erforderlich unter post@torfhaus.info oder Tel. 05320-331790

Hintergrundinformationen
Nationalpark Harz
Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Geopark Harz • Braunschweiger Land • Ostfalen
Der UNESCO Global Geopark Harz • Braunschweiger Land • Ostfalen erstreckt sich vom Mansfelder Land im Osten bis zur Gemeinde Kalefeld im Westen über Teile der Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Er umfasst den gesamten Harz, seine unmittelbar angrenzenden Vorländer und das weiter nördlich davon gelegene Braunschweiger Land. Zwischen Harz und Flechtinger Höhenzug befindet sich eine besondere geologische Struktur mit Salzstöcken sowie Eisenerz- und Braunkohlelagerstätten. Der Harz mit seinen Vorländern bietet Sedimente, Gesteine vulkanischen Ursprungs und Karstlandschaften. Besondere Bedeutung hat die 6.000 Jahre zurückreichende Bergbaugeschichte. Als „Klassische Quadratmeile der Geologie“ ist international eine Gegend am Nordharzrand bekannt, die mit ihrer Aufrichtungszone Einblicke in die Sedimentablagerung der riesigen Zeitspanne von vor 65 bis vor 250 Millionen Jahren gewährt.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es federführend vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Seit 2011 ist es auch Geopark-Infozentrum.
http://www.nationalpark-harz.de

8.5.2019, 19:00 Uhr, Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: Vortrag Dr. Friedhart Knolle: 6000 Jahre Bergbau im Harz und der Wandel von der Natur- zur Kulturlandschaft
Sankt Andreasberg. Der Harzraum ist eines der ältesten Bergbau- und Industriegebiete Mitteleuropas. Schon vor 6000 Jahren gab es hier Feuersteinbergwerke und in der Bronzezeit vor etwa 4.000 Jahren begann der Abbau von Kupfermineralen. Sogar Kriege wurden um diese Schätze geführt – nach Ansicht einiger Forscher war es auch der Metallreichtum, der Karl den Großen im Zuge der Sachsenkriege veranlasste, den Harzraum dem Fränkischen Großreich einzuverleiben.

Später brachte insbesondere die Gewinnung von Blei, Kupfer und Silber eine Blüte der Stadt Goslar und der Oberharzer Bergstädte. Dieser Reichtum an bergbaulicher Kultur und Fachwerk ist noch heute zu erleben – nicht umsonst sind die Städte Goslar und Quedlinburg, der Rammelsberg und auch die Oberharzer Wasserwirtschaft sowie die Luther-Gedenkstätten in Eisleben heute Teil des UNESCO-Welterbes der Menschheit.

Doch der Bergbau hatte und hat eine Kehrseite – Boden, Grund- und Oberflächenwasser sowie die Luft und auch Flora, Fauna und der Mensch wurden hier über lange Zeit stark mit Metallen belastet, insbesondere im Umfeld von Clausthal-Zellerfeld, Goslar und Langelsheim. Tiere und Pflanzen wurden ausgerottet und die artenreichen Buchen- und Mischwälder des Harzes wichen artenarmen Fichtenmonokulturen. Diese Tatsache stellt die Kehrseite des UNESCO-Welterbes im Harz dar.

Raubbau und Naturlandschaft – und trotzdem eine chancenreiche Zukunft, sogar mit einem Nationalpark und neuer Wildnis – wie passen diese Nutzungskonflikte zusammen?

Folgen Sie dem Referenten Dr. Friedhart Knolle, Geologe und Mitarbeiter des Nationalparks Harz, auf einer Zeitreise durch 6000 Jahre Bergbaugeschichte im und am Harz.

Eintritt frei, eine Spende für das Haus ist möglich.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Festkonzert "Tausend Takte aus 190 Jahren" am 11. Mai 2019 um 16 Uhr in der Aula des GutsMuths-Gymnasium
Festkonzert anlässlich des 190-jährigen Bestehens des Fritz-Priess-Chor unter der Leitung von Cornelia Richter
Rezitationen: Annette Broede und Silvin Khurana; Klavier: Torsten Michel
Eintritt: 8,- Euro, ermäßigt: 5,- Euro,
https://fpc-quedlinburg.de

Rubbelposter zur Harzer Wandernadel erschienen
Der beliebte Stempelspaß für Wanderer im Harz geht jetzt zu Hause weiter mit Rubbelspaß für Groß und Klein. Im Schmidt-Buch-Verlag erschien zum Saisonstart der Harzer Wandernadel die erste Karte mit allen Stempelstellen zum Aufhängen für die Wand. Der Clou: Die Stempelstellen und Abzeichen befinden sich hinter einer silberfarbenen Lackschicht und werden erst durch Abrubbeln, zum Beispiel mit einer Münze, sichtbar.

"Wir erhielten immer wieder Anfragen von Wanderern, die gern eine Übersichtskarte vom Harz für die Wand kaufen würden. Leider ist der Aufwand für solche Einzelanfertigungen viel zu hoch", berichtet Maximilian Schmidt, der die Idee zu dem Projekt hatte. Daher hat man sich im Verlag intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.

Auf der Suche nach einer umsetzbaren Lösung kombiniert mit einer pfiffigen Idee für eine Wand-Karte vom Harz stießen die Verlagsmitarbeiter auf Rubbelposter-Weltkarten, die am Markt mittlerweile Kult sind. "Eine solche Karte vom Harz wäre doch super! Am besten mit den Stempelstellen der Harzer Wandernadel", schwärmt Schmidt. Der Vorsitzende der Harzer Wandernadel Klaus Dumeier und sein Team waren ebenfalls sogleich von der Idee begeistert. "Und nicht nur wir. Nach der Ankündigung des Posters auf unserer Webseite, erhielten wir Anrufe von begeisterten Stempelsammlern!", berichtet Christina Grompe, Chefin des Service-Büros der Harzer Wandernadel.

Nach einer langen Vorbereitungsphase, in der zum Beispiel das Layout entwickelt, die Wirkung der Rubbelflächen getest und das geeignete Papier ausgesucht wurde, entstand schließlich eine 70 mal 100 Zentimeter große, dekorative Wandkarte zum Rubbeln, die Lust auf Erkundungen im Harz macht. 222 kleine Rubbelfächen befinden sich auf der übersichtlichen Karte im Maßstab 1:100.000, die der hauseigenen Verlagskartografie entstammt. Sie zeigt nicht nur die Stempelstellen, sondern gibt auch Auskunft zu vielen wichtigen Informationen wie Parkplätzen, Bushaltestellen und natürlich den Sehenswürdigkeiten im Harz. So kann man seine Erfolge freirubbeln und gleich links und rechts schauen, was es noch im Harz zu entdecken gibt. "Außerdem eignet man sich so leicht geografisches Wissen zu unserer Region an und schult seinen Orientierungssinn", findet Schmidt. Ein Register der Stempelstellen erleichtert im Zusammenspiel mit einem dezenten Planquadratgitter das Suchen auf der Karte. In der rechten Spalte befindet sich die "Trophäensammlung". Hier können die bereits erreichten Abzeichen freigerubbelt werden.

Zunächst wurden 1000 Stück des Rubbelposters gefertigt, das exklusiv im Büro der Harzer Wandernadel und in deren Onlineshop sowie im Onlineshop des Schmidt-Buch-Verlags vertrieben wird. Der Verkaufsstart findet zur Saisoneröffnung der Harzer Wandernadel auf dem Markt in Quedlinburg am Sonntag, dem 28. April ab 12 Uhr, statt. Neugierige Wanderer und Fans der Harzer Wandernadel können hier vor Ort einen Blick auf das Poster werfen und eines der ersten Exemplare erstehen.

Rubbelposter „Harzer Wandernadel“
Wand-Karte Harz mit den 222 Stempelstellen zum Rubbeln
1. Auflage Schmidt-Buch-Verlag 2019 • Preis: 25 Euro
Hochwertige Kartografie im Maßstab 1:100.000, Stempelstellen und Abzeichen der Harzer Wandernadel unter Rubbellack, Sehenswürdigkeiten, Register der Stempelstellen, Planquadrat
Format: 70x100cm, qualitätvolles 250-Gramm-Papier, UV-Lack-Beschichtung, Rubbellack-Flächen

Harzer Wandernadel • Schnappelberg 6 (Touristinformation)• 38889 Blankenburg (Harz)
Telefon: 03944-9547148 • E-Mail: info@harzer-wandernadel.de

Schmidt-Buch-Verlag Wernigerode • Die Winde 45 • 38855 Wernigerode
Tel.: (03943) 23246 • Fax (03943) 45010 E-Mail: info@schmidt-buch-verlag.de
http://www.harzer-wandernadel.de

Wie kommen die „Elefantenohren“ in den Wald? Buchen-Naturverjüngung im Nationalpark Harz
Augen auf beim Spaziergang im jetzt ergrünenden Wald. Wer jetzt aufmerksam schaut, wird in der Nähe alter Buchen kleine grüne „Elefantenohren“ im vorjährigen Laub entdecken können.

Wenn es auch auf Anhieb nicht gleich zu vermuten ist – das sind winzig kleine Rotbuchensämlinge. Sie keimen aus den Bucheckern, die im vergangenen Herbst auf den Waldboden fielen. Wieviel davon werden wohl einmal ein stattlicher Baum werden wie diese über 200 Jahre alte Buche am Molkenhaus im Nationalparkrevier Plessenburg?

Auf dem Weg zu einem Baummethusalem lauern viele Gefahren. Bucheckern sind beliebte Winternahrung für Hirsch, Wildschwein und Reh, aber auch für Mäuse, Eichhörnchen und Vögel, z. B. den Buchfink.

Im Frühjahr werden die Keimlinge gern von Wildtieren gefressen, sozusagen als „grüner Salat“. Aber auch später als kleine Bäumchen ist das Leben der jungen Buchen nicht ungefährlich. Von Tausenden Sämlingen werden nur ganz wenige zu richtigen Buchen heran wachsen, die wieder Bucheckern produzieren – und der Waldkreislauf beginnt von vorn, so Sabine Bauling, Fachbereichsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

Übrigens waren zwei Drittel der Waldflächen des Nationalparks Harz ursprünglich Buchenwälder, derzeit ist es nur knapp ein Fünftel. Die Waldentwicklungsmaßnahmen des Nationalparks leisten u.a. durch das Pflanzen von Buchen in naturfernen Fichtenforsten der unteren und mittleren Höhenlagen des Harzes einen Beitrag zu mehr Naturnähe in den Wäldern. Aus den kleinen gepflanzten Buchen werden sich die Samenbäume für zukünftige Waldgenerationen entwickeln.

So geht der Nationalpark Harz entsprechend seines Zonierungskonzepts einen Mittelweg zwischen „Natur Natur sein lassen“ wo es schon geht und „Natürliche Entwicklungen fördern“ wo es noch nötig ist. Näheres zu dieser Gliederung in Zonen siehe
https://www.nationalpark-harz.de/de/der-nationalpark-harz/wir-ueber-uns/gebietsgliederung/

Wetter Extrem – der Klimawandel im Norden – Einladung nach Goslar
Goslar. Die gemeinnützige Redaktion CORRECTIV widmet dem Klimawandel eine Lokalredaktion und vier Veranstaltungen in Goslar: Wir wollen zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern erfahren, wie sich der Norden mit der Erderwärmung verändert. Und wie wir hier weiterhin gut leben können.

Denn die extremen Wetter sind in unserem Alltag angekommen: Der Harzer Brocken, der früher an 300 Tagen im feuchten Nebel lag, ist plötzlich ständig zu sehen. Stieg das Wasser vom Starkregen in der historischen Altstadt von Goslar 2017 noch bis zu den Hüften an, trockneten viele Flüsse nur einen Sommer später in Norddeutschland fast aus. Wir hangeln uns von einem Extrem ins Nächste.

Wir wollen deshalb über den Klimawandel aufklären. Für dieses Projekt hat sich CORRECTIV mit dem Norddeutschen Rundfunk zusammen geschlossen. Der NDR wird drei Reportagesendungen drehen, 90 Minuten geballte Informationen über Klima-Opfer und Klima-Lösungen. CORRECTIV ist tagsüber im Großen Heiligen Kreuz direkt am Marktplatz tagsüber für sie da, um von Ihnen zu erfahren, was Ihnen unter den Nägeln brennt: Der sintflutartige Starkregen beispielsweise, oder auch die austrocknenden Moore. Abends wollen wir von Alltagsexpertinnen und -experten wissen, wie der Klimawandel unseren Alltag verändert. Wir sprechen mit Feuerwehrleuten, Vogelexpertinnen, Meteorologen, Bürgermeistern und Aktivistinnen von Fridays for Future.

Von Montag den 29. April bis zum Donnerstag den 2. Mai laden wir sie zu diesen Gesprächsrunden ins Mönchehaus-Museum Goslar (Mönchestraße 1, 38640 Goslar) ein. Die Veranstaltungen sind kostenlos.
https://correctiv.org/eventbrite-event/starkregen-wie-haeufig-er-kommt-wie-wir-uns-schuetzen/

Borkenkäfer – der Buchdrucker wird aktiv
Die Ostertage brachten endlich den ersehnten Frühling. Sonne und Wärme sind aber auch genau das, was die Borkenkäfer alias Buchdrucker lieben und für ihre Entwicklung benötigen.

In den nächsten Tagen wird es also lebendig unter der Rinde und im Waldboden, wo die Käfer überwintert haben. Winter ist das Stichwort, es war eher ein Winter „light“ er konnte nicht dazu beitragen, dass die Käferpopulation kleiner geworden ist. Im Gegenteil, warme Tage im Februar und März haben dazu beigetragen, dass viele als dritte Generation im Spätsommer 2018 angelegte Bruten ihren Reifungsfraß vollenden konnten und nun zusätzlich als Jungkäfer auf günstige Startbedingungen warten, so Sabine Bauling, die Fachbereichsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

Das letzte Jahr war eines der wärmsten und niederschlagsärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und es führte zu einem gewaltigen Anstieg der Borkenkäferpopulation. Der Klimawandel hat uns voll im Griff. Die Fichte, geschwächt durch Stürme, Wärme und Trockenheit bot dem gefräßigen Insekt daher reichlich Nahrung.

Die Niederschläge im Winter reichten bei weitem nicht, die Wasserdefizite im Boden aufzufüllen. Forstwissenschaftler gehen davon aus, dass 2019 ein schwieriges Jahr für die Wälder in Mitteleuropa und darüber hinaus wird, insbesondere für die Fichte.

Im Nationalpark Harz wird in einem 500 m breiten Borkenkäfersicherungsstreifen konsequent Windwurfholz aufbereitet und der Borkenkäfer bekämpft. Dies geschieht durch Aufarbeitung der Hölzer und raschem Abtransport, aber auch durch Schälen insbesondere einzelner Bäume. Damit wird dem Borkenkäfer die Grundlage zur Vermehrung entzogen, so Sabine Bauling.

Anders verhält es sich in den Hochlagen des Nationalparks, die überwiegend in der Naturdynamikzone liegen. Hier gilt das Prinzip des Zulassens natürlicher Entwicklungen weg vom Fichtenforst hin zu natürlichen Bergfichtenwäldern. Dieser Weg ist geprägt von teilweise verstörenden Bildern, doch die neue Waldgeneration entwickelt sich in relativ kurzen Zeiträumen vielfältig und strukturreicher, wie es z. B. am Bruchberg, am Quitschenberg, am Meineberg und vielen anderen Stellen zu beobachten ist.
http://www.nationalpark-harz.de

25. April 2019: Lesung von Dr. Ernst Paul Dörfler aus seinem neuen Buch „Nestwärme“ in der Remise des Kunstvereins Wernigerode – ein Termin nicht nur für Vogel-Interessierte
Paul Jüttners Buchhandlung lädt am Donnerstag, 25.4.2019 um 19 Uhr in die Remise des Wernigeröder Kunst- und Kulturvereins, Marktstraße 1, 38855 Wernigerode, zu einer Lesung mit Dr. Ernst Paul Dörfler ein. Der Autor liest aus seinem neuen Buch „Nestwärme“.

Ernst Paul Dörfler ist nicht nur ein überregional bekannter Naturschützer – er ist auch ein hervorragender Kenner bedrohter heimischer Vogelarten. Ein Leben mit der Sonne statt nach der Uhr, faire partnerschaftliche Beziehungen, Gewaltverzicht und klimaneutrale Mobilität – was können wir nicht alles von Vögeln lernen! "Nestwärme" ist ein überraschendes Buch über das Sozialverhalten unserer gefiederten Nachbarn, ein Plädoyer für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – und eine augenzwinkernde Aufforderung, das eigene Leben hin und wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Der vielfach ausgezeichnete Naturschützer Ernst Paul Dörfler hat ein berührendes Buch über das geheime Leben der Vögel geschrieben, die oft friedvoller und achtsamer miteinander umgehen als wir Menschen.

Ernst Paul Dörfler, geboren 1950 in Kemberg bei Wittenberg, ist promovierter Ökochemiker und leidenschaftlicher Vogelliebhaber. Sein Buch „Zurück zur Natur?“ (1986) wurde zum Kultbuch der ostdeutschen Umweltbewegung. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem EURONATUR-Preis der Stiftung Europäisches Naturerbe. Fernsehtipp:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndr_talk_show/Oekologe-und-Vogel-Experte-Ernst-Paul-Doerfler,ndrtalkshow4970.html

Sagen- und Mythenwanderung in Sankt Andreasberg
Am Freitag, den 26. April, bietet das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg um 20:00 Uhr eine Sagen- und Mythenwanderung an. Dabei geht es vom Parkplatz „Dreibrode“ aus durch den abendlichen Wald der „sagenumwobenen Bergwildnis“. Unterwegs erhält man spannende Informationen über alte Harzer Sagen und was es mit der Walpurgisnacht und den Hexen auf sich hat. Die Wanderung dauert ca. zwei Stunden. Es wird empfohlen, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der L 519, nördlich von Sankt Andreasberg am Abzweig zum Rehberger Grabenhaus. Für die Veranstaltung wird vor Ort eine Gebühr erhoben. Erwachsene zahlen 6,- €, Kinder 4,- € und Familien 14,- €. Informationen dazu gibt es im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg oder telefonisch unter 05582 / 92 30 74.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Der Feldlerche zuliebe: Hunde bitte immer an der Leine lassen: In Wald und Flur gilt von 1. April bis 15. Juli die Leinenpflicht
Goslar. Endlich ist es wieder soweit – im Frühling gönnen sich Hundebesitzer mit dem „besten Freund des Menschen“ wieder den dringend benötigten Auslauf in der freien Natur. Dabei heißt es nicht selten „Leinen los“. Doch Vorsicht – hier droht Gefahr! Die Goslarer Umweltverbände BUND, NABU sowie Natur- und Umwelthilfe Goslar appellieren an alle Hundebesitzer: „Lassen Sie Ihren Hund bitte an der Leine!“

Während der Brut- und Aufzuchtzeit des Nachwuchses sind Vögel und andere wildlebende Tiere besonders störempfindlich. Da kann ein freilaufender Hund großen Schaden anrichten, wenn sein Jagdtrieb erwacht und die Rufe von Herrchen oder Frauchen unbeachtet bleiben.

Rehkitze, aber auch der Nachwuchs der bodenbrütenden Vogelarten sind derzeit besonders gefährdet. Ein typischer Bodenbrüter ist zum Beispiel der Vogel des Jahres, die Feldlerche. Ihr Bestand schrumpft in den letzten Jahrzehnten bedrohlich.

Wie im letzten Jahr mehren sich bei den Verbänden wieder Anfragen von Bürgern, die sich über mangelnde Kontrolle und Umsetzung der gültigen gesetzlichen Regelungen beschweren. Hier appellieren die Verbände an alle Hundebesitzer, die Festlegung der derzeitigen Hundeanleinpflicht zu beherzigen, und an alle zuständigen Kommunen, stärkere diesbezügliche Kontrollen durchzuführen, denn was nützen die besten Gesetze, wenn deren Einhaltung nicht überwacht wird!

Hundebesitzer, die ein Herz für die wilden Tiere haben, lassen beim Spaziergang ihren Liebling an der Leine. Freien Auslauf gibt es in der Brut- und Setzzeit nur im heimischen Garten oder auf ausgewiesenen Flächen in Städten und Gemeinden, die für Parks und Grünanlagen gesonderte Regelungen schaffen können.

Im Nationalpark Harz gilt eine ganzjährige Leinenpflicht.
https://www.nabu-goslar.de/

Nationalpark warnt vor Waldbrandgefahr Aufruf zu achtsamen Verhalten zur Verhütung von Waldbränden
Wegen des ungewöhnlich warmen Frühjahrs warnt die Nationalparkverwaltung Harz kurz vor Ostern vor der schon jetzt großen Waldbrandgefahr. Die Vegetation ist in den mittleren und oberen Lagen des Gebirges noch nicht grün und es liegt noch trockenes Gras und Laub auf dem Waldboden - so können schnell Brände entstehen.

Der Nationalpark ruft die Bevölkerung zur Mithilfe bei der Verhütung von Waldbränden auf. Wenn die zahlreich erwarteten Besucher die Regeln auf den Waldeingangstafeln beachten, können sie einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Natur leisten. Auf keinen Fall darf offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe gemacht werden. Grillen ist nur an den dafür freigegebenen Plätzen erlaubt. Zudem gilt vom 15. Februar bis zum 31. Oktober im Wald ein allgemeines Rauchverbot.

Insbesondere sind folgende Punkte zu beachten:
- Kein offenes Feuer, nicht nur im Wald!
- Rauchverbot beachten!
- Autos mit Katalysatoren nicht über trockenem Gras abstellen
- Jeden Waldbrand unter der Notrufnummer 112 sofort melden!

Die Gefahr wird nach den Waldbrandgefahrenstufen des Deutschen Wetterdienstes (1 gering bis 5 sehr hoch) eingeschätzt.

Tagesaktuelle Informationen können Sie ganz einfach in www.agrowetter.de erhalten, dort finden Sie auch Prognosen für die Folgetage.
http://www.nationalpark-harz.de/

4.5.2019: Pflanzen für die Wildnis von morgen
Wernigerode. Im Nationalpark Harz dürfen ehemalige Wirtschaftswälder wieder zu wilden Naturwäldern werden. In einigen Bereichen leisten wir der Natur noch kurzzeitig Starthilfe und unterstützen mit Buchenpflanzungen die Rückkehr der ursprünglich in den tieferen und mittleren Lagen heimischen Laubwälder.

Wer die Entwicklung der neuen Wildnis aktiv unterstützen möchte, ist zu unserer Buchen-Pflanzaktion am 4. Mai 2019 im Nationalpark-Revier Schierke herzlich eingeladen. Bitte unbedingt bis zum 25.4.2019 unter Tel. 0160 7148822 oder eggert@nationalpark-harz.de anmelden.

Los geht’s um 9 Uhr am Schierker Stern. Dauer ca. 5 Stunden.
http://www.nationalpark-harz.de

Pressemitteilung UNSER HARZ April 2019*

Inhalt des Heftes:
- Ernst Kiehl: 1100 Jahre König Heinrich – die Memoria und das Festjahr 2019
- Dr. Heinz-Gerd Röhling und Dr. Friedhart Knolle: Das „Gestein des Jahres 2019“ – Schiefer und seine Gewinnung im UNESCO Global Geopark Harz · Braunschweiger Land · Ostfalen
- Barbara Ehrt: Die romanische Pfalzkapelle Sankt Ulrich in Goslar – eine der ältesten Kapellen mit einem Ulrich-Patronat?
- Gedichte: Ostergedanken (Dieter Herrmann), Walpurgisnacht im Harz (Joachim Härtel)

Die April-Ausgabe führt uns zeitlich weit zurück in das ausklingende Frühmittelalter – eine Zeit, die von Auseinandersetzungen zwischen Fürsten und König ebenso geprägt war wie durch die Abwehrkämpfe gegen die Ungarn. Das Christentum war eine entscheidende Macht, sowohl real-politisch wie auch spirituell-ideologisch. Dies wird in dem Artikel „1100 Jahre König Heinrich – die Memoria und das Festjahr 2019“ von Ernst Kiehl deutlich.

Barbara Ehrt stellt in ihrem Beitrag „Die romanische Pfalzkapelle Sankt Ulrich in Goslar – eine der ältesten Kapellen mit einem Ulrich-Patronat?“ den Bischof Ulrich von Augsburg als Namensgeber der Kapelle in Goslar und seine Verehrung durch z.B. Heinrich II. vor.

Beide Beiträge verweisen damit auch auf die sich wandelnde Rezeption historischer Ereignisse und Menschen in den nachfolgenden Jahrhunderten.

Dr. Heinz-Gerd Röhling und Dr. Friedhart Knolle wiederum widmen sich dem Gestein des Jahres 2019, dem Schiefer, seiner Gewinnung und Nutzung im UNESCO Global Geopark Harz · Braunschweiger Land · Ostfalen. Schiefer war – und ist – über Jahrhunderte ein beliebter Baustoff und prägt so manches Stadt- und Ortsbild bis heute. Dieser Beitrag steht auch online und ist zu finden unter https://www.researchgate.net/publication/332036594_Das_Gestein_des_Jahres_2019_-_Schiefer_und_seine_Gewinnung_im_UNESCO_Global_Geopark_Harz_Braunschweiger_Land_Ostfalen

Siehe zu diesem Beitrag auch das anl. Foto.

Besonders freut sich das Redaktionsteam über die freundlichen und positiven Zusprüche zweier langjähriger Leser, Dieter Herrmann und Joachim Härtel. Von beiden haben wir, passend zur Jahreszeit, Gedichte bekommen, die wir gerne veröffentlichen.

So hoffe ich, dass auch dieses Heft wieder zur Begeisterung und zu neuen Erkenntnissen bei unserer Leserschaft beiträgt!

UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

- Altenau: GLC-Touristinformation

- Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B

- Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark

- Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16

- Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus

- Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage

- Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi Bergmann-Str. 11.

Harzer Urania Wernigerode eröffnet Saison an der Rappbodetalsperre
Am 16. April eröffnet die Harzer Urania Wernigerode wieder ihren Vortragsplatz oberhalb der Rappbode-Talsperre. Jeweils Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17.30 Uhr können sich die Besucher wieder über die Anlage der Talsperren im Harz, aber auch zu heute wichtigen Themen, wie dem Fichtensterben, dem Borkenkäfer und den Klimaänderungen informieren lassen.
Der Vortragsplatz wurde erweitert um die Schautafel zum Thema Klima, welche in Zusammenarbeit mit der Brocken-Wetterwarte entstanden ist. Außerdem wurde die Übersichtskarte zu den Harzer Talsperren erneuert und enthält erstmals Tabellen mit wichtigen Daten zur Hydrologie und zur Bewirtschaftung des Bode-Talsperren-Systems. Die Refernten stehen bereit und freuen sich schon auf die zahlreichen Besucher, um ihr Wissen mit ihnen zu teilen.
http://www.harzer-urania-wernigerode.de/

Neues Highlight: Gläserner Globus in Derenburger Glasmanufaktur ausgestellt
Der Glas-Email-Globus des Künstlers Manfred Küttner aus Wernigerode wird ein Zuhause in den Ausstellungsräumen der Derenburger Glasmanufaktur erhalten. Ein Sternen-Schauraum mit Wänden, an denen der unendliche Weltraum zu sehen ist bildet den Rahmen um die künstliche Erde.
Manfred Küttner arbeitete 20 Jahre an seinem Kunstwerk, in 10.000 Arbeitsstunden entstand der 1,28 Meter im Durchmesser große Erdball. 578 emaillierte Metallsegmente in transparentem Steg-Email zeigen das Land, Flussläufe und Seen. 500 Städtenamen und die Namen der Kontinente sind auf dem Globus verteilt. Jede, der kleinen Kupferplatten musste bei 1.000 Grad mit dem farbigen Glasschmelz überzogen werden. Ab Gründoonerstag wird täglich für Besucher eine Führung um 12.30 Uhr und 14.30 Uhr stattfinden. damit
https://www.harzkristall.de/

Harzer Wandernal-Saison beginnt am 28. April 2019
Die Stempeljagd auf die Harzer Wandernadel beginnt am 28. April, diesmal in der Welterbestadt Quedlinburg.
Zwei Wanderungen zur Saisoneröffnung werden angeboten:
1. Wanderung ab Treffpunkt 9 Uhr Parkplatz Wipertistraße/Ecke Langenbergstraße. Sie führt über die Langenbergstraße, weiter Grüntalsweg, Grüntal, Hasenköpfe, Altenburg, Brühl, Wordgarten zum Marktplatz. Die Strecke ist ca. 6,5 Kilometer lang und man wandert etwa 2,5 Stunden.
2. Wnaderung ab Treffpunkt Nettoparkplatz (Schillerstraße) um 9 Uhr. Diese führt über die Taubenbreite, weiter Am Weinberg, Helmsteinberg, ehem. Panzerweg zur alten B6, D.-Milde-Weg, Weinberg, Grüntal, Langenbergstraße, unterer Schlossberg zum Marktplatz. Die Strecke ist ebenfalls ca. 6,5 Kilometer lang und man benötigt etwa 2,5 Stunden.
Auf dem Marktplatz wird dann offiziell die Wandernadel- Saison eröffnet.
Dazu wird das aktuelle Wandernadelheft 2019 vorgestellt und auch das Begleitheft "Harzer Baudenstieg", in diesem Haft finden sie die schönsten Waldgaststätten zwischen Bad Grund und Walkenried. Quedlinburg bietet für diesen Tag eine Sonderführung durch die Innenstadt an, dabei sollen fünf Sonderstempel gesammelt werden können.
Also liebe Wanderfreunde - auf in die neue Saison!
https://www.harzer-wandernadel.de/

Bürgerpark Wernigerode eröffnet die Saison am 13. April
Wie in jedem Jahr beginnt die Arbeit der Mitarbeiter im Bürgerpark schon lange bevor die Saison eröffnet wird.
10.000 Frühblüher mussten in die Erde, damit zur Eröffnung der Park in einer Blütenpracht erscheint.
Der "Kleine Harz", die Miniaturstadt im Park feiert in diesem Jahr ein Jubiläum - 10 Jahre können die Besucher schon die Sehenswürdigkeiten aus dem ganzen Harz als Miniaturbauten bewundern. Auch die kleine Bahnanlage wurde überholt. Neu in diesem Jahr ist die Miniatur des Großen Schlosses Blankenburg.Auf dem Gelände des Bürgerparks wurde ein Hortensiengarten eingerichtet. Auch der Spielplatz an der Zaunwiese ist neu, er wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt errichtet. Wieder werden auch Ausstellung im Park zu sehen sein, ab dem 16. April die Ausstellung unENDLICH-bunt der Künstlerin Melanie Kuna-Drechsler und die nächste beginnt am 25. Mai, sie wird von Lesern der Volksstimme gestaltet. Weitere Highlights im Park werden der Modellbautag, der Tag der Vereine, der Harzer Firmenlauf, der Tag der Biene, zahlreiche Konzerte, Kinderfeste, das Harzer Open Air usw. sein. Wir wünschen eine tolle Gartensaison.
https://www.buerger-und-miniaturenpark-wr.de/

Freilichtmuseum "Schwedenschanze" bei Stiege geöffnet
Die alte Militäranlage bei Stiege aus dem 18. Jahrhundert ist wieder für Besucher geöffnet. Allerdings hat die im Volksmund genannte "Schwedenschanze" gar nichts mit den Schweden zu tun. Höchst wahrscheinlich ist die Anlage aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges, französische Truppen rückten damals von Westen in den Harz und diese Wallanlage sollte sie aufhalten.Die um 1760 errichtete Schanzanlage der Hannoveraner wurde auf einer älteren aufgebaut, ob diese allerdings aus dem 30-jährigen Krieg stammt und die Schweden abhalten sollte , ist nicht bekannt. Der eigentliche Name ist deshalb "Kanonenplatz" und diese steht nun wieder als Modell auf diesem Platz. Die AFG, die Koba und der Tourismusbetrieb Oberharz hat den Platz wieder hergerichtet, so können Interessierte wieder ein Stück Geschichte unseres Harzes ansehen.
https://www.oberharzinfo.de/ausflugsziele/museen-technik/freilandmuseum-schwedenschanze.html

Löwenzahn-Entdeckerpfad öffnet wieder zu Ostern
Der Löwenzahnpfad bei Drei Annen Hohne wird wieder für den Sommerbetrieb hergerichtet. Höreule, Drehfiguren, Naturmemory und Schautafeln stehen schon wieder an ihren Orten. Nur der Barfußpfad musste umgesetzt werden, da eine große alte Buchean Altersschwäche gestorben ist. Ein Teil der buche steht noch, aber ein anderer Teil liegt nun am Boden, deshalb ist das Gelände um die Buche noch abgesperrt. Der Nationalpark will nun die Buche in eine Totholzstation umwandeln, damit die Besucher sehen können wie der Wald sich mit der Zeit wandelt. Der 1,2 Kilometer lange Löwenzahnpfad beginnt in der Nähe des Bahnhofs der Brockenbahn in Drei Annen Hohne und endet am Natur-Erlebniszentrum Hohnehof, hier können sich die Entdecker auch stärken, die Forscherecke erhunden und sich auf dem Abenteuerspielplatz austoben.
https://www.nationalpark-harz.de/de/besucherzentren/hohnehof

Der denkmalgeschützte Schlosspark Langenstein soll gerettet werden
Der Schlosspark am Schloss Langenstein nahe Halberstadt ist ein eindrucksvolles Ensemble aus dem 19. Jahrhundert, leider wuchs er nach der Wende fast zu und ähnelte eher einem Dschungel als einem Landschaftspark. 2018 fanden sich KoBa Harz und die AWZ (Aus-und Weiterbildungszentrum GmbH) Halberstadt sowie die Stadt zusammen, um den Park zu retten.
In den letzten acht Monaten wurde der Wildwuchs im Park entfernt und die Sichtachsen und Baumgruppen des Landschaftsgärtners Eduard Petzold aus dem 19. Jahrhundert freigelegt.
Seltene Gehölze, wie 200 Jahre alte Solitärbäume sowie seltene Baumarten aus Südeuropa und Asien können nun wieder ihre Pracht auf der 20 Hektar großen Fläche entfalten.
Auch die Einwohner des Ortes Langenstein begrüßen die Renaturierung des Parks, der Höhlenverein möchte im Park Informationstafeln zur Geschichte sowie zum Beispiel zur Erklärung der "Branconi-Säule" aufstellen lassen.Ein besonderes Projekt soll den Baumbestand des Parkes verjüngen, es sollen "Hochzeitsbäume" gepflanzt werden.
Im Schloss soll ein Hochzeitszimmer eingerichtet werden, dann können die Brautpaare nach der Trauung im Park ihren "Hochzeitsbaum" pflanzen.

Grube Glasebach startet am 1. April 2019 in neue Saison
Das Schaubergwerk Grube Glasebach in Straßberg bei Harzgerode wird ab 1. April 2019 von der Arbeitsfördergesellschaft Harz (AFG) übernommen.
Für die Besucher des Schaubergwerkes Glasebach wird einiges anders. In Zukunft wird die Grube ganzjährig und täglich geöffnet sein.
Und es gibt zahlreiche neue Ideen, um den Standort attraktiver zu machen. Zum Beispiel soll die Rad- und Wanderwegestruktur besser gepflegt und überarbeitet werden, auch ein Schauschmieden und Schmiedekurse sind angedacht.
Die Grube Glasebach war bis 1990 ein Bergwerk des Flussspat- und Silberabbaus. Mitte 1995 wurde das Bergwerksmuseum eröffnet, es zeigt den untertätigen Bergbau zwischen dem 17. - 19. Jahrhundert sowie den obertätigen bis 1990.
http://www.grube-glasebach.de

Musikmaschine aus dem 17. Jahrhundert im Kloster Michaelstein wieder in Gang gesetzt
Das Kloster Michaelstein in Blankenburg hat eine neue Sehenswürdigkeit, eine Musikmaschine des französischen Ingenieurs und Gartenarchitekten Salomon de Caus (1576 - 1626). Er war zu seinen Lebzeiten ein Experte für hydraulische Konstruktionen und hatte sich damit in ganz Europa einen Namen gemacht.
Zehn Jahre war die Musikmaschine ausgelagert, heute präsentiert sie sich in einem eigens für sie geschaffenen Pavillon. Sie musste eine aufwendige Sanierung über sich ergehen lassen, die Wasserräder aus Eichenholz, die Nymphenfigur und auch die Orgel mussten überarbeitet werden.
Auf Knopfdruck bewegen sich die Wasserräder und treiben lederne Blasebälge an, welche die Orgel mit den von einer Stiftwalze gesteuerten 64 Pfeifen zum Klingen bringen. Gleichzeitig bewegt sich eine Nymphenfigur, die in einer von Delfinen gezogenen Muschel sitzt durch ein Wasserbecken.
Die Musik der Maschine stammt von Peter Philips, es ist das Madrigal "Chi fará fed´al cielo" aus dem Jahre 1615.
Die Entstehungsgeschichte der Maschine sowie weitere Informationen zu ihrer Rekonstruktion durch die Technische Hochschule Aachen 1998 werden auf zwei Informationstafeln ausgiebig beschrieben.
Am 7. April 2019 wird die Musikmaschine erstmals öffentlich zugänglich sein, danach wird jeden ersten Sonntag im Monat bis Oktober um 15 Uhr die Maschine in Gang gesetzt.
http://www.kloster-michaelstein.de/

Die Feldlerche – Vogel des Jahres 2019 - Bildvortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg am 2. April 2019
Braunlage - Sankt Andreasberg. Am 2. April 2019 hält der Diplombiologe Walter Wimmer vom NABU Salzgitter in Sankt Andreasberg einen Vortrag zum Vogel des Jahres.

Die Feldlerche ist als Kulturfolger einst ein „Allerweltsvogel“ gewesen. Sie war weit verbreitet und ihr Gesang auf nahezu allen landwirtschaftlich genutzten Flächen zu hören. Als Landwirtschaft noch ohne chemische Gifte und kleinflächig strukturiert betrieben wurde, schuf sie geradezu paradiesische Zustände für die Feldlerche, die ihre Verbundenheit mit der Landwirtschaft sogar im Namen trägt. Doch die jahrzehntelang zunehmende Intensivierung der Anbaumethoden verschlechterte die Lebensbedingungen der Feldlerche kontinuierlich. Seit langem ist sie überall auf dem Rückzug, die Bestände sind teils dramatisch eingebrochen.

Wenn die Feldlerche, die man durchaus als Stellvertreterin für die ehemals große Artenvielfalt in unseren Agrarlandschaften ansehen kann, eine Zukunft haben soll, muss sich an der Art und Weise sowie der Praxis der Fördermittelvergabe, welche die Landwirtschaft heute dominiert, einiges ändern.

Walter Wimmer zeigt viele attraktive Fotos und reichert seinen Vortrag mit detaillierten Ortskenntnissen aus dem nördlichen Harzvorland an, um die Situation des „Vogels des Jahres“ in der Region und darüber hinaus zu beschreiben.

Eine Anmeldung ist nicht nötig, der Eintritt ist frei.

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Datum: Dienstag 2.4.2019
Zeit: 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Sonderausstellung "Wege nach Frankreich" im Hüttenmuseum Thale
Der Künstler Bernd Schobeß veranstaltet vom 23. März bis zum 12. Mai 2019 eine Sonderausstellung im Hüttenmuseum Thale zu dem Thema "Wege nach Frankreich". Die Ausstellung zeigt Bilder und Vorortskizzen des Künstlers sowie des Mittlers der deutsch-französischer Lebensart Uwe Parthey. Tauchen Sie ein in die französische Landschaft und genießen Sie dieses Flair. Die Öffnungszeiten der Ausstellung orientieren sich an denen des Museums.
https://www.schobess-art.de

US-Generalkonsul und US-Rangerin besuchen Nationalpark Harz Austausch über gemeinsame Herausforderungen und Strategien bei Naturschutz und Umweltbildung
Jüngst hat der Generalkonsul der USA für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Timothy Eydelnant, den Nationalpark Harz besucht. Er informierte sich im Natur-Erlebniszentrum HohneHof über die Arbeit und Bedeutung des Parks und die Kooperation zwischen zwei Bundesländern.

Anlass seines Besuchs war ein ganz besonderer Gast: Im Rahmen des Gastredner-Programms der US-Botschaft Berlin war US-Nationalpark-Rangerin Lee Taylor vor Ort im Nationalpark Harz, um sich mit ihren deutschen Kollegen über gemeinsame Herausforderungen und Strategien bei Naturschutz und Umweltbildung auszutauschen. Die Leiterin des Olympic National Park im US-Bundesstaat Washington nutzte die Gelegenheit, um ihren Park in einem Vortrag vor Mitarbeitern im Harz vorzustellen und entdeckte bei der anschließenden Tour durch den Nationalpark viele Gemeinsamkeiten.

Die Exkursion führte zunächst zum Nationalparkhaus Ilsetal und zur Rangerstation Scharfenstein. Über Mittag stand dann ein Treffen mit Rangerkollegen im Natur-Erlebniszentrum HohneHof auf dem Programm. Der Austausch drehte sich um die Themen Junior-Ranger, Nationalparkmanagement und Zukunftsperspektiven. Auch der alle Parke weltweit betreffende Klimawandel wurde diskutiert. Zusammen mit Generalkonsul Eydelnant ging es zum Abschluss des Tages auch auf den Brocken und ins Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus.

„Ich habe heute viel Neues über die Region gelernt“, sagt Generalkonsul Eydelnant. „Es ist schön zu sehen, dass in diesem ehemaligen Grenzgebiet heute die Zusammenarbeit im Vordergrund steht und gut funktioniert. Gemeinsam erreicht man oft mehr als allein. Darum wollen wir mit unserem Gastredner-Programm auch den internationalen Dialog fördern. Es freut mich, dass es heute einen so intensiven Austausch einer US-Rangerin mit ihren deutschen Kollegen gegeben hat.“ Sehr beeindruckt zeigte sich die US-Kollegin auch von den Wernigeröder Fachwerkbauten und der für den Harz so typischen engen Verzahnung von Natur und Kultur, so Henning Möller, der Ranger-Einsatzleiter für Sachsen-Anhalt, der die Exkursion leitete.
http://www.nationalpark-harz.de

Führungen im Großen Schloss Blankenburg beginnen wieder - vom 16.03.2019 bis 14.12.2019
Das landschaftsprägende barocke Schloss - einst von Hermann Korb für Herzog Ludwig Rudolf von Braunschweig-Wolfenbüttel , Fürst von Blankenburg als Residenzschloss erbaut - ist ein Kulturdenkmal von europäischen Rang. Interessante Führungen zeigen die wichtigsten Repräsentationsräume des Ensembles, das sich derzeit in der Sanierung befindet.Einschränkungen im Führungsablauf sind wegen der Baumaßnahmen möglich.
Zu während der Führungszeiten ist das Schloss-Cafe und der Schloss-Shop ebenfalls geöffnet.
Das Schloss ist ferner von Dienstag bis Freitag sowie am Sonntag zwischen 10.00 Uhr -16.00 Uhr geöffnet , allerdings finden an diesen Tagen keine Führungen statt.
Uhrzeit: von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr jeweils nur am Samstag , beginnend am 16.03.2019 - 14.12.2019
Eintrittspreis: Eintritt: 4,-- Euro, Kinder (6 - 15 Jahre) 2,50 Euro, Kinder unter 6 Jahre / freier Eintritt
Sonderführungen auf Bestellung möglich -per e-mail: fuehrungen@rettung-schloss-blankenburg.de oder 03944-3676223 ( Anrufbeantworter)
bis 5 Personen : 35,-- Euro (Kinder unter 6 Jahre freier Eintritt), ab der 6. Person: Erwachsener (ab 16 Jahre) je 7,-- Euro, Kinder (6 - 15 Jahre) je 3,-- Euro
Zufahrt zum Schloss über Schleinitzstrasse - Schieferberg - Herzogsweg
Parkmöglichkeiten begrenzt, bitte auch andere Parkplätze nutzen ( z.B. Schnappelberg, Kleines Schloss)
Telefonnummer: 03944-3676223
Homepage:
http://www.rettung-schloss-blankenburg.de

Fahrtziel Natur-Jahresbroschüre 2019 erschienen Den Nationalpark Harz autofrei erleben
Mehr Menschen für einen Besuch im Nationalpark Harz mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zu begeistern – dafür engagiert sich die Nationalparkregion Harz als Partner in der Kooperation „Fahrtziel Natur“. In der neu erschienenen Broschüre „Naturschätze entspannt und umweltfreundlich erleben“ präsentiert sich auch der der Nationalpark Harz auf einer Seite. Naturbegeisterten Gästen wird aufgezeigt, wie sie dieses Gebiet entspannt mit der Bahn erreichen und vor Ort autofrei mobil bleiben.

Für alle 23 Fahrtziel Natur-Gebiete in Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet die Broschüre einen kompakten Überblick zur An- und Abreise mit der Bahn, Mobilität vor Ort und zu attraktiven Ameropa-Reisen. Die Broschüre liegt in DB-Reisezentren in ganz Deutschland aus und ist auch im Nationalpark Harz erhältlich.

Jeder Gast, der umweltfreundlich verreist, spart CO2-Emissionen ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Klimaschutz. Natur genießen statt im Stau zu stehen – das sind überzeugende Argumente, um im Urlaub auf den öffentlichen Verkehr und das Fahrrad umzusteigen.

Im Ostharz gibt es zudem HATIX – das Harzer Urlaubsticket. Es macht mobil, denn dieses besondere Angebot können Sie bei Ihrem Urlaub im Harz kostenfrei nutzen. Das Ticket erhalten Sie bei Übernachtung und Zahlung des aktuellen Gästebeitrags in einem der teilnehmenden Orte. Es ermöglicht Ihnen freie Fahrt auf allen öffentlichen Bus- und Straßenbahnlinien im Landkreis Harz sowie auch auf ausgewählten Linien im Landkreis Mansfeld-Südharz. Die Ausweitung auf den Westharz ist in Vorbereitung.

Anreise leicht gemacht
Goslar und Bad Harzburg sind von den ICE- und IC-Halten Braunschweig und Hildesheim aus stündlich erreichbar. Bad Lauterberg, Barbis und Bad Sachsa stehen via Göttingen (ICE-Halt) als Tore in den Nationalpark zur Verfügung. Nordhausen als Tor zum Südharz erreichen Sie mit dem Nahverkehr aus den ICE-/ICBahnhöfen Kassel-Wilhelmshöhe, Erfurt und Halle (Saale). Von Halle und Magdeburg aus gibt es zudem direkte Nahverkehrszüge z. B. nach Goslar, Wernigerode und Halberstadt. Weitere Infos unter https://www.fahrtziel-natur.de/natur/view/gebiet/harz/ueb-harz.shtml

Fahrtziel Natur, die Kooperation der drei großen Umweltverbände BUND, NABU, VCD und der Deutschen Bahn, setzt sich seit 2001 für umweltfreundliche Mobilität und nachhaltigen Naturtourismus ein. Vom Alpenraum bis zum Wattenmeer vereinigt die Kooperation 23 Fahrtziel Natur-Gebiete. Alle setzten sich vor Ort dafür ein, dass attraktive Tourismusangebote mit klimafreundlichen Mobilitätskonzepten verknüpft werden. Auf diese Weise können Urlauber Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke entspannt und umweltschonend erleben.

Mehr Informationen zur Kooperation Fahrtziel Natur erhalten Sie unter www.fahrtziel-natur.de
https://www.fahrtziel-natur.de/natur/view/gebiet/harz/ueb-harz.shtml

Endspurt im Fotowettbewerb HarzNATUR
Spannende Tierbegegnungen, atemberaubende Landschaften oder kleine Wunder am Wegesrand – schon zahlreiche tolle Fotos erreichten uns beim diesjährigen Fotowettbewerb HarzNATUR. Noch bis zum 15. März 2019 können Fotofans mit ihren Bildern die Faszination für die Natur im Nationalpark Harz mit anderen teilen. Außerdem winkt die Teilnahme in der HarzNATUR-Ausstellung und im Nationalpark-Kalender sowie weitere Gewinne. Jetzt noch schnell mitmachen. Alle Infos gibt es auf www.fotowettbewerb-harznatur.de.
http://www.fotowettbewerb-harznatur.de

15.3., Torfhaus: Wanderung in den wilden Nationalpark Harz - Einblicke in den Urwald von morgen
Wann? 15.3.2019, Freitag, 12.30 Uhr in Altenau-Torfhaus

Wo? Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Wilder Nationalpark Harz - Einblicke in den Urwald von morgen (ca. 3 Stunden)

Ein kleines Wildnisabenteuer rund um Torfhaus. Für Jung und Alt. Wir bringen Ihnen den Wandel der Wälder und die Naturdynamik näher.

Kosten: 5 € Kinder, 10 € Erwachsene, 20 € Familien (2 Erw. und Kinder bis 16 J.)

Anmeldung bis 14.3. erbeten unter Tel. 05320-33179-0
oder post@torfhaus.info
http://www.torfhaus.info/

Fledermausforschung im Nationalpark Harz - Bildvortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Am Mittwoch, den 13. März findet um 19:00 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg der Vortrag „Fledermausforschung im Nationalpark Harz“ statt.

Die Referentin Annika Schröder ist im Nationalparkhaus beschäftigt und betreut unter anderem auch die dortige Dauerausstellung „FledermausReich“. Im Rahmen ihrer Masterarbeit erstellte sie ein Habitatmodell für die gesamte Fläche des Nationalparks. Hierfür wurden mit Bat-Rekordern Fledermausrufe erfasst um diese anschließend in Zusammenhang mit der vorherrschenden Vegetation zu bringen. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden vorgestellt. Annika Schröder wird aber auch auf die spannende Tiergruppe der Fledermäuse ganz generell eingehen sowie über die Fledermausforschung im Nationalpark Harz berichten.

Eine Anmeldung zu der 90-minütigen Veranstaltung ist nicht nötig. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Nationalparkhaus zu geben.

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Ausschreibung für die Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ und den Andreas-Kunstpreis 2019 beginnt
Es ist wieder soweit – die Bewerbungsunterlagen für die 25. Kunstaustellung „NATUR – MENSCH“ sind online – Bewerbungsschluss ist der 17. Mai 2019.

Die Ausstellung wird vom 15. September bis 13. Oktober 2019 in der höchstgelegenen Bergstadt des Oberharzes, in Sankt Andreasberg, stattfinden – heute ein Teil der Stadt Braunlage.

Professionell tätige Künstlerinnen und Künstler sowie Studierende der Kunsthochschulen sind eingeladen, an der Ausstellung mitzuwirken und sich mit einem Werk zum Thema der spannenden und spannungsgeladenen Beziehung von Natur und Mensch zu bewerben. Zugelassen sind alle Sparten der Bildenden Kunst.

Höhepunkt der Kunstausstellung wird die Verleihung des mit 2.000 € dotierten Andreas-Kunstpreises im Rahmen der Vernissage am 14. September 2019 sein.

An drei Standorten – Rathaus-Scheune, Martini-Kirche und St. Andreas-Kirche – präsentieren wir entlang einer Kunstmeile Werke internationaler Künstler aus den Bereichen Bildhauerei, Malerei, Grafik, Fotografie, Installation und Video.

Der Anspruch: Berühren, Reflektieren, Erkenntnis gewinnen! Die Ausstellung will mit den Mitteln der Kunst einen emotionalen Zugang zur Natur schaffen. Die Kunst ist gewissermaßen Seismograph, Pädagoge, Katalysator und Visionär zugleich – eine feinfühlige Herausforderung, die zum Nachdenken anregt. Und diese Herausforderung ist heute wichtiger denn je.

Die Bewerbungsunterlagen erhalten Sie auf www.nationalpark-harz.de unter „Kunst und Kultur“.
http://www.nationalpark-harz.de

Die Geschichte der Treseburg auf einer Informationstafel
Der Fremdenverkehrsverein Bodetal hat eine Informationstafel zur Geschichte der Treseburg erstellen lassen. Daruf sind auch einige Abbildungen sichtbar, ein Grundriss, eine Rekonstruktionszeichnung und zwei weitere Darstellungen. Historische Belege für die Existenz der Treseburg sind rar, das sie schon in längst vergangener Zeit zerstört wurde. Die Schautafel steht in Mitten des Ortes und nur wenige Meter entfernt vom Beginn des Aufstiegs zum vermutlichen Standort der Treseburg. Von dort oben kann man einen herrlichen Ausblick ins Bodetal geniessen.

7.3.2019, Northeim: Vortrag "Der Erste Weltkrieg in deutschen und französischen Schulgeschichtsbüchern, 1918-1945"
Am Donnerstag, 7. März 2019, ab 18:00 Uhr findet im Bürgersaal der Stadt Northeim der dritte Vortrag der Vortragsreihe zur Sonderausstellung „Der Erste Weltkrieg in Northeim – Kriegsende 1918. Und dann?“ statt.

Der Referent, Dr. Rainer Bendick ist Bildungsreferent im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bezirksverband Braunschweig.

Thema seines Vortrages ist:
Der Krieg im Frieden: Der Erste Weltkrieg in deutschen und französischen Schulgeschichtsbüchern, 1918-1945.
http://www.volksbund-niedersachsen.de/

Rutsche aus dem Transall auf die Terrasse des Luftfahrtmuseums in Wernigerode
Die Transall C-160 auf dem Dach des Luftfahrtmuseums in Wernigerode wird um eine Attraktion reicher.

In Zukunft können die Besucher aus der Transall heraus auf die Terrasse des Museums über eine Wendelrutsche hinab gleiten.

Die Transall C-160 wurde 2018 auf dem Dach des Museums installiert und ist ein weithin sichtbares Ausstellungsobjekt.
https://www.luftfahrtmuseum-wernigerode.de

BUND untermauert seine Kritik an der geplanten Mansfelder Deponie am Freiesleben-Schacht
Der BUND Sachsen-Anhalt hat termingerecht Einwendungen im Planfeststellungsverfahren zur geplanten neuen Abfalldeponie der Fa. Martin Wurzel HTS Baugesellschaft erhoben, siehe Anlagen. In zwei Stellungnahmen bekräftigt der BUND seine Kritik, so der Landesvorsitzende Ralf Meyer.

Auf Teilen des ehemaligen Freiesleben-Schachts soll eine Fläche von über 10 ha mit der Deponie überschüttet werden. Über einen Zeitraum von 25 Jahren sollen fast 3 Mio. Tonnen Inertabfälle eingelagert werden – dagegen protestiert der BUND.

Auch eine Bürgerinitiative, andere Umweltgruppen und auch Kommunen vor Ort lehnen es ab, in der mit Schwermetallen und anderen Giften hochbelasteten Region des Mansfelder Landes weitere Deponien zuzulassen.

Ein wichtiger Kritikpunkt sind die Luftschadstoffe. Die Immissionsprognose in den ausgelegten Unterlagen ist nicht geeignet, die Umweltweltverträglichkeit des Vorhabens nachzuweisen. Die freigesetzten Staubemissionsfrachten wurden viel zu niedrig angesetzt. Dies betrifft insbesondere die Staubemissionen durch Umschlag- und Transportvorgänge sowie durch die Staubabwehungen. Dessen ungeachtet ist bereits auf Basis der prognostizierten Zusatzbelastungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Immissionswert für die maximale Überschreitungshäufigkeit des Tagesmittelwertes von 35 Überschreitungen örtlich nicht eingehalten werden kann – das betrifft vor allem die unmittelbar benachbarte Wohnbebauung.

„Damit ist bereits aus diesem Grund das Vorhaben nicht genehmigungsfähig. Der Antrag auf Planfeststellung ist daher

abzulehnen“, so Hans-Jürgen Paasch als Sprecher der BUND-Kreisgruppe Mansfeld-Südharz.

Weiterhin wurden die Belastungen durch Schwermetalle im Staubniederschlag im Umfeld der geplanten Deponie nicht untersucht. Berechnungen von Umweltexperten zeigen, dass insbesondere beim Parameter Arsen der Immissionswert der TA Luft örtlich überschritten werden kann. Die Bleibelastungen im Staubniederschlag können nahezu den Immissionswert erreichen.

Darüber hinaus kann eine Reihe der beantragten Abfälle so hohe Schwermetall-konzentrationen aufweisen, dass gemäß TA Luft die wirksamsten Maßnahmen zur Staubminderung anzuwenden sind. Dies ist aber auf der geplanten Deponie nicht der Fall.

Auch das Lärmgutachten enthält eine Vielzahl von Fehlern und Schwachstellen. Die Annahmen zu den Emissionsquellen entsprechen nicht dem zu fordernden Ansatz. Es ist daher davon auszugehen, dass bei fachlich korrekter Berücksichtigung der Schallleistungspegel und der Lage der Emissionsquellen die jeweils anzuwendenden Immissionsrichtwerte der TA Lärm durch das Vorhaben überschritten werden.

Der Bedarf für die geplante Deponie wird im Antrag von der Firma Martin Wurzel HTS Baugesellschaft mbH nicht dargelegt. Es fehlt sowohl eine Bedarfsanalyse wie auch ein Nachweis, in dem aufzeigt wird, ob die Abfälle für die geplante Laufzeit der Deponie überhaupt vorhanden sind und ob diese Abfälle zumindest durch Vorverträge oder Absichtserklärungen dauerhaft für die geplante Deponie zur Verfügung stehen. Im Antrag ist ebenfalls keine Planrechtfertigung zu finden, nach dem ein Bedarf für die Entsorgungssicherheit der Region durch den Anlagenbau gerechtfertigt wäre. Auf der Landtagssitzung zur Beantwortung der Kleinen Anfrage zur geplanten Deponie in Großörner am 23.11.2016 wies die Umweltministerin Prof. Dr. Dalbert darauf hin, dass im Lande kein Bedarf an weiteren Deponien der DK 0 und DK I besteht. Sie führte wörtlich hierzu aus: „Nach aktuellem Planungsstand ist es so, wenn wir auf die Deponien der Klasse 0 zu sprechen kommen: Für Deponien der Klasse 0 sehen wir in Sachsen-Anhalt keinen weiteren Bedarf. Mittelfristig, muss ich sagen, sehe ich überhaupt keinen Bedarf für Deponien der Klasse 0, weil es sich um Material handelt, das man verwerten kann, indem man es aufträgt oder indem man es recycelt.“

Zur Frage des Bedarfsnachweises für die Deponie in Großörner wurde von der Ministerin ausgeführt: „Der konkrete Bedarf für das Deponieneubauvorhaben Freieslebenschacht ist im Rahmen des Zulassungsverfahrens durch den Antragsteller nachzuweisen und wird derzeit neben weiteren fachtechnischen Aspekten von der zuständigen Genehmigungsbehörde, der unteren Abfallbehörde des Landkreises Mansfeld-Südharz, geprüft. Der Antragsteller muss nachweisen, dass die Deponie notwendig ist. Das ist seine Aufgabe. Dann prüft die Genehmigungsbehörde, die untere Abfallbehörde, in diesem Fall des Landkreises Mansfeld-Südharz, ob die Rechtfertigung gelungen ist“.

Der Gemeinde- und Städtetag Sachsen-Anhalt äußert sich in einem Schreiben vom 19.1.2019 an die Gemeinde Mansfeld in ähnlicher Weise zum Bedarfs-nachweis. Es besteht daher derzeit kein Bedarf für die Errichtung einer Deponie der Klasse 0 auf der Halde Freiesleben-Schacht Mansfeld. Der Vorhabensträger legte bislang keinerlei Nachweise vor, die die Aussagen des Abfallwirtschaftsplans für Sachsen-Anhalt widerlegen, so die beiden BUND-Sprecher.

7. März 2019: Lesung von Dr. Ernst Paul Dörfler aus seinem neuen Buch „Nestwärme“ im Café der Goslarschen Höfe – ein Termin nicht nur für Vogel-Interessierte
Die Goslarer Umweltverbände laden am 7.3.2019 zu einer Lesung mit Dr. Ernst Paul Dörfler in das Café der Goslarschen Höfe ein. Der Autor liest aus seinem neuen Buch „Nestwärme“.

Ernst Paul Dörfler ist nicht nur ein überregional bekannter Naturschützer – er ist auch ein hervorragender Kenner bedrohter heimischer Vogelarten. Ein Leben mit der Sonne statt nach der Uhr, faire partnerschaftliche Beziehungen, Gewaltverzicht und klimaneutrale Mobilität – was können wir nicht alles von Vögeln lernen! "Nestwärme" ist ein überraschendes Buch über das Sozialverhalten unserer gefiederten Nachbarn, ein Plädoyer für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – und eine augenzwinkernde Aufforderung, das eigene Leben hin und wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Der vielfach ausgezeichnete Naturschützer Ernst Paul Dörfler hat ein berührendes Buch über das geheime Leben der Vögel geschrieben, die oft friedvoller und achtsamer miteinander umgehen als wir Menschen.

Ernst Paul Dörfler, geboren 1950 in Kemberg bei Wittenberg, ist promovierter Ökochemiker und leidenschaftlicher Vogelliebhaber. Sein Buch „Zurück zur Natur?“ (1986) wurde zum Kultbuch der ostdeutschen Umweltbewegung. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem EURONATUR-Preis der Stiftung Europäisches Naturerbe. Fernsehtipp:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndr_talk_show/Oekologe-und-Vogel-Experte-Ernst-Paul- Doerfler,ndrtalkshow4970.html

Die Lesung wird im Rahmen des Projekts „Buchlesungen aus Natur und Umwelt“ durch die Goslarer Umweltverbände NABU, BUND sowie Natur- und Umwelthilfe Goslar e.V. angeboten. Die Goslarer Buchhandlung Bücher Bär unterstützt uns bei diesem Projekt, das wir in Zukunft kontinuierlich in den Goslarschen Höfen anbieten wollen.

Der Termin auf einen Blick
Was: Lesung Dr. Ernst Paul Dörfler: „Nestwärme“
Wann: 7. März 2019, 19 Uhr
Wo: Hofcafé der Goslarschen Höfe, Okerstr. 32, 38640 Goslar
Referent: Dr. Ernst Paul Dörfler

Nur tote Bäume im Nationalpark Harz? Antwort: NEIN - Waldwandel zur Wildnis im Film erklärt
Wenn man heute durch den Nationalpark Harz wandert, bietet sich auf einigen Waldflächen ein bizarres Bild. Graue Holzgerippe abgestorbener alter Fichten dominieren die Landschaft und wirken auf zahlreiche Einheimische und Gäste befremdlich. Viele sorgen sich um den Wald und stellen Fragen zu seinem Zustand.

Ein neuer Film, der im Auftrag des Nationalparks Harz von der Firma movit in Hardegsen produziert wurde, erklärt jetzt die Zusammenhänge in dieser ganz besonderen Baustelle der Natur. Er gibt Einblicke in den Wandel zur Wildnis, lässt Experten aus anderen Nationalparken zu Wort kommen und zeigt, dass der Wald trotz vieler toter Bäume so lebendig und dynamisch ist, wie selten zuvor – schauen Sie mal rein.

Der Film steht online unter www.youtube.com/nationalparkharz, ist auch auf der Nationalpark-Facebook-Seite verlinkt und ebenfalls auf der Nationalpark-Webseite unter "Aktuelles".
http://www.youtube.com/nationalparkharz

Einzigartige Landschaft und Arbeitsplätze im Südharz erhalten - Naturschutzverbände rufen Ministerpräsidenten im Dreiländereck zum Handeln auf
Hannover - Erfurt - Magdeburg. In einem Offenen Brief haben acht Landesnaturschutzverbände von BUND, NABU, NaturFreunde und der Niedersächsische Heimatbund die Ministerpräsidenten der Länder Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt aufgefordert, die europaweit einmalige Gipskarstlandschaft im Südharz für nachfolgende Generationen zu erhalten. Der Schutz der natürlichen Lebensräume und Kulturlandschaften müsse dabei Hand in Hand mit der Sicherung nachhaltiger Arbeitsplätze in der Südharzregion gehen.

„Die Gipskarstlandschaft im Südharz ist ein Hotspot der Artenvielfalt, einmalig in ganz Europa“, betonen die Naturschutzverbände. „Durch den Gipsabbau wird das Gestein entfernt, dem die Landschaft ihren ungewöhnlichen und reichen Formenschatz verdankt. Die natürliche Artenzusammensetzung und das Landschaftsbild werden nachhaltig verändert. Übrig bleiben mit Gipsabraum aufgefüllte und gefällig modellierte Steinbrüche mit Allerweltsvegetation.“ Die Verbände fordern daher seit Langem eine Umstellung der Anhydrit- und Gips-Baustoffbranche auf Recycling- und Sekundärgipse sowie nachwachsende Rohstoffe. Die sich bietenden Möglichkeiten werden im Südharz noch nicht konsequent genug umgesetzt, weil der Abbau der Gipsvorkommen günstiger und einfacher ist.

„Es ist statistisch belegt, dass im Südharz viele Arbeitsplätze im Tourismussektor und nachfolgendem Gewerbe gebunden sind“, so die Verbände. „Mit der Fortführung des Naturgipsabbaus wird die Landschaft endgültig und unwiederbringlich ihres Potenzials einer nachhaltigen Tourismusentwicklung beraubt.“ Derzeit etabliert sich die Südharzregion länderübergreifend mit hoffnungsvollen Ansätzen im Bereich der touristischen Vermarktung. Mit der Schaffung von regionalen Wirtschaftskreisläufen mittels Vermarktung heimischer Produkte und des in Sachsen-Anhalt etablierten Biosphärenreservats „Karstlandschaft Südharz“ hat die Region einen Platz im Ranking der Nationalen Naturlandschaften gefunden, den es auszubauen gilt.

Einen nachhaltigen Abbau gibt es nicht. Zwar entwickeln sich Abbauflächen kurzfristig zu teilweise hochwertigen Offenlandbiotopen und weisen vorübergehend Arten auf, die es vorher dort nicht gab. Die dann vorkommenden Pflanzen- und Tierarten sind jedoch nicht mehr typisch für die naturnahen Lebensräume auf Gips- bzw. Karstgestein wie artenreiche Magerrasen, orchideenreiche Kalkbuchen-wälder, natürliche Erdfälle und die ganze Fülle der Gipskarstformen, die es zu schützen gilt. Die Naturschutzverbände appellieren daher an die Ministerpräsidenten der drei Länder, jetzt die politischen Weichen für einen länderübergreifenden, flächendeckenden Schutz zu stellen und einen offenen Diskurs über die Zukunft der Südharz-Region zu führen.

HINTERGRUND

Die Betriebsräte der in der Region Südharz tätigen gipsverarbeitenden Unternehmen Knauf (Rottlebe-rode), Casea (Ellrich) und Saint Gobain Formula (Walkenried) hatten sich zum Jahreswechsel in einem Brief an die Ministerpräsidenten gewandt und gegen die angebliche Gefährdung ihrer Arbeitsplätze durch die staatliche Verhinderung von notwendigen Abbauflächen protestiert.
Im niedersächsischen Karst sind bereits über 50 % Prozent der Flächen mit oberflächennah vorkommendem Gips abgebaut, in Thüringen aufgrund der größeren Vorkommen etwas weniger.

Mit dem „Hotspot der Biodiversität“ im Südharz und Kyffhäuser sind vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) ausdrücklich „natürliche Biotope“ mit den „typischen Arten“ genannt, die sich über 10.000 Jahre seit der letzten Eiszeit hier entwickelt haben. Diese Natur kann durch noch so intensive Renaturierung nicht wieder hergestellt werden. Die Einmaligkeit der Karstlandschaft besteht neben der Biodiversität in ihrer ganz besonderen Geologie. Nur im Südharz treffen teilweise hohe Niederschläge, kalkfreie Bäche und Flüsse aus dem Harz und oberflächennah vorkommender Gips aufeinander. Bäche schaffen Steilwände, Naturhöhlen entstehen, fallen wieder ein und lassen oberirdisch Senken, Erdfälle, Bachschwinden, periodische Seen, Abhänge und Rutschungen entstehen.
http://www.bund-niedersachsen.de/

Hochkarätige Naturmotive der „Glanzlichter 2017“ gastieren in Ilsenburg Wanderausstellung vom 12. Februar bis 22. Mai 2019 im Nationalparkhaus Ilsetal zu Gast
Auch für den Glanzlichter-Jahrgang 2017 hatte Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, die Schirmherrschaft übernommen. Die Auszeichnung mit dem Patronat des „Deutschen Verbandes für Fotografie“ ist ebenfalls eine Würdigung des hohen Glanzlichter-Standards. Die Glanzlichter-Sponsoren aus der Fotoindustrie stellten die Preise im Gesamtwert von 28.000 € zur Verfügung.
Vier Tage nahmen sich die Juroren die Zeit, um alle Bilder zu beurteilen. Erst dann standen die Gewinner der Glanzlichter 2017 fest. Die Jury bestand 2017 aus Isabel Synnatschke, Naturfotografin und Buchautorin, Jörg Ehrlich, Naturfotograf und Reiseveranstalter, sowie die Veranstalterin des Naturfoto-Wettbewerbs und Naturfotografin Mara Fuhrmann.
Die Siegerehrung der Gewinner fand während der 19. Internationalen Fürstenfelder Naturfototage am Freitagabend, 12. Mai 2017 statt. Nach der Ausstellungseröffnung sahen die Besucher erstmals die neuen Glanzlichter in der großen Foto-Ausstellung und bei der Siegerehrung der Gewinner auf der Bühne.
Nun wandern die Glanzlichter 2017 zwei Jahre durch Deutschland und Italien und werden dort in Museen, Naturparks und Nationalparks sowie in Galerien gezeigt. Vom 12. Februar bis 22. Mai 2019 macht die Ausstellung Station im Nationalparkhaus Ilsetal. Weitere Ausstellungsdaten finden Sie auf der Glanzlichter-Webseite.
Buch zur Ausstellung
Das Buch zur Ausstellung mit allen Bilder und ausführlichen Informationen ist im Nationalparkhaus Ilsetal erhältlich. Darin sind auf 136 Seiten die Aufnahmedaten und Geschichten zum jeweiligen Bild nachzulesen. Wer keine Gelegenheit hat, vorbei zu kommen und sich die Gewinnerbilder in der Ausstellung anzuschauen, kann das Buch auch unter www.glanzlichter.com erwerben.
https://www.nationalpark-harz.de/de/besucherzentren/nlp-haus-ilsenburg/

Die Walkenrieder Zisterziensermönche sind nicht die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft, waren aber führend im Harzer Hüttenwesen Aktuelle Harz-Zeitschrift 2018 erschienen – Beiträge zur Harzgeschichte von Quedlinburger Keramik über die Rolle der Walkenrieder Mönche im Harzer Hüttenwesen und Martin Luther bis zur NSDAP in Bad Sachsa
Wernigerode. Soeben erschien im Lukas-Verlag Berlin der 70. Jahrgang der Harz-Zeitschrift für das Jahr 2018, die für den in Wernigerode ansässigen Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e. V. von Dr. Jörg Brückner herausgegeben wird. Die Zeitschrift hat eine lange Geschichte – sie erschien erstmals 1868.

Der aktuelle Band beschäftigt sich mit historischen Fachthemen zahlreicher Orte aus dem gesamten Harz. Die Reihe der Aufsätze zur Harzgeschichte beginnt mit einem Beitrag von Tobias Gärtner zu spätmittelalterlicher Keramik aus Quedlinburg. Fritz Reinboth und Friedhart Knolle haben zur Rolle der Klöster Walkenried und Neuwerk in Goslar im Bergbau und Hüttenwesen des Harzes recherchiert – die Walkenrieder Zisterziensermönche sind nicht die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft, waren aber führend im Harzer Hüttenwesen.

Es folgt ein weiterer Beitrag von Joachim Stüben über die Vorlagen für Luthers Editionen der Theologia Deutsch und einen unbekannten Sammelband aus der Bibliothek des Klosters Himmelpforten bei Wernigerode. Eine Südharzer Momentaufnahme der Industriegeschichte hat Hans-Heinrich Hillegeist verfasst – sein Beitrag lautet „Von der Gewehrfabrik zur Reckhammer- und Feilenfabrik auf Oderfeld bei Lauterberg“. Rudolf G.?A. Fricke liefert sodann einen Forschungsbericht über den aus Braunschweig stammenden Carl Geitel, den er als „Forstwirt, Politiker und Gelegenheitslyriker“ charakterisiert. Markus Jaeger schließt die Reihe der Hauptbeiträge des Bandes mit einer Untersuchung zur Rolle der NSDAP und den staatlichen Behörden in Bad Sachsa am Südharz 1931/32.

Harzverein für Geschichte und Altertumskunde e.V. (Hg.)
Harz-Zeitschrift 2018
70. Jahrgang 2018
Harz-Zeitschrift [70]

156 Seiten, 28 Abb., 170 x 240 mm, Broschur, Schwarzweißabbildungen
Januar 2019
ISBN 978-3-86732-319-2
Erschienen im Lukas-Verlag http://www.lukasverlag.com

Schierker Wintersportwochen vom 01.02. - 17.02.2019
Beschreibung: Schierke bietet in der Winterzeit eine Vielzahl von Wintersportaktivitäten. Ob Skilaufen, Eislaufen oder Rodeln, es ist für alle Ansprüche etwas dabei.
Ein besonderer Höhepunkt sind die jährlich in den Winterferien stattfindenden Schierker Wintersportwochen. Innerhalb von 14 Tagen werden dann besondere Veranstaltungen rund um den Wintersport in Schierke geboten.
https://www.wernigerode-tourismus.de/fileadmin/Mediendatenbank/Bilder/event-schierke/wintersportwochen/2019/FB_WiSpoWo_2019_BYNZ_Veranstaltungen.pdf

Keine neuen Belastungen für das Mansfelder Land – BUND Sachsen-Anhalt lehnt neue Abfalldeponie in Mansfeld-Großörner ab
Derzeit liegen die Unterlagen für eine neue Abfalldeponie der Fa. Martin Wurzel HTS Baugesellschaft, Mansfeld, aus, die auf Teilen des ehemaligen Freiesleben-Schachts eine neue Abfalldeponie zu errichten. Dazu läuft derzeit ein Planfeststellungsverfahren. Die Deponie soll eine Fläche von über 10 ha einnehmen. Über einen Zeitraum von 25 Jahren sollen fast 3 Mio. Tonnen Inertabfälle eingelagert werden.

Bürgerinitiativen, Umweltgruppen und auch Kommunen vor Ort lehnen es ab, in der mit Schwermetallen und anderen Giften hochbelasteten Region des Mansfelder Landes weitere Deponien zuzulassen.

„Ziel müsse es vielmehr sein, die Region mit viel mehr Tempo zu sanieren und vorhandene Belastungen abzubauen“, so der Landesvorsitzende des BUND Sachsen-Anhalt, Ralf Meyer.

Zahlreiche Untersuchungen haben immer wieder gezeigt, dass das Mansfelder Land zu den am stärksten mit Schwermetallen belasteten Regionen Sachsen-Anhalts gehört. Über den Schlüsselstollen fließen stark erhöhte Schwermetallgehalte aus dem Mansfelder Land über die Saale und Elbe bis in den Hamburger Hafen und die Nordsee. Der Altlastensanierung und dem Bodenschutz kommt daher im Interesse der Umwelt und der hier lebenden Menschen eine hohe Priorität zu. Die Schwermetallbelastungen in den Böden und Pflanzen sind hier so hoch, dass es zu Vegetationsschädigungen, Ertragsausfällen und teilweise zu Belastungen des landwirtschaftlichen Erntegutes kommt. Hieraus ergeben sich Probleme für die landwirtschaftliche Nutzung und ein nicht unerhebliches Gefährdungspotential für die Nahrungskette bis hin zum Menschen. Hier besteht ein großes Handlungsdefizit und der Landkreis Mansfeld-Südharz steht in der Verantwortung, ein Bodenplanungsgebiet einzurichten, wie es im ebenfalls hochbelasteten Landkreis Goslar schon seit langem existiert. Diese Forderung wird auch von Gutachtern erhoben, die festgestellt haben, dass die Schäden am Boden im Raum Mansfeld zum Teil massiv und irreversibel sind, so dass die Umsetzung der Bundesbodenschutz-verordnung im Rahmen des Bundesbodenschutzgesetzes dem Rechnung tragen muss. Teilweise Stilllegungen von Flächen sind in den Untersuchungsgebieten ökologisch wie ökonomisch unvermeidlich. Der Staat und besonders die Region sind in diese Verantwortung mit einzubeziehen. Hier besteht ein erhebliches Handlungsdefizit.

„Es ist kontraproduktiv, in einer so stark belasteten Region weitere Deponien einzurichten“, so Ralf Meyer abschließend.
http://www.bund-sachsen-anhalt.com/

Vortrag zur Vogelforschung im Nationalpark Harz am 7.2.2019
Schierke. Die Ornithologin Caren Pertl erforscht die Vogelwelt im Nationalpark Harz. Ihre Erkenntnisse zu den Auswirkungen des aktuellen Waldwandels auf verschiedenste Vogelarten sind derzeit in vielen Medien präsent.

Am 7. Februar 2019 berichtet sie ab 17 Uhr im Rathaussaal Schierke über ihre Arbeit. Anhand aktueller Monitoring-Ergebnisse zeigt sie den Einfluss der natürlichen Waldentwicklung im Nationalpark Harz auf die Artenvielfalt der Vogelwelt. Sie stellt Forschungsmethoden und besondere Arten wie z. B. Schwarzstorch, Ringdrossel oder Raufußkauz vor.

Der Eintritt ist frei.

Treffpunkt: Rathaussaal Schierke, Brockenstraße 5, 38879 Wernigerode OT Schierke.
http://www.nationalpark-harz.de

Auf Spurensuche nach dem Gartenschläfer im Harz - Vorträge am 4. und 5. Februar in Sankt Andreasberg und Goslar
Sankt Andreasberg und Goslar. Am 4. Februar 2019 geht es im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg auf Spurensuche zum Gartenschläfer. Die kleine Schlafmaus mit der Zorro-Maske ist bedroht. Die Dipl.-Biologin Andrea Krug vom BUND Niedersachsen berichtet in einem rund 1,5 stündigen Vortrag über die Lebensweise dieses kleinen Verwandten des Siebenschläfers. Wo kommt er vor? Was frisst er? Wie verhält er sich in seinem Lebensraum? Los geht es um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Spende für die Bildungsarbeit des Hauses ist jedoch immer herzlich willkommen.

Ein weiterer Vortrag findet am 5.2. in Goslar statt.
http://www.nationalpark-harz.de

Hamburger gründet neues Outdoor-Portal für den Harz
Hamburg, den 29.01.2019 – Die Webseite www.harz-abenteuer-wandern.de möchte Outdoor-Begeisterte und Familien mit Abenteuerlust für den Harz begeistern.

Der Gründer Gerhard Prein fährt seit 2006 regelmäßig mit der Familie und Freunden in den Harz. Erst zum Mountainbiken, in den letzten Jahren vermehrt auch zum Wandern und Zelten. „Jedes Mal, wenn ich von meinen Ausflügen in den Harz in meinem Bekanntenkreis erzählte, merkte ich, wie verstaubt das Image des Harzes in meinem Umfeld war.“ Motiviert von dieser Erkenntnis gründete Gerhard Prein 2018 mit seiner Freundin und seinem Bruder die Webseite www.harz-abenteuer-wandern.de. Dabei half ihnen ihre jahrelange Erfahrung in der Entwicklung von Webseiten und im Online-Marketing.

Seit dem Start kommen jeden Monat Tausende Besucher aus ganz Deutschland auf die Webseite, um sich über lohnenswerte Ausflugsziele, über den Urlaub mit Kindern im Harz und schöne Wanderrouten zu informieren. „Wir sind sehr überrascht davon, wie gut die Resonanz auf die Webseite und in den Sozialen Medien ist.“, sagt Prein. „Das motiviert uns weiterhin interessante Inhalte zu erstellen. Im Laufe des Jahres haben wir festgestellt, dass zahlreiche Besucher aus Dänemark und den Niederlanden unsere Seite besuchen. Daher gibt es seit Anfang 2019 auch ein Angebot für die Niederlande und Dänemark.“

Seit kurzem sind Gerhard Prein und seine Freundin Anna Eltern. Tipps zu Aktivitäten für Familien mit Kindern werden daher in Zukunft stärker im Fokus stehen.

Über Harz Abenteuer Wandern
Das Outdoor-Portal www.harz-abenteuer-wandern.de wurde 2018 von Gerhard Prein, seiner Freundin Anna und seinem Bruder Robert gegründet und aufgebaut. Ziel des Portals ist es, Outdoor-Begeisterten Informationen über Events und lohnenswerte Aktivitäten & Ausflugsziele im gesamten Harz zu bieten.

Zur Person
Gerhard Prein ist leidenschaftlicher Wanderer, Mountainbiker, Hobbyfotograf und hat in den letzten Jahren das Winterzelten für sich entdeckt.

Freiwilliges Ökologisches Jahr mit Wildnisfeeling - FÖJ-Stelle für ein halbes Jahr im Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus zu besetzen
Torfhaus. Nach der Schule erst einmal etwas anderes machen? Das Studium hält doch nicht, was es versprochen hat? Im Herzen des Nationalparks Harz besteht jetzt die Gelegenheit, für ein halbes Jahr in die Wildnis einzutauchen, sich im Rahmen von Nationalparkexkursionen auszuprobieren und sich den Bergwind um die Nase wehen zu lassen.

Auch die spannende Arbeit am Infotresen mit den Gästen aus Nah und Fern gehört zu den Aufgaben der FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr)-Stelle, die ab sofort für sechs Monate im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus besetzt werden kann. „Ich hatte die Möglichkeit, mit vielen interessanten Menschen in der Ausstellung und als Teilnehmende auf den Bildungsveranstaltungen ins Gespräch zu kommen und ihnen die beeindruckende Harznatur nahezubringen“, so eine ehemalige Freiwillige.

Um den Freiwilligen diese Mitarbeit zu ermöglichen, werden sie zunächst umfassend vom Team des Nationalparks ausgebildet. Sowohl die Waldökologie mit der harztypischen Tier- und Pflanzenwelt als auch pädagogisches und didaktisches Grundwissen gehören zum Ausbildungsprogramm. Weitere Seminare erfolgen über die Niedersächsische Naturschutzakademie. Während des FÖJ kann bei Bedarf ein Zimmer auf Torfhaus zur Verfügung gestellt werden.

„Wir freuen uns auf die Mitarbeit von jungen Leuten, die immer wieder für frischen Wind in unserer Einrichtung und in unseren Köpfen sorgen“, so die Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus Heike Albrecht-Fechtler.

Die Bewerbung kann ab sofort über E-Mail an post@torfhaus.info erfolgen. Beginn des FÖJ ist der 15.2. oder 1.3.2019.

Hintergrundinformationen

Nationalpark Harz
Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist Einsatzstelle für bis zu 2 FÖJler*innen und weiterer Freiwilliger.
http://www.torfhaus.info

Danstedter Bockwindmühle bekommt neue Flügel
Die 200 Jahre alte Bockwindmühle"Mathilde" wird seit 2018 restauriert, bis Ende März 2019 sollen nun die Arbeiten abgeschlossen sein.
Die Mühle bekommt neue Flügel, da die alten so verwittert waren das diese erneuert werden mussten. Im März ist es dann soweit, die Flügel sollen mit Hilfe eines Kranes an der Mühle befestigt werden.
Auch weitere Arbeiten sind im letzten Jahr durch den Mühlenverein erledigt worden. So ist der Giebel der Mühle neu beschlagen wurden und die Fenster wurden erneuert.
Am Pfingstwochenende wird dann die sanierte Mühle eingeweiht. Dazu sind Besucher gern gesehen, um die nun funktionstüchtige Mühle zu bestaunen.

Winter-Ferien-Spaß am HohneHof - Natur erleben bei jedem Wetter – Ferienprogramm Natur-Erlebniszentrum in Drei Annen Hohne
Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof lädt auch in diesem Jahr mit einem bunten Ferienprogramm zu einem Besuch in den Nationalpark Harz ein. Egal ob Schnee oder Frühlingswetter – es gibt viel Wissenswertes in der Natur zu entdecken.

Papierschöpfen mit Naturmaterialien

Dienstag, den 12.2.2019 - 11 Uhr

Bei einem kleinen Spaziergang zum HohneHof erfahren wir, welche Naturmaterialien beim Papierschöpfen hier verwendet werden können und stellen einen eigenen Papierbogen her.

Treffpunkt Eingang Löwenzahn-Entdeckerpfad
Ab 6 Jahre
Anmeldung unter 039455 8640
Wir entdecken die Harzer Natur und Sagenwelt

Mittwoch 13.2.2019 - 11 Uhr

Bei einem kleinen Spaziergang entdecken wir winterliche Besonderheiten rund um den HohneHof. Hinterher stärken wir uns bei Selbstgebackenem und Kleinoden aus der Schmuckschatulle des Harzer Sagenschatzes.

Treffpunkt Natur-Erlebniszentrum HohneHof
Wie überstehen Vögel die kalte Jahreszeit?

Donnerstag 14.2.2019 - 11 Uhr

Auf dem Weg zum HohneHof entdecken wir Vögel und ihre Spuren. Welche Arten kann man im Winter beobachten? Mit welchen Tricks schaffen sie es, im Winter bei Kälte und Nahrungsmangel zu überleben? Brauchen die Vögel unsere Hilfe und wie können wir sie unterstützen?

Treffpunkt Eingang Löwenzahn-Entdeckerpfad
Wenn möglich bitte ein Fernglas mitbringen
Da wir zu unseren Erkundungen auch in der Natur unterwegs sein wollen, sind unbedingt warme Sachen und feste Schuhe erforderlich. Auch an Rucksackverpflegung für den kleinen Hunger sollte gedacht werden. Bei schlechtem Wetter gibt es ein entsprechendes Programm im und um den HohneHof.

Und auch sonst lohnt sich ein Besuch im HohneHof. Das Natur-Erlebniszentrum hat im Winterhalbjahr täglich von 10 - 16 Uhr geöffnet.
http://www.nationalpark-harz.de

NABU-Kreisgruppe Goslar - Vortrag „Hochwasserschutz im Wald“
Sankt Andreasberg. Regenwasser-Sedimentrückhaltung in den Wäldern mit gleichzeitiger Förderung der Biodiversität ist das Thema eines Vortrags von Bruno Scheel (NABU Rinteln)

am Donnerstag, 14. Februar 2019 ab 19.00 Uhr

im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, Sankt Andreasberg.

Bruno Scheel vom NABU Niedersachsen beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Problem der Regenwasserrückhaltung in den Wäldern. Ebenso hat er eine Lösung entwickelt, wie die Sedimentrückhaltung im Wald umgesetzt werden kann – ein wichtiger Beitrag zum vorbeugenden Hochwasserschutz.

Die verstärkt auftretenden Überschwemmungen im Harzvorland sind auch darauf zurückzuführen, dass jeder versucht, das anfallende Wasser möglichst schnell durch sein Gebiet zu führen. Doch hierdurch werden die flussabwärts liegenden Gebiete verstärkt von Hochwasser bedroht. Das von ihm eingesetzte System von Grabentaschen und Wegseitentümpeln vermindert diese Bedrohungen und hilft außerdem den Amphibien bei ihrem Überlebenskampf.

Herr Scheel zeigt hiermit einen Weg auf, wie hier mit veränderten Wegseitengräben ein verzögerter Wasserabfluss erreicht werden kann und wie Hochwasserspitzen leicht abgeschnitten werden können. Außerdem fördert dieses System die Grundwasserneubildung, die Bildung von Kleingewässern und das Waldklima wird regional feuchter. So entstehen mit recht einfachen Möglichkeiten permanente und temporäre Gewässer. Herr Scheel hat dieses System im Duinger Wald (Forstamt Grünenplan) mit 309 Grabentaschen und Wegseitentümpeln auf 10 km erfolgreich getestet.

Vielleicht erhalten wir auf diesem Wege eine Teillösung für die permanenten Bedrohungen im Vorharzbereich. Die Goslarer Umweltverbände und das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg wollen mit diesem Vortrag auf bisher kaum genutzte Möglichkeiten hinweisen, um in Zeiten des Klimawandels die immer wiederkehrenden Bedrohungen durch das Wasser nachhaltig zu vermindern.

Für die Teilnahme wird keine Gebühr erhoben, angemessene Spenden sind jedoch willkommen.
http://www.nabu-goslar.de/

Buchneuerscheinung „Harzer Persönlichkeiten – Lebensbilder“, Band 3
Gernrode. Der Harzer Buchautor Bernd Sternal hat seinen dritten Band über Harzer Persönlichkeiten herausgegeben und Lebensbilder folgender bekannter und weniger bekannter Harzer dafür gezeichnet: Otto Könnecke, Novalis, Friedrich Gottlieb Klopstock, Theodor Osterkamp, Jacob Christian Schäffer, Friedrich Dehne, Martin Luther, Johannes Andreas Auge, Georg Henning Behrens, Clara Blüthgen, Rudolf Christian Boettger, Minna Bollmann, Ernst Datan, Gottfried Jordan, Carl Samuel Hermann, Rudolf Huch, Johannes Bürger, Lily Braun, Carl Reuß, Albert Schneider und Eike von Repgow.

Diese 21 Lebensbilder werden durch 17 farbige und 100 schwarz-weiße zeitgenössische Abbildungen und Fotos ergänzt. Das Buch ist mit einem strukturgeprägten Paperback-Einband ausgestattet und hat 176 Seiten. Unter der ISBN 978-3-7481-7561-2 ist es überall im Buchhandel zu beziehen oder zu bestellen. Das Buch kostet 17,99 Euro, zudem gibt es für 7,99 Euro ein E-Book. Natürlich ist das Buch auch im Online-Buchhandel bei Amazon oder auf der verlagseigenen Webseite https://www.bod.de/buchshop/harzer-persoenlichkeiten-bernd-sternal-9783748175612 zu bestellen.

Inzwischen ist auch der 4. Band in Arbeit, der im Laufe des Jahres 2019 erscheinen wird und weitere bekannte und weniger bekannte Harzer Persönlichkeiten vor dem Vergessen bewahren soll.
https://www.bod.de/buchshop/harzer-persoenlichkeiten-bernd-sternal-9783748175612

Jubiläum wirft Schatten voraus – 25. Kunstausstellung NATUR – MENSCH vom 15.9. bis 13.10.2019
Wernigerode - Braunlage. Die Kunstausstellung NATUR – MENSCH mit der Verleihung des Andreas-Kunstpreises feiert in diesem Jahr ein rundes Jubiläum: Vom 15.9. bis 13.10.2019 findet die 25. Kunstausstellung in der Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg statt. Eröffnung und Preisverleihung erfolgen im Rahmen einer Vernissage am 14.9. um 19 Uhr in der Rathausscheune in Sankt Andreasberg. Bewerbungsschluss für die Künstler ist der 17.5.2019. Die Bewerbungsunterlagen werden rechtzeitig online gestellt.

Hintergrund und Rückblick: Das war die 24. Kunstausstellung NATUR – MENSCH

60 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/Skulptur hielt die 24. Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies vom 16.9. bis 14.10.2018 in Sankt Andreasberg für ihre Gäste bereit. Eine fachkundige Jury hatte aus 327 Bewerbungen von professionellen Künstlern auch internationaler Herkunft, unter anderem Russland, Iran, Südkorea, Irland, Kanada und Japan, die Ausstellung zusammengestellt.

Die Jury setzte sich 2018 aus folgenden Persönlichkeiten zusammen:
Prof. Karl Oppermann – Maler und em. Prof. der Universität der Künste Berlin
Peter Peinzger – Bildhauer und Philosoph
Dieter Utermöhlen – Maler und Bildhauer
Jens Kilian – Maler und Leiter der Freien Akademie für Malerei Düsseldorf
Detlef Kiep – Maler und Grafiker
Stefan Grote – Bürgermeister der Stadt Braunlage
Andreas Pusch – Leiter des Nationalparks Harz
Dr. Andrea Kirzinger – Biologin im Nationalpark Harz
Walter Merz – Pastor der ev. Martini-Kirche
Theresa Thomas – Vertreterin der kath. Sankt Andreas-Kirche
Olaf Heuer – Leiter Finanzzentrum Goslar der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine.

Die Preisjury fand am 11.9.2018 statt.

Die Ausstellung ist traditionell dem Thema und positiven Spannungsfeld von Natur und Mensch gewidmet. Sie greift damit das besondere Anliegen der beiden Veranstalter Nationalpark Harz und Stadt Braunlage auf, die Menschen für die Natur und den Naturerhalt zu gewinnen. Mit den Mitteln der Kunst will die Ausstellung einen emotionalen Zugang zu nationalpark- und naturbezogenen Themen ermöglichen, denn Künstler können wichtige Botschafter für den Naturschutz sein.

Dank der wichtigen Unterstützung der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine ist der Andreas-Kunstpreis mit einem Preisgeld von 2.000 € dotiert. Neben dem Hauptpreis wurden auch 2. und 3. Plätze mit jeweils 500 € ausgelobt. Die Sparkasse führt damit auch nach ihrer Fusion die erfolgreiche Kooperation mit Nationalpark Harz und Stadt Braunlage fort und würdigt damit die Kunstaustellung als eine regional bedeutsame Kulturveranstaltung. Gleichzeitig zeigt sie ihre Verbundenheit mit der Harzer Landschaft und den Zielen des Nationalparks. Ein weiterer wichtiger und langjähriger Partner war und ist der Regionalverband Harz. In seiner Funktion als niedersächsischer Landschaftsverband für das Gebiet des Landkreises Goslar förderte er die Kunstausstellung mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Der Höhepunkt der Kunstausstellung war die Verleihung des Andreas-Kunstpreises am 15.9.2018 in der Rathaus-Scheune in Sankt Andreasberg im Rahmen der Vernissage. Den Preis erhielt Kalle Juhani Spielvogel für seine Installation „Organic Cube“. Auszeichnungen von 500 € erhielten Achim Robert Kirsch für seine Installation „Plastique“ und Salomé Berger aus Münster für ihre Malerei „An hundert Stellen ist es noch Ursprung“. Die Preise wurden von Umweltstaatssekretär Frank Doods übergeben.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren erschienen. Die Arbeiten nationaler und internationaler Künstler vermittelten den Betrachtern auf beeindruckende Weise das Zusammen- oder auch Gegenspiel von Natur und Mensch. Einige Arbeiten fanden auch 2018 einen Liebhaber und neuen Eigentümer. Die teilnehmenden Arbeiten sind in einem hochwertigen Ausstellungskatalog dokumentiert, der noch erhältlich ist.
http://www.nationalpark-harz.de

Gespräche bei Zanthier am Kamin - Dr. Friedhart Knolle - Borkenkäfer sind nicht alles! - Wie funktioniert das Wildnismanagement im Nationalpark Harz?
Am Dienstag, dem 29. Januar 2019 um 19 Uhr

im Gartensaal des Klosters Ilsenburg - Eintritt frei!

Mitten in Deutschland gelegen, entstand der länderübergreifende Nationalpark Harz 2006 durch die Vereinigung der Nationalparke „Hochharz“ in Sachsen-Anhalt und „Harz“ in Niedersachsen. Er schützt und entwickelt eine einzigartige Mittelgebirgslandschaft mit Wäldern, Mooren, Fließgewässern und zahlreichen weiteren Lebensräumen. Über 7000 Tier- und Pflanzenarten kommen hier vor, von denen viele vom Aussterben bedroht sind. Der Nationalpark ist größtenteils auch als Natura 2000-Gebiet (FFH- und Vogelschutzgebiet) der Europäischen Union ausgewiesen.

Der Nationalpark Harz hat schon eine lange Geschichte - schon Hermanns Löns plante ein solches Schutzgebiet bei Bad Harzburg und auf Flächen, die heute innerhalb des Parks liegen. Heute hat der Nationalpark Harz zu jeder Jahreszeit viel zu bieten. In seiner Mitte liegen die bekannten Tourismusmagneten Brocken und Torfhaus mit attraktiven Nationalpark-Besucherzentren. Auch in allen Nationalparkgemeinden rund um das Schutzgebiet finden Sie Informations- und Bildungsangebote. Ein jährlich neu aufgelegtes Naturerlebnisprogramm gibt einen Überblick – das aktuelle Programm wird der Referent mitbringen – und noch viel mehr Information. Speziell wird der Referent auch auf die Rolle des Borkenkäfers im Park und die aktuellen Waldbilder eingehen, die für viel Diskussionsstoff sorgen.

Wie funktioniert ein natürlicher Wald? Welches Leben gibt es im Totholz und warum sehen die Nationalparkwälder teilweise braun aus? Das emotional besetzte Thema des Absterbens alter Fichten infolge der Massenvermehrung des Borkenkäfers wird aufgegriffen und mit zahlreichen Hintergrundinformationen erläutert. Doch der Käfer ist im Nationalpark kein Grund zur Sorge. Am Ende steht nicht ein toter Wald, sondern sprießendes Leben aus jungen Fichten, Ebereschen, Weiden und Birken – ein Wald, der vielfältiger und artenreicher ist als zuvor. Allerdings wird dieser ökologische Prozess durch den Klimawandel beschleunigt.

Der Nationalparkwald im Wandel zur neuen Wildnis Vortrag von Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz
Wie funktioniert natürlicher Wald? Welches Leben gibt es im Totholz und
warum sehen die Nationalparkwälder teilweise braun aus? Das emotional
besetzte Th ema des Absterbens alter Fichten infolge der Massenvermehrung
des Borkenkäfers wird vom Nationalparkleiter aufgegriff en und mit zahlreichen
Hintergrundinformationen erläutert. Denn am Ende steht kein toter Wald,
sondern sprießendes Leben aus jungen Fichten, Ebereschen, Weiden und Birken
- ein Wald, der vielfältiger und artenreicher ist als zuvor.
Sie sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.
Termin: Dienstag, 22. Januar 2019
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Kurgastzentrum Altenau
http://www.nationalpark-harz.de

10 Jahre Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Am 1.1.2009 öffnete das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus inmitten des länderübergreifenden Nationalparks Harz erstmalig seine Türen.

Damit gelang der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz und des BUND ein Quantensprung – denn mehr als 1.170.000 Gäste fanden seither den Weg in die Ausstellungs- und Informationsräumlichkeiten. Dort können sie sich über die lebendige Naturdynamik der Bergwildnis des Nationalparks kundig machen, die einzigartigen Hochmoore und die Bedeutung des Grünen Bandes kennenlernen und sich über die vielfältige Geologie des Harzes informieren. Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus wird federführend vom Bund für Umwelt und Naturschutz Niedersachsen e.V. betrieben und setzt die erfolgreiche Arbeit des ehemaligen, seit 1995 aktiven Nationalparkhauses Altenau-Torfhaus fort.

An den über 4300 Veranstaltungen des BUND-Teams nahmen seit 2009 mehr als 45.000 Personen teil. Nicht nur bei Vorträgen und Seminaren, geführten Wanderungen in die Bergwildnis, Hochmoorexkursionen, Bildungsurlauben und Wildniscamps, sondern auch bei Betriebsausflügen, Schulklassen- und Jugendgruppenveranstaltungen u.v.m. fließt die langjährige Erfahrung der vier hauptamtlichen Biologen, die von einem Historiker und Freiwilligendienstlern unterstützt werden, in die umfangreiche Themenpalette der Veranstaltungsangebote ein. Die Vermittlung und Moderation naturdynamischer Prozesse liegt dem BUND-Team ganz besonders am Herzen. Infolge von Monokulturwirtschaft und Klimaveränderungen wandeln sich die Fichtenbestände durch Borkenkäfer-Massenvermehrungen rasant. „Wir haben hier die große Chance, sehr viele Menschen für das Nationalparkziel Natur Natur sein lassen zu begeistern. Gleichzeitig können wir Akzeptanz schaffen für den radikalen und regional großflächigen Wandel ehemaliger Fichtenforste, der oftmals als verstörend empfunden wird, hin zu einer artenreicheren, lebendigen und abwechslungsreichen Wildnis“, so die Leiterin Heike Albrecht-Fechtler.

Aktuell ist geplant, das Zentrum zu erweitern und attraktiver zu gestalten, um die Gäste einzuladen, länger zu verweilen und immer wieder zu kommen. Neue interaktive und barrierefreie Vermittlungsmethoden werden die zentralen Botschaften dann spielerisch, humorvoll und verblüffend präsentieren und den Entdeckergeist der Besucher wecken. Die Einzigartigkeit und Schutzwürdigkeit des Harzes sowie des Nationalparks als sein wildes Herz stehen im Mittelpunkt. Dafür werden die bereits vorhandenen Ausstellungselemente überarbeitet und ergänzt und auch neue Themen integriert, wie z.B. die Harznatur, der Klimawandel und ein Wechselausstellungsbereich.

Nach Verzögerungen soll die Umsetzung der Erweiterung nun im Jahr 2019 Fahrt aufnehmen. Die Fördermittel stehen der Nationalparkverwaltung Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld sowie dem projektleitenden BUND zum Abruf bereit. Sie kommen aus dem Förderprogramm Landschaftswerte und dem Südniedersachsenprogramm sowie von der Allianz-Umweltstiftung, der Bingo-Umweltstiftung und den Harzwasserwerken.
http://www.torfhaus.info/

Vortrag >>> Wolfenbüttel – Harzer Schwermetalle in der Umwelt – alte und neue Lasten mit unsichtbaren Gefahren – wie stark ist die Region Wolfenbüttel belastet?
Wolfenbüttel. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach über 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr, aber zahlreiche Hüttenbetriebe zeugen bis heute von dieser Zeit.

Für die Umwelt haben Bergbau und Hüttenwesen gravierende Folgen: Die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet. Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink, Kupfer und Cadmium angereichert. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie bis heute über Innerste und Oker in das Harzvorland. In der Folge weisen sie örtlich eine besondere Schwermetallflora auf. Und ständig kommen neue Belastungen durch die Emissionen der heutigen Industriebetriebe hinzu.

Wie hat sich diese Belastung historisch entwickelt? Wo genau findet sie sich? Wer ist betroffen und was wird dagegen gemacht? Was kann man zu den Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung sagen? Auf diese Fragen geht der Harzer Geologe und BUND-Referent Dr. Friedhart Knolle auf Einladung des Kreisverbandes Wolfenbüttel von Bündnis 90/DIE GRÜNEN ein am

16. Januar 2019 in der Kommisse, Kommißstraße 5, Wolfenbüttel, um 19.30 Uhr

Eintritt frei. Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!

Naturerlebnis-Programm 2019 des Nationalparks Harz ist da - fast 1000 Termine und Veranstaltungen für Natur-Fans
Das Naturerlebnis-Programm 2019 des Nationalparks Harz steht ab sofort in Druckform und auf der Nationalpark-Webseite online zur Verfügung. Auch im nächsten Jahr können unsere Gäste wieder an fast 1000 Terminen und Veranstaltungen teilnehmen. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Fledermaus-Exkursionen, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.
http://www.nationalpark-harz.de

Einladung zum 4. Schladener Bienentag Die Bedeutung von Bienen und anderen Insekten in Landwirtschaft, Garten und Natur
Freitag, 01. Februar 2019, 15:00 bis 18:00 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Schladen, Am Weinberg 6, 38315 Schladen
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
wir freuen uns, Sie zu unserer 4. Veranstaltung zum Thema Bienen einzuladen. Es erwartet Sie wieder ein abwechslungsreiches Programm mit Fachvorträgen, Frühlingsliedern, verschiedenen Informationsständen, Verkauf von Imkereiprodukten und der beliebten Honigverkostung. Dabei bleibt auch noch genug Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen. Auch erhält jeder Besucher eine kostenlose Tüte mit einer insektenfreundlichen Blühmischung. Schwerpunkte der Fachvorträge sind in die-sem Jahr die Themen „Imkern in der Stadt“ und „Der bienenfreundliche Garten“. Beide Themen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Lassen Sie sich überraschen, welche interessanten Einblicke die Referenten in die Themen geben werden. Wir wünschen Ihnen schon jetzt einen schönen Nachmittag in Schladen und freuen uns auf Ihre Anmeldung.
Programm 15:00 bis 18:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Schladen
(Am Weinberg 6, 38315 Schladen)
? Musikalischer Auftakt durch die Kindertagesstätte Hornburg mit Frühlingsliedern
? Begrüßung durch Andreas Memmert, Bürgermeister der Gemeinde Schladen-Werla und
Frank Oesterhelweg, Landtagsvizepräsident
? „Imkern in der Stadt“, Erfahrungen der Stadtimkerei „HannoverBienen“, Matthias Winter wird über seine Erfahrungen als Stadtimker berichten, auf unterschiedliche Standortfaktoren eingehen und auch Probleme aufzeigen, die sich im städtischen Bereich ergeben können
Kaffeepause, u. a. mit: Honigprodukten zum Probieren, Besichtigung der Ausstellung (u. a. Imker der Ge-meinde Schladen-Werla, Firma Klaus Möller, Imkereitechnik (www.imkereitechnik.eu), Wasserversorger LSW Energie GmbH & Co.KG/Gerries-Ing., Informationen des Naturerlebniszentrums Haus Entenfang in Braunschweig zum Thema „Wildbienen - Bestäubungswunder mit Stinkefüßen“ sowie Ausgabe von bienen-freundlichen Blühmischungen durch den Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel.
? „Der bienenfreundliche Garten“, Vortrag von Norbert Behrens, Wolfsburg, mit Tipps, wie der hei-mische Garten zum Paradies für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge wird
? Diskussionsrunde und Abschluss

Anmeldung:
Ute Kabbe

Gemeinde Schladen-Werla
Am Weinberg 9
38315 Schladen
Tel.: 05335 / 801-65
Fax.: 05335 / 801-52
mailto:ute.kabbe@schladen.de

Neuausrichtung des Nationalpark-Partnerprogramms im Harz – eine Jahresbilanz 2018 – 2019 werden die ersten neuen Nationalpark-Partner ausgezeichnet
Wernigerode – Braunlage. Eine erfolgreiche Jahresbilanz zieht der Nationalpark Harz für das Projekt der Neuausrichtung seiner Partner-Initiative. Das System der sog. Nationalpark-Partner gibt es bundesweit in vielen Nationalparken und anderen Großschutzgebieten. Im Harz wird das Nationalpark-Partnerprogramm nach nunmehr 12 Jahren analysiert und neu ausgerichtet. Mit der Projektdurchführung ist die Firma inspektour GmbH – Tourismus- und Regionalentwicklung aus Hamburg beauftragt.

Für eine erfolgreiche und nachhaltige Neugestaltung wurden relevante Akteure schon frühzeitig in einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe beteiligt. Im Verlauf des Jahres 2018 hat die Arbeitsgruppe, aufbauend auf Befragungsergebnissen und Workshopanalysen, die Projektziele neu formuliert sowie das Selbstverständnis des Nationalpark-Partnerprogramms entwickelt. In einem weiteren Workshop zum Bewerbungsverfahren am 6.11.2018 konnten Ideen und Gedankenansätze für das Bewerbungsverfahren gesammelt und auf realistische Umsetzung in der Praxis geprüft werden. Dabei waren wichtige Fragen zu beantworten: Wie kann ein stabiles und wirkungsvolles Bewerbungssystem für das Nationalpark-Partnerprogramm Harz langfristig aussehen? Welche Kriterien sollen touristische Akteure erfüllen, um Nationalpark-Partner werden zu können?

Teilnehmer waren:
Nationalpark-Partner
Nationalpark-Waldgaststätten
Tourist-Informationen
HTV
Reiseveranstalter „Wandern im Harz“
Mountainbike-Guides
Interessierte Gaststätten und Beherbergungsbetriebe
Verkehrs- und Mobilitätsbetriebe
Interessierte Touristenführer/-guides
Nationalpark-Einrichtungen
Weitere freizeittouristische Einrichtungen
Aufbauend auf den Ergebnissen aus den Workshops und verschiedenen Umfragen im Nationalpark und in der Region werden nun 2019 u. a. die Kriterien und das zukünftige Bewerbungs-/Zertifizierungsverfahren entwickelt. Geplant ist, dass 2019 die ersten Partner nach dem neuen System ausgezeichnet werden.

Ein Meilenstein – Partner-Betriebe und Initiative ServiceQualität Deutschland (SQD)

Ein interessanter Mehrwert des Projekts ergab sich erst jüngst, angestoßen von der langjährigen Nationalpark-Partnerin Sabine Günther, die mit ihren Ferienwohnungen am Markt in Wernigerode schon seit vielen Jahren die SQD-Zertifizierung durchläuft. Um ServiceQ-Betrieb zu werden, muss ein Unternehmen einen Qualitäts-Coach in seinen Reihen haben. Zudem muss der Betrieb eine Servicekette untersuchen, zwei unternehmensadäquate Werkzeuge bearbeiten und einen Maßnahmenplan erstellen. Verhandlungen haben nunmehr ergeben, dass alle Partner-Betriebe – auch bundesweit – ihre Partner-Auszeichnung als Qualitätsauszeichnung im Bereich der „Anerkennungswerkzeuge“ zur SQD-Zertifizierung heranziehen können. Mehr Informationen unter www.q-deutschland.de.

Hintergrund
Im Nationalpark-Partnerprogramm Harz arbeiten Schutzgebiet und Nationalpark-Partner eng zusammen. Ziel ist es, den Nationalpark-Gedanken in einer aktiven Partnerschaft innerhalb der Region und bei unseren Gästen zu festigen, den umweltfreundlichen und nationalparkorientierten Tourismus weiterzuentwickeln und damit die Region nachhaltig zu fördern. Die Nationalpark-Partnerbetriebe sind Botschafter des Nationalparks und ein Bindeglied zwischen Nationalparkverwaltung, Einwohnern und Gästen.

Seit 2006 sind 47 Beherbergungsbetriebe in der Nationalparkregion ausgezeichnet und vernetzt. Um eine Weiterentwicklung zu ermöglichen, wurde das Projekt „Neuausrichtung der Nationalpark?Partnerschaft“ entwickelt. Ergebnis soll ein regional angepasstes und nachhaltiges Strategie-, Organisations- und Finanzierungskonzept sein, um einen langfristigen Erfolg der Partnerschaft sicherzustellen. Mit neuen Ideen und Impulsen werden Maßnahmen entwickelt und im Projektzeitraum sowie darüber hinaus umgesetzt.

Die bisherige Nationalpark-Partnerschaft ist hier dargestellt: www.nationalpark-harz-partner.de
https://www.nationalpark-harz.de

Blankenburger Blüten zum Fest – neues Buch von Bernd Wolff erschienen
Blankenburg. Da ist er nun also doch noch fertig geworden, der neue Städte-Bildband von Bernd Wolff über seine Heimatstadtstadt Blankenburg, die Blütenstadt im Grünen. Freilich ist das ein Ehrenname, den man sich täglich neu erobern muss.

Bei Wolff liest sich das so: „Um aber so gastfreundlich zu sein, dass es sich herumspricht und die Besucher in Scharen hierhertreibt, bedarf es noch mancher Anstrengungen. Souveränität, Heiterkeit, Liebenswürdigkeit, Gastfreundschaft, Weltoffenheit, das sind Markenzeichen, die jeder Bürger sich zu eigen machen muss, damit seine Heimatstadt so edel wirkt, wie es ihr zukommt. Und vielleicht eine Blüte im Knopfloch oder auf dem Fensterbord, an der Frontscheibe der die Straßen zuparkenden Fahrzeuge. Blütenstadt, das geht nur mit allen...“

Wort und Bild zeigen, wie unnachahmlich sich in Blankenburg Architektur und Natur verzahnen, welch ein Juwel die kleine, in die Mulde der Berge und aufs Vorland hinausschauende Harzstadt sein kann samt ihren sieben Ortschaften, die sie umgeben von der Teufelsmauer bis in die Bergbaugegenden hinauf. Wolff wird nicht müde, ihr Blühen in Wort und Bild zu preisen, von der Geschichte bis in die Gegenwart.

Zu haben ist der Bildband „Blankenburg (Harz) – Blütenstadt im Grünen“ vom Stadt-Bild-Verlag Leipzig zum Preis von 24,95 € in der Tourist-Info Blankenburg im Kleinen Schloss am Schnappelberg oder im Buchhandel (96 Seiten, ISBN 978-3-942146-96-8)

Sterne statt Feuerwerk zum Schutz der Natur - Nationalpark Harz wünscht schöne Feiertage und erinnert an das ganzjährige Feuerwerksverbot
Im Nationalpark Harz gilt zum Schutz der Natur ganzjährig ein Verbot, Feuerwerkskörper zu zünden. Zum Schutz der Tiere und Pflanzen bittet die Nationalparkverwaltung Harz alle Bürger und Gäste, diese Regel strikt einzuhalten – nicht nur auf dem Brocken, sondern grundsätzlich auf allen Flächen des Schutzgebiets.

Mit ein wenig Glück lässt sich stattdessen ein ganz anderes – natürliches – Himmelsfeuerwerk betrachten. Da der Nationalpark Harz zu den dunkelsten Regionen Deutschlands gehört, kann man hier in klaren Nächten zahlreiche Sterne und die Milchstraße besonders gut sehen. Und das ganz ohne Böllerlärm und Raketengeheul – die Tiere des Waldes und zahlreiche Haustiere, deren Besitzer hoffen in den stillen Regionen Zuflucht zu finden, werden es Ihnen danken.

Die Nationalparkverwaltung Harz wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern ein geruhsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes neues Jahr 2019!
https://www.gfn-harz.de

Fotowettbewerb HarzNATUR startet wieder - Einsendeschluss ist der 15. März 2019
Der Nationalpark Harz ruft gemeinsam mit der SilverLynx Media GmbH aus Herzberg Fotografinnen und Fotografen auf, ihre schönsten und spektakulärsten Bilder aus dem Harzer Nationalpark beim Fotowettbewerb HarzNATUR 2019 einzureichen. Mit ihren Motiven von spannenden Tierbegegnungen, atemberaubenden Landschaften oder den kleinen Wundern am Wegesrand können Hobby- und Profi-Fotofreunde ihre Faszination für die Natur im Nationalpark Harz mit anderen teilen. Die schönsten Bilder begeistern regelmäßig viele Menschen in einer vielbeachteten Foto-Ausstellung und im jährlich erscheinenden Nationalpark-Fotokalender HarzNATUR.

Beim Fotowettbewerb HarzNATUR geht es vor allem darum, die eigene Begeisterung für die Harzer Natur in beeindruckenden Fotomotiven auszudrücken. Teilnehmen kann, wer Spaß am Fotografieren hat. Die Teilnahme ist kostenfrei. Einsendeschluss ist der 15. März 2019. Das Einhalten der Nationalparkregeln ist selbstverständlich auch beim Fotografieren Pflicht.

Alle Informationen zu den vier Wettbewerbskategorien, was es zu gewinnen gibt und die genauen Teilnahmebedingungen gibt es auf www.fotowettbewerb-harznatur.de oder per Post oder Telefon beim Nationalpark Harz, Außenstelle Oderhaus, 37444 Sankt Andreasberg, Telefon 0 55 82 / 91 89 – 41.

Alle Teilnehmenden unterstützen aktiv die Harzer Luchse und ihre Erforschung, denn 100 % der Erlöse des Fotokalenders kommen dem Luchsprojekt Harz zugute: Dieses ermöglichte mit einer erfolgreichen Wiederansiedlungskampagne die Rückkehr der großen Samtpfoten in den Harz und ihre Ausbreitung in angrenzende Gebiete. Heute widmet sich das Projekt vor allem der Dokumentation der weiteren Entwicklung und der Forschung beispielsweise zu den Ausbreitungswegen der Harzer Luchse.
https://www.nationalpark-harz.de

Filzkurse mit feiner Merinowolle vor und nach Weihnachten – Allerlei Filzerei mit Brigitte Rieger gibt es am 21. und 28. Dezember 2018 im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Sankt Andreasberg. Um die Weihnachtstage herum finden im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg wieder zwei der beliebten Filzkurse mit feiner Merinowolle statt. Die erste Gelegenheit zur Teilnahme gibt es am Freitag, den 21. Dezember. Der zweite Kurs findet am Freitag, den 28. Dezember statt.

Vom 24. bis zum 26. Dezember ist das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg geschlossen. Auch am Neujahrstag ruht der Betrieb. Vom 27. bis einschließlich 31. Dezember ist das Haus jedoch wie gewohnt von 10 Uhr bis 17 Uhr für Besucher geöffnet.

Wer mit den Händen feine Merinowolle verarbeitet, kann auf intensive Weise diesen Naturstoff erleben und im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“. Thematische Verknüpfungen zur Ausstellung des Nationalparkhauses sind dabei kein Zufall. Über die Kleidung der Andreasberger Bergleute oder die Schafe, die noch heute Teile der Bergwiesen beweiden und damit zum Erhalt dieser geschützten und landesweit einzigartigen Biotope beitragen, lässt sich beim Besuch der Ausstellung mehr erfahren. Vielleicht inspiriert aber auch das FledermausReich zu einem kleinen Wollkunstwerk beim Kurs und resultiert in einer kleinen gefilzten Fledermaus, die über sehr lange Zeit Freude bereiten kann.

Die familiären Filz-Seminare mit Brigitte Rieger von Allerlei Filzerei richten sich am 21. und 28. Dezember jeweils von 13 Uhr bis 17 Uhr an Erwachsene und Kinder ab 4 Jahren, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Jeder Teilnehmer erschafft mindestens ein einzigartiges Unikat.

Der Besuch des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg ist unabhängig von den Kursen möglich und kostenfrei. Die Teilnahmegebühr für einen Filzkurs beträgt 20,- € pro Person incl. Material. Die vorherige Anmeldung zum Kurs ist notwendig. Sie erreichen das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg unter Tel. 05582 923074 sowie an den Feiertagen unter Tel. 05582 1495.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Buchneuerscheinung „Thüringen – Burgen, Schlösser & Wehrbauten“, Band 1
Gernrode. Thüringen ist europaweit dafür bekannt, dass es von der vor- und frühgeschichtlichen

Zeit über das Mittelalter bis in die Neuzeit hinein eine bewegte Geschichte aufzuweisen hat. Es gilt als eines der deutschen Bundesländer mit einer besonders hohen Kulturdenkmaldichte, die etwa 80.000 historische Baudenkmäler umfasst. Vor allem die zahlreichen Burgen, Schlösser und Wehrbauten ragen hierbei heraus.

Der Autor Dr. Lothar Groß hat über 1.000 Objekte selbst besichtigt und gemeinsam mit Bernd Sternal, der bereits Autor der fünfbändigen Buchserie „Burgen und Schlösser der Harzregion“ ist, eine Buchserie entwickelt. Diese Bücher wenden sich an historisch interessierte Leser, Wanderer und Touristen. Ihnen liefern sie eine Vielzahl von Informationen über Burgen, Schlösser und andere Wehrbauten im heutigen Freistaat Thüringen: detaillierte Lage mit Adresse, GPS-Daten, Anfahrt, öffentlichen Verkehrsanbindungen und Fußwegen, bauliche Beschreibung der Objekte aus Vergangenheit und Gegenwart, Wissenswertes, Nutzung und Gastronomie, detaillierte Geschichtsdaten sowie historische und aktuelle Fotos, Skizzen, Zeichnungen und Grundrisse.

Die Serie liefert den Lesern eine komprimierte Übersicht ohne längere Textpassagen. Die Inhalte basieren dabei auf der Auswertung zahlreicher Werke und intensiven Recherchen, ergänzt mit eigenen Anschauungen der Autoren. In der mehrbändigen Serie werden zukünftig Burgen und Burgruinen, Schlösser, Stadtbefestigungen und Warten sowie Wehrkirchen vorgestellt.

Der vorliegende erste Band stellt 65 Burgen, die sich im Wesentlichen noch in ihrem Ursprungszustand befinden, in Text und Bild vor. Eine detaillierte Beschreibung wird vorgenommen, wenn zumindest noch Burgreste vorhanden sind. Abgegangene Burgen und vermutete Standorte werden in Übersichten dargestellt.

Eine Anzahl Vorzeigebauten hat Eingang in fast alle gängigen Reiseführer gefunden. Zahlreiche historische Objekte jedoch erfahren nicht die erforderliche Aufmerksamkeit und ihnen stehen auch keine großzügigen finanziellen Mittel zur Verfügung. Mit der Zeit verfallen sie immer weiter und verschwinden eines Tages aus unserem Gedächtnis. Die Buchreihe soll einen Beitrag dazu leisten, dass genau dies nicht geschieht.

Das Buch hat einen strukturgeprägten Paperback-Einband, ist mit 94 schwarz-weißen und 77 farbigen Abbildungen wie Fotos, Grundrissen, Rekonstruktionen und Stichen illustriert und hat 168 Seiten. Es ist unter ISBN 978-3-7528-4138-1 überall im Buchhandel zu erhalten und kostet 20,99 Euro. Zudem ist es bei Online-Anbietern erhältlich sowie über die verlagseigene Webseite https://www.bod.de/buchshop/thueringen-burgen-schloesser-und-wehrbauten-band-1-dr-lothar-gross-9783752841381. Demnächst ist für 9,99 Euro auch ein E-Book verfügbar.
https://www.bod.de/buchshop/thueringen-burgen-schloesser-und-wehrbauten-band-1-dr-lothar-gross-9783752841381

Wegweisende Neuerungen - Überarbeitung von Hinweisschildern und Wanderwegemarkierungen im Nationalpark Harz
Wer dieser Tage durch den Nationalpark Harz wandert, findet an vielen Stellen erneuerte oder neu installierte Beschilderungen der Wanderwege. Bis zum Ende der Wandersaison 2018 wurden zahlreiche Markierungen im Nationalparkgebiet überarbeitet und auch neue Ziele in die Wegweiser aufgenommen. Wenn Eis und Schnee im Harz Einzug halten, werden die Außenarbeiten weitgehend beendet sein. Über die Wintermonate werden weitere Schilder in den Nationalpark-Werkstätten aufgearbeitet und die Besucherlenkung für noch ausstehende Nationalpark-Teile optimiert.

Mit den aktuellen Änderungen in der Beschilderung nimmt der Nationalpark Harz auch zahlreiche Bürgerhinweise auf. So wurde beispielweise vor kurzem die Ausschilderung des beliebten Rundwanderwegs „Rund ums Torfhausmoor“ bei Torfhaus erneuert. Besonders beliebte Wanderziele wie der WaldWandelWeg oder das neue Luchsdenkmal am Kaiserweg wurden ergänzt. Auch die Beschilderung der Mountainbike-Routen wurde überarbeitet. Weitere Markierungsarbeiten erfolgten auf dem Hölle-Landmann-Pfad, der auch als „Eulenstieg“ bekannt ist. Ein neues, orangefarbenes Eulensymbol weist nun den Weg auf diesem sehr anspruchsvollen Pfad durch eine besonders wilde Gegend des Schutzgebiets. In naher Zukunft werden hier an unübersichtlichen Stellen noch weitere Wegweiser ergänzt, ebenso wie am Höllenstieg zum Brocken.

Auf dem Brockengipfel soll im kommenden Jahr ein neues Wegeleit- und Informationssystem installiert werden. Bei den extremen Wetterbedingungen der Brockenkuppe müssen diese Schilder natürlich besonders robust sein. Erste Probebohrungen für die sturmfeste Verankerung sind deshalb bereits im November diesen Jahres erfolgt. Die Aufstellung der neuen Wegweiser ist für das kommende Frühjahr geplant.

Einen wichtigen Hinweis möchte der Nationalpark Harz dennoch allen Wanderern mit auf den Weg geben: Für den Fall der Fälle gehört immer eine gute Wanderkarte in den Rucksack! Trotz aller Bemühungen für besucherfreundliche Markierungen und Hinweisschilder dient diese Absicherung der Hilfe zur Selbsthilfe. Sturm kann selbst stabile Schilder umwerfen, die Navigationssoftware auf dem Handy kann ausfallen. Moderne Karten geben Sicherheit und liefern heute zahlreiche weitere Informationen über das Wandergebiet.
http://www.nationalpark-harz.de

Warum liegen auf dem Clausthaler Russenfriedhof an den Pfauenteichen auch Zwangsarbeiter der Ilseder Hütte? Eine Spurensuche von Matthias Klingenberg – Lesung im Oberharzer Bergwerksmuseum am 21. Dezember 2018
Clausthal-Zellerfeld. Am Freitag, den 21. Dezember 2018 um 19 Uhr liest der Buchautor Matthias Klingenberg aus seinem Band „Ein kleines Leben. Eine Spurensuche“. Die Veranstaltung findet im Oberharzer Bergwerksmuseum, Rotes Haus in der Bäckerstraße 7, Clausthal-Zellerfeld, statt. Der Eintritt ist frei.

Alexej Martschuk starb als Kriegsgefangener mit der Nummer 78534 am 29.9.1942, er wurde 36 Jahre alt. Im Dorfmuseum steht sein Grabschild. Es ist aus schwarz angepinseltem Holz mit weißer Aufschrift, angebracht an einem Stock, den man wohl so, am Kopfende des Grabhügels, in den Boden gerammt hatte, als Grabsteinersatz sozusagen. Wie ist Alexej wohl ums Leben gekommen? [Seite 122 des Buchs]

Eine Stele mit Namen in kyrillischer Schrift wird in Clausthal-Zellerfeld gefunden. Woher stammt der halb verrottete Betonpfeiler? Wieso wurde Martschuk hier begraben? Was hat es mit den Namen auf sich?

Eine Gruppe Interessierter machte sich auf die Suche nach Antworten. Vor allem interessierten uns zwei Fragen: Wer waren die Menschen, die dort unweit vom Dorf begraben waren? Und: Wieso wurden sie nach Clausthal umgebettet bzw. wer initiierte die Auflösung des Friedhofes in unserem Heimatdorf? [Seite 124 des Buchs]

Langsam offenbart sich ein Stück bundesdeutsche Nachkriegsgeschichte. Es geht um Aufarbeitung und Verdrängung. Um Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Um ein Stahlwerk und die Behörden. Um ein Dorf und den Zweiten Weltkrieg. Und um uns.

Sollte jedoch die Ilseder Hütte AG an einer Umbettung interessiert sein, um von ihrer Verpflichtung zur Unterhaltung der Grabstelle entbunden zu werden, so würde ich grundsätzlich Bedenken gegen eine Umbettung nicht erheben. [...] Die Kosten für Exhumierung und Überführung der Toten von Gadenstedt nach Clausthal-Zellerfeld könnten allerdings mit öffentlichen Mitteln nicht bestritten werden. [S. 130 des Buchs]

Schon als kleiner Junge hatte der Autor wissen wollen, welche Rolle sein Großvater Karl als Angehöriger der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg gespielt hat. Schwankend zwischen Faszination und Grauen hört er in den 1980er Jahren den Schilderungen des Großvaters über den großen Krieg zu. Dann, als Anfang Vierzigjähriger, siebzig Jahre nach Kriegsende, macht er sich selbst auf die Suche: Mit der Instamatic-Kamera seines verstorbenen Großvaters, für die nur noch längst abgelaufene Filme existieren, und alten Fotos reist er an die Orte, an denen der junge Karl sich einst als Soldat aufgehalten hat. Über seinen Opa findet der Autor nur wenig Neues heraus, stattdessen aber umso mehr über sich selbst, seine Familie und die transgenerationale Verarbeitung von Erinnerungen. Plätze, Menschen, Begegnungen und historische Relikte sprechen für sich selbst und für ganze Nachkriegsgenerationen im In- wie im Ausland, ob Ukraine, Frankreich, Polen, Tschechien, West- oder Ostdeutschland. Obwohl er oft im Konflikt ist, ob seine Recherchen Sinn machen, kommt er am Ende zu dem Schluss, dass das Fragen nach der Vergangenheit wichtige Antworten für die Jetztzeit bereithält und über die eigene Identität Aufschluss gibt.

Matthias Klingenberg wurde 1972 in Niedersachsen geboren und studierte in Braunschweig und Heidelberg Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft. Sein zeithistorisches und gesellschaftskritisches Interesse verband er schon früh mit seinem kulturellen Engagement: Neben der Leitung eines Off-Theaters in Heidelberg in den 1990er Jahren stand er auch selbst auf der Bühne und wurde mit der Gruppe Les Trixteurs durch Musikperformances und offene Lesungen aktiv. An seinen verschiedenen Stationen im In- und Ausland, darunter Kasachstan, Usbekistan und Georgien, setzte er sich für interkulturelle Verständigung und Versöhnung zwischen den Völkern ein. Sein persönliches Steckenpferd ist die Durchführung von Geschichts- und Oral-History-Projekten. Derzeit lebt und arbeitet er in Papua-Neuguinea.

Der Band Band „Ein kleines Leben. Eine Spurensuche“ erschien im Berliner Vergangenheitsverlag und hat die ISBN 978-3-86408-233-7.

Eine Veranstaltung des Vereins Spurensuche Harzregion e.V., des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde e.V. und des Oberharzer Bergwerksmuseums.
http://www.spurensuche-harzregion.de/

Weihnachtsstimmung am HohneHof
Am kommenden Samstag, den 15. Dezember, lädt das Natur-Erlebniszentrum HohneHof wieder zu Weihnachtsbasteln mit Naturmaterial ein. In der Zeit von 11.00 bis 15.00 Uhr kann an verschiedenen Stationen das ganz persönliche Weihnachtsgeschenk gestaltet werden, wobei für die unterschiedlichsten Fertigkeiten jeweils ein passendes Angebot vorbereitet ist. So lohnt sich also ein Ausflug mit der ganzen Familie, wo jeder eine Beschäftigung findet. Für alle, die für Basteleien nicht das richtige Geschick und Geduld haben, ist unsere große Feuerschale vorbereitet, wo man bei Stockbrot und heißen Getränken verweilen und die vorweihnachtliche Stimmung genießen kann.

Wir hoffen auf etwas winterliche Stimmung im Nationalpark und freuen uns auf möglichst viele Besucher, so Irmtraud Theel vom Natur-Erlebniszentrum HohneHof.
http://www.nationalpark-harz.de

Noch sechs Wochen bis zum Bewerbungsschluss – wieder vier Open-Air-Nationalpark-Semester ausgeschrieben – Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bis zum 15. Januar 2019 bewerben
Wernigerode – Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2018. Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com

Im Nationalpark Harz waren es 2018 vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum Hohne-Hof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Zahlreiche Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.
http://www.umweltpraktikum.com/

Lebendiger Adventskalender am HohneHof Natur erleben an der Feuerschale
Am 4. Dezember öffnet sich das Türchen des diesjährigen Lebendigen Adventskalenders der Stadt Wernigerode am Natur-Erlebniszentrum HohneHof. Bei Stockbrot und Kinderpunsch können Groß und Klein am Lagerfeuer gemütliche Weihnachtsstimmung genießen!
Das barrierefrei gestaltete Natur-Erlebniszentrum HohneHof mit Café, Abenteuerspielplatz und abwechslungsreichem Außengelände gehört zu den zahlreichen Besuchereinrichtungen im Nationalpark Harz und bietet Groß und Klein zahlreiche Möglichkeiten, die Natur zu erleben, zu entdecken und zu genießen. Der HohneHof ist zudem ein idealer Start- oder Zielpunkt für Wanderungen, Familienausflüge oder Mountainbike-Touren in die sagenhafte Bergwelt des Harzes. Es ist besonders bei Familien mit Kindern sehr beliebt.
Mit der Aktion zum Lebendigen Adventskalender möchte das HohneHof-Team auf besondere Weise auf die Weihnachtszeit einstimmen und zu einem stimmungsvollen Naturerlebnis an der Feuerschale einladen. Los geht es um 14:30 Uhr am Natur-Erlebniszentrum HohneHof in Drei Annen Hohne.
http://www.nationalpark-harz.de

Weihnachten im Harz
Die Vorweihnachtszeit bringt wieder viele Veranstaltungen, Advent- und Weihnachtsmärkte rund um das besinnliche Weihnachtsfest. Lassen Sie sich einstimmen in die schönste Zeit des Jahres. Wir wünschen allen unseren Besuchern eine tolle Zeit im Harz mit viel Spaß und Freude.
Alle weiteren Infos rund um das Weihnachtsfest finden Sie unter:
http://weihnachten.harz-urlaub.de/

Ausstellung mit Bildern der Malerin Gabriele Brantin bis 30.12.2018
im Schloss Ballenstedt in Kooperation mit "Schloss und Schlosspark" Ballenstedt e.V.
Im Regendunst liegende Straßenzüge, Wildtiere auf schneebedeckten Flächen, ein neugierig und herausfordernd blickendes Frauengesicht, umgeben von einem wilden Farbrausch – die Bilder der in Reinstedt (Gemeinde Falkenstein/Harz) lebenden Malerin Gabriele Brantin sind vielfältig in den Inhalten, die sie aufgreifen und in den Perspektiven, die sie einnehmen.
Ort: Schloss Ballenstedt (Nordflügel)
Öffnungszeiten: Mo. geschlossen, Di.-So. 10:00 Uhr – 16:00 Uhr

Mehr Vielfalt im Wald – Herbstliche Buchenpflanzungen 2018 – eine Zwischenbilanz
Wernigerode – Braunlage – Herzberg am Harz. 2018 begann die Pflanzsaison für die Buchen im Rahmen der Nationalpark-Waldentwicklung aufgrund der langen Trockenheit später. Ab Oktober wurden wieder ca. 60.000 Containerpflanzen in den Boden gebracht. Diese vorangezogenen Containerpflanzen werden mit Wurzelballen geliefert. Dies ermöglicht es, schon vor der Zeit des Laubabfalls zu pflanzen. Die kleinen Buchen stammen aus Saatgut, das im Nationalparkrevier Scharfenstein am Brocken geerntet wurde. Sie wurden dann in einer Baumschule herangezogen.



Im Pflanzeinsatz waren neben unseren Forstwirten auch Schülerinnen und Schüler aus dem Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle des Nationalparks Harz und ortsansässige Unternehmer.



In diesem Jahr wurden insgesamt ca. 620.000 kleine Buchen gepflanzt – die Containerpflanzen eingeschlossen. Damit kommt der Nationalpark Harz dem Ziel wieder etwas näher, mehr Naturnähe in die monotonen Fichtenforsten der mittleren und unteren Höhenlagen zu bringen. In diesem Herbst mussten aber insbesondere vorrangig die Bereiche bepflanzt werden, in denen die Stürme aus dem letzten Winter und Trockenheit in diesem Sommer in der sog. Naturentwicklungszone große Narben hinterlassen haben. Die kleinen Buchen sollen sich zu Samenbäumen für zukünftige Waldgenerationen entwickeln und somit die Buche als heimische Baumart wieder in größerem Umfang zurückbringen.



Im Revier Scharfenstein wurden Netze ausgelegt, um unter den alten Buchen im Sandtal Saatgut für die neue Waldgeneration zu gewinnen. Diese Pflanzen werden dann ab Herbst 2020 gepflanzt werden können.



Warum und wo wird gepflanzt?



Gepflanzt wird in der Naturentwicklungszone, siehe Karte. In ihr befinden sich Flächen, die sich in der Folge von schonenden Waldentwicklungsmaßnahmen unbeeinflusst zu Naturdynamikzonen weiterentwickeln können. Der Anteil dieser Zone an der Nationalparkfläche beträgt 38,5 %.



Die Naturdynamikzone enthält Flächen, die sich bereits in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden. International werden diese wertvollen Gebiete in der Regel als "Kernzonen" bezeichnet. Ihr Anteil am Nationalpark Harz umfasst derzeit 60,3 % – hier finden keine waldbaulichen Maßnahmen mehr statt. Dennoch werden in einem Randbereich zu benachbarten Waldgebieten zum Schutz der hier befindlichen Wirtschaftswälder die Borkenkäfer bekämpft – auch angesichts der aktuellen Klimaentwicklung örtlich eine wichtige Maßnahme.



Als Nutzungszonen sind kulturhistorisch wertvolle Flächen wie Bergwiesen, Bergheiden und Schwermetallrasen sowie die touristischen Erholungsbereiche ausgewiesen. Hier werden auch langfristig auf weniger als 1 % der Nationalparkfläche Pflegemaßnahmen wie die Mahd von Wiesen durchgeführt. 0,5 % des Nationalparks besteht aus Wasserflächen.



Die internationalen Naturschutzregeln legen fest, dass Entwicklungsnationalparke nach ca. 30 Jahren auf mindestens 75 % der Fläche die natürliche Entwicklung der Ökosysteme gewährleisten sollen. Hier finden dann keine Pflegearbeiten und Nutzungen mehr statt – ganz im Sinne der Nationalpark-Leitlinie „Natur Natur sein lassen“. Dieses Ziel wird 2022 erreicht sein.
https://gfn-harz.de/

Jürgen Steimecke: Strecken und Bahnhöfe der Schmalspurbahnen im Harz, Teil 1
Die als Handbuch konzipierte Beschreibung der schmalspurigen Eisenbahnstrecken im Harz, heute betrieben von der Harzer Schmalpurbahnen GmbH (HSB), liegt nunmehr in vollständig überarbeiteter Fassung vor. Dargestellt wird der streckentechnische Ausbauzustand mit Stand August 2018.

Die Neuauflage soll vor allem Eisenbahnfreunden das nötige Rüstzeug mit auf den Weg geben, um sich vor Ort im Harz fachkundig orientieren zu können. Aber auch technisch und heimatgeschichtlich interessierte Urlauber sowie Natur- und Wanderfreunde werden links und rechts der Strecken und Bahnhöfe der HSB viele interessante und nützliche Anregungen finden, die zu kleinen Entdeckungstouren auf zumeist verschlungenen Pfaden einladen.

Die einzelnen Stationen werden in laufender Reihenfolge knapp aber informativ der Lage nach beschrieben und um historische Daten ergänzt. Erwähnung finden auch die inzwischen nicht mehr vorhandenen Stationen und Gleisanschlüsse. Ebenso wurden für ausgewählte Bahnhöfe Planungsentwürfe mit aufgenommen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen durch die Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft (NWE) nicht realisiert werden konnten.

Das Streckennetz der Harzer Schmalpurbahnen GmbH gliedert sich heute in sechs Teilstrecken. Sie bilden zusammen mit einer Länge von 140,87 km Deutschlands größtes zusammenhängendes schmalspuriges Streckennetz. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der HSB ist bis heute der vorrangige Einsatz von Dampflokomotiven im Regelzugbetrieb.

Eine Aufteilung in zwei Bände ist der großen Materialfülle geschuldet: Band 1 beschreibt die Strecken 1 (Nordhausen – Wernigerode) und 2 (Drei Annen Hohne – Brocken) und listet darüber hinaus alle Triebfahrzeuge, Güterwagen und Personenwagen auf. Band 2 erscheint 2019 und beschreibt die Strecken 3 (Stiege – Eisfelder Talmühle), 4 (Gernrode – Hasselfelde), 5 (Alexisbad – Harzgerode) und 6 (Quedlinburg – Gernrode). Im technischen Anhang befindet sich eine vollständige Auflistung aller Testfahrzeuge. Diese nur temporär und zu Testzwecken auf den Strecken der Harzquerbahn, Brockenbahn und Selketalbahn eingesetzten „Erlkönige“ sind zuvor in dieser Detailfreude noch nicht veröffentlicht worden.

Ein Schwerpunkt beider Bände bleibt die reiche Bebilderung: historische Eisenbahntechnik auf landschaftlich reizvollen Harzer Strecken – das bildet die Kulisse für Deutschlands nördlichste Gebirgsbahn. Die Neuauflage ergänzen darüber hinaus nun auch großformatige historische und aktuelle Luftaufnahmen. Ebenso fanden zeitgenössische wie aktuelle Lage- und Gleispläne Eingang in das Buch.

Das komplette Streckennetz der HSB wird erstmals aus der „Vogelperspektive“ visualisiert. Dafür kommen großformatige aktuelle Orthofotos und historische Luftaufnahmen zum Einsatz. Bestandteil des Buchs sind die Gleispläne aller Bahnhöfe auf dem Harzer Schmalspurnetz. Die einzelnen Stationen werden in laufender Reihenfolge knapp, aber informativ der Lage nach beschrieben und

um historische Daten ergänzt. Erwähnung finden auch die inzwischen nicht mehr vorhandenen Stationen und Gleisanschlüsse. Ebenso werden für ausgewählte Bahnhöfe Planungsentwürfe mit aufgenommen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen durch die Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft (NWE) nicht realisiert werden konnten. Darunter befinden sich echte Raritäten wie beispielsweise unveröffentlichte Bauentwürfe für die Bahnhöfe Goetheweg und Brocken von 1922, der Entwurf für ein Bahnhofshotel am Bahnhof Schierke von 1934 und auch die Pläne des Architekten Fritz Höger für den Neubau des Bahnhofs Westentor von 1935. Sämtliche Haltepunkte, Bahnhöfe und Werksanschlüsse werden umfassend bebildert (980 Fotos).

Im historischen Kontext nicht länger ausgespart bleiben auch die infrastrukturellen Streckenerweiterungen der NWE in der Nazi-Zeit im Zuge der Untertage-Verlagerungsprojekte im Raum Niedersachswerfen. Flankierend dazu sind einige NS-Bunkerbauvorhaben, KZ-Außenlager und Lager des Reichsarbeitsdienstes (beispielsweise „M6“, „1/134“, „3/134“, „Anhydrit-Ost“, „T 90/44“, „Achat“ oder „Mergel“) mit aufgenommen worden, soweit sich ein direkter Bahnbezug nachweisen ließ.

Berücksichtigung fand ebenfalls die für 2019 in Planung befindliche neue Dampflokwerkstatt der HSB am Bahnhof Wernigerode Westentor. Das Buch enthält sowohl die Entwürfe für die Halle als auch das neue Gleisbild auf dem Ochsenteichgelände.

Jürgen Steimecke: Strecken und Bahnhöfe der Schmalspurbahnen im Harz, Teil 1, herausgegeben von Söhnke Streckel, Format 23,5 cm x 30,5 cm, 472 Seiten, 980 Abbildungen, Achtfarbendruck auf Profisilk 135 g mattglänzendem Bilderdruckpapier, Hardcover mit Fadenheftung, Gewicht 2,5 kg, ISBN 978-3-935971-93-5, Preis: 39,90 EUR, Bezug beim Herausgeber (soehnke.streckel@googlemail.com) oder im Buchhandel

Buchneuerscheinung „Bergbau im Gernröder Revier – Von den vermutlichen Anfängen im Hochmittelalter bis zum endgültigen Erliegen im 20. Jahrhundert“
Gernrode. Der Bergbau hat den Harz und seine Randgebiete grundlegend geprägt. Über Jahrhunderte hinweg war dieses Gebirge eine der bedeutendsten Bergbauregionen Europas. Die Bergbaugeschichte des Oberharzes, des Hochharzes und auch des Südharzes ist umfangreich dokumentiert. Zudem wird der vor- und frühgeschichtliche Bergbau im Oberharz heute montanarchäologisch gründlich erforscht.

Jedoch hat auch der anhaltische Harz, und in ihm die Gernröder Region, eine lange Bergbaugeschichte. Von dieser ist leider wenig überliefert und entsprechende Forschungen lassen bis heute auf sich warten. Der Autor Bernd Sternal hat versucht, ein Bild dieser spärlich dokumentierten Geschichte im Gernröder Revier zu zeichnen. Dieses weist viele Lücken auf. Der Autor hofft jedoch, dass mit seinem kleinen Werk diese Lücken ein klein wenig geschlossen werden können.

Illustriert wurde das Buch mit 18 schwarz-weiß und 9 Farbabbildungen, darunter Karten, Fotos sowie einige alte Darstellungen. Es hat einen strukturierten Paperback-Einband, 72 Seiten und kostet 12,00 Euro. Das Buch ist unter der ISBN 978-3-7481-6803-4 überall im Buchhandel und Online-Buchhandel zu bestellen sowie auch unter https://www.bod.de/buchshop/bergbau-im-gernroeder-revier-bernd-sternal-9783748168034. Demnächst wird für 5,99 Euro auch ein E-Book verfügbar sein.
https://www.bod.de/buchshop/bergbau-im-gernroeder-revier-bernd-sternal-9783748168034

UNSER HARZ November 2018 erschienen
Aus dem Inhalt: Klaus Schröter: Zum Wirken des Eisenbahnexperten Albert Schneider (1833–1910) im Harz und in Europa; Dr. Karl Sanders: Veränderungen des Landschaftsbildes im Oberharz: Die Siedlung Torfhaus verwandelt sich in ein Harz-Resort; Günter Wilke: Meine Kindheit während der Nazizeit –ein ganz normales Leben? – Teil 3; Nationalpark-Forum: Rückblick auf das Jahr 2018 und ein Dank an die Feuerwehren der Region

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K. Schröter erinnert an den Eisenbahnexperten Albert Schneider, der viel für den Harz und seine Bevölkerung getan hat. Berufsbedingt in ganz Europa unterwegs, ließ er sich in Blankenburg nieder und wurde dort 1873 Direktor der HBE. Auf ihn geht die Harz-Zahnrad-Bahn von Blankenburg nach Tanne zurück, die zu einem viel beachteten Konsultationsobjekt wurde.
Um die Veränderung des Landschaftsbildes geht es im Artikel von Dr. K. Sanders. Er beschreibt die Veränderungen der Siedlung Torfhaus hin zum „Harz-Resort“. Die geschilderten Eingriffe können nicht isoliert betrachtet werden, man denke an den Umgang mit Baudenkmälern oder den Ausbau der Skianlage am Wurmberg. Auch zukünftig wird der Umgang mit Harzer Natur für Diskussion sorgen, etwa bei der geplanten Erweiterung des Tagebaus „Huneberg-Ost“.
Im dritten Teil der Lebenserinnerungen von G. Wilke berichtet er über den Kriegsalltag, seine militärische Ausbildung und schließlich seine unwahrscheinliche Flucht von der Front und die Kapitulation. Seine lebhafte Schilderung mahnt uns, diese Zeit nicht zu vergessen und uns für den Frieden einzusetzen.
Im Nationalparkforum wird über das Programm „Natürliche Waldentwicklung (NWE)“ und seine Umsetzung im Nationalpark, die Borkenkäferüberwachung und die vielen – durch die Feuerwehren zum Glück rasch gelöschten – Waldbrände dieses heißen Jahres berichtet.
UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist ein Abonnement):

Altenau: GLC- Touristinformation
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12, und Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr. Willi-Bergmann-Str. 11.

HohneHof zeitweise geschlossen
Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof ist in der Zeit vom 21. bis zum 23. November 2018 aus betrieblichen Gründen geschlossen. Bereits ab Samstag, den 24.11.2018 ist das Haus aber wieder von 10.00 bis 16.00 Uhr für Besucher geöffnet. Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste!!
https://www.nationalpark-harz.de/de/besucherzentren/hohnehof

Brocken erstmals in diesem Jahr flächendeckend in weiß
Am Samstagabend begann es auf dem höchsten Gipfel im Harz zu schneien. Etwa vier Zentimeter Schnee liegen auf dem Brocken. Auch auf den umliegenden Straßen und Orten, wie Schierke, liegt ein wenig Schnee. Am Sonntagmorgen erreichten die Temperaturen bis zu -10°C in einzelnen Orten im Harz. Ein radikaler Umschwung von davor +3 °C, Winterreifen sind im Harz unbedingt erforderlich. Teilweise sind Straßen mit einer Eisdecke überzogen.

Naturmythenpfad geht in den Winterschlaf Veränderungen der Stationen im kommenden Jahr notwendig
Mit dem Ende der Wandersaison im Nationalpark Harz werden auch die Erlebnisstationen des Naturmythenpfades abgebaut und in den Winterschlaf geschickt. Für einige Stationen dieses Pfades wird es aber leider ein längerer Winterschlaf werden.

Auch auf dem Naturmythenpfad hat durch die diesjährige langanhaltende warme und trockene Witterung der Waldwandel verstärkt eingesetzt. Gerade in den menschengeprägten, älteren Fichtenforsten haben solche Wetterextreme und die Stürme des letzten Winters zahlreiche Bäume geschwächt. In den gleichaltrigen Fichten-Monokulturen fand der Borkenkäfer damit gute Bedingungen. Am Duft kann der Käfer den Gesundheitszustand einer Fichte erkennen und frisst sich unter die Rinde. Er und seine Larven kappen damit die Versorgungsleitungen des Baumes und bringen ihn zum Absterben.

Trotz regelmäßiger Kontrolle und der sensiblen, aber konsequenten Entnahme von betroffenen Fichten hat die Nationalparkverwaltung zahlreiche Borkenkäferfichten auf dem Naturmythenpfad kartiert und muss nun entsprechend reagieren, denn der Pfad liegt im Borkenkäfer-Sicherungstreifen. Dieser 500 Meter breite Streifen an den Außengrenzen des Nationalparks wurde zum Schutz angrenzender Wirtschaftswälder eingerichtet. Hier werden, anders als im Rest des Nationalparkgebietes, betroffene Bäume in der Regel gefällt und entfernt, um die weitere Ausbreitung des Borkenkäfers einzudämmen.

In den nächsten Wochen wird die Nationalparkverwaltung deshalb in den Fichtenbestand am Naturmythenpfad eingreifen müssen. Die betroffenen Fichten-Bestände werden sensibel entnommen, verändern aber voraussichtlich das Erscheinungsbild des Waldes entlang des Naturmythenpfades.

Im Anschluss an diese Maßnahme wird die Nationalparkverwaltung einige Stationen neu entwickeln und an die Umgebung anpassen. Das kann dazu führen, dass die hiervon betroffenen Stationen im nächsten Jahr vorübergehend nicht erlebbar sind. Die Wege können aber natürlich weiterhin begangen werden.

Der Nationalpark bittet um Verständnis!
http://www.nationalpark-harz.de

Vögel und Vogelforschung im Nationalpark Harz - Bildvortrag von Caren Pertl im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Sankt Andreasbreg. Das Thema der Vogelwelt in den vom Borkenkäfer beschleunigt zur Wildnis umgewandelten Bergfichtenwäldern des Nationalparks ist derzeit in aller Munde. Dabei zeigt sich, dass die Vogelwelt von dieser Entwicklung profitiert.

Caren Pertl, die über diese Frage forscht, arbeitet im länderübergreifenden Nationalpark Harz und ist dort als Ornithologin u.a. auch für das Brutvogel-Monitoring zuständig. Im Rahmen ihres Vortrages im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg berichtet sie von ihrer vielseitigen Tätigkeit. Dabei geht es einerseits um einige besondere Arten wie z. B. Schwarzstorch, Ringdrossel und den Raufußkauz. Andererseits berichtet sie aber auch darüber, welchen Einfluss der gegenwärtig nicht zu übersehende Waldwandel auf die Artenvielfalt hat, was sie anhand von Beispielen verdeutlicht.

Die verschiedenen Erfassungs- und Erforschungsmethoden, die bei den hauptamtlichen, aber auch zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitern zur Anwendung kommen, werden dargestellt.

Der Eintritt ist frei, aber es besteht die Möglichkeit, eine Spende zu geben.

Ort des Vortrags: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Termin: Mittwoch, 21. November, 19:00 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Std.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

BUND protestiert gegen neuen Gipsabbau bei Walkenried und den fortgesetzten Raubbau an der Südharzlandschaft
Walkenried. Die Firma Saint-Gobain Formula GmbH, Walkenried, hat beim Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig die Ausweitung ihres Gipsabbaus im Bereich Juliushütte beantragt. Der Steinbruch soll sogar in das dortige besonders schutzwürdige FFH-Gebiet Nr. 136 (Gipskarstgebiet bei Bad Sachsa) hineingeführt werden und berührt das Grüne Band an der Grenze zum Nachbarland Thüringen. Dagegen protestieren die Naturschutzverbände. Der BUND-Regionalverband Westharz erklärt dazu:

Hier wird nach altbekannter Salamitaktik vorgegangen. Es kann und darf jedoch nicht sein, dass Firmen kleine Flächen zum Abbau beantragen, um die naturschutzfachlichen und UVP-relevanten Fakten durch die Kleinheit der Flächen zu umgehen – und dann, wie auch im vorliegenden Falle, Jahre später die Summe der genehmigten kleinen Steinbrüche auf über 25 ha Fläche zusammenwachsen zu lassen, wenn die UVP-relevanten Fakten abgebaut sind! Im aktuellen Fall darf die FFH-Unverträglichkeit eines Abbaus im FFH-Gebiet nicht aufgrund der Kleinheit der Fläche heruntergespielt werden. Mit diesem System könnte man, so die Flächen nur klein genug gewählt sind, jedes FFH-Gebiet durchlöchern!

Bei dem ohnehin sehr hohen Abbaudruck, der alle nicht geschützten Teile der Gipskarstlandschaft ohnehin trifft, wird es kategorisch abgelehnt, Flächen aus geschützten Gebieten der Karstlandschaft zum Abbau zu genehmigen. Den Abbaufirmen fehlen regelmäßig Ersatzflächen auf Gips, die allein zur normalen Kompensation der bereits bestehenden Abbauflächen nötig wären. Die neu zum Abbau beantragte Fläche könnte harmonisch in die reich strukturierte Biotoplandschaft am Grünen Band integriert werden, indem sie z.B. beweidet und nicht mehr als Acker genutzt wird. Hier könnte ein weiterer Halbtrockenrasen auf Gips generiert werden, z.B. als Ersatz für Abbauflächen bei Juliushütte.

Die geplante Abbaufläche grenzt östlich unmittelbar an die Thüringer Grenze mit dem Grünen Band, das durchgängig als „Green Belt of Europe“ und speziell in Thüringen als „Nationales Naturmonument“ ausgewiesen werden soll. Hier fügen sich FFH-Flächen wie das geplante Abbaugebiet harmonisch den schützenswerten Flächen am Grünen Band an. Es liegen darüber hinaus direkt an die geplante Abbaufläche NSG-Planungen am Grünen Band der TLUG vom Mai 2018 vor.

Es sei an dieser Stelle nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass seitens des Naturschutzes mit Entsetzen beobachtet wird, wie die Abbaufirmen seit Jahrzehnten trotz der bekannten Einmaligkeit der Karstlandschaft keine ernsthaften Bemühungen unternehmen, auf Sekundärgipse UND Gipsersatz umzusteigen. Große Mengen REA-Gipse sind in den vergangenen 25 Jahren nicht genutzt worden, weil der Naturgips eben immer noch billiger abzubauen ist.

Genehmigungsbehörden und Politik werden hier aufgefordert, mit einer den Umgebungsschutz von Schutzgebieten sichernden Vorgehensweise die Zerstörung einer europaweit einmaligen Landschaft einzuschränken. Das Abbaugebiet befindet sich darüber hinaus im besonders wertvollen Hotspot-Gebiet der Biologischen Vielfalt (vgl. an

Die bisher hohen Mengen an REA-Gipsen (ca. 7 Mio. t/Jahr aktuell) gehen seit 20 Jahren zum großen Teil nach Skandinavien, das keinen Naturgips besitzt, eben weil immer neue Abbaugenehmigungen im Naturgips dafür gesorgt haben, dass gute Ersatzstoffe nicht genutzt werden, weil sie geringfügig teurer sind. Eine Tatsache, die durch Nutzung von Zertifikaten wie dem blauen Umweltengel allemal beim Verbraucher hätten aufgefangen werden können.

Wenn Politik und Behörden nicht energisch den Naturgipsabbau zurückfahren, wird die aktuelle Tendenz der Abbaufirmen, weiterhin vorrangig Naturgips aus dem Südharz zu nutzen, zur weiterschreitenden Zerstörung einer einmaligen Landschaft führen, die es weltweit nicht mehr zu finden gibt.

"Die Harzmaler" ein Ausstellungsprojekt in Wernigerode bis 24.11.2018
Die neue Ausstellung "Die Harzmaler" kann an drei verschiedenen Standorten in Wernigerode besucht werden. Im Städtischen Harzmuseum werden Gemälde des 19. Jahrhunderts gezeigt. In der Galerie 1530 im Kunsthof sind Gemälde des 20. Jahrhunderts ausgestellt und im Schiefen Haus kann man Gemälde von Harzmalern bis in die Gegenwart bewundern. Im Harzmuseum und in der Galerie 1530 im Kunsthof sind zusammen ca. 100 Ölgemälde zu sehen, davon einige überhaupt das erste Mal für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Schiefen Haus ist die Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst "Die Harzmaler - neu gesehen im 21. Jahrhundert" der Hallenser Künstlerin Christine Bergmann zu sehen. Die gesamte Ausstellung wird von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt unterstützt.

Bildvortrag im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: „Fledermäuse im Nationalpark Harz – Einblicke in die aktuelle Forschung“
Sankt Andreasberg. Am Donnerstag, den 25. Oktober 2018, findet um 19:00 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg der Vortrag „Fledermäuse im Nationalpark Harz– Einblicke in die aktuelle Forschung“ statt.
Die Referentin Annika Schröder ist im Nationalparkhaus beschäftigt und betreut unter anderem auch die dortige Dauerausstellung „FledermausReich“. Sie hat im Rahmen ihrer Masterarbeit auf der gesamten Fläche des Nationalparks mit Bat-Rekordern Fledermausrufe und Daten zur Vegetationsstruktur erfasst, um damit ein Habitatmodell zu erstellen. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden vorgestellt. Annika Schröder geht aber auch auf die anderen Forschungsarbeiten zur Artengruppe der Fledermäuse des Nationalparks ein, so Thomas Appel, der Leiter des Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.
Eine Anmeldung für die 90-minütige Veranstaltung ist nicht nötig. Der Eintritt ist frei. Es besteht aber die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.
Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
http://www.nationalpark-harz.de

Brockengarten schließt am 17.10.2018 seine Pforten
Wernigerode - Brocken. Am morgigen Mittwoch den 17.10.2018 findet um 14 Uhr die letzte Brockengartenführung in dieser Saison statt. 
Vom 7. Mai bis zum 17. Oktober erfreuten sich viele Nationalpark- und Brockenbesucher an unserer Anlage. Normalerweise beginnt die Brockengartensaison am 15. Mai, wenn dieser nicht gerade auf einen Samstag oder Sonntag fällt. Da in diesem Jahr das Frühjahr auf dem Brocken aber nicht erst Anfang Mai mit den ersten Blüten der Brockenanemone, sondern schon im April begann, führten wir die ersten Gartenrundgänge bereits ab dem 7. Mai durch. 
Das Gartenjahr 2018 war ein schwieriges Jahr. Extreme Trockenheit und hohe Temperaturen auch auf dem Brocken wirkten sich auf den Blühbeginn der Pflanzen im Garten aus. Die meisten hier kultivierten Hochgebirgspflanzenarten zeigten ihre Blüten zwei bis drei Wochen eher und einige Arten schafften sogar die Ausbildung von Zweitblüten. 
Die sog. Brockenenziane waren Mitte Juli, in der eigentlichen Hauptblütezeit, längst verblüht und die Wellensittichenziane sowie die Silberdistel öffneten ihre Blüten in diesem Jahr bereits am 20. August und nicht erst Mitte September. 
Auf die für Brockenverhältnisse hohen Temperaturen hatten wir natürlich keinen Einfluss, doch durch tägliches Gießen konnte ein Absterben der Arten, verursacht durch die extreme Trockenheit, verhindert werden. 
Erwartungsgemäß sind die meisten Hochgebirgspflanzenarten im Brockengarten in diesem Jahr Anfang Oktober zum größten Teil verblüht, weil sie am Naturstandort an kurze Vegetationszeiten angepasst sind und daher in der Regel sehr frühzeitig im Jahr ihre Blüten zeigen. Selbst die in Asien verbreiteten sog. Wellensittich-Enziane (Gentiana farreri, Gentiana sino-ornata) haben ihre Entwicklung abgeschlossen. Nur der kleine Zwillingsbruder Gentiana ternifolia zeigt noch seine letzten Blüten. 
In der Zeit von Anfang Mai bis Mitte Oktober 2018 besuchten bei sonnigem und trockenem Wetter insgesamt ca. 5595 Nationalparkbesucher den Brockengarten – 905 mehr als im vergangenen Jahr. 4218 Brockenbesucher wurden von den Mitarbeitern des Brockengartens durch die Anlage geführt. Hinzu kamen 23 Sonderführungen für Fachleute, aber auch Studenten und Schüler, an denen insgesamt 497 Personen teilnahmen. Außerdem begleiteten die Nationalparkranger 880 Gäste durch unsere Anlage. Dies erfolgte meist an den Wochenenden in Kombination mit der Brockenrundweg-Führung. Auch am Tag des offenen Denkmals am 9.9.2018 wurde eine Sonderführung durch den Brockengarten angeboten. 
Besonders freuen wir uns natürlich über die Mitgliedschaft des Brockengartens im Netzwerk „Gartenträume“ des Landes Sachsen Anhalt seit Oktober 2017. Zu Beginn der Gartensaison erhielt Nationalparkleiter Andreas Pusch aus den Händen vom Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Armin Willingmann Urkunde und Plakette. 
Dass der Harz auch für ausländische Gäste ein attraktives Urlaubsgebiet ist, wird u.a. im Brockengarten deutlich. So besuchten uns Gäste u.a. aus Dänemark, Schweden, Korea, Japan, China, Russland, Belgien, Bulgarien, Frankreich, England, den USA, der Schweiz, und den Niederlanden.
http://www.nationalpark-harz.de

Wieder Brandentwicklung durch verlassene Lagerfeuer im Nationalpark
Wernigerode. Nationalpark-Mitarbeiter und Wanderer haben erneut beginnende Waldbrände im Schutzgebiet entdeckt und konnten mit Hilfe der alarmierten Feuerwehr zum Glück Schlimmeres verhindern. Von vermutlich nicht vollständig gelöschten Lagerfeuerstellen hatten sich Schwelbrände bereits ausgebreitet und teilweise schon erste größere Baumteile entzündet.

Auch wenn es in letzter Zeit hin und wieder etwas geregnet hat: In den Wäldern ist es immer noch sehr trocken, die Böden sind nach dem regenarmen Sommer bis in tiefere Schichten ausgetrocknet. Es ist deshalb nicht zu verantworten, dass ungeachtet dessen immer wieder Menschen im Wald Feuer entzünden. Damit gefährden sie nicht nur die Natur, sondern auch Menschen. Aus gutem Grund ist das Feuermachen im Nationalpark Harz ganzjährig untersagt und bis zum 31. Oktober gilt im Wald auch noch ein allgemeines Rauchverbot.
http://www.nationalpark-harz.de

Vortrag zur Stadtgeologie und den historischen Baustoffen der Stadt Goslar am 11.10.2018
Goslar. Vortrag zum Thema:

- Die Klassische Quadratmeile der Geologie und die Bausteine der Stadt Goslar

- 11.10.2018 um 19.30 Uhr

- Großer Sitzungssaal des Landkreises Goslar, Klubgartenstraße 6

Eintritt frei

Herbstlicher Ferien-Spaß am HohneHof - Herbstferienprogramm am Natur-Erlebniszentrum in Drei Annen Hohne
Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof lädt auch in den Herbstferien wieder mit einem bunten Ferienprogramm zu einem Besuch in den Nationalpark Harz ein. Es gibt viel Wissenswertes in der Natur zu entdecken.

Dienstag, den 9. Oktober 2018
Führung für Familien auf dem Löwenzahnpfad
Treffpunkt: Eingang Löwenzahnpfad
Zeit: 10 Uhr

Mittwoch, den 10. Oktober 2018
Rangertag - Herbstliche Entdeckungen zur goldenen Jahreszeit
Wir lüften die geheimen Vorbereitungen der Bäume auf den Winter und lernen sie spielerisch kennen. Im Anschluss basteln wir mit selbst gesammelten Naturschätzen.
Treffpunkt: HohneHof
Zeit: ab 11 Uhr

Donnerstag, den 11. Oktober 2018
Wir fangen die Farben des Herbstes beim Stofffärben ein
Auf einer kleinen Wanderung lernen wir Pflanzen kennen, die man zum Färben verwenden kann. Gemeinsam stellen wir einen Farbsud her und färben Stoff.
Treffpunkt: Eingang Löwenzahnpfad
Zeit: 11:00 – 14:00 Uhr
Wichtig: Für das Färben bitte voranmelden unter Tel. 039455 8640

Auch an allen anderen Tagen lohnt sich ein Besuch im Natur-Erlebniszentrum HohneHof und auf dem Löwenzahn-Entdeckerpfad. Im Oktober ist der HohneHof täglich von 10 - 17 Uhr geöffnet, der Löwenzahnpfad ist frei zugänglich geht Ende Oktober/Anfang November jedoch in den Winterschlaf.
https://www.nationalpark-harz.de/de/besucherzentren/hohnehof.php

Nationalpark-Kalender 2019 erscheint am 6. Oktober 2018 - Einnahmen unterstützen das Harzer Luchsprojekt
Wernigerode - Ilsenburg - Herzberg am Harz. Am 6. Oktober 2018 ist es soweit: Der Verkauf des schon vielfach nachgefragten Nationalpark-Kalenders 2019 startet. Bereits zum neunten Mal erscheint der Kalender mit den besten Bildern aus den Fotowettbewerben HarzNATUR der Jahre 2011 – 2017 und erneut unter der Schirmherrschaft von Hannes Jaenicke.

Die Einnahmen für den Kalender unterstützen auch in diesem Jahr wieder zu 100 % das Harzer Luchsprojekt (www.luchsprojekt-harz.de), denn der Kalender wird der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. von der silverLynx Media GmbH aus Herzberg zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen der Eröffnung der Fotoausstellung „Natürlich Niedersachsen“ durch die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (Regionalgruppe Niedersachsen) am 6. Oktober 2018 um 15 Uhr im Nationalparkhaus Ilsetal fällt der Startschuss für den Verkauf des Kalenders. Dazu laden wir Sie hiermit herzlich ein.

Der Kalender im Format 48 x 35 cm erscheint in einer limitierten Auflage von 1.200 Exemplaren. Zum Preis von 14,95 € ist er in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen der Region erhältlich. Bestellt werden kann er auch beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0.

Fotografen aus der Region im Kalender: Eckhardt Borzym, Goslar; Marc Kinkeldey, Schierke; Helmut Meier, Steinlah; Ramona Reichpietsch, Beendorf (früher Goslar).
http://www.nationalpark-harz.de

Mehr Vielfalt im Wald – Herbstliche Buchenpflanzungen
Wernigerode - Braunlage. 2018 wird die Pflanzsaison für die Buchen im Rahmen der Nationalpark-Waldentwicklung aufgrund der anhaltenden Trockenheit später beginnen. Ab Oktober werden wieder ca. 60.000 Containerpflanzen in den Boden gebracht. Diese vorangezogenen Containerpflanzen werden mit Wurzelballen geliefert. Dies ermöglicht es, schon vor der Zeit des Laubabfalls zu pflanzen. Die kleinen Buchen stammen aus Saatgut, das im Nationalparkrevier Scharfenstein geerntet wurde. Sie wurden dann in einer Baumschule herangezogen.

Im Pflanzeinsatz sind neben unseren Forstwirten auch Schülerinnen und Schüler aus dem Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle des Nationalparks Harz und ortsansässige Unternehmer.

In diesem Herbst werden voraussichtlich insgesamt ca. 550.000 kleine Buchen gepflanzt – die Containerpflanzen eingeschlossen. Damit kommt der Nationalpark Harz dem Ziel wieder etwas näher, mehr Naturnähe in die monotonen Fichtenforsten der mittleren und unteren Höhenlagen zu bringen. In diesem Herbst müssen aber insbesondere vorrangig die Bereiche bepflanzt werden, in denen die Stürme aus dem letzten Winter und Trockenheit in diesem Sommer in der sogenannten Naturentwicklungszone große Narben hinterlassen haben. Die kleinen Buchen sollen sich zu Samenbäumen für zukünftige Waldgenerationen entwickeln und somit die Buche als heimische Baumart wieder in größerem Umfang zurückbringen.

Derzeit sind im Revier Scharfenstein wieder Netze ausgelegt, um unter den alten Buchen im Sandtal Saatgut für die neue Waldgeneration zu gewinnen. Diese Pflanzen werden dann ab Herbst 2020 gepflanzt werden können.

Warum und wo wird gepflanzt?
Gepflanzt wird in der Naturentwicklungszone, siehe Karte. In ihr befinden sich Flächen, die sich in der Folge von schonenden Waldentwicklungsmaßnahmen unbeeinflusst zu Naturdynamikzonen weiterentwickeln können. Der Anteil dieser Zone an der Nationalparkfläche beträgt 38,5 %.

Die Naturdynamikzone enthält Flächen, die sich bereits in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden. International werden diese wertvollen Gebiete in der Regel als "Kernzonen" bezeichnet. Ihr Anteil am Nationalpark Harz umfasst derzeit 60,3 % – hier finden keine waldbaulichen Maßnahmen mehr statt. Dennoch werden in einem Randbereich zu benachbarten Waldgebieten zum Schutz der hier befindlichen Wirtschaftswälder die Borkenkäfer bekämpft – auch angesichts der aktuellen Klimaentwicklung örtlich eine wichtige Maßnahme.

Als Nutzungszonen sind kulturhistorisch wertvolle Flächen wie Bergwiesen, Bergheiden und Schwermetallrasen sowie die touristischen Erholungsbereiche ausgewiesen. Hier werden auch langfristig auf weniger als 1 % der Nationalparkfläche Pflegemaßnahmen wie die Mahd von Wiesen durchgeführt. 0,5 % des Nationalparks besteht aus Wasserflächen.



Die internationalen Naturschutzregeln legen fest, dass Entwicklungsnationalparke nach ca. 30 Jahren auf mindestens 75 % der Fläche die natürliche Entwicklung der Ökosysteme gewährleisten sollen. Hier finden dann keine Pflegearbeiten und Nutzungen mehr statt – ganz im Sinne der Nationalpark-Leitlinie „Natur Natur sein lassen“. Dieses Ziel wird 2022 erreicht sein.
http://www.nationalpark-harz.de

Sabbatical in der Wildnis Engagierte Bundesfreiwillige verabschiedet sich nach einem Jahr vom Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus
„Die Großstadt Hamburg gegen die Waldwildnis des Nationalparks Harz einzutauschen, das war eine großartige Erfahrung", blickt Musikwissenschaftlerin und Übersetzerin Geertje Lenkeit auf das letzte Jahr zurück. Sie verbrachte ein Sabbatical als Bundesfreiwilligendienstlerin im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Vorher hatte sie als Redakteurin unter anderem klassische Musiktexte übersetzt und Orchesterinterviews bearbeitet.
Kleines Präsent zum Abschied: Die Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, Heike Albrecht-Fechtler (r.), dankte Bundesfreiwilligendienstlerin Geertje Lenkeit (l.) für ihr engagiertes Jahr im Nationalpark Harz
„Gerade für mich, die sonst häufig nur am Schreibtisch ihre Arbeitszeit verbrachte, war es eine große Bereicherung", sagt die junge Frau. Am Infotresen des Nationalpark-Besucherzentrums betreute sie die Gäste mit ihren Anliegen und Fragen. „Ich hatte die Möglichkeit, mit vielen interessanten Menschen als Gäste in der Ausstellung und als Teilnehmende auf den Bildungsveranstaltungen ins Gespräch zu kommen und ihnen die beeindruckende Harznatur nahezubringen. Es hat mich sehr erfüllt, Kinder zu begeistern und sie über den Tellerrand in ganz andere Lebenswelten wie z. B. das Ökosystem Moor blicken zu lassen. Gleichzeitig hat sich auch für mich als biologisch ‚Unbeleckte' ein ganz neuer Wissensbereich eröffnet", beschreibt Geertje Lenkeit ihre Erfahrung.
„Wir freuen uns, dass Frau Lenkeit sowohl den Eindruck und das Wissen um die Schönheit und Vielfalt des Nationalparks Harz als auch über die erheblichen Veränderungsprozesse in den Nationalparkwäldern hin zu struktur- und artenreicheren Lebensräumen und die großen Herausforderungen durch den Klimawandel mit in die Großstadt Hamburg trägt", so die Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus Heike Albrecht-Fechtler.

24. Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies noch bis zum 14.10.2018 in Sankt Andreasberg zu sehen – Auch ein Bad Lauterberger Künstler dabei
Braunlage – Sankt Andreasberg. Jüngst eröffneten Nationalparkleiter Andreas Pusch und der Bürgermeister der Stadt Braunlage Stefan Grote im Rahmen einer feierlichen Vernissage die Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ in Sankt Andreasberg nun schon zum 24. Mal – ein konstant wichtiger Baustein in der Zusammenarbeit zwischen Stadt Braunlage und Nationalpark Harz.

Den mit 2.000 € dotierten Andreas-Kunstpreis erhält in diesem Jahr Kalle Juhani Spielvogel für seine Installation „Organic Cube“. Der in Eckernförde geborene deutsch/finnische Künstler hat seinen Abschluss „Bachelor Of Fine Arts“ an der Muthesius-Kunstschule (Medienklasse beim Prof. Arnold Dreyblatt) in Kiel gemacht. Seine künstlerischen Schwerpunkte beziehen sich aktuell auf Licht- und Soundinstallationen. In den Arbeiten geht es um die Sensibilisierung unserer Wahrnehmung. Wie nehmen Personen Dinge wahr? Sinne wie Sehen, Hören und Tasten sind hierbei in den Arbeiten die am häufigsten verwendeten Elemente. Auch das Thema Natur ist ein oft wiederkehrendes Element. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Experimentieren mit allen erdenklichen Materialien. Wie verhalten sich Materialien zueinander? So entstehen durch die gesammelten Erfahrungen „Mixart-Arbeiten". Das Material ist hierbei durch seine Eigenschaften (oft zweckentfremdet) die Vorlage für zahlreiche seiner Arbeiten. Weitere Tätigkeiten sind gestalterische Elemente mit der Natur.

Zwei weitere Werke wurden mit Auszeichnung im Wert von 500 € prämiert.

Die erste Auszeichnung geht an Achim Robert Kirsch für seine Installation „Plastique“. Der in Windeby lebende Künstler hat 1994 sein Studium der Philosophie, Germanistik und Kunst in Köln und Wuppertal abgeschlossen, auf das eine Assistenz beim Bildhauer Wolfgang Metzler folgte. Seiner seit 2003 freischaffenden Tätigkeit als Animator, Trickfilmzeichner und Regisseur für verschiedene Trickfilmprojekte war eine Weiterbildung an der internationalen Filmschule Köln im Bereich Trickfilm und Animation vorgeschaltet.

Eine weitere mit 500 € dotierte Auszeichnung erhält Salomé Berger aus Münster für ihre Malerei „An hundert Stellen ist es noch Ursprung“. Die aus Bern (Schweiz) stammende Künstlerin hat an der Kunstakademie Münster bei Prof. Cornelius Völker studiert.

Die Preise wurden vom Niedersächsischen Umweltstaatssekretär Frank Doods übergeben.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren erschienen, um sich die Ausstellung anzuschauen und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Die über die Jahre gewachsene und an Bedeutung gewonnene Ausstellung vermittelt in Werken nationaler und internationaler Künstlern das Zusammen- oder auch Gegenspiel von Natur und Mensch – Mensch und Natur.

Immer wieder gelingt es Künstlern in unterschiedlichsten Werken mit variierenden Stilen – Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei, Installation u.a. Methoden – die Seelen der Besucher zu berühren, nachdenklich zu stimmen und zu sensibilisieren für die kleinen Dinge, die sich im Großen zusammenfügen.

Den Kunstpreis stiftet die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine. Eine weitere Förderung erhält die Ausstellung vom Regionalverband Harz e.V. in seiner Funktion als Landschaftsverband in Niedersachsen für das Gebiet des Landkreises Goslar mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Über 60 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/ Skulptur zeigt die diesjährige Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies noch bis zum 14.10.2018 in Sankt Andreasberg.
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24. Kunstaustellung NATUR – MENSCH
Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei
Laufzeit bis 14.10.2018
Täglich von 11 - 17 Uhr in Sankt Andreasberg: Rathausscheune, Atrium der Sankt Andreas-Kirche und Martini-Kirche
http://www.nationalpark-harz.de

Goethes berühmte Reisen durch den Harz - Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus lädt am 30. September zu zwei Vorträgen mit Dietmar Busold - Warum Goethe den heutigen sog. Goetheweg nicht kennen konnte
Brocken. Autor und Herausgeber Dietmar Busold kommt mit seinem interessanten Goethe-Vortrag inklusive spannender Foto-Präsentation auf den Brocken. Am Sonntag, dem 30. September 2018 nimmt er die Zuhörer im Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus zweimal mit auf die vier berühmten Harz-Reisen des Dichters Goethe.

Um 13 und 15 Uhr geht er der Frage nach, welche Motive Goethe immer wieder von Weimar in den Harz zogen? Welche Anregungen brachten Goethe der Harz und insbesondere der Brocken bei seinem literarischen Schaffen und bei seinen Natur-Studien?

Busold bespricht die Höhepunkte der Reisen und zeigt die historischen Routen. Eintritt: 5 Euro.
http://www.nationalpark-harz.de

Großes „Wimmelbild“ im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg vollendet
Sankt Andreasberg. Vor mehr als zwei Jahren hatte Eva Schulz, die 2015 bis 2016 ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg absolvierte, mit der großformatigen Wandbemalung im Seminarraum begonnen. Das Motiv hatte sie zuvor selbst entworfen. Es zeigt die Artenvielfalt im Nationalpark im Stil eines „Wimmelbildes“, wie man es aus Kinderbilderbüchern kennt.

Seitdem haben alle FÖJler und Praktikanten des Hauses in mehr oder weniger großem Umfang an dem Werk weitergemalt. Eva Schulz, die jetzt an der Universität Hamburg Kunstgeschichte studiert, war bei einem zweitägigen Besuch begeistert vom Ergebnis. Sie gab dem Bild nochmals den „letzten Schliff“ und vollendete es damit.

Hausleiter Thomas Appel brachte seine große Dankbarkeit zum Ausdruck und betonte, wie positiv und wichtig das ehrenamtliche Engagement von Eva Schulz und aller anderen Freiwilligen für das Nationalparkhaus sei, denn Honorare können für die Arbeiten nicht gezahlt werden.

Besucher der Kunstausstellung NATUR – MENSCH 2018, die noch bis zum 14. Oktober in Sankt Andreasberg zu sehen ist, können einen Abstecher in das Nationalparkhaus an der Erzwäsche 1 machen, um dort das Wimmelbild im XXL-Format zu besichtigen und mit einem Besuch der Ausstellung im Nationalparkhaus die Kunsteindrücke um Eindrücke aus dem Bereich der Natur und Harzgeschichte zu ergänzen.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Das Grüne Band erleben Vom Todesstreifen zur Lebenslinie - auf historischen Pfaden durch den Nationalpark
Auch 28 Jahre nach der Wiedervereinigung finden sich noch Überbleibsel der menschenverachtenden Grenzanlagen. Gleichzeitig gibt es Pflanzen und Tiere, die gerade im Grenzstreifen einen Rückzugsort gefunden haben. Wir laden ein zu einer Reise in die Vergangenheit: auf den Spuren der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Kommt mit auf eine spannende Entdeckungswanderung!

Wann? 3. Oktober 2018, 10 - ca. 14.30 Uhr
Wo? ab Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Was? Wanderung ca. 10 km, Einkehrmöglichkeit am Ende der Tour,
Rucksackverpflegung empfohlen

Anmeldung erforderlich unter 05320-331790 oder post@torfhaus.info

Anerkennungsbeiträge:
Erwachsene € 10,-; Kinder € 5,-; Familien (2 Erwachsene und bis zu 2 Kinder unter 16 Jahren) € 20,-
https://www.torfhaus.info/torfhaus/de/start/

Sturmböen über dem Harz!
Derzeit auf dem Brocken schwere Sturmböen, zeitweise orkanartige Böen. Im Tiefland Windböen, teils Sturmböen, zum Abend nachlassend. Am Samstag erneut Sturmböen auf dem Brocken und Windböen im Tiefland.
Es sind zahlreiche Bäume umgefallen und auch Straßen zeitweise blockiert. Auch die Brockenbahn hat Probleme zu fahren.

Vor dem Betreten des Waldes wird aktuell gewarnt!
http://www.nationalpark-harz.de

24. Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies noch bis zum 14.10.2018 in Sankt Andreasberg zu sehen – Andreas-Kunstpreis geht an Kalle Juhani Spielvogel für seine Installation „Organic Cube“
Braunlage – Sankt Andreasberg. Jüngst eröffneten Nationalparkleiter Andreas Pusch und der Bürgermeister der Stadt Braunlage Stefan Grote im Rahmen einer feierlichen Vernissage die Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ in Sankt Andreasberg nun schon zum 24. Mal – ein konstant wichtiger Baustein in der Zusammenarbeit zwischen Stadt Braunlage und Nationalpark Harz.

Den mit 2.000 € dotierten Andreas-Kunstpreis erhält in diesem Jahr Kalle Juhani Spielvogel für seine Installation „Organic Cube“. Der in Eckernförde geborene deutsch/finnische Künstler hat seinen Abschluss „Bachelor Of Fine Arts“ an der Muthesius-Kunstschule (Medienklasse beim Prof. Arnold Dreyblatt) in Kiel gemacht. Seine künstlerischen Schwerpunkte beziehen sich aktuell auf Licht- und Soundinstallationen. In den Arbeiten geht es um die Sensibilisierung unserer Wahrnehmung. Wie nehmen Personen Dinge wahr? Sinne wie Sehen, Hören und Tasten sind hierbei in den Arbeiten die am häufigsten verwendeten Elemente. Auch das Thema Natur ist ein oft wiederkehrendes Element. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Experimentieren mit allen erdenklichen Materialien. Wie verhalten sich Materialien zueinander? So entstehen durch die gesammelten Erfahrungen „Mixart-Arbeiten". Das Material ist hierbei durch seine Eigenschaften (oft zweckentfremdet) die Vorlage für zahlreiche seiner Arbeiten. Weitere Tätigkeiten sind gestalterische Elemente mit der Natur.

Zwei weitere Werke wurden mit Auszeichnung im Wert von 500 € prämiert.

Die erste Auszeichnung geht an Achim Robert Kirsch für seine Installation „Plastique“. Der in Windeby lebende Künstler hat 1994 sein Studium der Philosophie, Germanistik und Kunst in Köln und Wuppertal abgeschlossen, auf das eine Assistenz beim Bildhauer Wolfgang Metzler folgte. Seiner seit 2003 freischaffenden Tätigkeit als Animator, Trickfilmzeichner und Regisseur für verschiedene Trickfilmprojekte war eine Weiterbildung an der internationalen Filmschule Köln im Bereich Trickfilm und Animation vorgeschaltet.

Eine weitere mit 500 € dotierte Auszeichnung erhält Salomé Berger aus Münster für ihre Malerei „An hundert Stellen ist es noch Ursprung“. Die aus Bern (Schweiz) stammende Künstlerin hat an der Kunstakademie Münster bei Prof. Cornelius Völker studiert.

Die Preise wurden vom Niedersächsischen Umweltstaatssekretär Frank Doods übergeben.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren erschienen, um sich die Ausstellung anzuschauen und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Die über die Jahre gewachsene und an Bedeutung gewonnene Ausstellung vermittelt in Werken nationaler und internationaler Künstlern das Zusammen- oder auch Gegenspiel von Natur und Mensch – Mensch und Natur.

Immer wieder gelingt es Künstlern in unterschiedlichsten Werken mit variierenden Stilen – Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei, Installation u.a. Methoden – die Seelen der Besucher zu berühren, nachdenklich zu stimmen und zu sensibilisieren für die kleinen Dinge, die sich im Großen zusammenfügen.

Den Kunstpreis stiftet die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine. Eine weitere Förderung erhält die Ausstellung vom Regionalverband Harz e.V. in seiner Funktion als Landschaftsverband in Niedersachsen für das Gebiet des Landkreises Goslar mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Über 60 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/ Skulptur zeigt die diesjährige Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies noch bis zum 14.10.2018 in Sankt Andreasberg.
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24. Kunstaustellung NATUR – MENSCH
Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei

Laufzeit bis 14.10.2018

Täglich von 11 - 17 Uhr in Sankt Andreasberg: Rathausscheune, Atrium der Sankt Andreas-Kirche und Martini-Kirche
http://www.nationalpark-harz.de

2018 - ein Ausnahmejahr für den Wald auch im Nationalpark Harz – ein Dankeschön an die Bürger und die Feuerwehren der Region
Wernigerode. Ohne die große Aufmerksamkeit zahlreicher Bürger, die kleine Brände noch im Anfangsstadium bemerkten und sofort meldeten, und ohne die hohe Einsatzbereitschaft und das Engagement der Feuerwehren der Nationalparkregion, die viele Feierabende und Wochenenden opferten, hätte es in diesem Ausnahmesommer im Nationalpark Harz mehrfach zu größeren Bränden kommen können. „Dafür sagen wir ausdrücklich einen großes Dankeschön“, so Andreas Pusch, der Harzer Nationalparkleiter. Es gilt weiterhin aufmerksam zu sein, denn allein am letzten Wochenende gab es erneut Brände im Bereich des Nationalparks und auch in der Region. Es ist unverständlich, dass es so viele unverantwortliche Menschen gibt, die entgegen jeder Vernunft und abseits der Wege Lagerfeuer anlegen und auf diese Weise auch Menschenleben in Gefahr bringen!

Die Hitze und die langanhaltende Trockenheit haben den Waldboden bis in tiefe Schichten austrocknen lassen und nennenswerte Niederschläge sind noch nicht in Sicht. Diese Situation bleibt auch im Herbst gefährlich, weil sich Brände in den Humusschichten ausbreiten und rasch Flächenbrände entstehen können. Das Bodenleben wird für lange Zeit zerstört.

Die Hintergründe der aktuellen Lage haben eine lange Vorgeschichte und werden uns vermutlich auch die nächsten Jahre massiv beschäftigen. Der Starkregen vom Juli 2017, kleine lokale und große Stürme wie Herwart Ende 2017 und Friederike Anfang 2018 hatten auch im Nationalpark viele Bäume geworfen und teilweise destabilisiert. Oft sehen Wanderer diese Effekte an den Bäumen nicht, z. B. die Abrisse im Wurzelbereich. Sie machen sich aber später gravierend bemerkbar.

Die Fichte ist eine Baumart, die ein ausgeglichenes feuchtkühles Klima bevorzugt. Kürzere Hitzeperioden verkraftet sie. Doch 2018 startete nach den Stürmen bereits mit einem Niederschlagsdefizit und der Frühling fiel praktisch aus. Seit dem April haben wir nahezu durchgängig hohe Temperaturen und eine ausgeprägte Dürre. Das ist eine extreme Belastungsprobe für den Wald, nicht nur für die Fichte und nicht nur im Harz.
http://www.nationalpark-harz.de

Nationalpark Harz - Was macht der Borkenkäfer mit unserem Wald? Der Harzklub lädt zur Diskussionsrunde am 25. September 2018 um 18 Uhr ins Harzresort Welcome Center Torfhaus
Altenau-Torfhaus. Das Thema "Waldentwicklung im Nationalpark" bewegt derzeit viele Menschen in der Harz-Region und das bekanntermaßen durchaus kontrovers – auch innerhalb des Harzklubs. Der Hauptvorstand des Harzklubs e.V. hat deshalb beschlossen, den unterschiedlichen Sichtweisen einen Raum zu geben und die sachliche Diskussion zu befördern.

Unter der Fragestellung „Nationalpark Harz – Was macht der Borkenkäfer mit unserem Wald?“ lädt der Harzklub e.V. deshalb seine Mitglieder und weitere Interessierte am 25. September 2018 um 18 Uhr zur Diskussionsrunde ins Harzresort Welcome Center auf Torfhaus.

Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, und Karsten Peiffer, Forstdirektor a.D. bei den Niedersächsischen Landesforsten, diskutieren und informieren unter der Moderation von Andreas Rietschel, ehemaliger Chefredakteur der GZ, über aktuelle Fragen, Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven. Die Veranstaltung wird eröffnet von Dr. Oliver Junk, Präsident des Harzklubs.

Die Podiumsteilnehmer Andreas Pusch und Karsten Peiffer sowie der Vorsitzende des Harzklubs, Dr. Oliver Junk, stehen im Anschluss an die Diskussion für Nachfragen gern zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.
http://www.nationalpark-harz.de

UNSER HARZ September 2018 ist erschienen
Ernst Kiehl: Eine Wanderung von Goslar nach Walkenried im Jahre 1817 – Teil 2; Günter Wilke: Meine Kindheit während der Nazizeit – ein ganz normales Leben? – Teil 1; Nationalpark-Forum: Keine Angst vor dem Waldwandel und toten Altfichten!

Noch immer bewegen die abgestorbenen Fichten im Harz die Gemüter. In den Himmel ragende Baumskelette passen nicht gut zu unserer mitteleuropäischen Vorstellung von Wald, wie er zu sein hat. Aber vielleicht ist es an der Zeit, die Natur nicht mehr unseren Vorstellungen anzupassen, sondern unsere Vorstellungen über die Natur zu verändern? Der Beitrag im Nationalparkforum von Christian Lux regt uns an, genau hinzusehen, „Mutter Erde“ mit neuen Augen zu betrachten und ihr staunend zu begegnen. Interessante fotografische Zeitreihen, von denen eine dieser Medieninformation anhängt, verdeutlichen, wie zügig und effizient sich der Wald im Nationalpark Harz von selbst regeneriert.

Staunend waren auch die Studenten aus Kiel im Harz unterwegs. Auf Schusters Rappen wanderten sie am Harzrand entlang von Blankenburg durch den Unterharz nach Walkenried, dargestellt von Ernst Kiehl im zweiten Teil seines Artikels. Wunderbare Naturerlebnisse, Kleinstaaterei, Kultur aber auch Kulturverfall erlebten sie auf dieser historischen Wanderung im Jahre 1817.

Einblicke in die jüngere Vergangenheit gibt Günter Wilke, der seine Lebenserinnerungen eingebettet in einen historischen Rahmen erzählt. Geboren 1928, erlebt Wilke die Nazizeit als Kind und Jugendlicher – eine normale Kindheit? Der erste Teil des Artikels begleitet ihn bis in die Mittelschule.

Neue Mountainbike-Trail-Karte für Bad Harzburg erschienen
Die beliebten MTB-Trail-Karten vom Harz bekommen Zuwachs. Mountainbiker können in Zukunft auch das Gebiet zwischen Bad Harzburg und Torfhaus, Altenau und Ilsenburg mit einer speziellen Trail-Karte erkunden, die gerade im Schmidt-Buch-Verlag Wernigerode erschienen ist.

Autor Maximilian Schmidt hat hierfür 50 Trails in dem neuen Gebiet aufgespürt, getestet und mit professioneller GPS-Technik aufgezeichnet. „Viele Trails mussten in beide Richtungen und bei unterschiedlicher Witterung befahren werden, um sie zuverlässig bewerten zu können, berichtet der 28-jährige Wernigeröder. „Wertvolle Unterstützung, viele Tipps und Hinweise erhielt ich diesmal von erfahrenen Mitgliedern der MTB-Gruppe des Harzklubs Goslar.“

So gelangten die Klassifizierungen der schönsten Trails, Empfehlungen für die Fahrtrichtung und Warnhinweise zu gefährlichen Stellen oder gesperrten Bereichen in das Kartenwerk. Zur Orientierung im Gelände dienen die Harzklub-Markierungen und Nummerierungen, sowie ein UTM-Gitter.

Im Trail-Guide auf der Rückseite des wasser- und reißfesten Blattes werden 20 dieser Trails detailliert beschrieben. Für alle, die ohne Vorbereitung sofort losfahren möchten, hat der MTB-Experte wieder drei schöne Touren zusammengestellt.

Digitale Ergänzungen stehen im web-special www.radtouren-harz.de zum Download bereit. Neben den Touren-Tracks finden sich hier auch Wegpunkte der Trail-Einstiege und aktuelle Informationen sowie wertvolle Praxistipps zur Verbindung von analogen und digitalen Geo-Daten.

Die neue Trail-Karte „Bad Harzburg“ im Maßstab 1 : 25 000 vervollständigt das „MTB-Brocken-Trio“, das der Schmidt-Buch-Verlag gemeinsam mit der Deutschen Initiative Mountainbike (dimb) im vergangenen Jahr inhaltlich entwickelt hat. Zusammen mit den Anschlusskarten „Wernigerode“ und „Braunlage“ steht den Mountainbikern jetzt Kartenmaterial zu den schönsten Trails aller Schwierigkeitsstufen rund um den Brocken zur Verfügung.

Die Karten sind im Buchhandel und in Touristinformationen des Harzes erhältlich.

Maßstab 1 : 25 000, UTM-Gitter für GPS, Höhenlinien in 20 m-Schritten, Schummerung, Harzklubmarkierung und -nummerierung, Stempelstellen der Harzer Wandernadel

Format 75 x 160 mm, 675 x 480 mm (offen)
wasser- und reißfest (auf hochwertiger Folie gedruckt)

MTB-Karte Nr. 1 Wernigerode ISBN 978-3-945974-14-8 EUR 6,95

MTB-Karte Nr. 2 Braunlage ISBN 978-3-945974-15-5 EUR 6,95

MTB-Karte Nr. 3 Bad Harzburg ISBN 978-3-945974-20-9 EUR 6,95

Schmidt-Buch-Verlag Wernigerode • Die Winde 45 • 38855 Wernigerode

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Von Steinen und Schätzen - Zeitreise durch die Harzgeologie zum Tag des Geotops am 16. September 2018
Torfhaus. Wir begeben uns auf eine kleine Reise durch die Geologie des Harzes. Wie ist der Harz entstanden? Wie alt sind seine Gesteine – wirklich bis zu 500 Millionen Jahre? Was ist der ‚Kreislauf der Gesteine‘ und wie entsteht überhaupt ein Gestein, welche Prozesse sind dafür nötig? Und woraus besteht der Brocken – was ist Granit? Und was ist der wahre Grund für die Höhe des Brockens? Denn die Härte des Granits ist nicht der Grund! Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns auf einer halbtägigen Wanderung am Tag des Geotops am Sonntag, dem 16. September 2018.

In der geologischen Ausstellung im Nationalparkbesucher- und Geoparkinfozentrum TorfHaus gewinnen wir einen ersten Eindruck von der Vielfalt der Geologie im Harz. Anschließend begeben wir uns ins Gelände, entdecken die ‚Geologie zum Anfassen‘ und erreichen einen Aussichtspunkt mit (hoffentlich) weitem Blick über den Nationalpark Harz. Was können wir von einem Stein lernen? Wie kommt er dort hin, wie wurde er gebildet und was ist seine Besonderheit?

Am Ende der Exkursion werden wir die unbelebte Natur um uns herum schon mit etwas anderen Augen sehen.

Die Wanderung beginnt um 14 Uhr dauert etwa 3,5 Stunden. Start und Ziel ist am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Geführt wird sie von dem Diplom-Geologen Carsten Pohle aus Goslar.

Anmeldung erforderlich unter
Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, www.torfhaus.info, post@torfhaus.info, Tel. 05320-331790
Anerkennungsbeiträge
Erwachsene € 10,-; Kinder € 5,-; Familien (2 Erwachsene und bis zu 2 Kinder unter 16 Jahren) € 20,-


Hintergrundinformationen

Geopark Harz • Braunschweiger Land • Ostfalen
Der UNESCO Global Geopark Harz • Braunschweiger Land • Ostfalen erstreckt sich vom Mansfelder Land im Osten bis zur Gemeinde Kalefeld im Westen über Teile der Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Er umfasst den gesamten Harz, seine unmittelbar angrenzenden Vorländer und das weiter nördlich davon gelegene Braunschweiger Land und den Raum Ostfalen. Zwischen Harz und Flechtinger Höhenzug befindet sich eine besondere geologische Struktur mit Salzstöcken sowie Eisenerz- und Braunkohlelagerstätten. Der Harz mit seinen Vorländern bietet Sedimente, Gesteine vulkanischen Ursprungs und Karstlandschaften. Besondere Bedeutung hat die über 3.000 Jahre alte Bergbaugeschichte. Als „Klassische Quadratmeile der Geologie“ ist international ein Gebiet zwischen Goslar und Bad Harzburg am Nordharzrand bekannt, das mit seiner Aufrichtungszone Einblicke in die Sedimentablagerung der riesigen Zeitspanne von einigen 100 Millionen Jahren gewährt. Geologische Literatur dazu gibt es im Shop des Besucherzentrums.

Nationalpark Harz
Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Seit 2011 ist es auch Geopark-Infozentrum.
http://www.nationalpark-harz.de

Auszeichnungsaktion der Junior-Ranger des Nationalparks Harz in Ilsenburg
Wernigerode - Ilsenburg. Jüngst trafen sich die Familien der Kinder der Junior-Ranger-Gruppen des Nationalparks Harz zu ihrer diesjährigen Auszeichnungsaktion am Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg.

Mit dabei waren Kinder von folgenden Gruppen: Wölfe aus Braunlage, Luchse und Bären aus Bad Harzburg sowie Rehe und Hirsche aus Drei Annen Hohne. Nach einer spannenden Kinder-Rallye und einer Exkursion für die Eltern übergab Nationalparkleiter Andreas Pusch feierlich Urkunden, Jahres- oder Scoutplaketten und Ehrenauszeichnungen an die jungen Naturfreunde.

Wie man Junior-Ranger werden kann und welche Gruppen es im Nationalpark Harz gibt, erfährt man auf www.nationalpark-harz.de/de/naturspass-fuer-kids/juniorranger oder unter Telefonnummer 05582/9164-0 im Nationalpark-Bildungszentrum.
http://www.nationalpark-harz.de

Unterstützung für den Waldwandel - Postler packen im Nationalpark Harz mit an
Braunlage - Brunnenbach. Für einen Tag tauschten elf Mitarbeiter der Deutschen Post AG ihren gewohnten Arbeitsplatz zugunsten eines freiwilligen Arbeitseinsatzes im Nationalpark Harz. Unter fachkundiger Anleitung waren die drei Frauen und acht Männer des gelben Logistikunternehmens in der Nationalparkförsterei Bruchberg tätig, um der Natur unter die Arme zu greifen.

Ausgestattet mit Handsägen und Astscheren sowie festem Schuhwerk traf man sich zeitig morgens in Braunlage am Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle, bevor man gemeinsam mit versierten Forstwirten der Nationalparkverwaltung Harz zum Arbeitseinsatz aufbrach. Viel körperliche Arbeit an frischer Luft wartete auf das Team von Postkollegen: Junge Buchen, die später als Samenbäume der nächsten Waldgenerationen dienen werden, wurden von Fichten freigestellt. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung und können direkt vor Ort mit den Freiwilligen den Wandel zur Wildnis von morgen nicht nur erklären, sondern auch unterstützen“, stellt Thomas Schwerdt, der Leiter des Jugendwaldheims Brunnenbachsmühle, dar.

„Für uns ist das ein „Global Volunteers Day“ – ein Tag, an dem die Post ihre Mitarbeiter unterstützt, wenn sie sich in den Dienst einer sozialen Sache stellen und das in 220 Ländern dieser Welt“, weiß Vertriebsmanager Frank Baumann zu berichten. Baumann, der für die Deutsche Post DHL arbeitet, hatte als gebürtiger Braunlager seine Kontakte genutzt und im eigenen Kollegenkreis zu einem freiwilligen Arbeitseinsatz in der Nähe seines Wohnortes im Harz aufgerufen.

Mit im Gepäck hatten die Postler auch einen Scheck ihres Arbeitgebers in Höhe von 500,- Euro, der bei der Beschaffung von weiteren Laubbäumen für die kommende Herbstpflanzung helfen wird.
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Allianz-Umweltstiftung überreicht Förderbescheid für das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Torfhaus. „Das Projekt zur Erweiterung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus inmitten des länderübergreifenden Nationalparks Harz passt gut zu unserer Stiftung, da wir sowohl Natur und Umwelt als auch den Menschen und seine Bedürfnisse im Blick haben. Bei dem Projekt ist uns insbesondere die innovative und gewinnende Natur- und Umweltkommunikation und ihre Verknüpfung mit einer qualitativ hochwertigen Bildungsarbeit ein Anliegen. Auch die Fokussierung auf eine vorrangig barrierefreie neue Ausstellungserneuerung kann Modellcharakter übernehmen und so vorbildhaft die Teilhabe Aller ermöglichen“, so Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz-Umweltstiftung.

Nachdem die Allianz-Umweltstiftung bereits 2017 die Förderung der Ausstellungserneuerung im Rahmen des Projektes zur Erweiterung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus zugesagt hatte, fand nun jüngst die offizielle Übergabe des Förderbescheides über 100.000,- € an den Nationalparkleiter Andreas Pusch und die Leiterin des Zentrums Heike Albrecht-Fechtler statt.

„Für uns ist es eine große Bereicherung, dass die Allianz-Umweltstiftung neben ihrer großzügigen Förderung auch ihre Expertise in die bevorstehenden Ausstellungsplanungen einbringen wird“, freut sich Fr. Albrecht-Fechtler darüber, dass die Allianz-Umweltstiftung das Fördervorhaben aktiv mitgestaltet.
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Nationalparkhaus Sankt Andreasberg trotz Straßensperrung erreichbar
Sankt Andreasberg. Wegen der Baumaßnahmen zur Erneuerung der Fahrbahn ist die Anfahrt über die Obere Grundstraße und die Untere Grundstraße voraussichtlich bis zum 6. September wegen der Vollsperrung nicht möglich. Besucher des Nationalparkhauses sollten bis dahin am Besucherbergwerk Grube Samson parken. Von dort aus sind es nur ca. 150 m Fußweg bis zum Nationalparkhaus. Die Zufahrt während der Baustellenphase ist ausgeschildert und erfolgt vom nördlichen Ortseingang aus über die Straßen An der Rolle und Katharina-Neufang-Straße. Die Erreichbarkeit von den Bushaltestellen bzw. zu Fuß aus dem Stadtzentrum ist nicht beeinträchtigt. Auch hier handelt es sich jeweils nur um wenige hundert Meter.

Für die Unterhaltung der K 40 investiert der Landkreis Goslar rund 200.000,- Euro. Für die Zukunft ist damit auch eine gute Erreichbarkeit des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg gewährleistet.
http://www.nationalparkhaus-sanktandreasberg.de/

Sonderausstellung "Visionen in der deutschen Aufklärung" im Gleimhaus in Halberstadt
Die Ausstellung ist bis zum 21. Oktober 2018 immer sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Johann Wilhelm Ludwig Gleim erlebte in seinem langen Leben wichtige Phasen der deutschen Aufklärung: von der Frühaufklärung über die Spätaufklärung mit den Entwicklungen des literarischen Rokoko, der Empfindsamkeit, des Sturm und Drang, bis zur Klassik und Romantik.
Über Gleims Wirken hinausgehend stellt die Ausstellung Visionen vor, die für die kulturelle Entwicklung im 18. Jahrhundert zentral waren. Sie spannt einen Bogen von der Idee der Humanität als Richtschnur menschlichen Handelns über den „ewigen Frieden“ zwischen den Völkern bis hin zur freien Autorschaft. So manche dieser Visionen beschäftigt uns bis heute.
Bei all diesen Phänomenen wird Gleim zwar nicht im Mittelpunkt stehen, sondern die jeweiligen Protagonisten und Ereignisse. Doch Gleim hat sich auf vielfältige Weise in die kulturellen Prozesse und Diskurse seiner Zeit eingebracht und manche maßgeblich beeinflusst (z. B. Veränderung der Briefkultur und -literatur, Netzwerkbildung, Geselligkeit, literarisches Nachlassbewusstsein). (Text Gleimhaus Halberstadt - Ausstelungsbeschreibung)
https://www.gleimhaus.de/en/ausstellungen-veranstaltungen/sonderausstellungen.html

FireAbend – Entspannt mit dem Ranger eine Auszeit nehmen - Abendveranstaltungen am 31. August und 14. September 2018
Braunlage - Königskrug. Zweimal laden die Ranger des Nationalparks Harz in diesem Jahr zu einer besonderen Abendveranstaltung ein. Zu kulinarischen Leckerbissen aus der Bergwildnis werden im Outdoor-Kino stimmungsvolle Bilder und Wissenswertes aus dem Nationalpark präsentiert. Der Kostenbeitrag für den Verzehr beträgt 15 €/Person (Getränke nicht incl.). Ein Mückenschutzmittel ist ratsam.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Waldbrandgefahrenstufe muss ggf. auf ein Lagerfeuer verzichtet werden. Doch auch ohne dieses erwartet die Gäste ein stimmungsvoller Abend.

Treffpunkt ist am 31. August um 20 Uhr und am 14. September um 19.30 Uhr auf dem Parkplatz an der B 4 im Braunlager Ortsteil Königskrug.

Achtung: Für diese Veranstaltungen ist bis zum 24.8.18 bzw. 7.9.18 eine Anmeldung unter Tel. 05520 923039 erforderlich (Anrufbeantworter, bitte Telefonnummer hinterlassen).
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Sternmarsch zur Rettung der Rüdigsdorfer Schweiz im Südharz am 29. August 2018
Südharz. Die Menschen im Südharz sind in Mehrheit gegen neue Steinbrüche in ihrer Heimat. Parteiübergreifend treten auch die lokalen Politiker dafür ein. Selbst die Thüringer Landesregierung versprach, sich dafür einzusetzen, dass keine neuen Abbaugebiete östlich der B 4 entstehen. Mit der Bestätigung des Abbaus am Kuhberg zwischen Niedersachswerfen, Harzungen und Rüdigsdorf wird der Willen der Bevölkerung ignoriert und die systematische Zerstörung der einmaligen Gipskarstlandschaft fortgesetzt.

Der Abbau beginnt in diesen Tagen. Wie wird es danach weiter gehen? Wenn wir uns nicht wehren, folgen bald weitere Brüche in der Rüdigsdorfer Schweiz: Harzfeld, Winkelberg …

Bürger, meldet euch zu Wort! Treten wir gemeinsam auf, für den Erhalt unserer einmaligen Natur- und Kulturlandschaft! Beziehen wir Position gegen neue Gipsabbauflächen im Südharz – für uns und alle kommenden Generationen! Zeigen wir durch unsere Anwesenheit, dass wir keine neuen Steinbrüche wollen!

Der Neustädter Kur- und Fremdenverkehrsverein lädt deshalb alle Bürger zur gemeinsamen Sternwanderung zum Kuhberg ein.

Wann: Mittwoch, den 29. August 2018 um 18.00 Uhr
Wo: Kuhberg (Gemarkung Niedersachswerfen)
https://gfn-harz.de/images/aktuell/sternmarsch08-2018-ATT00143.pdf

Umweltverbände warnen vor Intensivierung der Fichtenwirtschaft in der Stadtforst Goslar – noch mehr Ökonomie ist auch ökonomisch schädlich!
Goslar. Derzeit befindet sich das Gutachten zur betriebswirtschaftlichen Beurteilung der Stadtforst Goslar“ von Göttinger Forstökonomen in der politischen Beratung. Es plädiert für noch mehr Ökonomie in der Stadtforst Goslar, die jetzt schon das Primat auf die Finanzen legt, so die Goslarer Umweltverbände.

Das Gutachten geht sogar so weit, das Leitbild „Stadtforst 2020“ in Frage zu stellen und versucht auch, der Politik nahezulegen, die wenigen Erfolge mit den zukunftsweisenden Laubholzpflanzungen in der Stadtforst über den Haufen zu werfen, indem es formuliert „Die angestrebte Steigerung der Wertleistung kann durch die Erhöhung des Laubholzanteils nicht bewirkt werden“. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Bemühungen, in die monotonen Fichtenwälder der Goslarer Stadtforst ein wenig mehr Biodiversität zu bringen!

Zwar gibt das neue Gutachten auch Empfehlungen, die zukunftsweisend sind, aber eine noch stärkere Dominanz der Fichte würde nicht nur ökologischen Schaden anrichten, sondern wäre auch in Zeiten des massiven Klimawandels die falsche Zukunftsentscheidung. Fichtenreinbestände ohne Arten- und Strukturvielfalt sind nicht klimastabil, lassen Hochwässer gerade in den steilen Lagen der Stadtforst schnell (zu schnell) ablaufen und sind daher auch ökonomisch letztlich keine kluge Entscheidung. Vielmehr gilt es, die Goslarer Stadtforst so weiterzuentwickeln, dass die im Bundeswaldgesetz vorgeschriebene Gleichwertigkeit von Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen hergestellt wird und aktuelle umweltbezogene Entwicklungen aufgegriffen werden.

Der Goslarer Stadtwald ist der größte Stadtwald Niedersachsens. Er gehört zu einem Naturraum mit besonderer Bedeutung für die biologische Vielfalt und die Naherholung. Der Wald darf jedoch auch in Zeiten knappen Geldes nicht nur auf seine ökonomische Komponente reduziert werden, sondern muss, wie es nach § 1 des Niedersächsischen Wald- und Landschaftsgesetzes (NWaldLG) vorgegeben ist, im Hinblick auf alle Funktionen ganzheitlich betrachtet werden. Im Rahmen der internationalen und nationalen Bemühungen, den Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen, kommt den Kommunen als maßgebliche Akteure vor Ort eine wichtige Funktion im Umgang mit Natur und Landschaft zu. „Bei der Bewirtschaftung von Grundflächen der öffentlichen Hand sollen die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege in besonderer Weise berücksichtigt werden“ (§ 2 Abs. 4 Bundesnaturschutzgesetz). Das betrifft auch Boden-, Grundwasser- und Hochwasserschutz. Vor dem Hintergrund des laufenden Klimawandels ist der Goslarer Stadtwald auch als Hochwasser-Schutzwald weiterzuentwickeln – das würde eine verstärkte Fichtenwirtschaft unmöglich machen. In diesem Sinne warnen die Goslarer Umweltverbände die politischen Entscheidungsträger dringend vor Weichenstellungen in die falsche Richtung!
http://www.bund-westharz.de/

Neue Schauvitrine zur Müllverrottung am HohneHof bekommt Anerkennungspreis der Stiftung SUNK

FÖJlerin Chantal Liebisch will Nationalpark-Besucher für das Thema Müll sensibilisieren

Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Eine neue Informationstafel mit dazugehöriger Schauvitrine macht seit kurzem die Besucher des Natur-Erlebniszentrums HohneHof auf eine Thematik aufmerksam, die nicht nur den Nationalpark Harz beschäftigt – das Thema „Müll in der Natur“. FÖJlerin Chantal Liebisch hat eine „Müllverrottungssimulation“ entwickelt, um die Spuren oft unbedachter Müllentsorgung in der Natur sichtbar zu machen und für das Thema zu sensibilisieren.

Gerade in den letzten Jahren kommt es zunehmend vor, dass Besucher, die eigentlich den Harz besuchen, um ungestörte Natur zu genießen, mitgebrachten Verpackungsmüll achtlos in der Natur entsorgen. Besonders an Hauptwanderwegen und Rastplätzen bleiben Abfälle wie Flaschen, Alufolie oder Plastikmüll oft einfach unter der Bank oder am Wegesrand liegen. Über tausend Säcke Müll sammeln allein die Nationalpark-Ranger jedes Jahr im Schutzgebiet. Müll in der Landschaft ist dabei nicht nur unschön anzuschauen, er ist auch gefährlich für viele Tiere oder kann sogar Waldbrände verursachen.

Deshalb hat sich Chantal Liebisch, Teilnehmerin im Freiwilligen Ökologischen Jahr am Natur-Erlebniszentrum HohneHof, dieses brisanten Themas angenommen. Mit ihrem Projekt möchte sie die Nationalpark-Besucher wachrütteln und darüber informieren, wie lange die Spuren ihrer unbedachten Müllentsorgung in der Natur bleiben. Unter naturnahen Bedingungen kann man in der von ihr angelegten Schauvitrine beobachten, wie lange beispielsweise eine Glasflasche im Wald liegen bleibt. Mit dem aktuellen Datum versehen, zeigt die Vitrine, wie schnell verschiedene Abfallarten verrotten und dass Glasflasche, Coladose und Co. auch in einigen Jahren noch genauso unverändert dort liegen werden. Für die Wanderer wäre es nur eine Kleinigkeit, den Verpackungsmüll in seinem Rucksack wieder mit nach Hause zu nehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Natur hat dagegen noch viele Jahre mit dem Müll zu kämpfen.

Bei der Umsetzung ihrer Idee erhielt Chantal Liebisch Unterstützung von den Kollegen der Nationalpark-Werkstatt Drängetal. Damit keine Tiere zu Schaden kommen, ist die Müllsimulation mit einem Drahtgitter gesichert. Beim diesjährigen Umweltpreis 2018 der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK) wurde das Projekt mit einem Anerkennungspreis gewürdigt.

Das barrierearm gestaltete Natur-Erlebniszentrum HohneHof ist täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Ebenso wie der nahegelegene Löwenzahn-Entdeckerpfad bietet es Groß und Klein zahlreiche Möglichkeiten, die Natur zu erleben, zu entdecken und zu genießen. Der HohneHof ist zudem ein idealer Start- oder Zielpunkt für Wanderungen, Familienausflüge oder Mountainbike-Touren in die sagenhafte Bergwelt des Harzes. Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof ist rund 1 km von Parkplatz und Bahnhof Drei Annen Hohne und mit einem ca. 15-minütigen Spaziergang zu erreichen.
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Gemeinsame Presse-Information vom 10. August 2018 von HSB und Nationalpark Harz - Mit dem Dampfsonderzug der Harzer Schmalspurbahnen durch den Brockenurwald zur neuen Sonderbriefmarke der Deutschen Post
Wernigerode - Brocken. „Harz – Bergfichtenurwald“ – so lautet der Titel der attraktiven neuen Brocken-Briefmarke, die am gestrigen 9. August von der Deutschen Post gemeinsam mit den Harzer Schmalspurbahnen und dem Nationalpark Harz im Goethesaal auf dem Brocken der Öffentlichkeit übergeben wurde. Zahlreiche Ehrengäste wohnten dieser Briefmarkenvorstellung bei – Dr. Sebastian Putz, Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, die Bundestagsabgeordnete Heike Brehmer, Norbert Rosing, der Fotograf des Briefmarkenmotivs, der aus Kanada angereist war, und sogar der ehemalige Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, der es sich als bekennender Philatelist nicht nehmen ließ, der Einladung auf den Brocken zu folgen. Sie waren es denn auch, die gemeinsam mit den Einladenden Matthias Wagener, Geschäftsführer der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), und Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, die ersten druckfrischen Ersttagsbriefe der neuen Briefmarke aus der Hand von Susanne Graul, Deutsche Post AG, entgegennahmen.

Die neue Briefmarke wurde vom Bundesministerium der Finanzen als Sonderpostwertzeichen im Rahmen der Serie „Wildes Deutschland“ herausgegeben. Anlässlich der Erstausgabe richtete das Erlebnis-Briefmarken-Team der Deutschen Post auf dem Brocken eine Sonderpostfiliale ein, in der auch die Sonderbriefmarke, die beiden Sonderstempel sowie die limitierten Sonderbriefumschläge erhältlich waren. Eine Mitfahrt im Sonderzug war auch für alle anderen Interessierten möglich. Diese Gäste erhielten von der HSB ein philatelistisches Präsent – den limitierten Sonderumschlag mit exklusivem Stempel anlässlich "100 Jahre HSB-Dampflokomotive 99 5906" und die Sonderbriefmarke "125 Jahre Schmalspurbahnen im Harz".

Die Rückfahrt vom Brocken erfolgte wiederum mit dem mit einer historischen Lokomotive bespannten Sonderzug. Die Gäste genossen das überwältigende Panorama des Nationalparks Harz sowie den phantastischen Ausblick bis weit ins Vorland und auf die Nationalparkwälder, die sich im Umbruch befinden. Alte Fichten sterben ab, die neuen Bäume folgen jedoch schnell und so bietet der Bergfichtenurwald am Brocken immer wieder neue Ein- und Ausblicke. Genau das zeigt die neue Briefmarke – der Wald ist im ständigen Wandel und die alten Fichten sind das Keimbett der neuen Waldgeneration in der Kernzone des Nationalparks. Genau dieser Wald ist das verbindende Element von Harzer Schmalspurbahnen und des Nationalparks Harz – und er muss immer wieder aufs Neue erklärt werden, denn ein Nationalparkwald ist kein normaler Wirtschaftswald, sondern entwickelt sich nach den Regeln der Natur. Er ist also immer wieder eine Reise wert – auch mit der Brockenbahn!
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1.111.111. Gast im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus begrüßt - Familie aus Nordrhein-Westfalen freute sich über Geschenke aus dem Nationalpark Harz
Alice Peil und ihre Familie staunten nicht schlecht, als sie bei ihrem Besuch im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus von Leiterin Heike Albrecht-Fechtler mit einem Präsent überrascht wurden. Als Gast Nr. 1.111.111 konnte sich die Urlauberin über eine für Wildbienen attraktive Heilziest-Staude, eine Nationalpark-Broschüre, einen TorfHaus-Buff und eine Wanderkarte des Harzes freuen. Familie Peil ist im nordrhein-westfälischen Viersen zu Hause und verbringt gerade einen zwei wöchigen Urlaub in der Nationalpark-Region mit Beherbergung in Langelsheim. „Das ist ja ein toller Einstieg in unseren Wanderurlaub gleich am 1. Ausflugstag“ freute sich Alice Peil über die Aufmerksamkeit und machte sich auch gleich Gedanken über die Platzierung der Bienenpflanze im heimischen Garten.

Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus inmitten des länderübergreifenden Nationalparks Harz ist eine attraktive naturtouristische Einrichtung. Neben den vielen Besonderheiten der sagenumwobenen Bergwildnis des Nationalparks Harz wie den Bergfichtenwäldern oder den ursprünglichen Hochmooren werden auch Managementmaßnahmen des Nationalparks und das Grüne Band in der Ausstellung thematisiert und viele Veranstaltungen für Klein und Groß angeboten.

„Insbesondere der Wandel des Waldes von einem Nutzwald hin zu einer wiederentstehenden Wildnis mit seinem aktuellen Erscheinungsbild interessiert unsere Gäste sehr und wir begeistern viele Menschen für die Wildnisentwicklung und die artenreichen Lebensräume im Nationalpark“, berichtet Heike Albrecht-Fechtler. „Damit der Blick in die Waldwildnis des Nationalparks aber nicht nur theoretisch ist, bietet unser Team zahlreiche thematische Exkursionen und Wanderbegleitungen in die Bergwildnis mit ihren Hochmooren an. Wir freuen uns über Anfragen nach erlebnisorientierten Veranstaltungen für Kinder- und Jugendgruppen, über fachthematische Veranstaltungen für Fach- und Fortbildungsgruppen bis hin zur Organisation von ganz besonderen Betriebsausflügen“, so Albrecht-Fechtler.

Der Nationalpark Harz und der Trägerverband des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, bestehend aus der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. (GFN) und dem federführenden Betreiber BUND für Umwelt und Naturschutz e.V., planen zudem mit einer innovativen baulichen Erweiterung die Aufenthaltsqualität in der räumlich beengten Einrichtung und somit auch die Standortattraktivität für die Harzgäste zu verbessern.
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Anpacken für die Wildnis von morgen - Teilnehmer aus neun verschiedenen Ländern im Workcamp des Nationalparks Harz
Braunlage - Wernigerode-Schierke. Die Sonne steht senkrecht am Himmel, das Thermometer ist längst über 30 °C geklettert, und trotzdem lassen sich Giovanna, Diego, Dasha und andere junge Menschen aus aller Welt nicht bremsen: Sie bauen einen Zaun in der Nationalpark-Revierförsterei Schierke ab.

Das Camp mit dem Namen „Wild life in the forest“ wurde organisiert vom Landesverband Sachsen-Anhalt des IJGD, dem Internationalen Jugendgemeinschaftsdienst. Angemeldet haben sich insgesamt 15 Jugendliche und junge Erwachsene, die neben dem aktiven Einsatz für die Natur auch den Nationalpark Harz 10 Tage lang kennenlernen möchten. Die Unterbringung erfolgt im Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle, einer Umweltbildungseinrichtung des Nationalparks Harz mit Übernachtungsbetrieb. Einige der Teilnehmer haben einen weiten Weg hinter sich: Aus Mexiko, China und verschiedenen europäischen Ländern sind sie angereist. Die Gruppe verpflegt sich während ihres Aufenthaltes selbst, aus diesem Grund hat auch das Essen jeden Tag eine andere landestypische Note.

„Der Arbeitseinsatz findet vormittags statt, während der Nachmittage besuchen wir mit den Workcamp-Teilnehmern unterschiedliche Ziele im Nationalpark, um ihnen die Ziele unserer Arbeit zu verdeutlichen und natürlich ein paar Highlights zu zeigen“, erläutert Jugendwaldheimleiter Thomas Schwerdt. Eine Wanderung auf den Brocken mit einem kurzen Blick auf die deutsche Geschichte darf dabei natürlich nicht fehlen.

Besucht werden aber nicht nur die zumeist bekannten Ziele, wie das Luchsgehege oder der Oderteich, auch eine Wanderung mit dem Ranger vom Natur-Erlebniszentrum HohneHof aus zum „Landmann“ mit seiner Klippenformation aus Granit steht dabei auf dem Programm. Beeindruckt zeigen sich die Teilnehmer besonders von den unterschiedlichsten Waldbildern. „Es ist uns wichtig, dass wir den natürlichen Prozess verdeutlichen, der auf dem Weg zur Wildnis abläuft“, führt Schwerdt weiter aus. So kann unter abgestorbenen Altfichten eine Vielzahl von Laubbäumen ausgemacht werden, der dazu anregt, sich den zukünftigen Wald vorzustellen. „Dann ist der Borkenkäfer für dieses Ziel sogar hilfreich“, fasst Edwin aus Hongkong zusammen. Er hat es verstanden und nimmt, wie die anderen auch, viele Impressionen und Erinnerungen mit nach Hause.
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Müllablagerungen im Nationalpark Harz bei Herzberg am Harz häufen sich – Illegales Handeln kann teuer werden – Anzeigen erstattet
Herzberg am Harz. Dass Abfallentsorgung in der freien Natur verboten ist, ist allgemein bekannt. Dennoch gibt es immer wieder dreiste Zeitgenossen, die es versuchen – oft bei Nacht und Nebel. Dennoch sind die Verantwortlichen immer noch zu identifizieren und dann kann es teuer werden – so wie beim jüngsten Fall von Bitumenabfall bei Herzberg-Sieber.

Dass auch Grünschnitt im Wald als Abfall, d.h. entsorgungspflichtiger Müll, eingestuft ist und dass man diesen ebenfalls nicht einfach in der Natur deponieren darf, ist weniger bekannt. Beim sog. Grünmüll fehlt vielen Menschen das Unrechtsbewusstsein und manche glauben, dass Bioabfälle dem Wald nicht schaden. Das ist jedoch ein Irrtum.

Es ist nicht nur so, dass diese Grünmüllhaufen unschön aussehen. Einmal abgesehen von der Wildschweinproblematik, die nicht ohne Risiko ist, vergehen oft mehrere Jahre, bis ein nennenswerter biologischer Abbau in solchen Haufen stattfindet. Zudem verdrängen Brennnesseln, Brombeeren und andere Stickstoff liebende Pflanzen an Stellen, wo verstärkt Grünschnitt abgelagert wurde, die natürliche Vegetation. Auch das Bundesamt für Naturschutz warnt daher ausdrücklich vor dieser illegalen Entsorgung, denn Grünschnitt in der Natur ist rechtlich gesehen Müll. Und eine Entsorgung von Gartenabfällen in Feld und Flur ist alles andere als ein Kavaliersdelikt. Durch Fäulnisbildung setzt insbesondere Rasenschnitt den Wurzeln der Bäume zu, Mikroorganismen im Boden schaden dem natürlichen Nährstoffkreislauf und Gartenabfälle können auch Wurzeln, Zwiebeln, Knollen oder Samen von nichtheimischen, konkurrenzstarken Pflanzen enthalten. Daher werden auch diese illegalen Grünschnittentsorgungen angezeigt. Derzeit häufen sie sich im Nationalpark-Randbereich von Herzberg-Mühlenberg. Der Nationalpark ist dankbar für sachdienliche Hinweise auf die Verursacher dieser Ablagerungen.
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Nationalparkhaus Sankt Andreasberg: Vortrag über Fledermäuse im Harz von Siegfried Wielert
Braunlage. Am Mittwoch, den 8. August findet um 19:00 Uhr der Vortrag „Fledermäuse im Winter – Schutzmaßnahmen und Erfolge an Harzer Überwinterungsquartieren“ im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg statt. Referent Siegfried Wielert ist Fledermaus-Regionalbetreuer auf dem Gebiet des Landkreises Goslar. Er berichtet über die Erfahrungen aus seiner ehrenamtlichen Tätigkeit, hier speziell über die Bemühungen, vorhandene Winterquartiere zu sichern und neue zu schaffen.

Durch seine natürlichen Höhlen einerseits und die vielen von Menschen geschaffenen künstlichen Höhlen in Form von alten Bergbaustollen, kommt dem Harz eine herausragende Rolle in Bezug auf das Überwintern der Fledermäuse zu, und zwar nachgewiesenermaßen überregional.

Gäste können spontan ohne Anmeldung zum ca. einstündigen Vortrag kommen. Der Eintritt ist frei, es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Direkt im Anschluss findet nach einer kurzen Einführung ab 20:00 Uhr eine ca. zweistündige Fledermausexkursion statt. Dazu ist eine Anmeldung nötig unter Tel. 05582 923074. Die Teilnahmegebühr beträgt 4,- € für Kinder, 6,- € für Erwachsene und 14,- € für Familien. Es wird empfohlen, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Ort: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg

Deutsche Post präsentiert Sonderbriefmarke „Harz – Bergfichtenurwald“ auf dem Brocken
Berlin/Wernigerode, 1. August 2018. Das Bundesministerium der Finanzen gibt am Donnerstag, den 9. August 2018, das Sonderpostwertzeichen aus der Serie „Wildes Deutschland“ mit dem Motiv „Harz – Bergfichtenurwald“ heraus. Anlässlich der Erstausgabe stellt die Deutsche Post die Sonderbriefmarke an diesem Tag gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Tourismus sowie des Nationalparks Harz und der Harzer Schmalspurbahnen GmbH im Goethesaal auf dem Brocken vor.

Wahl zum Naturwunder 2018 - auch die Oberharzer Hochmoore stehen zur Wahl!
Auch 2018 findet wieder die Wahl des schönsten Naturwunders durch EUROPARC Deutschland e.V. und die Heinz Sielmann Stiftung statt.

Das Thema lautet in diesem Jahr „Letzte Refugien für bedrohte Insekten“.

Abstimmen (und in diesem Jahr auch gewinnen) kann man unter:
https://www.sielmann-stiftung.de/naturwunder//

Besonderes internationales Engagement findet seinen Abschluss - Praktikant aus Mexiko verabschiedet sich nach drei Monaten vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Wernigerode – Torfhaus. „Adios, Torfhaus“, so heißt es jetzt für den 21-jährigen Biologiestudenten José Roberto Torres de Lira. Im Rahmen eines Auslandsjahres und gefördert durch den Deutschen Akademischen Auslandsdienst verbrachte der engagierte Mexikaner zunächst zwei Semester an der Georg-August-Universität Göttingen. Im Anschluss absolvierte er ein dreimonatiges Praktikum im Bereich der Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Nationalpark Harz, das am 31. Juli endet.

Seine Einsatzstelle war das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Dort begleitete er Schulklassen auf unterschiedlichen Führungen und Exkursionen in die Waldwildnis des Nationalparks und auf den Brocken. Am Infotresen betreute er die Gäste mit ihren Anliegen und Fragen. Eine Hauptfrage war natürlich die nach den vielen toten Altfichten im Bereich Torfhaus und Brocken. Hier konnte er die Auskunft geben, dass sich der Wald in der Kernzone des Nationalparks Harz im Wandel befindet und keinesfalls abstirbt, wie es den Anschein hat. Im Gegenteil – der Waldkreislauf erneuert den Wald recht schnell und schon nach wenigen Jahren zeigt er ein ganz anderes Bild, siehe Fotoanlage. Diese Zeitreihen der Waldentwicklung waren für viele Besucher immer wieder etwas Neues, weil die meisten Menschen nur den heutigen Anblick des Waldes im Kopf haben und nicht die lange Entwicklung sehen. „Der Wald baut sich selbst um – und er wird nach seiner Renaturierung sogar vielfältiger und vor allem klimastabiler sein“ – das konnte der Biologiestudent sehr eindrücklich und anschaulich erläutern.

„Ich habe immer das positive Gefühl genossen, wenn ich das Lächeln der Kinder während eines Umweltbildungs-Spiels sah, oder wenn sich die Augen weit öffneten, weil sie etwas Interessantes und Unbekanntes in der Natur kennenlernten“, so berichtet Roberto Torres über seine neu gewonnenen Erfahrungen. „Gleichzeitig hatte ich die Gelegenheit, mein Wissen über Biologie zu nutzen und zu teilen, um die Komplexität und Größe eines Waldökosystems zu erklären“, schwärmt der junge Student.

Ein großer Dank gilt der Commerzbank, die jedes Jahr durch ihr großzügiges Engagement in insgesamt 27 Schutzgebieten Praktikanten fördert, sowie der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e. V. (GFN), die für den administrativen Teil das Praktikums im Nationalpark Harz zuständig ist. Im Nationalpark Harz sind es jährlich vier Einsatzstellen, eine weitere im Naturpark Harz. So haben junge Studenten die Möglichkeit, sich abseits des Unialltags in der Praxis der Öffentlichkeitsarbeit und der Umweltbildung auszuprobieren.

Hintergrundinformationen
Nationalpark Harz

Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Seit 2011 ist es auch Geopark-Infozentrum.
https://www.nationalpark-harz.de

Die Commerzbank-Umweltpraktikanten 2018 in Sankt Andreasberg – Daria Ernst und Dirk Netter
Braunlage. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten.

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

Im Nationalpark Harz sind es 2018 wieder vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum HohneHof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald?“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

Im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ist Dirk Netter aktiv; er studiert Soziologie und Sozialforschung – eher ungewöhnlich für einen Commerzbank-Praktikanten. Daria Ernst hatte sich für ein Praktikum im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg entschieden – sie studiert Geographie an der Universität Bonn. Sie hat ihr Praktikum bereits abgeschlossen.

Daria Ernst berichtet: „Da in meinem Studienverlauf ein mindestens sechswöchiges Berufspraktikum vorgesehen ist, fing ich gegen Ende des Studiums mit der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz an. Durch eine Kommilitonin habe ich dann vom Umweltpraktikum der Commerzbank erfahren. Die Vorstellung, in einem Schutzgebiet zu arbeiten, hat mir gleich gefallen. Ich wusste zwar, dass mein Praktikum in Richtung Natur- und Umweltschutz gehen soll, hatte bisher aber eher Umweltverbände als mögliche Arbeitgeber im Blick. Die Aussicht auf ein Praktikum mit Praxisbezug im Freien brachte mich dann aber dazu, mich für ein dreimonatiges Umweltpraktikum im Nationalpark Harz zu bewerben. Mit dem Thema Umweltbildung hatte ich im Vorhinein zwar noch keine Berührungspunkte, das stellte sich während des Praktikums aber auch nicht als Problem dar – im Gegenteil! Für mich war die Praktikumszeit eine schöne und lehrreiche Zeit, in der ich sehr viele Eindrücke gesammelt habe. Es hat mir Sicherheit in der Frage nach meinem präferiertem Berufsfeld sowie einer möglichen Masterarbeit gegeben. Ich möchte auf jeden Fall weiterhin im Bereich des Natur- und Umweltschutzes bleiben und hier noch weitere Berufserfahrungen und Qualifikationen sammeln. Sehr gut hat mir auch die Atmosphäre im Nationalpark wie auch in meiner Einsatzstelle im Nationalpark-Bildungszentrum gefallen. Das hier entgegengebrachte Vertrauen und die Freiheit haben dazu geführt, dass es mir sehr leicht fiel, mich in den Bereich der Umweltbildung einzuarbeiten. Außerdem konnte ich immer wieder viele verschiedene Menschen kennen lernen und mich mit ihnen austauschen.“

Kräuterkundliche Wanderung auf den Bergwiesen in Sankt Andreasberg

Dirk Netter hat im Praktikum viele Erfahrungen gemacht, die sein Soziologiestudium bisher nie zu bieten hatte: „Im Rahmen meines Commerzbank-Umweltpraktikums unterstützte ich beispielsweise meine Kollegin Victoria Dietrich auf einer Kräuterexkursion über die Bergwiesen in Sankt Andreasberg. Um Punkt 8.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Berghotel, wo wir mit unserer Gruppe verabredet waren. Die 17 Erwachsenen, die durch die Einrichtung „Arbeit und Leben Hamburg“ ihren Weg in den Harz gefunden hatten, sollten im Rahmen ihres Bildungsurlaubes nun etwas über die Bergwiesen erfahren. Nach einer knappen Vorstellung ging es erst einmal bergauf zur Jordanshöhe, wo wir den Teilnehmenden die typischen Pflanzen dieser Jahreszeit vorstellten. Der Waldstorchschnabel, der die Wiesen noch bis vor kurzem in ein malerisches Violett getaucht hat, konnte zwar nicht mehr in voller Blüte betrachtet werden – trotzdem bot sich ein reichlicher Bestand an Bärwurz, Schlangenknöterich, Harzer Labkraut und sogar Arnika und Knabenkraut. Neben einigen allgemeinen botanischen Hinweisen gaben wir den Teilnehmern sowohl Informationen über die heilkundliche Anwendung verschiedener Pflanzen sowie deren kulinarischen Wert. Immer wieder nahmen wir uns die Zeit, um Fragen zu beantworten und auch weitere Pflanzen gemeinschaftlich zu bestimmen. Während ich mich hauptsächlich den biologischen und geographischen Fragen widmete, gab Victoria Informationen über den Ursprung der Bergwiesen und warum diese für die Bergleute wichtig waren, wer die Wiesen heute bewirtschaftet und welche Bedeutung sie für den Erhalt der Artenvielfalt haben. Nach etwa einer eineinhalbstündigen Wanderung konnten wir nun einen kurzen Augenblick halt machen und den Blick auf den Brocken genießen, während wir uns in lockerer Runde über den Nationalpark Harz und andere Parks unterhielten, um immer auch wieder auf den Grundsatz „Natur Natur sein lassen“ zurück zu kommen. Die nächste Station auf unserer Wanderung war die Kräuterspirale im Kurpark – dort wurden beliebte Heilpflanzen wie das Johanniskraut, Baldrian und die Minze vorgestellt. Einigen Teilnehmenden fiel dabei mit Freuden auf, dass selbst die so unbeliebten „Unkräuter“ im eigenen Rasen, wie zum Beispiel Gundermann und Habichtskraut, auch einen Platz in der Kräuterapotheke finden können. Schließlich begaben wir uns auf den Weg zum Nationalparkhaus, wo auf die Gruppe Informationen über den Nationalpark, die Bergbaugeschichte und den NABU warteten. Dieser Tag war eine runde Sache – für die Gruppe, aber auch für uns!“

Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com
https://www.umweltpraktikum.com/

Unterwegs mit dem Botaniker am HohneHof am Freitag, den 27. Juli 2018
Am Freitag, den 27. Juli 2018 lädt das Natur-Erlebniszentrum HohneHof bei Drei Annen-Hohne unter dem Thema „Unterwegs mit dem Botaniker“ zu einer kleinen Nationalpark-Wanderung ein.

Ab 10.30 Uhr startet diese Tour am Wandertreff auf dem Parkplatz Drei Annen-Hohne und möchte unter anderem die Frage beantworten: „Warum heißt der Storchschnabel denn Storchschnabel?“ und "Was hat der Bärwurz mit dem Bären zu tun?“

Im Mittelpunkt der Exkursion stehen Lebensgemeinschaften in der Pflanzenwelt, die einfach erklärt und gezeigt werden.

Eingeladen sind alle Besucher, die schon immer mal etwas mehr über die Pflanzenwelt vor unserer Haustür erfahren wollten. Die Teilnahme ist kostenfrei, über eine kleine Spende würden wir uns jedoch sehr freuen.
http://www.nationalpark-harz.de

Kornblumen und mehr - neue Artenvielfalt am Hellebach in der Ackerflur von Weddingen
Weddingen. In voller Blüte zeigen sich in diesen Tagen Teile des Hellebachs bei Weddingen. Im letzen Jahr noch frühzeitig ackerseitig geschröpft, ist der Bach nun die Heimat vielerlei Insekten, Hummeln und Schmetterlingen. In der weiten Feldflur der einzige Lebensraum dieser Tiere weit und breit. Diese Maßnahme ist ein erster Erfolg der gemeinsamen Initiative von Landkreis Goslar, Gemeindevertretern, Landwirtschaft, Jägerschaft, Angelvereinen und Umweltverbänden, den gesetzlich vorgeschriebenen Biotopverbund im Kreis voranzubringen. Denn nur wenn die vorhandenen und oft gefährdeten Lebensräume in Form einen Verbundes vernetzt werden, haben viele Tiere und Pflanzen eine Chance zu Überleben.

Grundlage siehe hier:
https://www.landkreis-goslar.de/index.phtml?sNavID=94.96&La=1

Waldentwicklung mit stehenden Totholzbäumen war Schwerpunktthema der Waldführer- und Partnerfortbildung des Nationalparks Harz
Wernigerode – Braunlage. Im Nationalpark Harz befindet sich der Wald auf dem Weg zu neuer Wildnis. Dieser Anblick ist für viele Menschen zunächst befremdlich, sehen sie doch im Moment vielerorts erst einmal abgestorbene Fichten im Alter von über 60 Jahren – jüngere Bäume sind nicht betroffen. Dennoch ein Anblick, der viele Fragen aufwirft. Die Millionen von nachwachsenden jungen Bäumchen – Fichten, Ebereschen, Weiden, Birken und andere – fallen den Betrachtern auf den ersten Blick leider oft nicht auf. Diese Fragen erreichen auch die Nationalpark-Waldführer bei ihren Führungen oder z.B. die Nationalparkpartner in ihren Beherbergungsbetrieben.

Um die ehrenamtlichen Waldführer und Nationalpark-Partner auf den aktuellsten Stand zu bringen, aber auch noch einmal Grundlagen zu wiederholen, trafen sich jüngst 20 Teilnehmende in Braunlage-Königskrug, um mit der zuständigen Fachbereichsleiterin für die Waldentwicklung des Nationalparks, der Försterin Sabine Bauling, bei einer dreistündigen Veranstaltung das Wissen zu dieser Thematik aufzufrischen. Die Themen reichten dabei von der Geschichte über die Biologie bis zur Artenvielfalt des Waldes.

Bei einer Rundwanderung um Königskrug konnte Frau Bauling alle aktuellen Stadien der Waldentwicklung am Objekt thematisieren und viele Fragen beantworten. Die Bandbreite reichte von entnommenen Fichten über frisch abgestorbene Fichten bis zu bereits wieder mit jungen Bäumen bestandenen Flächen, die die Walddynamik eindrucksvoll wiederspiegeln. Dabei wurden auch Fraßbilder des Buchdruckers, des nur wenige Millimeter großen Borkenkäfers, der maßgeblich am Absterben der Fichten beteiligt ist, gezeigt und seine Entwicklungszyklen thematisiert. Dabei waren die vom Nationalpark fotografierten Zeitreihen der Waldentwicklung an verschiedenen Stellen, z.B. am Bruchberg bei Altenau , eine instruktive Hilfe – zeigen sie doch, wie zügig sich der Wald von selbst „repariert“ und in einem dauerhaften Waldkreislauf von der Totholzphase wieder zur Verjüngung übergeht.

Alle Teilnehmer waren sich am Ende einig: Die zunächst ungewohnten Waldbilder sind für einen natürlichen Wald gar nicht ungewöhnlich – sie müssen nur immer wieder erklärt und erläutert werden.
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Es wird brandheiß - starke Waldbrandgefahr im Nationalpark, speziell auch in den Mooren
Wernigerode. Trotz örtlicher Regenschauer am Wochenende ist die Brandgefahr in den Wäldern des Nationalparks – und nicht nur dort – weiter sehr hoch. Aufgrund der Wettervorhersage für die nächsten Tage wird sich die Situation weiter verschärfen. Sehr hohe Temperaturen, ungebremste Sonneneinstrahlung und kein Regen in Sicht – das ist eine brisante Mischung.

Trotz der Warnhinweise in allen Medien gibt es immer wieder unvernünftige Zeitgenossen, die meinen, bei größter Trockenheit im Wald grillen oder ein Lagerfeuer anzünden zu können. Deshalb noch einmal der eindringliche Hinweis auf das Rauchverbot und das Verbot, Feuer zu entfachen. Ebenso sind keine Autos an den Waldeingängen zu parken, weil die heißen Katalysatoren die vertrocknete Vegetation entzünden können.

Brandstiftung ist ein Straftatbestand!

Aber mindestens genauso schwerwiegend sind die Folgen für die Natur. Viele Kleinlebewesen können den Flammen nicht entkommen, ebenso werden wertvolle Pflanzenarten, Moose und Flechten vernichtet. Die große Besonderheit des Hochharzes sind seine Moorflächen – sie sind besonders gefährdet. In vielen Wäldern ist aufgrund der klimatischen Verhältnisse in den Hochlagen eine dicke Rohhumus- oder Torfschicht ausgebildet. Aufgrund der langen Trockenheit sind diese Bereiche derzeit stark ausgetrocknet. Das Gefährliche an Moorböden ist, dass sich das Feuer tagelang unerkannt unterirdisch „durchfressen“ kann, um dann unvermittelt bei Luftzufuhr an anderer Stelle wieder aufzuflammen. Gerade die Moore gehören zu unseren wertvollsten Naturräumen – hier würden über viele Jahrzehnte unwiederbringliche Verluste entstehen. Außerdem bergen solche Moorbrände auch Gefahren für Leib und Leben vieler Menschen.

Diese Dinge sollen sich alle Menschen klarmachen, die den Wald besuchen.

Wir wollen ausdrücklich keine Sperrungen von Waldgebieten, gerade in der Ferienzeit, aber das erfordert das umsichtige Verhalten jedes Einzelnen, damit viele Menschen den Nationalpark Harz erleben können.
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Junior-Ranger aus dem Nationalpark Harz erkunden Solling - Stiftung Zukunft Wald sponsert Junior-Ranger-Fahrt
Braunlage - Wernigerode. Die Stiftung Zukunft Wald ist eine Waldstiftung der Niedersächsischen Landesforsten, die unter anderem waldbezogene, pädagogisch wertvolle Umweltbildungsprojekte in Niedersachsen fördert und durchführt. Die Stiftung hat sich auf die Fahnen geschrieben, in Zeiten der Naturentfremdung Kinder und Jugendliche wieder raus in die Natur zu bringen, sie für den Wald zu begeistern und zu ermutigen, sich selbst für den Wald einzusetzen.

Diese Ziele passen perfekt zum Junior-Ranger-Programm des Nationalparks Harz. Vorrangiges Ziel ist es auch hier, Kinder und Jugendliche verstärkt für die Natur zu begeistern. Dabei lernen die Teilnehmenden auf aktive, kreative und spielerische Weise die Natur kennen und schätzen. Gleichzeitig soll ihr Bewusstsein für die Bedeutung von Natur und insbesondere von Großschutzgebieten für eine nachhaltige Entwicklung geschärft und sie selbst sollen so zu deren Mitgestaltung befähigt und aktiviert werden. Der Besuch im Naturpark Solling ermöglichte es den Teilnehmenden, eine andere Art von Schutzgebiet kennen zu lernen und sich mit Unterschieden, aber auch Gemeinsamkeiten vertraut zu machen.

Den Auftakt zur viertägigen Junior-Ranger-Fahrt bildete nach der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bad Harzburg nach Silberborn ein angeleitetes Teamklettern im Kletterpark TreeRock. Da die 16 Kinder aus verschiedenen Junior-Ranger-Gruppen im ganzen Nationalpark Harz stammten, war dieser Auftakt perfekt, um als Team zusammenzuwachsen. Mit diesem Spirit ging es die nächsten drei Tage weiter und die Gruppe besuchte den Wildpark Neuhaus, um sich dort intensiv mit Wolf und Wildkatze zu beschäftigen. Auch die Greifvogelschau und ein Treffen mit der Falknerin durften nicht fehlen. So ist das Studium direkt am Objekt sehr einprägsam und bleibt nachhaltig im Gedächtnis. Vor allem die vielen Jungtiere hatten es den Junior-Rangern angetan. Am dritten Tag lag der Schwerpunkt auf dem Unterschied zwischen den Schutzgebietskategorien „Nationalpark“ und „Naturpark“ und die Gruppe traf dazu den ortsansässigen Förster, der sie ein Stück auf ihrer Wanderung begleitete.

Schließlich muss bei einer Bildungsfreizeit auch etwas Erholung dabei sein und so beschloss die Gruppe, das Programm nach einer Wanderung mit einem Besuch im Freizeitsee Uslar-Schönhagen abzurunden. So ganz zu Ende war das Programm dann aber doch noch nicht, denn jeden Abend wurde alles Geschehene auf einer Wandzeitung festgehalten, die nun auch als Dokumentation der Fahrt für die Stiftung Zukunft Wald dient. Wenn man die Wandzeitung studiert, sieht man schnell, wie informativ und vielfältig diese Fahrt war. Die Betreuer freuten sich sehr über den gestärkten Gemeinschaftssinn der Gruppe als Junior-Ranger des Nationalparks Harz und bedankten sich noch einmal bei der Stiftung Zukunft Wald.
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Kunstwerke zwischen Natur und Mensch: 24. Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ – 62 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/Skulptur werden vom 16. September bis 14. Oktober 2018 in Sankt Andreasberg gezeigt
Wernigerode – Braunlage. Die 24. Kunstausstellung „NATUR – MENSCH“ wirft ihre Schatten voraus. 62 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Bildhauerei/Skulptur wird die diesjährige Kunstausstellung NATUR – MENSCH unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies vom 16.9. bis 14.10.2018 in Sankt Andreasberg zeigen.

Eine fachkundige Jury hat aus etwa 327 Bewerbungen von professionellen Künstlern internationaler Herkunft, unter anderem aus Russland, Iran, Südkorea, Irland, Kanada und Japan) die diesjährige Ausstellung NATUR – MENSCH zusammengestellt. Bereits zum 24. Mal findet die Ausstellung an verschiedenen Stellen in der Oberharzer Bergstadt und Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg statt.

Die Jury setzt sich 2018 aus folgenden Persönlichkeiten zusammen: Prof. Karl Oppermann – Maler und em. Professor der Universität der Künste Berlin, Peter Peinzger – Bildhauer, Dieter Utermöhlen – Maler und Bildhauer, Jens Kilian – Maler und Leiter der Freien Akademie für Malerei Düsseldorf, Detlef Kiep – Maler und Grafiker, Stefan Grote – Bürgermeister der Stadt Braunlage, Andreas Pusch – Leiter des Nationalparks Harz, Dr. Andrea Kirzinger – Biologin Nationalpark Harz, Walter Merz - Pastor ev. Martini-Kirche und Theresa Thomas – Vertreterin der kath. Sankt Andreas-Kirche.

Die Ausstellung ist traditionell dem Thema und positiven Spannungsfeld Natur – Mensch gewidmet. Sie greift damit das besondere Anliegen der beiden Veranstalter, Nationalpark Harz und Stadt Braunlage, auf, die Menschen sowohl für den allgemeinen Umwelt- und Naturschutz als auch für die Wiederanreicherung menschlicher Lebensräume mit „Naturbausteinen“ zu gewinnen. Mit den Mitteln der Kunst will die Ausstellung einen emotionalen Zugang zu nationalpark- und naturbezogenen Themen ermöglichen. Die Kunst ist gewissermaßen Seismograph, Pädagoge, Katalysator und Visionär zugleich. Weiteres Ziel ist es, einen Beitrag zur Regionalentwicklung für die Stadt Braunlage mit ihrem Ortsteil Sankt Andreasberg zu leisten. Hinzu kommen die Kooperation mit den Künstlern und die sich daraus entwickelnden Wirkungen der Kunstförderung – denn Künstler können wichtige Botschafter für den Naturschutz sein. In diesem Sinne macht die Verknüpfung von Naturschutz und Kulturerlebnis diese Ausstellung zu etwas ganz Besonderem.

Der Ausstellung wird am 15. September 2018 um 19 Uhr in der Rathaus-Scheune in Sankt Andreasberg im Rahmen einer Vernissage eröffnet. Im Anschluss daran ist die Ausstellung vom 16. September - 14. Oktober 2018 täglich von 11 - 17 Uhr in der Sankt Andreasberger Rathausscheune, im Atrium der Sankt Andreas-Kirche und in der Martini-Kirche zu sehen.
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Neues Faltblatt erklärt Hintergrün­de des Waldwandels und die Waldbilder dieser Übergangsphase im Nationalpark Harz
Wernigerode. Getreu dem Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen" darf sich die Natur in großen Teilen des Nationalparks Harz frei entfalten. Dadurch bietet sich die seltene Gelegenheit, den natürlichen Waldwandel vom ehemaligen Wirtschaftswald hin zum wilden Natur­wald zu erleben. In einigen Bereichen geht dieser Wandel aktuell sehr rasant von statten und die Waldbilder dieser Übergangsphase wirken auf viele Menschen zunächst befremdlich.

Unser neuer Flyer „Wald im Wandel zur neuen Wildnis" erklärt die Hintergrün­de des Waldwandels und warum tote Bäume nicht das Ende des Waldes, sondern den Beginn der neuen Waldwildnis bedeuten. Das Faltblatt ist in den Nationalpark-Einrichtungen und zahlreichen Infostellen sowie als Download im Internet unter www.nationalpark-harz.de erhältlich.

Der Wald stirbt nicht, er ist im Wandel
Im Nationalpark Harz sind in den letzten Jahren neue Waldbilder zu sehen. Die grauen Silhouetten abgestorbener Fichten ragen in den Himmel oder liegen – teilweise wild übereinander – im Gelände oder an den Straßenrändern.

Dieser Anblick ist für viele Menschen zunächst befremdlich. Doch auch wenn aktuell viele tote Bäume zu sehen sind, ist dieser Wald so lebendig und dynamisch wie selten zuvor. Initiiert durch Stürme und ein durch den Klimawandel begünstigtes kleines Insekt – den Borkenkäfer „Buchdrucker“ – entsteht hier neue Wildnis, artenreich und vielseitig.

Getreu dem Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“ darf sich die Natur in großen Teilen des Nationalparks frei entfalten und wir haben die einmalige Gelegenheit, sie auf ihrem Weg vom ehemaligen Nutzwald zum wilden Naturwald zu beobachten.

Tote Bäume – neues Leben
Weil sie zum Kreislauf von Werden und Vergehen dazugehören, bleiben in großen Teilen des Nationalparks abgestorbene Bäume im Wald. Dieses Totholz bildet eine wichtige Grundlage für die neue Waldwildnis, denn schätzungsweise 20 bis 30 % der im Wald lebenden Arten sind darauf angewiesen.

Totholz ist eine wichtige Nahrungsquelle und Lebensraum für viele Pilze, Insekten und Mikroorganismen. Sie zersetzen das Holz und machen seine Nährstoffe für Pflanzen verfügbar. Viele Totholz-Bewohner sind aktuell gefährdet.

Zwischen den liegen gebliebenen Stämmen findet eine neue Generation von Bäumen Schutz vor hungrigen Wildtieren und kann so besser gedeihen. Je nach Höhenlage können auch verschiedene Laubbäume wieder Fuß fassen. Mehr Platz und Licht bieten zahlreichen weiteren Pflanzen die Möglichkeit, sich anzusiedeln. Diese wiederum ziehen Insekten wie Schmetterlinge, Wildbienen und Käfer an.

Die Sämlinge der Fichte wachsen gern direkt auf morschen Stämmen. Diese dienen auch zahlreichen Amphibien, Reptilien und Säugetieren wie der Wildkatze oder dem Luchs als Unterschlupf.

Stehendes Totholz bietet ebenfalls vielen Tieren Nahrung und Unterkunft. Die Mopsfledermaus, eine von 18 verschiedenen Fledermausarten im Nationalpark Harz, hat ihre Wochenstuben und Schlafquartiere beispielsweise bevorzugt unter abstehender Borke an noch stehenden, abgestorbenen Bäumen. Auf den Freiflächen geht sie auf Jagd nach Mücken oder Nachtfaltern. Auch der Specht hat im Totholz lebende Insekten zum Fressen gern und zimmert seine Höhlen in die Stämme. Diese Baumhöhlen bieten in den darauffolgenden Jahren noch vielen anderen Tieren einen willkommenen Nistplatz oder dienen als Wohn- und Winterquartier, zum Beispiel für den Sperlingskauz – die kleinste Eulenart in Mitteleuropa.

Warum sterben aktuell so viele Fichten?
Alle Wälder, die heute im Nationalpark Harz liegen, sind vom Menschen geprägt. Für den Harzer Bergbau und die Reparationshiebe der Nachkriegszeit wurden große Teile der ursprünglichen Waldflächen abgeholzt. Die Wiederaufforstung erfolgte oft mit schnell wachsenden Fichten, die ursprünglich nur oberhalb von rund 700 Höhenmetern wuchsen.

Stürme, Schnee- und Eisbruch, Luftverschmutzung oder lange Hitze- und Trockenperioden setzen den Fichten zu. Vorgeschädigte, gestresste Bäume sind leichte Beute für den Buchdrucker. Der kleine Käfer ist nach seinem Fraßbild benannt, das an ein aufgeschlagenes Buch erinnert. Er ist der häufigste Fichten-Borkenkäfer im Nationalpark Harz.

Am Duft kann der Käfer den Gesundheitszustand einer Fichte erkennen und frisst sich unter die Rinde geschwächter Bäume. Er und seine Larven kappen damit die Versorgungsleitungen des Baums und bringen ihn zum Absterben. Besonders gern mag der Buchdrucker Fichten, die mindestens 60 Jahre alt sind.

Schon seit rund 5000 Jahren entwickeln sich Borkenkäfer gemeinsam mit den natürlichen Fichtenwäldern im Harz und sind Teil des Ökosystems. Besonders in den menschengeprägten, oft strukturarmen ehemaligen Fichtenforsten können sie sich jedoch nach Vorschädigungen massenhaft vermehren und großflächig die alten Bäume befallen.

Sicherheit und Naturnähe
In großen Teilen des Nationalparks werden Borkenkäfer nicht bekämpft. Sie dürfen der Natur dabei helfen, aus ehemals bewirtschafteten Forsten wieder natürliche, wilde Wälder mit einer Vielfalt an Strukturen entstehen zu lassen. Nur an der Nationalparkgrenze werden Maßnahmen ergriffen, um angrenzende Wirtschaftswälder zu schützen.

Im Rahmen der Verkehrssicherung müssen entlang öffentlicher Verkehrswege, an besonderen touristischen Zielen sowie entlang der Schienen der Harzer Schmalspurbahnen tote oder absterbende Bäume konsequent gefällt werden. Ihr Holz wird dabei jedoch ebenfalls im Wald belassen.

Damit auch stehendes Totholz für Specht, Fledermaus und Co. zur Verfügung steht, werden manche Bäume in unterschiedlichen Höhen abgeschnitten. Besonders an der Brockenstraße kann man das gut sehen.

Der Anblick der verschieden hohen Baumstümpfe erscheint zwar zunächst seltsam – es ist jedoch ein guter Kompromiss zwischen Sicherheit und Naturnähe für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.

Wo lässt sich der Wandel zur Waldwildnis erleben?

Wie schnell die natürliche Waldentwicklung nach einem Borkenkäferbefall vonstattengeht, lässt sich in verschiedenen Stadien im Nationalpark Harz gut beobachten.

Entlang der B 4 zwischen Bad Harzburg und Braunlage, rund um Torfhaus, am Oderteich oder beim Aufstieg auf Achtermannshöhe und Brocken lassen sich aktuell sehr unterschiedliche Waldbilder vom monotonen Forst über gerade zusammenbrechende Waldbereiche bis hin zur beginnenden Waldwildnis entdecken.

Weiter fortgeschritten ist die Entwicklung beispielsweise am Quitschenberg, auf dem Bruchberg entlang des Clausthaler Flutgrabens bei Torfhaus oder am Meineberg bei Ilsenburg. Auf lichtliebende krautige Pflanzen folgten hier Birken und Ebereschen, bevor sich je nach Höhenlage Buchen oder wieder Fichten durchsetzen werden. In diesen Bereichen lässt sich schon klar erkennen, dass der vorübergehend scheinbar „tote“ Wald nur ein kurzer Zwischenschritt in der Entwicklung hin zur natürlichen Waldwildnis ist.

Wer mehr über die neue Waldwildnis erfahren möchte, kann außerdem unsere Themenpfade erkunden: Der WaldWandelWeg am Schubenstein zeigt auf 180 m bereits heute den „Urwald von morgen“ mit seiner dynamischen Waldentwicklung. Man erreicht ihn auf einem kurzen Spaziergang oder als Teil einer Rundtour mit Startpunkt am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.

Auf dem Borkenkäferpfad bei Ilsenburg erfahren Sie, wie ein Wald neu entsteht und wie sich aus einer vermeintlichen Katastrophe Chancen für die Natur ergeben. Der ca. 3 km lange, teilweise steile Pfad beginnt in der Nähe des Nationalparkhauses im Ilsetal.
http://www.nationalpark-harz.de

Die Nationalparkwälder rund um den Brocken auf dem Weg zur Waldwildnis Vortrag von Nationalparkleiter Andreas Pusch am 19. Juli 2018 in Schierke
Andreas Pusch, der Leiter der Nationalparkverwaltung Harz, hält am 19. Juli 2018 um 19 Uhr im Rathaus Schierke einen Vortrag zur Waldentwicklung im Nationalpark Harz. Wie funktioniert ein natürlicher Wald? Welches Leben gibt es im Totholz und warum sehen die Nationalparkwälder teilweise braun aus? Das emotional besetzte Thema des Absterbens alter Fichten infolge der Massenvermehrung des Borkenkäfers wird vom Nationalparkleiter aufgegriffen und mit zahlreichen Hintergrundinformationen erläutert.

„Es beseht kein Grund zur Sorge", so Nationalparkleiter Andreas Pusch: „Am Ende steht nicht ein toter Wald, sondern sprießendes Leben aus jungen Fichten, Ebereschen, Weiden und Birken - ein Wald, der stabiler, vielfältiger und artenreicher ist als zuvor."

Wollen Sie mehr wissen? Dann sind Sie herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.
https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2018/2018_07_11_Vortrag_Schierke/

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies besucht Nationalpark Harz - Natürliche Waldentwicklung positiv
Altenau-Torfhaus. Im Rahmen seiner diesjährigen Sommerreise hat Umweltminister Olaf Lies heute (Donnerstag) den Nationalpark Harz besucht. Gemeinsam mit Vertretern der Nationalparkverwaltung, des BUND und des NABU Niedersachsen sowie Landtagsabgeordneten und regionalen Akteuren besuchte Umweltminister Olaf Lies das Besucherzentrum TorfHaus sowie das Wildkatzenzentrum des NABU in Bad Harzburg. In Altenau-Torfhaus informierte sich Umweltminister Lies über die Entwicklung und die Fortschritte des 2017 beschlossenen Landesprogramms „NWE 10“, das auf zehn Prozent der Landeswaldflächen die natürliche Waldentwicklung vorsieht. Aktuell werden im Harz weitere 2.800 Hektar Nationalparkfläche sukzessive in die Naturdynamikzone entlassen. Entlang der Außengrenze des Nationalparks wird der 500 Meter breite Borkenkäfer-Sicherungsstreifen aufgelöst und die Borkenkäferbekämpfung von den angrenzenden Forstämtern der Landesforsten übernommen.

Umweltminister Olaf Lies: „Der Nationalpark Harz ist als Natura 2000-Gebiet von europaweiter Bedeutung für den Naturschutz. Die Moore und Bergfichtenwälder der Hochlagen tragen ganz wesentlich zu diesem hohen Naturschutzwert bei. In den letzten Jahren sind hier neue Waldbilder entstanden. Aus einem Wirtschaftswald wird ein Naturwald. Fichten-Monokulturen verschwinden, Laubbäume kommen. Stürme und der Borkenkäfer haben diesen von uns gewollten Umwandlungsprozess beschleunigt. Mit dem Projekt „Natürliche Waldentwicklung" leistet Niedersachsen einen wichtigen Beitrag zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt in Deutschland. Davon profitieren viele im Wald beheimatete Tier- und Pflanzenarten, ihre Lebensräume und die genetische Vielfalt und der Nationalpark macht einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung seines Schutzziels, auf mindestens 75 Prozent seiner Fläche die Natur sich selbst zu überlassen.“

Nationalparkleiter Andreas Pusch ergänzte bei seiner Führung: „Wir können mit der Entwicklung des Harzwaldes zufrieden sein. Dieser Wald ist so lebendig und dynamisch wie selten zuvor. Hier entsteht eine neue Wildnis, artenreich und vielseitig. Viele Pilze, Insekten, Vögel wie der seltene Sperlingskauz und Fledermäuse finden hier hervorragende Lebensbedingungen. Es handelt sich nicht um ein Waldsterben wie in den Achtziger Jahren, denn unter den abgestorbenen Bäumen wächst der junge Wald wieder heran. Bis 2022 wird die Borkenkäferbekämpfung schrittweise an die angrenzenden Forstämter abgegeben. Dabei unterstützen die Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung in der Anfangsphase die Forstämter bei den durchzuführenden Maßnahmen – hierzu wurden bereits zahlreiche Gespräche und Abstimmungen durchgeführt, um auch in Zukunft einem Übergreifen des Borkenkäferbefalls auf den Nationalpark angrenzende Wirtschaftswälder vorzubeugen.“ Aktuell wurde im Bereich zwischen Torfhaus und Stieglitzeck begonnen, diese Planung konkret umzusetzen. Die Borkenkäfer-Bekämpfung wird hier vom Forstamt Clausthal übernommen, während in den anderen Grenzbereichen die Nationalparkverwaltung wie bisher weiter tätig wird. Die weiteren abzugebenden Abschnitte werden jährlich mit den Forstämtern gemeinsam festgelegt.

Die Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, die BUND-Biologin Heike Albrecht-Fechtler, betonte: „Auch wir werden derzeit oft auf die toten Fichten angesprochen – und können die Sorgen zumeist schnell nehmen. Denn getreu dem Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“ darf sich die Natur in großen Teilen des Nationalparks frei entfalten, und wir haben die einmalige Gelegenheit, sie auf ihrem Weg vom ehemaligen Nutzwald zum wilden Naturwald zu beobachten“, so Albrecht-Fechtler. Die Aufgabe, Gäste für Natur und Umwelt zu sensibilisieren, sieht Heiner Baumgarten, Landesvorsitzender des BUND, als wesentlich an: „Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine von 12 BUND-Einrichtungen in Niedersachsen, in denen wir Besucher über Bildungsangebote, Vorträge, geführte Wanderungen und vieles mehr an die Natur heranführen“. Und zwar erfolgreich, wie die Zahlen belegen: Mit mittlerweile rund 1,1 Mio. Besuchern und mehr als 100.000 jährlichen Gästen gehört das Zentrum zu den besucherstärksten Einrichtungen im Oberharz und soll daher bald ausgebaut werden - die Landesregierung unterstützt die Arrondierung des Hauses finanziell aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“ mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und mit einer Kofinanzierung für Kommunen über die Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld aus dem Südniedersachsenprogramm. „Angesichts der erfolgreichen Arbeit des Zentrums und der zahlreichen Herausforderungen, die Wildnisentwicklung im Schutzgebiet den Besucherinnen und Besuchern nahezubringen, ist unsere Unterstützung eine gute Investition in die Zukunft des Harzes“, so Minister Lies.

Die vielfältigen und seltenen Naturräume sowie die speziellen Lebensbedingungen im Nationalpark Harz und der umgebenden Mittelgebirgs- und Harzvorland-Landschaft waren schon immer ein Rückzugsraum für die Wildkatze. „In anderen Regionen ist die Rückkehr des faszinierenden Raubsäugers, welcher stellvertretend für naturnahe Waldlebensräume steht, ein Paradebeispiel für die Problematiken der Zerschneidung der Landschaft durch Infrastrukturmaßnahmen. Aber sie zeigt auch, wie sich Naturschutzmaßnahmen positiv auf gefährdete Tierarten auswirken können“, berichtet Inez Schierenberg, Landesgeschäftsführerin des NABU Niedersachsen bei der Besichtigung des NABU-Wildkatzenzentrums in Bad Harzburg. Das NABU-Wildkatzenzentrum öffnete erst Ende des vergangenen Jahres seine Pforten. Über die Aussichtsplattform des Informationszentrums kann man vier scheue Tiere und weitere Bewohner wie Waschbären und Ziegen beobachten. Zusammen mit einem angrenzenden Wildkatzenlehrpfad von BUND und NABU sowie einer geplanten interaktiven Ausstellung des NABU soll das bestehende Angebot ausgebaut werden. Bereits kurz nach der Eröffnung am 28. Oktober stellte ein Herbststurm die Betreiber vor Herausforderungen: Orkantief „Herwart“ entwurzelte zahlreiche Bäume, die auch das Wildkatzengehege in Mitleidenschaft zogen. Die Wildkatzen blieben unversehrt, flohen nicht aus ihren zerstörten Gehegen und das Zentrum konnte innerhalb von sechs Wochen wieder instandgesetzt werden. Vorübergehend verbrachten die tierischen Bewohner die Zeit in umliegenden Tierparks. Im Januar erfolgte öffentlichkeitswirksam die Namensfindung der Wildkatzen. Erst eine der Katzen hatte bereits vorher einen Namen: Clarence – wegen ihres Augenfehlers benannt nach dem schielenden Löwen aus dem gleichnamigen Spielfilm – mittlerweile Mutter der ersten Jungtieren des Geheges. Während der ersten Woche nach Eröffnung des Geheges kamen fast 1.000 Besucher*innen, bis Mitte Juni 2018 haben insgesamt 13.870 Menschen das Wildkatzengehege besucht.
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Vortrag und Fledermaus-Exkursion im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Am Mittwoch, den 11. Juli findet der Vortrag „Fledermäuse – Jäger der Nacht“ um 19:30 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg statt. Referent Wolfgang Rackow ist Fledermaus-Regionalbetreuer und Fledermausexperte des NABU Osterode. Er befasst sich seit mehr als 30 Jahren mit den fliegenden Säugetieren, so Thomas Appel, Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg.

Im bildreichen Vortrag berichtet er über die Biologie der Fledermäuse und stellt speziell die im Harz vorkommenden Arten vor. Auch die Gefahren, denen die Fledermäuse ausgesetzt sind, sowie die dagegen wirksamen Schutzmaßnahmen sind Thema des Vortrages.

Gäste können ohne Anmeldung spontan zum ca. 90-minütigen Vortrag kommen. Der Eintritt ist frei, es besteht die Möglichkeit, eine Spende für das Haus zu geben.

Direkt im Anschluss findet nach einer kurzen Einführung ab 21:00 Uhr eine ca. zweistündige Fledermausexkursion statt. Dazu wird eine Anmeldung erbeten unter Tel. 05582 923074. Die Teilnahmegebühr beträgt 4,- € für Kinder, 6,- € für Erwachsene und 14,- € für Familien. Es wird empfohlen, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Ort: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
https://www.nabu.de

Commerzbank-Umweltpraktikanten 2018 rund um Braunlage, Torfhaus und den Brocken aktiv in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
Braunlage - Torfhaus - Wernigerode. Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen wollen und mal etwas Neues ausprobieren möchten.

Im Nationalpark Harz sind es 2018 wieder vier Studenten in vier Einsatzstellen: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Natur-Erlebniszentrum HohneHof, Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Die Arbeit der Praktikanten ist dabei im Nationalpark Harz sehr vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Borkenkäfer und die Beantwortung der Frage „Stirbt der Wald?“ über Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…

Im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist Roberto Torres aktiv; er stammt aus Mexiko und studiert Biologie an der Universität Göttingen. Elisabeth Koc unterstützt die Umweltbildungsarbeit im Natur-Erlebniszentrum HohneHof – sie befindet sich im Masterstudium Biologie an der TU München. Im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ist Dirk Netter beschäftigt – sein Studienfach ist Soziologie und Sozialforschung. Daria Ernst hat sich für ein Praktikum im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg entschieden – sie studiert Geographie an der Universität Bonn.

Wir haben zwei der vier Praktikanten interviewt. Elisabeth Koc berichtet: „Gerade die Arbeit mit Kindern finde ich unheimlich erfüllend. Ich hatte eine Führung mit einer 2. Klasse, in der ein Junge war, der sonst als „Rabauke“ bekannt war. Dieser Junge wich mir nicht von der Seite und war sehr wissbegierig. Nachdem ich mich mit ihm länger unterhalten hatte, stellte sich heraus, dass er noch nie im Wald war. Zum Abschied drückte er mich und bedankte sich für den schönen Tag.“

Roberto Torres spricht – auch aufgrund seines Studiums an der Universität Göttingen – so gut Deutsch, dass ihm die Umweltbildungsarbeit gut von den Lippen geht. Natur kennt keine Grenzen – so ist es auch bei der ökologischen Bildung. Sein Zwischenfazit lautet: „Als Praktikant im Besucherzentrum TorfHaus kann man viele Erfahrungen sammeln, da es eine intensive und ständige Teilnahme an der Umweltbildung von Schulgruppen gibt. Dies gibt mir die Möglichkeit, etwas über das Unterrichten von Kindern zu lernen und, was noch wichtiger ist, ein Teil der Umweltförderung einer neuen Generation von Menschen zu sein, die die Umwelt wirklich schützen wollen. Es gehört zu meiner Arbeit, Besucher im Park zu empfangen, tägliche Fragen über die schönsten und aufregendsten Routen des Schutzgebiets zu beantworten und die Sorge so vieler Menschen um den "bösen" Borkenkäfer zu zerstreuen und zu erklären, dass unsere Wälder nicht sterben, sondern sich selbst und ganz neu entwickeln.“

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt – vom Watzmann über den Harz bis zum Wattenmeer. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Mehr als 1.500 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden. Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

Weitere Informationen gibt es in www.umweltpraktikum.com
http://www.umweltpraktikum.com/

Zwei neue Überwege am Teufelsstieg bei Elend
Der Talsperrenbetrieb und die Stadt Oberharz am Brocken haben gemeinsam zwei Fußgängerbrücken über die Kalte Bode im Elendstal saniert und für Wanderer freigegeben. Bereits Johann Wolfgang Goethe nutzte diese Pfade zum Teufelsstieg. Nun kann man wieder das idyllische Elendstal mit der Kalten Bode und den Nebenarmen sicher und trockenen Fußes bewandern. Der Teufelsstieg bei Schierke, Elend und Königshütte wird von zahlreichen Gäste bewandert, auch ist er zum Teil in Elends Rundwanderweg eingebunden. Zahlreiche weitere Brücken wurde in der letzten Zeit saniert, so die Brücke zur Königsburg in Königshütte, die Brücke über die Wormke bei Mandelholz sowie auch die Fußgängerbrücke in Tanne.

Buchneuerscheinung „Harzer Persönlichkeiten – Lebensbilder“, Band 2
Gernrode. Mit seinem zweiten Band „Harzer Persönlichkeiten – Lebensbilder“ knüpft Autor Bernd Sternal an den erfolgreichen ersten Band an. Erneut stellt er Menschen vor, die in der Harzregion ihren Geburtsort oder diese zu ihrer Heimat erkoren haben und Außergewöhnliches leisteten oder in die Geschichtsbücher eingingen. Einige der Persönlichkeiten werden dem Namen nach bekannt sein, von andern werden viele Leser wohl erstmals mit Harzbezug hören: Earl Christian Agthe, Luise Aston, Eulalia Therese Merx, Ernst und Hans Röver, Dietrich Wilde, Julius Barheine, Johann Christian Ruberg, Friedrich Schell, Caroline Bardua, Benno von Meißen, Polykarp Kusch, Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil, Theodor Heinrich Wilhelm von Lerche, Papst Clemens II., Martin Bormann, Gustav Adolf Dippe, Friedrich Heine, Henning Calvör, Christian von Braunschweig, Justus Jonas der Ältere, August Ephraim Kramer und Johann Karl Ehrenfried Kegel.

Die Buchreihe, die auf Bernd Sternals Radiosendung „Harzliches“ bei Radio Harz-Börde-Welle zurückzuführen ist, wird Anfang 2019 mit einem dritten Band fortgesetzt.

Das Buch im strukturierten Paperback-Einband hat 172 Seiten und ist mit 16 farbigen sowie 66 Schwarz-Weiß-Abbildungen ausgestattet. Gestaltet und herausgegeben hat den Band der Verlag Sternal Media in Gernrode, Verlag und Hersteller ist die Books on Demand GmbH, Norderstedt. Der Titel ist unter ISBN 978-3-7528-7791-5 überall im Buch- und Onlinehandel zu erwerben oder zu bestellen, zudem unter www.buch.sternal-media.de, und kostet 17,99 Euro. Demnächst ist auch ein E-Book für 6,99 Euro verfügbar.
http://www.sternal-media.de/

„Keiner kommt durch“ - Ehemaliger DDR-Grenzer stellt im Juli in Schierke sein Buch vor und führt zum Brocken
„Keiner kommt durch – Die Geschichte der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer“ erschien bereits in der 4. Auflage beim Aufbau-Verlag Berlin. In dem spannend zu lesenden Buch berichtet der Autor Dietmar Schultke u.a. über seinen Einsatz als Hundeführer in den Jahren 1987/88 am Brocken im heutigen Nationalpark Harz.

Mit einem Lichtbildervortrag stellt er im alten Rathaus Schierke am 25. Juli 2018 von 17 -18 Uhr sein Buch vor. Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!

Am 15. Juli, 17. Juli, 19. Juli, 21. Juli, 22. Juli, 24. Juli, 26. Juli, 28. Juli und 29. Juli 2018 führt Dietmar Schultke öffentliche Wanderungen zum Brocken durch, auf denen er seine Erlebnisse authentisch berichten wird. Start ist in Schierke an der Tourist-Information um 9.30 Uhr. Es wird ein Unkostenbeitrag von 5,- Euro erhoben, Kinder bis 12 Jahre 3,- Euro.

Erlebnisse eines DDR-Grenzsoldaten auf dem Brocken

Dietmar Schultke ist Autor und DDR-Zeitzeuge zur Geschichte der Deutschen Teilung mit Schwerpunkt Harz. Als 19-jähriger erhielt Schultke den Einberufungsbefehl an den Eisernen Vorhang, doch sein sehnlichster Wunsch war die Überwindung der einst sichersten Grenze der Welt. Bereits seit seinem zehnten Lebensjahr unterhielt Schultke eine Brieffreundschaft mit der in New York lebenden Elisabeth Rosner. Sie lud ihn in den Sommerferien in die USA ein, doch laut DDR-Reisegesetz war das verboten. Erst mit Erlangung des Rentenalters hätte Schultke reisen dürfen.

Auf seinen Wanderungen erzählt Schultke von seinen Erlebnissen als Grundwehrdienst-Soldat am Brocken. Er berichtet auch vom engen Kontakt zu seiner Grenzerhündin Nena vom Brockenblick und dem harten Alltag innerhalb des Grenzregimes – jeder zehnte Grenzer war ein IM. Ganz nach oben auf die Brockenkuppe durfte er nicht, davor stand die Brockenmauer, hinter der Mauer waren die Rote Armee und die Stasi.

Niemandem konnte Schultke von seiner Freundin in New York erzählen. Sollte er in seiner Grenzerzeit eine Fluchtchance erhalten? Antwort darauf geben seine Veranstaltungen, die spannend zu werden versprechen.

Weitere Informationen zum Autor:
http://dietmar-schultke.com

Wie viele Luchse gibt es im Harz? Auswertung von Fotofallenbildern aus dem nordöstlichen Teil des Mittelgebirges liegt vor
Wernigerode. Im Winter 2014/2015 fand erstmals im Harz eine systematische Fotofallen-Untersuchung statt, um der Zahl der Luchse in diesem Mittelgebirge auf die Spur zu kommen. Nach vergleichbaren Studien im westlichen und mittleren Teil des Gebirges nahm die Nationalparkverwaltung nun auch den Nordosten des Harzes zwischen Wernigerode und Mansfeld unter die Lupe. Auf einer Fläche von 780 Quadratkilometern standen zwischen August und Dezember 2017 an 60 Standorten 120 Kameras und nahmen automatisch insgesamt 8.131 Fotos vorbeilaufender Tiere auf. Dabei entstanden auch 455 Bilder von Luchsen, deren Auswertung nun abgeschlossen werden konnte.

Anhand der typischen Fleckenzeichnung war es möglich, die Tiere voneinander zu unterscheiden. Demnach passierten 23 ausgewachsene (selbständige) Luchsindividuen die Kamerastandorte, darunter auch sechs Luchsweibchen mit zusammen 13 Jungtieren.

Demnach leben im untersuchten Gebiet des Harzes pro 100 Quadratkilometer Fläche 2,9 selbständige Luchse. Zählt man auch den Nachwuchs mit, sind es auf derselben Fläche sogar 4,6 Tiere. Dabei handelt es sich um den höchsten Dichtewert, der in den drei Harzer Untersuchungsgebieten bislang ermittelt werden konnte.

Die Nationalparkverwaltung Harz schätzt anhand der nun vorliegenden Daten, dass etwa 55 selbständige und 35 Jungluchse, insgesamt also 90 Luchse, in dem 2.200 Quadratkilometer großen Mittelgebirge leben.

Mit 756 Aufnahmen ist übrigens auch die Zahl der im Nordostharz entstandenen Wildkatzenfotos deutlich höher als bei den vorherigen Untersuchungen.
http://www.nationalpark-harz.de

Zwangsarbeit im Harzer Wald, auch im heutigen Nationalpark Harz – Buchvorstellung im Haus der Natur Bad Harzburg am 15. Juni 2018
„Dass die deutsche Kriegsforstwirtschaft wie selbstverständlich von der Verschleppung und Ausbeutung ungezählter Menschen profitierte, ist bedrückend“, betont der Forsthistoriker Dr. Peter-Michael Steinsiek. Am kommenden Freitag, 15. Juni 2018, stellt der Autor auf Einladung des Vereins Spurensuche Harzregion im Haus der Natur um 18.30 Uhr sein Buch über forstliche Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs vor. Der Eintritt ist frei – zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen.

Am Beispiel von Harz und Solling dokumentiert die Untersuchung, in welchem Ausmaß und unter welchen Umständen zwischen 1939 und 1945 Zwangsarbeit in den staatlichen Forsten auf dem Gebiet des heutigen Landes Niedersachsen stattgefunden hat. Nahezu in allen der untersuchten 40 Forstämter gab es Lager, in denen Kriegsgefangene und zivile ausländische Zwangsarbeiter, in einigen Fällen auch Zwangsarbeiterinnen untergebracht waren. Der Bedarf stieg mit zunehmender Kriegsdauer permanent an, weil der einheimische Waldarbeiterstamm kriegsbedingt schrumpfte und zugleich die Nachfrage nach Holz stetig wuchs. So ging es in der alltäglichen Arbeit um eine „Leistungssteigerung“ mit allen verfügbaren Kräften, erklärte Steinsiek. Über die Gefangenen sei verfügt worden, als handele es sich um „Sachen“. Formale Gesetze und Verordnungen hätten diesen ein ordentliches Verfahren oder gar Rechtsstaatlichkeit vorgegaukelt.

Die Zwangsarbeit im Wald war ein bislang vernachlässigter Aspekt in der Aufarbeitung der Schrecken des Nationalsozialismus. Die Studie kann nachfolgenden Generationen als Gedächtnis dienen. Zeitzeugen werden immer rarer, daher ist es umso wertvoller, dass das Buch ihre Aussagen für die Nachwelt sichert. Mit der Studie wollen die Landesforsten, so ihr Präsident Dr. Merker, die forstliche Zwangsarbeit erstmalig in einen größeren räumlichen Zusammenhang stellen. Dazu habe Dr. Steinsiek zahlreiche neue Quellen ausgewertet und Zeitzeugen zu den unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter befragt. „Die Landesforsten kommen mit der Studie ihrer Verantwortung als heutiger Flächeneigentümer nach. Der akribischen Recherche Dr. Steinsieks ist es zu verdanken, dass wir dieses schreckliche Kapitel nun so aufarbeiten konnten. Die Studie soll Mahnung für die Zukunft sein, dergleichen nie wieder geschehen zu lassen, und sie soll den von Verschleppung, Entrechtung und Demütigung Betroffenen ein Andenken bewahren“, erläuterte Dr. Merker.

Dr. forest. Peter-Michael Steinsiek ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Universität Göttingen. Er forscht seit vielen Jahren zu verschiedenen forstgeschichtlichen Themen. Sein Spezialgebiet ist die Forstgeschichte in den Jahren 1933 bis 1950.

Navi-Anschrift: Haus der Natur im Kurpark Bad Harzburg, Vortragsraum, Nordhäuser Straße 2e.

Eintritt frei. Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!
http://www.spurensuche-harzregion.de/

Haus der Natur wird zum HarzWaldHaus - Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies übergab Fördermittelbescheid zum Umbau des Hauses in Bad Harzburg
Bad Harzburg. Im Rahmen der Förderrichtlinie „Landschaftswerte“ hat Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies heute (Mittwoch) einen Förderbescheid für das neue HarzWaldHaus in Höhe von 623.000 Euro übergeben. Unter neuem Namen soll im bisherigen Haus der Natur im Kurpark von Bad Harzburg die seit 2002 bestehende Ausstellung erneuert werden. Neben der Neugestaltung der Ausstellung erwartet die künftigen Besucher ein attraktiver Außenbereich mit zeitgemäßer Besucherlenkung. Das neu konzipierte HarzWaldHaus soll der zentrale Anlaufpunkt inmitten einer vielfältigen Umweltbildungslandschaft werden. Zusammen mit weiteren attraktiven Einrichtungen wie dem Luchsgehege, dem Baumwipfelpfad oder dem Wildkatzenpfad erweitert sich der Kreis von abwechslungsreichen Angeboten rund um die Stadt Bad Harzburg.

Der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies übergab den Förderbescheid persönlich. Vor Ort betonte er: „Es gibt einen Bildungsauftrag für unsere Großschutzgebiete. Wir müssen die Idee des Nationalparks Harz den Menschen vermitteln. Informationshäuser wie das HarzWaldHaus bieten dazu eine gute Gelegenheit.“ Insgesamt fördert das Umweltministerium im Rahmen der Richtlinie „Landschaftswerte“ in diesem Jahr landesweit 41 Projekte mit mehr als 11 Millionen Euro.

Die Kooperationspartner Nationalpark Harz und Niedersächsische Landesforsten stellen in diesem Haus ihre Strategie des gemeinsamen nachhaltigen Handelns im Harz vor. Dabei ist den beiden Partnern wichtig, anschaulich über die vielfältigen Funktionen von Naturschutz, die nachhaltige Nutzung des regional bedeutenden Rohstoffs Holz und die touristische Bedeutung des Harzes als Tourismusregion zu informieren.

Das Projekt „Feinkonzept und Umsetzung einer Ausstellung im HarzWaldHaus“ steht nunmehr kurz vor der Umsetzung.

Die von der Nationalparkverwaltung Harz beantragte Zuwendung von 623.000 € kommt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen aus der Förderrichtlinie „Landschaftswerte“, die der Aufwertung des niedersächsischen Natur- und Kulturerbes und der Sicherung der Biologischen Vielfalt dient. Das Vorhaben soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein.

Insbesondere werden Kinder und Jugendliche durch die Ausstellungsgestaltung und die Gesamtangebotspalette am HarzWaldHaus angesprochen: Junior-Ranger, Schulklassen des Regionalen Umweltbildungszentrums und des örtlichen Waldpädagogikzentrums. Die Ausstellung soll soweit als möglich barrierefrei gestaltet werden. Da sehr viele Schulklassen das Haus besuchen, sind Inklusion und Integration von großer Bedeutung.

Im Rahmen der Ausstellungs-Idee soll unter anderem ein elektronischer "Media-Guide" eingebunden werden, der speziell für die Anforderungen der Barrierefreiheit entwickelt wurde. So ist die interaktive Darstellung der Spielinhalte z.B. in verschiedenen Sprachen, für Menschen mit Sehschwächen und in leichter Sprache möglich, ohne die in den Ausstellungsräumen dargebotenen Inhalte mit einem Übermaß an individuell optimierten Texten zu belasten.

Neben der Ausstellung wird auch der Außenbereich mit Hausfassade und Besucherlenkung im Umfeld im Hinblick auf eine bessere Wahrnehmung der Einrichtung optimiert.

Hintergrund
Das heutige „Haus der Natur“ in Bad Harzburg kann bereits auf eine lange Geschichte als naturkundlicher Ausstellungsort zurück blicken. Seit den späten 1950er Jahren waren dort Teile einer umfangreichen und bundesweit einmaligen Privatsammlung von Tierpräparaten zu besichtigen. In den 1970er Jahren wurde dann an gleicher Stelle die Ausstellung „Wald und Wild im Naturpark Harz“ eingerichtet – verantwortlich zeichneten die Kurbetriebsgesellschaft Bad Harzburg als Eigentümer und die Niedersächsische Landesforstverwaltung für die Inhalte. Bereits kurz nach seiner Gründung 1994 beteiligte sich der Nationalpark Harz an der Erneuerung der Ausstellung und richtete hier 1995 eine Informationsstelle ein. Seit der Neukonzeptionierung der Ausstellung und deren Eröffnung 2002 wurde das Haus von einer Trägergemeinschaft aus Nationalpark Harz, Niedersächsischen Landesforsten und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Niedersachsen, betrieben. Seit dem 15.7.2015 besteht die Trägergemeinschaft nur noch aus Niedersächsischen Landesforsten und Nationalpark Harz. Beide Einrichtungen wollen das Haus auch in Zukunft gemeinsam führen und haben zu diesem Zweck eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Die Immobilie gehört der Stadt Bad Harzburg. Da auch die vorhandene Ausstellung inzwischen zu großen Teilen wieder „in die Jahre gekommen ist“ und es darüber hinaus im direkten Umfeld des Hauses in jüngster Zeit erhebliche Umgestaltungen und Angebotserweiterungen gegeben hat, ist eine Neuausrichtung und Aktualisierung dringend erforderlich.

Der Standort ist für ein Ausstellungshaus mit Umweltbildungs- und Naturerlebnisangeboten rund um das Thema Harznatur optimal. In unmittelbarer Nähe zum Wald gelegen, befindet sich das Haus in Bad Harzburg, einem der nördlichen Tore in den Harz, direkt an der B 4 und trotzdem im ruhigen und grünen Harzburger Kurparkbereich. Im gleichen Gebäude sind eine Rangerstation der Nationalparkwacht und das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) des Nationalparks untergebracht. Direkt angrenzend befinden sich die Burgberg-Seilbahnstation, gute Parkmöglichkeiten und direkte Anbindungen an öffentliche Verkehrsmittel. Weitere Attraktionen mit Naturbezug sind der im Mai 2015 neu eröffnete Baumwipfelpfad, der ebenfalls neu eröffnete Baumwurzelpfad, das Luchsgehege an den Rabenklippen sowie der Wildkatzenerlebnispfad. Des Weiteren gibt es einen Märchenwald und einen Hochseilgarten. Im Eingangsbereich befindet sich ein Kinderspielplatz – Bänke und Tische laden zum Verweilen ein. Das Haus ist Startpunkt für geführte Wanderungen und zahlreiche Umweltbildungsaktionen. Auch die Fußgängerzone mit vielen touristisch und gastronomisch interessanten Anlaufpunkten ist in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen, genau wie die Wälder des Nationalparks und der Landesforsten.

Die Besucherzahlen lagen in den letzten Jahren konstant bei ca. 21.000 pro Jahr. 2016 war eine deutliche Steigerung der Besuchszahlen zu verzeichnen (26.970), was sicherlich auf das erhöhte Besucheraufkommen am Baumwipfelpfad zurückzuführen ist.

Die Umbenennung in HarzWaldHaus war u.a. das Ergebnis einer von den Niedersächsischen Landesforsten finanzierten Studie und des in den vergangenen zwei Jahren erarbeiteten neuen Grobkonzepts für das Haus.
http://www.nationalpark-harz.de

Einfälle statt Abfälle - FÖJlerinnen organisieren Upcycling-Workshop mit den Junior-Rangern
Wernigerode - Drei Annen-Hohne. Nicht nur im Rahmen der aktuellen Nachhaltigkeitsdiskussion ist Upcycling gerade voll im Trend. Dabei werden Abfallprodukte oder scheinbar nutzlose Stoffe mit ein wenig Fantasie zu neuwertigen Produkten umfunktioniert. So widmeten sich die Junior-Ranger des Nationalparks Harz in einem Wochenendworkshop dem Thema Müll, seinen Gefahren und Folgen für die Umwelt und den Möglichkeiten, aktiv etwas dagegen zu tun. Geleitet wurde der Workshop von Pia und Lisanne. Beide absolvieren gerade ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalpark Harz. Die Ergebnisse stellte die Gruppe im Rahmen des Geocaching-Müllsammelevents zu Walpurgis und beim Naturschutztag des Harzklubs im Mai einer breiten Öffentlichkeit vor.

Pia und Lisanne absolvieren zurzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalpark Harz. Pia ist dabei im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg im Einsatz, Lisanne unterstützt das Bildungszentrum im selben Haus. Die beiden organisierten den Workshop für die Junior-Ranger zum Thema „Müll und Upcycling“. Ein ganzes Wochenende lang ging es mit acht Junior-Rangern und drei weiteren Freiwilligen ins Nationalpark-Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle.

Der Workshop startete am Samstagmorgen. Nach einer kurzen Hausführung und dem Beziehen der Zimmer sammelte die Gruppe zunächst Ideen, Gedanken und Anregungen rund um die Problematik Plastikmüll. Nach einem kalten „Mittagsmampf“ und verdienter Mittagspause ging es weiter mit einer Leserecherche zu Folgen und Gefahren von Plastikmüll im allgemeinen und den Müll in unseren Meeren im speziellen. Daraus entstanden im Anschluss spannende Infoplakate.

Am späteren Nachmittag widmete sich die Gruppe dann dem Hauptthema des Wochenendes, dem Upcycling - eine Form der Wiederverwertung. Es funktioniert ähnlich wie das Recyceln, jedoch kommt es hierbei zu einer stofflichen Aufwertung, das heißt, die Dinge werden cooler, schicker und moderner gemacht. Einfach gesagt: aus altem Schrott baut man etwas Neues. Und genau das haben die Kids auch geschafft! Mit zuvor gesammelten Materialien legten sie los. Aus alten Tastaturen, Büchern, Gabeln oder Milchkartons wurden Zeitungständer, Handtaschen, Schlüsselboards, Portemonnaies und vieles mehr. Nach einem anstrengenden Tag klang der Abend gemütlich am Lagerfeuer mit Stockbrot aus.

Am Sonntagmorgen hatten die vier Jungs und vier Mädels noch einmal Zeit, sich ihren Plakaten zu widmen und diese fertig zu stellen. Nach einer kleinen Pause ging es mit den Upcycling-Projekten weiter. Nach Mittagessen, Abschlussrunde und einer großen Aufräum- und Putzaktion ging das Wochenende mit ein paar Spielen zu Ende.
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Rot- und Schwarzmilan im Fokus
Aktuell ist im Foyer der Nationalparkverwaltung in Wernigerode eine kleine Wanderausstellung zu Gast. Auf informativen Aufstellern stellt das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz die Greifvögel Rot- und Schwarzmilan und ihre Lebensräume vor. Interessierte Gäste können die Ausstellung noch rund zwei Wochen montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr in der Lindenallee 35 in Wernigerode besuchen.
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Radfernfahrt „Deutsche Alleenstraße“ von Rügen bis zum Bodensee auch durch Sachsen-Anhalt! Eine Aktion für den bundesweiten Alleenschutz Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Radsportler fahren für den Alleenschutz über 1.900 km von Rügen bis zum Bodensee entlang der Deutschen Alleenstraße
Am 4. Juni 2018, um 16:30 Uhr, erreichen die Radsportler der Radfernfahrt das Etappenziel Halberstadt. Oberbürgermeister Andreas Henke, Radsportlegende „Täve“ Schur, Susan Sziborra-Seidlitz, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Daniel Szarata, Mitglied des Bundestages (CDU) empfangen die Sportler und Sportlerinnen sowie den BUND am Rathaus, Holzmarkt 1.
Um 17:00 Uhr findet im Lindenweg eine symbolische Baumpflanzung statt. Ab 18:00 Uhr lädt der BUND alle Interessierten zu einem Vortragsabend „Kostbare Ränder – Alleen, Ihre Geschichte, ihre Bedeutung, ihre Gefährdung und ihr Platz in der heutigen Zeit“ mit einem Kurzfilm über das Leben in den Bäumen und anschließender Diskussion in den Ratssitzungssaal des Rathauses am Holzmarkt 1 ein. „Wir freuen uns sehr, dazu auch bundesweit bekannte Experten begrüßen zu können wie Prof. Dr. Dirk Dujesiefken vom Institut für Baumpflege Hamburg, Dr. Axel Schneidewind, Versuchsleiter im Kompetenzzentrum Garten- und Landschaftsbau Quedlinburg und Thomas Amtage, Inhaber des Landschaftsarchitektur und Sachverständigenbüros mit Sitz in Sachsen-Anhalt“, sagt Katharina Dujesiefken, Leiterin des Alleenprojektes BUND Mecklenburg-Vorpommern.

In 15 Städte der insgesamt 9 Bundesländern, durch die die Radfernfahrt verläuft, werden beim Zieleinlauf Bäume gepflanzt und mit Prominenten aus Politik, Bürgermeistern, Mitarbeitern der Straßen- und Umweltbehörden und Alleenfreunden über den Erhalt der Alleen diskutiert. Mit Vorträgen und Filmvorführungen werben die Akteure für den Schutz der Alleen entlang der Strecke.
Die „Deutsche Alleenstraße“ ist mit insgesamt 2.900 km nicht nur ein aktiver Beitrag zum Alleenschutz, sondern auch eine Ferienstraße durch die schönsten Regionen Deutschlands. „Sie ist ganz besonders geeignet, auf den unschätzbaren Wert der Alleen als Natur- und Kulturerbe und auch als touristische Attraktion hinzuweisen und für den Schutz und die Neuanpflanzungen von Alleen bei Behörden und Politik zu werben“, sagt Katharina Dujesiefken.

Zum Schutz dieses einzigartigen Kulturgutes gründeten sich im Jahre 1992 die „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße“, initiiert durch den ADAC, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. (SDW) und viele weitere Verbände. Im Jahre 1993 wurde das erste Teilstück von Sellin bis nach Rheinsberg in Brandenburg eingeweiht. Das 25-jährige Jubiläum haben der Radsportverein „Tour d' Allée“ und der BUND Mecklenburg-Vorpommern nun zum Anlass genommen, die „Deutsche Alleenstraße“ mit einer besonderen sportlichen Aktion, einer Radfernfahrt entlang dieser längsten Kulturstraße Deutschlands, hervorzuheben. In Etappen geht es von Sellin auf Rügen bis zum Bodensee nach Reichenau. „Ein richtig großes Projekt“, sagt Herbert Trilk, Vorsitzender des Radsportvereins. „Aber unser Name ist uns Verpflichtung. Wir möchten allen die Schönheit der grünen Tunnel zeigen und daran erinnern, dass es unsere Aufgabe ist, diese Alleen zu erhalten. Zu viel wurde auch auf unserer schönen Insel schon gefällt, die Lücken werden immer größer!“, so Herbert Trilk.

Die erste Teilstrecke von Sellin bis Eisenach wird von 15 Radsportlern des RSV „Tour d‘ Allèe Rügen“ e.V. absolviert. Am 8. Juni wird in Eisenach der Staffelstab „Deutsche Alleenstraße“ an andere Radsportfreunde, zum Beispiel vom Radfahrer-Verein „Weingarten“ aus Baden-Württemberg und aus der Pfalz feierlich übergeben, die die Fahrt zum Bodensee fortsetzen werden.
Die Tour führt durch die Bundesländer: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.
Während der Tour wird ein Streckentagebuch (www.BUND M-V) erstellt und es wird mit aktuellem Bild- und Filmmaterial von der Tour berichtet. Etappen(-zwischen)ziele werden für Pressetermine und Informationsveranstaltungen mit Journalisten, Politikern, Mitarbeitern von Behörden, mit engagierten Alleenschützern, Vereinen und interessierten Anwohnern genutzt.

Rückfragen über BUND Mecklenburg-Vorpommern, Landesgeschäftsstelle Schwerin Tel.: 0385 52311914, oder 0172384854
http://www.bund-mv.de

Schwermetalle in und an der Innerste – alte und neue Umweltlasten mit unsichtbaren Gefahren
Baddeckenstedt. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz überregional Schlagzeilen – auch im Landkreis Wolfenbüttel. Nach über 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr, aber zahlreiche aktive Hüttenbetriebe zeugen bis heute von dieser Zeit.

Für die Umwelt haben Bergbau und Hüttenwesen gravierende Folgen: Die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet. Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie bis heute über Innerste und Oker durch ganz Niedersachsen.

Bei Überschwemmungen der Flussauen werden belastete Sedimente auf Weiden und Äckern abgelagert. Der Klimawandel lässt noch häufigere Starkregenereignisse und damit auch Überflutungen erwarten. Und ständig kommen neue Belastungen durch die Emissionen der heutigen Industriebetriebe hinzu.

Wie haben sich diese Belastungen historisch entwickelt? Wo genau finden sie sich? Wer ist betroffen und was wird dagegen gemacht? Was kann man zu Gesundheitsgefahren sagen? Wie wirken sich die Belastungen auf die Landwirtschaft aus?

Auf diese Fragen geht der Harzer BUND-Geologe und Referent Dr. Friedhart Knolle ein am

6. Juni 2018 um 19.30 Uhr im Saal des Gasthauses Woltmann, Insel 1 in Baddeckenstedt.

Eintritt frei. Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen!
http://www.bund-westharz.de/

Der Oderteich – eine historische Talsperre Erlebnisführung zum UNESCO-Welterbetag am 3. Juni 2018
Auf einer Erlebniswanderung mit einem Nationalpark-Ranger und einem Welterbe-Guide können Interessierte am 3. Juni 2018 die Natur und Geschichte rund um die einstmals größte Talsperre Deutschlands kennenlernen. Mitten im Nationalpark Harz gelegen, ist der Oderteich heute Teil des UNESCO-Weltkulturerbes "Oberharzer Wasserwirtschaft“. An seinen Ufern wachsen einige der ältesten Fichten des Naturschutzgebiets. Auch den fleischfressenden Sonnentau oder die quirlige Gebirgsstelze kann man hier mit etwas Glück entdecken.

Die 3 - 4 stündige Wanderung startet um 10 Uhr am Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 05320 269. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die rund 10 km lange Tour hat kaum nennenswerte Steigungen, verläuft aber teilweise auf schmalen Bohlenstegen und Wurzelpfaden, so dass an einigen Stellen eine gewisse Trittsicherheit erforderlich ist. Für Kinderwagen und kleine Kinder ist die Tour deshalb nicht geeignet.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Nationalpark Harz und der Stiftung Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft. Information zum Welterbetag unter www.welterbeimharz.de.
http://www.welterbeimharz.de

Bergwiesen-Exkursion am 9.6.2018 ab 10 Uhr in Sankt Andreasberg
Sankt Andreasberg. Am Vortag des Sankt Andreasberger Wiesenblütenfestes nimmt Sie Dr. Hans-Ulrich Kison mit auf eine Exkursion über die Bergwiesen des Ortes. Dabei lernen die Teilnehmer u.a. die typischen Pflanzen dieses besonderen Lebensraumes kennen. Wir starten um 10 Uhr am Nationalparkhaus Sankt Andreasberg.

Im Anschluss bietet sich ein Besuch unserer interaktiven Ausstellung und im Erlebniskino an. Starten Sie mit Ihren Kindern in die Haus-Ralley und ergründen Sie im neuen „FledermausReich“ die Geheimnisse der kleinen Jäger der Nacht. Im Café können Sie bei einer kleinen Erfrischung in zahlreichen Natur-Büchern schmökern.

Die Veranstaltung dauert rund 2 - 3 Stunden. Der Eintritt ist frei. Über Ihre Spende zur Unterstützung des Nationalparkhauses freuen wir uns jedoch sehr.
http://www.nationalpark-harz.de

Tag „de Luchs“ - Luchs-Vortrag am 30.5.2018, 10 bis 11:30 Uhr
Lust auf Luchse? Widmen Sie sich an diesen Tag doch einmal ganz intensiv den größten europäischen Katzen. Einen umfassenden Einstieg in das Thema bekommen Sie bei unserem Luchs-Vortrag. Unser Nationalpark-Ranger berichtet dabei ausführlich über aktuelle Forschungsergebnisse und das Leben der Harzer Luchse.

Der Vortrag beginnt um 10 Uhr im Seminarraum am Haus der Natur in Bad Harzburg und dauert rund 1,5 Stunden. Bitte melden Sie sich vorher unter Tel. 05322 784337 an. Die Teilnehmerzahl ist auf max. 20 Gäste begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Über eine Spende für die Bildungsarbeit des Nationalparks freuen wir uns.

Kombination mit weiteren Nationalparkangeboten

Für einen kompletten Tag „de Luchs“ empfehlen wir im Anschluss einen Besuch im Haus der Natur (Eintritt nicht inklusive). In der interaktiven Walderlebnisausstellung auf 400 Quadratmetern gibt es spannende und unterhaltsame Informationen rund um die Tier- und Pflanzenwelt des Harzes und die Luchs-Information Harz. Besonders für Kinder gibt es viele Stationen zum Entdecken, Ausprobieren und Mitmachen. Attraktion des Hauses ist Deutschlands größtes Formicarium.

Anschließend lohnt sich die Wanderung zum Luchsgehege an der Rabenklippe. Dort können Sie die Harzer Luchse live erleben. Mittwochs und samstags ist immer um 14:30 Uhr Fütterungszeit, so dass Sie unseren Luchsen bei ihrer Mahlzeit zuschauen können. Dazu erfahren Sie hier weiteres Wissenswertes über die sonst so scheuen Katzen und das erfolgreiche Wiederansiedelungsprojekt im Nationalpark Harz. Für die Luchsfütterung ist eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Luchsgehege ist auch außerhalb der Fütterungen jederzeit frei zugänglich.

Sie erreichen das Luchsgehege von Bad Harzburg aus über ausgewiesene Wanderwege. Die Strecke beträgt rund 4 Kilometer, planen Sie deshalb bitte genügend Zeit für die Wanderung ein. Etwa 200 Höhenmeter sparen Sie, wenn Sie mit der Burgberg-Seilbahn von der Talstation Bad Harzburg auf den Burgberg fahren. Von der Bergstation wandern Sie ca. 60 Minuten bis zum Luchsgehege. Beachten Sie dafür bitte auch unsere Tourenempfehlung „Unterwegs zu den Luchsen“.

Von April bis Anfang November verkehrt die Buslinie „Grüner Harzer“ (KVG-Buslinie 875) zwischen Bad Harzburg und dem Luchsgehege an der Rabenklippe. Die Fahrt dauert ab Haltestelle Berliner Platz oder Märchenwald, Bad Harzburg ca. 20 Minuten. Bei Gruppen ab 20 Personen ist für die Busfahrt eine Anmeldung unter 05322 52017 notwendig. Damit Sie pünktlich zur Luchsfütterung kommen, nutzen Sie bitte spätestens den Bus um 13:56 ab Haltestelle Märchenwald.

Weitere Termine: 27.6., 25.7., 29.8., 26.9. und 24.10.2018, jeweils 10 - 11.30 Uhr.
http://www.nationalpark-harz.de

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus wird erweitert
Torfhaus. „Erweiterung und Ergänzung des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus. Optimierung, Weiterentwicklung und Attraktivitätssteigerung der naturorientierten und landschaftsbezogenen Bildungs- und Tourismusangebote des Nationalparks Harz“ – so heißt das Großprojekt, das die Nationalparkverwaltung Harz, die Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld und der BUND Niedersachsen gemeinsam umsetzen werden.

Am 25. Mai wurden die Bewilligungsbescheide aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“ mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durch Herrn Staatssekretär Frank Doods des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz offiziell an die Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, vertreten durch die Bürgermeisterin Britta Schweigel, und den Leiter der Nationalparkverwaltung Harz, Herrn Andreas Pusch, übergeben.

2009 öffnete das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus – kurz „TorfHaus“ – seine Pforten. Der Umzug aus einem ehemaligen Dienstgebäude der Polizei in den Neubau hatte einen starken Effekt für die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz, denn die Besucherzahlen liegen seit der Eröffnung bei ca. 120.000 Personen pro Jahr. Mittlerweile konnten rund 1,1 Mio. Besucher begrüßt werden – diese Zahlen nehmen einen Spitzenplatz in der Harzer Museumslandschaft ein. Unter den Gästen sind sämtliche Harzbesucher vertreten – Durchreisende, Motorradfahrer, Wanderer, Sportler, Naturfreunde und Nationalparkbesucher im engeren Sinn. Mehr als 4.500 Personen jährlich nehmen an den Bildungsveranstaltungen teil, die das TorfHaus anbietet. Allerdings sind bisher Verweildauer und Aufenthaltsqualität aufgrund der räumlichen Enge beeinträchtigt und die vielfältigen Angebote der Einrichtung können nicht wirkungsvoll genug präsentiert werden.

Durch die Aktivitäten der Torfhaus Harzresort GmbH befindet sich Torfhaus derzeit in einem dynamischen Umbruch. Die bauliche Erweiterung des TorfHaus und die Optimierung, Weiterentwicklung und Attraktivitätssteigerung der Ausstellung sind jetzt folgerichtige Schritte zur Stärkung der Innovationskraft der touristischen Angebote des länderübergreifenden Nationalparks Harz. So kann ein wirkungsvollerer Beitrag für den nachhaltigen Tourismus in der Region geleistet und auch dem gesellschaftlichen Auftrag der Inklusion, also der Teilhabe Aller an den Ausstellungsinhalten, Rechnung getragen werden.

Bauliche Erweiterung
Die bauliche Erweiterung des NBZ TorfHaus soll sich harmonisch in das bestehende Gesamtensemble einfügen und den Besuchern immer wieder einzigartige Aussichtspunkte Richtung Brocken bieten. Im Obergeschoss soll durch Öffnen des Giebels ein beeindruckender Blick über die Naturdynamikflächen des Nationalparks zum Brocken als „Schaufenster in die Naturdynamik“ entstehen. Der größte Flächengewinn erfolgt durch eine unterirdische Erweiterung. Hier soll ein anspruchsvoller architektonischer Entwurf umgesetzt werden, der sich unauffällig in das Landschaftsbild einfügt. So bleibt die Freifläche hinter dem Gebäude erhalten und lädt auch zukünftig zum Verweilen und Naturgenießen ein.

Ausstellungserweiterung/-ergänzung
Es ist geplant, die Ausstellungsfläche von derzeit 210 m² auf 500 m² zu vergrößern. Die Erfahrungen aus dem bisherigen Betrieb sowie die Ergebnisse von verschiedenen Evaluationen fließen in die Erweiterung und Überarbeitung der Ausstellung ein. So werden die Raumgliederung und Besucherlenkung verbessert sowie die unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Besucher (Inklusion) stärker berücksichtigt. Um Anreize für Mehrfachbesuche zu setzen, wird ein Bereich für Wechselausstellungen geschaffen. Die Ausstellung soll die Besucher zukünftig mit spannungsreichen und emotional ansprechenden Erlebnisszenarien fesseln – einfache Botschaften werden spielerisch, humorvoll und verblüffend präsentiert, um den Entdeckergeist der Besucher zu wecken. Im Zentrum stehen dabei die Einzigartigkeit und Schutzwürdigkeit des Harzes sowie der Nationalpark als sein wildes und dynamisches Herz. Dafür werden die bereits vorhandenen Themen überarbeitet und ergänzt, aber auch neue Themen integriert.

Trägergemeinschaft
Betrieben wird das TorfHaus federführend vom BUND-Landesverband Niedersachsen e.V. in einer Trägergemeinschaft mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. (GFN) und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld in enger Kooperation mit der Nationalparkverwaltung Harz. Die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt fördern den Betrieb des Zentrums im Verhältnis 1,8 : 1 im Rahmen der niedersächsischen Förderrichtlinie für Nationalparkhäuser mit 160.000 € jährlich.

Antragsteller und Kostenkalkulation
Zur Umsetzung der baulichen Erweiterung wurden der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld Mittel aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“ mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 871.862,32 € bewilligt. Zusätzlich fließt eine MI-Kofinanzierung für Kommunen in die Baumaßnahmen in Höhe von 664.154,95 € aus dem Südniedersachsenprogramm. Weitere 207.707,37 € steuert aktuell der BUND-Landesverband Niedersachsen bei.

Für die Planung und Umsetzung der Ausstellungserweiterung erhält die Nationalparkverwaltung Harz 700.902,41 € EFRE-Mittel sowie 490.902,42 € Landesmittel aus dem Förderprogramm „Landschaftswerte“. Die Allianz-Umweltstiftung sowie die Bingo-Umweltstiftung beteiligen sich mit jeweils 100.000,- € und die Harzwasserwerke mit 10.000,- € an der Neugestaltung der Ausstellung.

Wo und wann sind wir zu finden?
Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist täglich geöffnet von April bis Oktober ab 9 und 17 Uhr, von November bis März Dienstag - Sonntag ab 10 bis 16 Uhr (in den Ferien und an Feiertagen auch montags), am 24. Dezember geschlossen. Kontakt: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Torfhaus 8, 38667 Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05320/33179-0, Fax 05320/33179-19, Email: post@torfhaus.info, www.torfhaus.info
http://www.torfhaus.info/

Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V. Arbeitskreis „Archäologie des Harzes“
Einladung
Am Samstag, dem 26. Mai 2018 lädt der
Arbeitskreis „Archäologie des Harzes“
zu einer Tagung mit Exkursion in den
Ostharz nach Ballenstedt
herzlich ein.
Datum: 26. Mai 2018
Treffpunkt: um 9.30 Uhr in Ballenstedt, Schlosshotel „Großer Gasthof“, Schlossplatz 1
Programm
Ablauf: 9.30 Uhr Begrüßung
9.45 - 10. 30 Uhr: Vortrag von Georg Drechsler, Goslar, Das
BMBF-Projekt Altbergbau 3D
10.30 – 11.15 Uhr: Vortrag von Bernd Bahn, Weimar, Erforschung und bodendenkmalpflegerische
Betreuung von Altwegeresten sowie
Wegbegleitern
11.15 – 12.00 Uhr: Vortrag von Udo Münnich, Pansfelde, Besiedlung und Wüstungsprozess im Unterharz
12.00 – 12.45 Uhr: Vortrag von Mathias Sopp Großheyrath, Die archäologischen Ausgrabungen im Alten Schloss zu Sangerhausen
13.00 – 14.00 Uhr: Mittagessen im Hotel
14.00 – 14. 45 Uhr: Vortrag von Björn Rauchfuß, Schwerin,
Besiedlungsspuren der jüngereisenzeitlichen Przeworsk-Kultur in Mitteldeutschland
14.45 – 15.30 Uhr: Vortrag von Mario Küssner, Weimar, Neue Entdeckungen zum Neolithikum im Südharzvorland
15.30 – 16.00 Uhr: Vortrag von Herrn Karl-Heinz Meyer, Ballenstedt zur Geschichte der NAPOLA in
Ballenstedt und Besichtigung der Anlage
Die Organisatoren freuen sich auf eine zahlreiche Teilnahme von
Mitgliedern und Freunden des Harzvereins an dieser Veranstaltung.

22. Naturschutztag des Harzklubs am Natur-Erlebniszentrum HohneHof - Harzklub-Zweigverein Wernigerode lädt am 26. Mai 2018 zum Erlebnistag für Groß und Klein nach Drei Annen Hohne
Harzklub-Zweigverein Wernigerode lädt am 26. Mai 2018 zum Erlebnistag für Groß und Klein nach Drei Annen Hohne

2018 findet der Naturschutztag des Harzklubs bereits zum 22. Mal statt. Austragungsort wird in diesem Jahr das Natur-Erlebniszentrum HohneHof in Drei Annen Hohne sein. Der Harzklub-Zweigverein Wernigerode und der Nationalpark Harz wollen einen unvergesslichen Tag gestalten.

Direkt am Löwenzahn-Entdeckerpfad und inmitten von Bergwiesen liegt dieser idyllische Hof. Harzklubmitglieder und Gäste erwartet ein reichhaltiges Programm. Kinder können Geochaching ausprobieren, an zahlreichen Ständen knifflige Aufgaben rund um die Natur lösen oder das Harzer Höhenvieh live erleben. Daneben ist für Naturfreunde jeden Alters etwas dabei, so z.B. Harzer Imkerei, Wildfischverein, naturverträgliches Mountainbiking oder ein Kettensägenkünstler. Der Nationalpark stellt sich und seine Junior-Ranger vor. Diese präsentieren interessante Ideen zum Thema Upcycling, die sie in einem Projekt gemeinsam mit den Freiwilligen des Nationalparks entwickelt haben. Weiterhin wird auch das Harzer Luchsprojekt vorgestellt und Harzklub-Zweigvereine berichten aus ihrer Arbeit und zeigen eigene Projekte.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Auf die Gäste warten selbstgebackener Kuchen und regionale Spezialitäten, wie die Bratwürste vom Harzer Höhenvieh. Musikalisch begleitet die Big Band der Musikschule Schicker durch den Tag. Offizieller Beginn ist am 26. Mai 2018 ab 13 Uhr. Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof ist bereits ab 10 Uhr geöffnet.

Anreise und Barrierefreiheit
Das Natur-Erlebniszentrum HohneHof erreichen Sie nach einem ca. 15-minütigen Fußweg vom Parkplatz oder Bahnhof in Drei Annen Hohne.
Der HohneHof ist weitgehend rollstuhlgerecht im Außenbereich und komplett rollstuhlgerecht in der 1. Etage des Innenbereichs. Behindertengerechte Toiletten und zahlreiche barrierefreie Angebote stehen zur Verfügung.
http://www.nationalpark-harz.de

„Wald Sinfonie“ - Impressionistische Fotografie vom 31. Mai bis 30. September 2018 im Nationalparkhaus Ilsetal in Ilsenburg
Ab dem 31. Mai 2018 lässt die Berliner Fotokünstlerin Antje Schulz im Nationalparkhaus Ilsetal den Wald auf ungewöhnliche Art und Weise erklingen. Ihre impressionistischen Fotografien, ausschließlich „gemalt“ mit der Kamera, vereinen Formen, Farben und Licht. Sie erinnern an Werke von Malern wie Vincent van Gogh und Caspar David Friedrich.

Alle Natur- und Fotofreunde sind zur Eröffnung der Ausstellung um 17.30 Uhr herzlich eingeladen oder können sie im Anschluss zu den Öffnungszeiten des Nationalparkhauses besuchen.

Der Eintritt ist kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Stille Landschaften und traumhafte Wälder verschmelzen zu einer Sinfonie visueller Imagination, die die Betrachter einladen möchte, die Natur intensiv zu spüren und ihr neu zu begegnen. Hierfür entwickelte die Fotografin eine eigene abstrakte Fototechnik, bei der die Bilder digital nicht verfremdet werden. Neben bekannten Werken der Künstlerin werden bisher unveröffentlichte abstrakte Fotografien gezeigt.

Begleitet wird die Ausstellungseröffnung in Anwesenheit der Fotografin von einem Klangwelten-Film mit sphärischer Musik von Antje Schulz, die neben der Fotografie auch Musik ausschließlich nach Gehör komponiert. Darüber hinaus findet zur Eröffnung eine kostenlose Führung statt, bei der die Fotografin Interessierten Einblicke in die Arbeitsweise der abstrakten Fotografie bietet.

Weitere Informationen zur Künstlerin finden Sie unter
https://www.nationalpark-harz.de/de/kunstkultur/fotoausstellungen/2018_Waldsinfonie_AntjeSchulz/?r=96132830

BUND-Infostand in der Wernigeröder Innenstadt
Wernigerode. In dieser Woche steht bis einschließlich Samstag, den 12. Mai 2018 ein Team des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) am Nicolaiplatz in Wernigerode, um über den BUND und seine Projekte zu informieren.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, beim größten Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands Mitglied zu werden.

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung unserer gemeinnützigen Arbeit.

UNSER HARZ Mai 2018
Fritz Reinboth: Auf den Spuren des Lithographen Friedrich Trackert: Orte
des Stiftsamts Walkenried um 1848
Uwe Fricke: Auslösung K atastrophenalarm im Landkreis Goslar
Eva Brandt: Caspar, Melchior un Balthasar
Friedhart Knolle und Fritz Reinboth: Banedick, Bavendik oder Bauuendiek?
– Mitteilungen zur Geschichte des ältesten Teichs im Oberharz
Nationalpark-Forum: Zum 90. Geburtstag von Forstmeister Heinz Quitt
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Welche Herausforderungen der Klimawandel durch vermehrte Unwetter mit sich bringt, stellt Kreisbrandmeister Uwe Fricke im Artikel „Auslösung des Katastrophenalarms im Landkreis Goslar“ dar. Die Bilder der Überschwemmung sind sicherlich jedem Harzer noch im Gedächtnis.Ein Mensch, der sich für die Natur einsetzt und schon lange eingesetzt hat, ist der Forstmeister Heinz Quitt, aktiver Naturschützer seit 67 Jahren und zeitweise 2. Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks (GFN). Anlässlich seines 90. Geburtstages würdigen Wegener, Knolle und Karste im Nationalparkforum sein Engagement.
Zwei Artikel befassen sich mit historischen Themen: F. Reinboth vergleicht die Ansichten einiger Orte des Stiftsamts Walkenried, die
Friedrich Trackert um 1848 in Lithographien festgehalten hat, mit den heutigen Motiven. Im Artikel „Banedick, Bavendik oder Bauuendiek? – Mitteilungen zur Geschichte des ältesten Teichs im Oberharz“ geht er zusammen mit F. Knolle den Spuren der älteren Bergbaugeschichte nach.
Obwohl die Geschichte in ostfälischer Mundart über die Sternensinger besser in den Januar passt, ist ihr Anliegen doch zeitlos. Wie Sascha aus Kasachstan über die religiösen Grenzen zwischen katholisch und evangelisch hinweg Geld für arme Kinder in Uganda sammelt, öffnet das Herz. Der Autorin, Eva Brandt, gelingt es, große Themen ganz im Alltag, „bei uns“, ankommen zu lassen.


UNSER HARZ kann an folgenden Stellen erworben werden (noch bequemer ist
ein Abonnement):
Altenau: GLC- Touristinformation,
Bad Harzburg: Haus der Natur, Nordhäuser Str. 2B,
Bad Sachsa: GLC-Touristinformation am Kurpark,
Clausthal-Zellerfeld: Grosse´sche Buchhandlung, Adolph-Roemer-Str. 12,
Oberharzer Bergwerksmuseum, Bornhardtstr. 16,
Drübeck: Klosterladen im Gärtnerhaus,
Goslar: Buchhandlung Böhnert, Kaiserpassage,
Sankt Andreasberg: Stadtbuchhandlung Brockschmidt, Dr.
Willi-Bergmann-Str. 11.

Neuer Buchenwald in Kisten
Wernigerode. „Natur Natur sein lassen“ ist das Leitmotiv der Nationalparke, auch im Harz. Doch es gilt entsprechend den gesetzlichen Vorgaben vorwiegend in der Kernzone, der sogenannten Naturdynamikzone, die den größten Teil der Nationalparkfläche einnimmt. In der umgebenden Naturentwicklungszone, die noch knapp 39 % des Nationalparks umfasst, wird der Natur Hilfe zur Selbsthilfe hin zu mehr natürlicher Dynamik gegeben.



Dazu kommen in diesem Frühjahr zum ersten Mal Containerpflanzen in größerem Umfang bei der Nationalpark-Waldumwandlung hin zu naturnahen Wäldern zum Einsatz, so Sabine Bauling, Leiterin des Wald-Fachbereichs im Nationalpark Harz.

Die kleinen Buchenpflanzen wurden im Frühjahr 2017 in Containern ausgesät und können jetzt im Alter von einem Jahr in die Waldumwandlungsflächen im Nationalpark gepflanzt werden.

Das Saatgut, die Bucheckern, stammt aus dem Nationalparkrevier Scharfenstein, wo es 2016 geerntet wurde. Insgesamt wurden 70.000 Containerpflanzen angeliefert – daraus können ca. 35 ha neuer Naturwald werden.

Der Vorteil der Containerpflanzen ist, dass die Wurzeln von Erde umhüllt sind und somit sich die Pflanzzeit verlängern lässt. Das ist gerade in diesem Turbo-Frühjahr von Vorteil. Die Laubbäume haben in einem sehr kurzen Zeitraum ausgetrieben, so dass die Zeit für die herkömmliche Pflanzung mit wurzelnackten Pflanzen rasch vorbei ist.

Mit der Frühjahrspflanzung von Buchen kommt der Nationalpark Harz seiner Zielstellung, mehr Naturnähe in die Wälder zu bringen und verdrängten Pflanzenarten, hier der Buche, wieder einen Platz zu geben, ein weiteres Stück näher, so Bauling.

Die Buche war in der Vergangenheit bis zu einer Höhenlage von ca. 750 m über NHN die dominierende Baumart im Harz. Zwei Drittel der Nationalparkfläche wären von den natürlichen Waldgesellschaften her Buchenwälder.

Die Rückkehr der Buche in den Nationalpark Harz ist ein langer Weg. Die ersten Ergebnisse sind aber sichtbar, gerade jetzt, wo das frische Laub austreibt. Es wird etwa 80 Jahre dauern, bis die kleinen Buchen selbst Bucheckern tragen und zur Waldverjüngung beitragen werden.
http://www.gfn-harz.de

BUND-Infostand in der Goslarer Innenstadt
Goslar. Ab dem heutigen Montag, den 7. Mai 2018 bis einschließlich Samstag, den 12. Mai 2018 steht ein Team des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) in der Rosentorstraße in Goslar, um über den BUND und seine Projekte zu informieren.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, beim größten Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands Mitglied zu werden.

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung unserer gemeinnützigen Arbeit.
https://www.bund-niedersachsen.de/

Klimawandel – was kommt da auf uns zu? Bildvortrag von Dr. Friedhart Knolle im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Wernigerode - Braunlage. Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Industriegesellschaft - darin sind sich die meisten Forscher und Verantwortlichen einig. Doch was bedeutet das konkret und auf den Harz bezogen?

In einem Bildvortrag beleuchtet Nationalpark-Pressesprecher Dr. Friedhart Knolle am 15. Mai ab 19 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg Fakten, Hintergründe und Zukunftsperspektiven des Themas am Beispiel unseres Mittelgebirges.

Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden für das Haus sind jedoch willkommen.

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Datum: Dienstag, 15.5.2018
Zeit: 19:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr
http://www.nationalpark-harz.de

Stabkirche Stiege am Albrechtshaus zu besichtigen
Geschichte der Stabkirche Stiege / Albrechtshaus

Im Jahre 1897 wurde im Selketal nahe Stiege die Lungenheilstätte Albrechtshaus eröffnet. Direkt neben dem Gebäudekomplex der Heilanstalt wurde im Jahre 1905 die Holzkirche nach dem Vorbild der Stabkirche zu Wang im Riesengebirge errichtet. Entworfen wurde sie vom Zimmermeister R. Witte aus Osterwieck. Die Einweihungsfeier fand am 20.05.1905 statt, bei der auch der Prinzregent Albrecht und weitere Würdenträger anwesend waren.

Die Holzkirche ist noch heute im Original erhalten. Die Holzschindeln auf dem Dach wurden durch Ziegel ersetzt. Zusätzlich wurden einige Sicherungsmaßnahmen gegen Diebstahl und Vandalismus installiert.

Laut Überlieferung soll die Stabkirche durch einen skandinavischen Patienten als Dank für die Heilung von der Tuberkulose gestiftet worden sein.

Öffnungstermine im Mai:
10. Mai 10 - 17 Uhr offene Kirche
14. Mai 10 - 17 Uhr offene Kirche
20. Mai 10 - 17 Uhr offene Kirche

Stempelstelle der Harzer Wandernadel

Anfahrt: zwischen Stiege und Güntersberge (B242) Einfahrt Albrechtshaus
http://www.stabkirche-stiege.de/

Wilhelm Raabe-Warte bei Blankenburg ab 12. Mai 2018 wieder zugänglich
Die Blanenburger Raabe-Warte kann am 12. Mai nach 13 Jahren Dornröschenschlaf besichtigt werden, dazu lädt der Harzklub-Zweigverein Blankenburg herzlich ein. Für Wanderstempelfreunde wird es an diesem Tag einen Sonderstempel geben. Zahlreiche Sanierungsarbeiten wurden in den vergangenen Jahren ausgeführt, so zum Beispiel der Ersatz von der maroden Brüstung und neue Scheiben für den Ausstellungsraum.
Für das leibliche Wohl wird ebenfalls am 12.5. gesorgt.
http://www.harzklub-blankenburg.homepage.t-online.de/

Alles neu macht der Mai – Nationalparkwerkstätten aktiv für den Wandertourismus und die Besucherlenkung
Wernigerode - Braunlage. Die Mitarbeiter der Nationalparkwerkstätten Oderhaus und Wernigerode sind jetzt wieder in der Nationalparkfläche unterwegs.
Witterung, Sturm und der Zahn der Zeit haben einigen Besucherlenkungseinrichtungen zugesetzt. Die Wintermonate wurden genutzt, um Schilderbäume, Hinweistafeln und vieles mehr zu erneuern oder zu überarbeiten. Nun beginnen die Außenarbeiten mit dem Aufstellen der neuen Schilder.
http://www.nationalpark-harz.de

Brockengartensaison startet schon am 7. Mai
Blüten der Brockenanemonen geben den „Startschuss“ für die erste Gartenführung eine Woche früher erwartet
Der Klimawandel lässt grüßen: Durch die milde Witterung des vergangenen Monats haben die Brockenanemonen in diesem Jahr bereits am 27. April ihre ersten Blüten ausgebildet. Im vergangenen Jahr waren am 10. Mai noch keine Blüten zu entdecken. Da die Blüte der Brockenanemone in den vergangenen 28 Jahren den Startschuss für den Beginn der Brockengartensaison gegeben hat, soll das auch in diesem Jahr so sein. Die erste Gartenführung der Saison 2018 findet daher nicht wie vorgesehen am 14. Mai, sondern schon eine Woche eher, am Montag den 7. Mai 2018 um 11:30 Uhr statt. Es wird dann bereits eine Vielzahl blühender Primelgewächse, Steinbrecharten, blühender Felsenblümchen und natürlich die Brockenanemone zu bestaunen sein.
http://www.nationalpark-harz.de

Was lebt im Bach?
Sankt Andreasberg. Am 27. April 2018 lädt das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg zu einem Vortrag mit Exkursion zum Thema „Was lebt im Bach? - Über das Innenleben unserer Fließgewässer“ ein.

Nach einem rund einstündigen Vortrag des Biologen Dr. Claus-Jürgen Schulz aus Bad Sachsa geht es dann per Fahrgemeinschaften auf eine kleine Exkursion an die Sperrlutter, wo mit dem Kescher die Theorie in der Praxis geprüft werden kann. Los geht’s 15 Uhr im Nationalparkhaus.

Die Veranstaltung ist besonders auch für Familien mit Kindern geeignet und natürlich für alle anderen, die an der Natur interessiert sind.

Anmeldung unter 05582 923074. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden für das Haus sind jedoch willkommen. Wer am Bach selbst aktiv dabei sein will, braucht Gummistiefel.
http://www.nationalpark-harz.de

Gemeinsames Engagement für einen naturnahen Wald – über 50 Freiwillige mit dem Bergwaldprojekt im Nationalpark Harz
Vom 22. April bis 5. Mai 2018 ist das Bergwaldprojekt e.V. mit insgesamt über 50 Freiwilligen aus ganz Deutschland erneut im Nationalpark Harz im Einsatz, um verschiedene Naturschutz-Arbeiten durchzuführen. Unter den Teilnehmenden sind in der ersten Woche 20 junge Erwachsene, die im Rahmen der Bergwaldprojekt Waldschule für die biologische Vielfalt ein alternatives Seminar während ihres Freiwilligen Ökologischen Jahrs besuchen. Kooperationspartner sind die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste aus Brandenburg. Außerdem nehmen sechs Forstauszubildende vom Staatsbetrieb Sachsenforst an dem Projekt teil. In der integrativen zweiten Woche sind vier Teilnehmende mit Beeinträchtigungen und ihre Betreuerinnen und Betreuer der Förderschule des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland aus Elze dabei. Ziele der Einsätze sind, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Ehrenamtlichen auch über die Projektwochen hinaus für einen schonenden Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren. Unterstützt werden die Projektwochen von der Umweltstiftung Fondation Yves Rocher.

Unter der Anleitung von Projektförster Jonathan Schüppel vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie der Revierleiter des Nationalparks Harz werden die Freiwilligen in der Waldumbauzone des Parks insgesamt 5.000 standortheimische Rotbuchen und Schwarzerlen im Voranbau unter den lichten Schirm der labilen Fichten-Althölzer pflanzen, um den ökologischen Umbau instabiler Fichtenwälder hin zu natürlichen Buchenmischwäldern und zur Wildnisentwicklung zu fördern. Darüber hinaus werden ein Hordengatter zum Schutz der Pflanzungen vor Wildverbiss und ein Erdsitz zur Unterstützung der Wildbestandsregulierung errichtet. Außerdem bauen die Freiwilligen nicht mehr benötigte Wildschutzzäune ab und führen Laubholzpflege sowie Entfichtung zugunsten stabiler und gemischter Jungwälder durch. Auch die Pflege eines Felsbiotops und eine Bachrenaturierung stehen auf dem Programm.

Neben der Arbeit ist unter anderem auch eine Exkursion vorgesehen, um die dynamischen Abläufe innerhalb des Waldes am Projektstandort und auch allgemein besser verständlich zu machen und die vielfältigen Funktionen dieses Ökosystems, nicht nur für den Menschen, näher zu beleuchten.

Ein wichtiges Anliegen der Einsatzwochen ist es, den Nationalpark-Gedanken mit all seinen Facetten zu vermitteln. Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, dazu: „Der Wald ist ein idealer Lehrer für die Nachhaltigkeit. Nur wer pfleglich mit ihm umgeht und seine natürliche Dynamik zulässt, erhält seine Funktionen auch für kommende Generationen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterstützen uns bei dieser Arbeit und erleben den Wald in der Einsatzwoche einmal ganz neu.“ Auch die soziale Komponente kommt nicht zu kurz, wie Jonathan Schüppel vom Bergwaldprojekt e.V. weiß: „In den zwei Wochen treffen ganz unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Voraussetzungen aufeinander. Gemeinsam arbei-ten alle an dem gleichen, wichtigen Ziel.“ Es bietet Teilnehmenden die Möglichkeit, ihr erworbenes Wissen und ihre Erfahrungen mit nach Hause zu nehmen und auch den eigenen Alltag naturverträglicher, ressourcenschonender und somit nachhaltiger zu gestalten.

Engagement der Umweltstiftung Fondation Yves Rocher

Seit 2010 unterstützt die Umweltstiftung Yves Rocher zusammen mit dem Bergwaldprojekt e.V., das seit 20 Jahren mit Freiwilligeneinsätzen für den Wald vor Ort ist, das Vorhaben der Waldentwicklung hin zur Wildnis im Nationalpark. Bei den Einsatzwochen von 2010 bis 2017 wurden bereits insgesamt 40.000 standortheimische Laubbäume gepflanzt, um den ökologischen Waldumbau zu fördern. Dieses Engagement ist Teil der Kampagne 100 Millionen Bäume, in der sich die Stiftung verpflichtet, bis zum Jahr 2020 weltweit 100 Millionen Bäume zu pflanzen.

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt mit Sitz in Würzburg bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr über 2.000 Menschen in die Natur. 2018 finden 102 Projektwochen an 46 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. Davon finden 17 Wochen im Rahmen der Waldschule für die biologische Vielfalt in Kooperation mit Bildungseinrichtungen statt, acht Einsatzwochen sind dieses Jahr als integrative Projekte ausgeschrieben.

Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden, Anmeldung zu den Projektwochen unter: www.bergwaldprojekt.de.
http://www.bergwaldprojekt.de/

Gespra?che bei Zanthier - Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser - Vortrag am 24.4.2018 in Ilsenburg - Dr. Friedhart Knolle und Arne Bastian
Am Dienstag, dem 24. April2018 um 19 Uhr
im Zanthier-Zimmer des Klosters Ilsenburg - Eintritt frei!

Was ist nur mit dem Wetter los? Unter diesem Thema steht ein Vortrag von Dr. Friedhart Knolle und Dipl.-Ing. Arne Bastian.




Einem zu warmen Winter folgte 2017 ein verregneter Sommer. Ende Juli kam es zu schweren Unwettern im Nordharz, Teile von Bad Harzburg, Goslar, Ilsenburg und Wernigerode versanken im Wasser. Auch Seesen und andere Kommunen waren betroffen, von Städten im Harzvorland ganz zu schweigen.

Innerhalb von drei Tagen fielen über 250 mm Niederschlag, kleine Gebirgsbäche wurden zu reißenden Strömen mit verheerenden Auswirkungen. War dies nur ein Zufall oder müssen wir auch in Zukunft mit solchen Unwettern rechnen? Die Antwort der Fachleute lautet leider: Dies ist ein Dauerthema, das Thema wird uns zunehmend beschäftigen und die nächsten Hochwässer stehen bevor.

Der Vortrag beleuchtet einige Hintergründe der Hochwassergefahr, gibt einen Einblick in 20 Jahre Wetteraufzeichnungen der Wetterstation Torfhaus/Bad Harzburg und Tipps, was jeder einzelne in seinem Haus und auf seinem Grundstück vorsorglich gegen die steigende Gefahr der Hochwassereinwirkung tun kann. Denn sicher ist nur eins: das nächste Hochwasser wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Sie sind herzlich eingeladen!
Ihre Gesellschaft der Freunde und Förderer e.V STIFTUNG KLOSTER ILSENBURG
http://www.kloster-ilsenburg.de

Geocacher unterstützen Nationalpark Harz mit Müllsammelaktion
CITO-Event startet zum 13. Mal an Walpurgis ab 11 Uhr am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Wenn die Hexen tanzen, schlägt es 13 und die guten Geister aus schwärmen aus – so beginnt keine Gruselstory, sondern eine echte Erfolgsgeschichte zu Walpurgis. Bereits zum 13. Mal treffen sich am 30. April 2018 Geocacher aus ganz Deutschland im Harz. Seit 8 Jahren sammeln sie dabei zur Abwechslung keine Caches, sondern den Müll anderer Leute. Damit wollen sie der Natur, in der sie ihr erlebnisreiches Hobby ausüben, etwas zurückgeben und Vorbild für andere sein. Mit einem „Cache-in-Trash-out"-Event unterstützt die Community seit acht Jahren den Nationalpark Harz bei der Bekämpfung eines wachsenden Müllproblems. Denn nicht nur im Nationalpark Harz, sondern vielerorts in der Natur nehmen die Müllprobleme leider wieder zu.

Die Welt ist ihr Spielfeld. Geocacher auf dem ganzen Globus verstecken Caches, übersetzt „geheime Lager", und vermerken ihre GPS-Koordinaten, damit andere Geocacher sie finden können. Allen Caches gemein ist der Gedanke, den Suchenden einen besonderen Ort zu zeigen. Auch im Nationalpark Harz warten zahlreiche Caches darauf, entdeckt zu werden. In einem sensiblen Schutzgebiet wie einem Nationalpark ist die Naturverträglichkeit der Caches und der damit zusammenhängenden Versteck- und Suchaktionen natürlich besonders wichtig. Deshalb arbeiten Geocaching-Akteure und der Nationalpark Harz seit vielen Jahren zusammen.

Eine dieser Kooperationen ist eine Umweltaktion zu Walpurgis, die jedes Jahr aufs Neue hunderte Geocacher in den Harz lockt und säckeweise Müll aus dem Wald holen lässt. Ins Leben gerufen wurde sie vom Hannoveraner Geocaching-Experten und Autor der deutschsprachigen Standardwerke über das Geocaching, Markus Gründel, gemeinsam mit dem Nationalpark Harz.

„Wer einmal müllsammelnd durch den Wald gegangen ist, achtet danach viel stärker darauf, keinen Müll in der Landschaft zu hinterlassen. Dieses Bewusstsein und die Achtsamkeit für die Natur wollen wir stärken", erläutert Gründel den Hintergrund der Aktion. Mit einem Augenzwinkern ergänzt er: „Und Spaß macht es natürlich auch".

Unter dem Motto „Das große Aufräumen" startet das 13. Geochacher-Walpurgis-Event am 30. April 2018 im Nationalpark Harz. Die Initiatoren von cacherban.de haben gemeinsam mit den Nationalpark-Rangern insgesamt zehn verschiedene Touren ausgearbeitet, um einen möglichst großen Bereich des Naturschutzgebietes vom Müll des letzten Jahres zu befreien. An neun Müllsammelpunkten nehmen Revierförster und Ranger die vollen Säcke entgegen.

International werden solche Aktionen von den Geocachern CITO-Aktionen genannt – „Cache in, trash out" oder sinngemäß auf Deutsch: Wer einen Cache in die Natur einbringt, soll als Ausgleich auch Müll wieder herausbringen. Konkret geht es darum, der freien Natur, die die Grundlage des Geocachens ist, etwas zurückzugeben – deshalb wird mit vereinten Kräften Zivilisationsmüll gesammelt und mit aktiver Unterstützung der Nationalpark-Ranger entsorgt.

Die Aktion startet ab 11 Uhr am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Dort erhalten Teilnehmende das Arbeitsmaterial und eine kleine Überraschung. Um 18 Uhr findet der Event mit einem gemeinsamen Essen in der Bavaria Alm seinen Ausklang. Eine Verlosung und die Vorstellung der diesjährigen limitierten Coin-Edition runden den Abend ab. Für Stempeljäger gibt es zudem den ganzen Tag eine Sonder-Stempelstelle der Harzer Wandernadel am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.
http://www.nationalpark-harz.de

Bürgergarten Wernigerode - Neue Saison startet
Am 14. April startet die neue Saison im Bürgergarten in Wernigerode mit 4.500 blühenden Tulpen. Im Miniaturenpark "Kleiner Harz" sind mehr als 60 Modelle zu bestaunen. Nach der Winterpause sind die Frühblüher in vollem Gange, ca. 5.000 Hornveilchen, Stiefmütterchen, Goldlack, Vergissmeinnicht, Ranunkeln und Bellis wenden ihre Blüten der Sonne zu. Das Team des Bürgerparks freut sich auf ihren Besuch.

Orte der Stille
Nicht weit weg vom Harz gibt es einen Ort der Stille - im Kloster Huysburg. Wer einmal dem Alltag entfliehen möchte, kann dort das klösterliche Leben des Ordens des Heiligen Benedikt bei einer Auszeit kennen lernen.
https://huysburg.de

Domschatz in Halberstadt feiert Geburtstag
Vor 10 Jahren am 13. April wurde die Dauerausstellung zum Halberstädter Domschatz eröffnet. Dieses Jubiläum wird nun ebenfalls am 13. April begannen mit Tanz, Musik, Kunst, Pantomime und Sonderführungen. Los geht die lange Domschatz-Nacht um 20 Uhr.
http://www.die-domschaetze.de/de/dom-und-domschatz-halberstadt/

Westernstadt in Hasselfelde startet in die Saison 2018
Die Westernstadt Pullman-City Harz öffnet am Osterwochenende ihre Tore zur neuen Saison.
In den Öffnungszeiten von 10 Uhr bis Nachts gibt es wieder zahlreiche Angebote für die Besucher, Live-Musik, Shows, 20 Ladengeschäfte, Museen, Tiere und natürlich Wildwest-Feeling.

Vorschau auf das Programm:
Osterwochenende
30. März 2018, 10:00 bis 2. April 2018, 18:00

Line Dance Weekend
7. April 2018, 10:00 bis 8. April 2018, 18:00

1. RCHA & RACE Cowboy Turnier
14. April 2018, 10:00 bis 15. April 2018, 18:00

Civil War Weekend
20. April 2018, 10:00 bis 22. April 2018, 18:00

http://www.westernstadt-im-harz.de/

Museum der Rübelandbahn am Ostersamstag geöffnet
Am 31. März fährt die Rübelandbahn mit der Lok 95027 "Bergkönigin" zweimal nach Rübeland, um 11 Uhr und um 14 Uhr ab Blankenburg.
Der Osterhase ist an Bord und hält für die Gäste Überraschungen bereit.
In Rübeland ist auch der historische Lokschuppen mit dem Eisenbahnmuseum geöffnet, er liegt an der Straße nach Neuwerk.
Ein großer Bücherbasar mit dem Thema Eisenbahnlektüre wird veranstaltet und die Dampflok Mammut kann fotografiert werden.
http://www.foerderverein-ruebelandbahn.de/

Urania-Info-Punkt an der Rappbodetalsperre wieder geöffnet
Am 27.03. wurde der Info-Punkt des Vereines Harzer Urania wieder oberhalb der Rappbodetalsperre für die Saison 2018 eröffnet.
Besucher können sich wieder über die Baugeschichte der höchsten Betonstaumauer Deutschlands, über das Wasserkraftwerk und über die Bewohner in den Stauseen informieren.Von 9.30 bis 17 Uhr ist die Informationsterrasse geöffnet.
http://www.harzer-urania-wernigerode.de

Die Osterfeuer brennen wieder im Harz
Wie in jedem Jahr waren die Osterfeuervereine und die Freiwilligen Feuerwehren in den Harzer Orten fleißig, um die Osterfeuer vorzubereiten.

Am Samstag ist es soweit - überall brennen die Feuer, um den Winter zu vertreiben, worauf wir uns dieses Jahr besonders freuen, da der Schnee nicht schmelzen will.

Die Vereine freuen sich auf zahlreiche Besucher und bieten wie immer Speisen und Getränke für das leibliche Wohl an.

Frohe Ostern!

Nationalpark Harz übergab Waldführer-Plaketten 2018 - 32 Nationalpark-Waldführerinnen und Waldführer schlossen ihre Fortbildungen 2017 erfolgreich ab
Wernigerode - Braunlage. Neben den hauptamtlichen Rangern begleiten im Nationalpark Harz auch zahlreiche ehrenamtliche Nationalpark-Waldführerinnen und -Waldführer fachkundig Wandertouren und Exkursionen. Die Zulassung dafür erfolgt erst nach einer umfangreichen Schulung. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten die Ehrenamtlichen eine Plakette, die sie sich durch laufende Fortbildung jährlich neu erarbeiten müssen. Jüngst erhielten 32 Nationalpark-Waldführerinnen und Waldführer ihre Plaketten für das Jahr 2018. Dafür haben sie an mindestens fünf dreistündigen Veranstaltungen der Fortbildungsreihe des Nationalparks in 2017 teilgenommen.

Pünktlich zur Plakettenübergabe im Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg wurde das neue Fortbildungsprogramm vorgestellt. 2018 bietet der Nationalpark Harz wieder sieben dreistündige und drei ganztägige Fortbildungsveranstaltungen an, die von Kollegen aus allen Nationalpark-Fachbereichen abgedeckt werden.

Neben aktuellen Themen wie dem Wildtier des Jahres 2018, der Wildkatze, der aktuellen Borkenkäferstrategie des Nationalparks oder Ergebnissen der Luchsforschung wird es auch Informationen zur Wolfsverbreitung, Waldforschung, Amphibien und Neophyten im Nationalpark oder der Bestandsaufnahme von Flechten geben. Eine Veranstaltung zur Führungsdidaktik und ein Arbeitseinsatz zur Bekämpfung von Neophyten runden das Angebot ab. Darüber hinaus wird den ehrenamtlichen Waldführerinnen und Waldführern auch die Teilnahme an den wissenschaftlichen Tagungen des Nationalparks und anderen Fortbildungen ermöglicht.

Im Anschluss an die Verleihung der Plaketten wurde über die Zukunft des Waldführersystems diskutiert. Die Ehrenamtlichen führten 2017 eigene Wanderungen durch und unterstützten die Nationalparkverwaltung sowie die Nationalparkhäuser bei diversen Veranstaltungen. Mit ihrem Engagement trugen sie so wieder hervorragend zum Verständnis für die Nationalparkziele und die Nationalparkphilosophie sowohl inner- als auch außerhalb der Region bei. Da noch weiteres Potenzial besteht, dienen die Ergebnisse der Diskussion als Grundlage für eine Umstrukturierung des Waldführersystems in 2019.
http://www.nationalpark-harz.de

Natur-Erlebniszentrum HohneHof lockt zu Entdeckungen in der Natur
Wernigerode - Drei Annen-Hohne. In der Osterferienwoche möchte das Natur-Erlebniszentrum HohneHof mit verschiedenen Angeboten zum Start in den Frühling einladen.

So sind wir am Dienstag, den 27. März, auf der Suche nach dem Frühling. Bei einem kleinen Spaziergang rund um den HohneHof sammeln wir verschiedene Naturmaterialien, die anschließend bei Bastelarbeiten für die Osterdekoration verarbeitet werden.

Am Mittwoch, den 28. März, laden wir bei möglichst schönem Frühlingswetter zu einer spannenden Wanderung auf den Spuren von Glasmachern und Köhlern ein. Gemeinsam mit dem Ranger geht es bei einer ca. dreistündigen Entdeckungstour zu den Wirkungsstätten früherer Harzbewohner. Bei schlechtem Wetter gibt es ein Alternativprogramm rund um den HohneHof.

Am Donnerstag, den 29. März, stimmen wir uns bereits auf das Osterwochenende ein. Unter der Überschrift „Eierfärben einmal anders“ wird getestet, wie auch mit Zutaten aus der Natur Eier gefärbt werden können.

Alle diese Veranstaltungen beginnen jeweils um 11 Uhr direkt am Natur-Erlebniszentrum HohneHof!

Besonderer Höhepunkt wird auch in diesem Jahr wieder das große Ostereiersuchen am Samstag, den 31. März sein. Unter dem Motto „Finde das Goldene Ei“ laden wir zum Frühlingsausflug mit der ganzen Familie ein. Pünktlich um 11 Uhr beginnt die Suchaktion, bei der es wieder viele Überraschungen und attraktive Preise zu gewinnen gibt.

Auch an allen anderen Tagen freuen wir uns natürlich über viele kleine und große Besucher. Übrigens startet, wenn das Wetter es zulässt, der beliebte Löwenzahnentdeckerpfad wieder in die neue Saison und ist somit ein lohnenswertes Ziel für den Osterspaziergang!
http://www.nationalpark-harz.de

Walkenrieder Gipsindustrie zerstört weiter die Südharzlandschaft, zahlt aber kaum noch Gewerbesteuer vor Ort
Walkenried. Es ist inzwischen vor Ort ein offenes Geheimnis: Die Firma Saint-Gobain Formula GmbH hat die Zahlung von Gewerbesteuern am Standort Walkenried auf das gesetzlich unumgängliche Minimum reduziert. Damit kommt die Gemeinde Walkenried in große finanzielle Schwierigkeiten und muss offenbar sogar 600.000 Euro zurückzahlen.

Die Entscheidung ist wohl nicht im Südharz gefallen, sondern in der Zentrale in Aachen. Man kann froh sein, dass sich wenigstens die Arbeits- und Ausbildungsplätze nicht zur Zentrale des Konzerns verlegen lassen, sonst hätte die Firmenzentrale das womöglich auch noch entschieden…

Am Ergebnis ändert das nichts. Es wird weiter Landschaft zerstört, es werden Straßen zerfahren und verschmutzt, aber Geld gibt es für den Südharz weniger denn je. Wieviel oder wie wenig es am Ende wird, ist allerdings noch offen. Diese Entscheidung der Zentrale steht wohl noch aus, also welcher Standort dann wieviel erhält.

Durch die Entscheidung von Formula ist die Kommune nun in großen Schwierigkeiten und muss eine Bedarfszuweisung beantragen. Ein landschaftszerstörender Betrieb sollte sich gegenüber der zerstörten Region anders aufstellen – und genau ein solches Verhalten hat die Gipsindustrie immer behauptet. Offenbar wollte man damit der Öffentlichkeit Sand in die Augen streuen.

Auftragsgutachten der Industrie verschwieg die Schattenseiten des Gipsabbaus

2016 veröffentlichte die Südharzer Gipsindustrie ein Auftragsgutachten zur Wertschöpfung der Gipsabbaubetriebe, worüber seinerzeit viel diskutiert wurde. Der Zweck des Papiers war aber schon damals offensichtlich: Es werden die Wohltaten angepriesen, die wie das „Sponsoring“ allesamt steuerlich absetzbar sind, es wird die offensichtlich für sich allein nicht wirklich überzeugende Zahl der Arbeitsplätze um fragwürdige Hochrechnungen zu weiteren Jobs ergänzt, die quasi im Schlepptau dieser Industrie entstehen, und dergleichen mehr. Die Argumentationsnot muss groß sein, denn man verteilt quasi nebenher Seitenhiebe, zum Beispiel auf die Tourismusbranche. Die kann natürlich nicht florieren, wenn sich Gäste mit Grausen abwenden und Urlaubstage nicht inmitten von Steinbrüchen und lärmenden Fabriken verbringen wollen…

Kein Wort fand sich in diesem Gutachten allerdings zu den immer größer werdenden Landschaftszerstörungen, zu den um sich greifenden Steinbrüchen, die ganze Ortsbilder wie das von Walkenried irreparabel schädigen, zum immensen, straßenschädigenden Lkw-Verkehr, der sich zwischen Brüchen und Werken durch die Orte wälzt.

Beim Blick auf den Kohnstein, den Röseberg oder den Alten Stolberg, um nur einige durch die Gipsindustrie zerstörte Landschaften zu nennen, klingeln die Alarmglocken. „Mit diesem bestellten Gutachten wird der laufende Frontalangriff auf die Südharzer Landschaft flankiert, um die Politiker gefügig zu machen und deren Zustimmung zu immer neuen Abbaufeldern zu erlangen. Deswegen, nur deswegen ist es ernst zu nehmen. Geht es nach der Gipsindustrie, sollen weite Teile der Südharzer Karstlandschaft für immer verschwinden. Mit Hinweisen auf Arbeitsplätze, Steuern und Vereinssponsoring soll der Anspruch auf diese abermalige Zerstörungswelle untermauert werden. Ist der Gips erst einmal weg, sind es die Arbeitsplätze, die Steuern und die Sponsoringgelder auch. Nachhaltigkeit sieht anders aus. Dessen ist sich die Politik oft nicht bewusst – der Fall Formula Walkenried zeigt es wieder sehr deutlich.
http://www.bund-westharz.de/

Mit dem Ranger den Nationalpark entdecken am 06.03.2018 um 10:30
Erkunden Sie auf dieser mittelschweren Wandertour mit dem Ranger die Natur rund um Bad Harzburg und lernen Sie den Nationalpark Harz näher kennen. Tauchen Sie ein in die Wälder, die hier zur neuen Wildnis werden. Erfahren Sie, wie der Nationalpark den Wald auf dem Weg zur Wildnis unterstützt und wie die Luchse hier wieder heimisch geworden sind. Wunderbare Ausblicke, verschiedene Waldarten und allerlei kleine Wunder am Wegesrand warten nur darauf, entdeckt zu werden. Nach der Wanderung lohnt sich ein Besuch im Haus der Natur.
Veranstaltungsort: 38667 Bad Harzburg, Haus der Natur, Dauer ca. 3,5 Stunden
Fahrt mit der Burgberg-Seilbahn ist möglich (Kosten nicht inklusive)
https://www.nationalpark-harz.de

'Augenblick' - Vernissage am 24. Februar um 15 Uhr im Filmmuseum im Ballenstedter Schloss
Schülerinnen der 12.Klasse des Wolterstorff Gymnasiums Ballenstedt, veranstalten im Rahmen des Kunstabschlussprojektes eine Ausstellung rundum die Fotografie.

Am 24. Februar 2018 um 15.00 Uhr eröffnen sie ihre Ausstellung „Augenblick“ mit einer Vernissage im Filmmuseum im Ballenstedter Schloss.

Selber haben sie Spaß am Fotografieren und waren Teil der Foto – AG ihrer Schule. Sie legen Wert darauf, dass alle Bilder unbearbeitet ausgestellt werden. In der Ausstellung werden das Gymnasium und die vielfältige Natur aus einem anderen Blickwinkel gezeigt und die Augenblicke, in denen die Bilder entstanden sind, festgehalten.

Diese Ausstellung kann täglich bis zum 24.04.2018 von Dienstag bis Sonntag 10.00 – 16.00 Uhr kostenfrei besichtigt werden.

Bei der Vernissage erwartet Sie neben den Fotografien auch ein kleiner Sektempfang und Snacks. Wenn Ihr Interesse geweckt wurde, so freuen sich die Schülerinnen, Sie begrüßen zu dürfen.

Ein Projekt von Celina Fengewisch, Lea Goletz, Luisa Hübner und Gina Meier
http://www.ballenstedt.de/

Sonderstempel und „Auerhuhnsprechstunde“ am Auerhuhngehege bei Herzberg-Lonau
Herzberg-Lonau. Derzeit macht der sogenannte Wandernde Stempelkasten der Harzer Wandernadel am Auerhuhn-Schaugehege des Nationalparks Harz nahe des kleinen Herzberger Ortsteils Lonau Station.

Täglich von 10 - 11 Uhr sind die Lonauer Nationalpark-Ranger zur Fütterung und Pflege der Tiere am Auerhuhngehege anzutreffen und beantworten gerne Fragen zu den im Harz als ausgestorben geltenden Tieren. Unabhängig von den Fütterungszeiten ist das Auerhuhngehege auch sonst jederzeit und kostenfrei zugänglich.

Am 25. März 2018 ab 10:00 Uhr laden wir alle Wanderfreunde außerdem zur „Stempeltour im Nationalpark: Auerhahnbalz – hautnah“ ein - dann gibt es noch einen zusätzlichen Sonderstempel zur Tour.

Mehr Infos und Wanderempfehlungen unter:
http://www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/auerhuhngehege

Die Allee des Monats Februar 2018 findet sich im Harz!
Zwischen den Bergstädten Clausthal-Zellerfeld und Wildemann findet sich eine besondere Allee: Versteckt im Wald kann man hier die Allee der Sinne erkunden. In einem relativ dichten Abstand von ca. 5 m finden sich Berg-Ahorne auf einer Länge von knapp 200 m in zwei Reihen parallel zu der Forststraße. Einige Exemplare der Bäume sind bereits über 150 Jahre alt. Die Allee diente ursprünglich als Verbindungsstraße für Pferdegespanne und Wanderer von Clausthal zum alten Johanneser Kurhaus. Der heute parallel dazu verlaufende Forstweg wurde erst später angelegt, da die moderner und größer werdenden Maschinen und Fahrzeuge nicht mehr durch die Allee passten.

Momentan ist die Allee als ein Ausstellungsraum im Freien konzipiert. In einem Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Bahn-Sozialwerk, den Niedersächsischen Landesforsten, dem Klosterhof Clausthal-Zellerfeld, dem Verkehrsverein Wildemann und der Jugendgruppe Bad Eibling entstand im Jahr 2015 eine Kunstausstellung in der Allee. Neben den alten Bäumen kann man nun Skulpturen und Installationen unter freiem Himmel bewundern. Die Leitung bei der Arbeit zur Erstellung des Kunstpfades übernahm der Herzberger Maler und Bildhauer Dieter Utermöhlen. Hilfe kam dabei auch von der Gruppe Bildende Kunst Hannover.

Skulpturen wie eine große Spinne und Installationen wie ein Klangspiel sind trotz Schneedecke auch im Winter gut zu erkennen. Die Allee liegt im Gebiet der Revierförsterei Wildemann und würde von den Mitarbeitern der Niedersächsischen Landesforsten entsprechend gepflegt. Nach Auskunft der verantwortlichen Försterin Lara Laubner blieb die Allee trotz der zum Teil heftigen Winterstürme nahezu intakt und nur wenige Äste brachen heraus. So besteht die Allee weiterhin als beliebtes Ausflugsziel und regt dazu an, die Sinne zu schärfen!

Unter https://www.youtube.com/watch?v=AWkYXtpoJBc findet sich ein kurzes Video zur Entstehungsgeschichte der Kunstausstellung in der Allee.

Zum Hintergrund des Alleenschutzes folgende allgemeine Informationen:

Seit Jahrhunderten prägen Alleen das Landschaftsbild Niedersachsens. Sie sind wertvolles Naturgut und zudem auch kulturhistorisch bedeutsam. Straßenbegleitende Alleen sind allerdings aufgrund des Ausbaus von Straßen und durch fehlende Nachpflanzungen in ihrem Be-stand gefährdet. Bisher besteht auch weder bei Landkreisen noch bei Landesbehörden Kenntnis über den Umfang des Alleennetzes in Niedersachsen.Der Niedersächsische Heimatbund e.V. erstellt daher im Rahmen des von der Niedersächsischen-Bingo-Umweltstiftung geförderten Projekts „Die 500 schönsten und wertvollsten Alleen Niedersachsens" mit Hilfe der Bevölkerung bis Mitte 2018 erstmals eine repräsentative Übersicht der wichtigsten und schönsten Alleen Niedersachsens (www.niedersaechsischer-heimatbund.de/projekte/alleen-in-niedersachsen/). Damit soll eine Grundlage für die Erhaltung der Alleen geschaffen werden. Unter www.alleen-niedersachsen.de kann jede Bürgerin/jeder Bürger uns eine Allee mitteilen. Um das öffentliche Interesse an der Thematik zu vergrößern und ein Bewusstsein für den Alleenschutz zu fördern, stellt der NHB in regelmäßigen Abständen eine besondere Allee im Rahmen der Aktion „Allee des Monats" vor. Weitere Informationen finden sich auf www.facebook.com/alleen.niedersachsen/.
http://niedersaechsischer-heimatbund.de/

Fahrtziel Natur-Jahresbroschüre 2018 erschienen – den Harz und andere Naturschätze entspannt und umweltfreundlich erleben – ganz ohne Auto
Wernigerode. Fahrtziel Natur, die Kooperation der drei großen Umweltverbände BUND, NABU und VCD sowie der Deutschen Bahn, setzt sich seit 2001 für umweltfreundliche Mobilität und nachhaltigen Naturtourismus ein. Partner der Kooperation sind Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate in 23 Fahrtziel Natur-Gebieten in Deutschland, der Schweiz und Österreich – eines davon ist der Nationalpark Harz.

Jetzt ist die Fahrtziel Natur-Jahresbroschüre 2018 erschienen, die mit detaillierten Informationen zur An- und Abreise mit der Bahn, Mobilität vor Ort sowie attraktiven Reiseangeboten in allen DB-Reisezentren ausliegt. Eine große, ausfaltbare Karte mit allen vergleichbaren Angeboten in ganz Deutschland befindet sich im Inneren der Broschüre.

Auch der Harz ist für viele Reisen viel besser mit Bus und Bahn zu erreichen als oft angenommen wird. Eine Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr bietet sich daher an.

Gemeinsam mit dem Partner HATIX fördert der Nationalpark Harz vor Ort die Verknüpfung attraktiver Tourismusangebote mit klimafreundlichen Mobilitätskonzepten. Mit anderen Worten: In sensiblen Naturräumen soll der touristische Verkehr vom Auto möglichst auf den öffentlichen Nahverkehr verlagert werden. Das spart C02-Emissionen ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Natur genießen statt im Stau zu stehen oder Parkplätze zu suchen – das sind für viele Gäste Argumente, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen.

Ein praktisches Beispiel für die umweltfreundliche Mobilität vor Ort ist das HATIX-Mobilitätsangebot, siehe www.hatix.info/de. Übernachtungsgäste im Landkreis Harz erhalten in teilnehmenden Betrieben das Ticket, mit dem sie kostenfrei mit dem Bus die Erlebnisregion nutzen können.

Mehr Informationen zur Kooperation Fahrtziel Natur erhalten Sie unter www.fahrtziel-natur.de
http://www.fahrtziel-natur.de/

„Glanzlichter der Naturfotografie“ 2016 in Ilsenburg – Eröffnung am 28.2.2018 durch Nationalparkleiter Andreas Pusch
Zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Glanzlichter 2016 - Gewinner des internationalen Naturfoto-Wettbewerbs“ laden wir Sie herzlich nach Ilsenburg in das Nationalparkhaus Ilsetal ein.
21.654 Bildeinsendungen wurden zu diesem Naturfoto-Wettbewerb aus 38 Ländern eingereicht, der unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Barbara Hendricks und unter dem Patronat des DVF steht. Die Glanzlichter-Sponsoren aus der Fotoindustrie stellen die Preise im Gesamtwert von € 28.000 zur Verfügung.

Diese Zahlen belegen, welche Wertschätzung der größte deutsche Naturfoto-Wettbewerb seit Jahren genießt.

Vier Tage nahmen sich die Juroren die Zeit, um alle Bilder zu beurteilen. Erst dann waren standen die diesjährigen Gewinner der Glanzlichter fest. Die Jury bestand dieses Jahr aus Viola Brandt, Naturfotografin, Andreas Klotz, Naturfotograf und Verleger, sowie die Veranstalterin des Naturfoto-Wettbewerbs und Naturfotografin Mara Fuhrmann.

„Glanzlichter-Naturfotograf 2016“ ist Thomas Kolenbrander aus Deutschland mit "Dramaturgie des Himmels".
Das Siegerbild zeigt einen dramatischen Wolkenhimmel über einer Hochebene auf Island. Hier hat die Natur eine eindrucksvolle Vorgabe gemacht, die der Fotograf mit seiner Kamera optimal einfangen konnte. Es ist die Rückkehr zum Minimalen, um das Maximale auszudrücken – Fotografie pur. Durch die Reduktion auf das Wesentliche gewinnt ein Schwarz-Weiß-Bild seine Ausdruckskraft. Der Fotograf muss schon bei der Aufnahme entsprechend komponieren und die farbige Sichtweise in Schwarz und Weiß sehen.

Die „Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotografin 2016“ ist die 16jährige Eva Haußner aus Deutschland mit ihrem Bild „Aus dem Nichts“. Sie fotografierte die faszinierenden, intensiv grünen Facettenaugen einer Libelle. Diese sollten der Mittelpunkt ihrer Aufnahme werden. So scheint die Libelle wegen der geringen Tiefenschärfe aus dem Nichts zu kommen. Es wirkt, als würde ein Wesen aus einer anderen Welt auftauchen.

Die Siegerehrung der Gewinner fand während der 18. Internationalen Fürstenfelder Naturfototage im Mai 2016 statt. Seitdem wandern die Glanzlichter 2016 zwei Jahre durch Deutschland und Italien und werden dort in Museen, Naturparks und Nationalparks sowie in Galerien gezeigt. Die genauen Ausstellungsdaten finden Sie auf der Website www.glanzlichter.com/Ausstellungen.cfm - nun sind sie bald in Ilsenburg angekommen.

Wer keine Gelegenheit hat, sich die Gewinnerbilder in einer der Ausstellungen anzuschauen, kann alle Bilder mit ausführlichen Informationen zum Bild auch im dazu erscheinenden Buch „Glanzlichter 2016“ sehen. Darin sind auf 136 Seiten die Aufnahmedaten und Geschichten zum jeweiligen Bild nachzulesen.
http://www.nationalpark-harz.de

20. Februar 2018, Vortrag in Braunschweig: Über Braunschweig bis in die Nordsee – Arsen und Schwermetalle als Umweltsünden des Bergbaus im Harz und in der Oker – Altlasten mit unsichtbaren Gefahren und ansehnlicher Flora
Goslar - Braunschweig. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach über 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr. Doch für die Umwelt hat er bis heute gravierende Folgen: die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind weit über Braunschweig hinaus bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet.

Die Ursachen sind klar: Im Zuge der der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert – im Altkreis Osterode am Harz kommt noch Arsen hinzu. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie über die Harzer Flüsse bis in die Nordsee.

Viele Schwermetalle reichern sich in Tieren und Pflanzen an, wirken giftig und können sogar Krebs auslösen – doch einige Pflanzen haben sich angepasst und sind in der Lage, mit den hohen Schwermetallgehalten zu koexistieren. Sie tragen in der Harzer Mundart so klangvolle Namen wie Hüttenblume oder Kupferblümchen.

Ein Vortrag des Harzer Geologen Dr. Friedhart Knolle am 20. Februar 2018 um 19 Uhr im Hörsaal des Instituts für Pflanzenbiologie, Humboldtstraße 1, 38106 Braunschweig. Veranstalter ist der Verein der Freunde des Braunschweiger Botanischen Gartens e.V.
http://www.bund-westharz.de/

SCHIERKER WINTERSPORTWOCHEN vom 03. Februar bis 18. Februar 2018
Schierke bietet in der Winterzeit eine Vielzahl von Wintersportaktivitäten. Ob Skilaufen, Rodeln oder bei Winterwanderungen in den tiefverschneiten Fichtenwäldern, es ist für alle Ansprüche etwas dabei.
Eislaufen wird in diesem Jahr ab dem 16. Dezember 2017 wieder möglich sein.
Ein besonderer Höhepunkt sind die jährlich in den Winterferien stattfindenden Schierker Wintersportwochen. Innerhalb von 14 Tagen werden dann besondere Veranstaltungen rund um den Wintersport in Schierke geboten.

Zum Programm auf pdf-Datei >>>>
http://www.schierke-am-brocken.de/fileadmin/default/Mediendatenbank/Bilder/Schierke/FB_WiSpoWo_17-01-2018__c_BYNZ_Veranstaltungen.pdf